Haustiere

Kuhpocken können dem Menschen gefährlich werden

15. September 2011, 09:06
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    foto: günter havlena/www.pixelio.de

    Die Katze kann sich nur anstecken, wenn es einer gefangenen Maus gelingt zuzubeißen.

    Foto: Günter Havlena/www.pixelio.de

Übertragung über Mäuse und Katzen nachgewiesen - Krankheit für Menschen mit unterdrücktem Immunsystem gefährlich

Wien - Die Pocken gelten als die einzig global ausgerottete Viruserkrankung des Menschen. Schon 1796 wurde die Impfung erstmals dagegen angewendet. Kuhpockenviren halfen dabei, einen körpereigenen Schutz gegen die Pockenviren aufzubauen. 1980 wurden die Impfungen mangels Notwendigkeit wieder eingestellt.

Nun könnten die Kuhpockenviren selbst zum Problem werden: Wie Forscher der Veterinärmedizinischen Uni Wien feststellten, werden diese über Haustiere immer öfter auch auf den Menschen übertragen. Der Krankheitsverlauf ist zumeist milde - gefährlich wird es für Menschen mit unterdrücktem Immunsystem.

Großes Wirtsspektrum

"Sowohl für Tierärzte als auch für Humanmediziner ist es mitunter nicht leicht, die Krankheit zu erkennen, weil sie seit 1979 als ausgerottet gilt", so Norbert Nowotny, der mit seinem Forschungsteam an der Vetmeduni an einer im Online-Journal "Plos One" veröffentlichten internationalen Studie zum genetischen Stammbaum der Kuhpockenviren beteiligt war. Auch der Name ist irreführend: Denn die Kuhpocken beschränken sich bei weitem nicht auf Kühe, sondern haben ein Wirtsspektrum, das von der Maus zum Elefanten und schließlich von der Hauskatze zu ihrem Herrchen reicht.

Laut einer früheren Studie der Vetmeduni trägt jede sechste Wühlmaus Antikörper gegen das Kuhpockenvirus - "übertragen kann sie es aber nur, wenn das Virus aktiv ist", so Nowotny. Für die Katze muss also viel Pech im Spiel sein: Anstecken kann sie sich nur, wenn es der gefangenen Maus gelingt, noch einmal zuzubeißen. In diesem Bereich - also meist an Gesicht oder Vorderpfoten der Katze - bildet sich dann eine erste Pocke, nach zehn Tagen kommen noch kleinere, unter dem Fell of unbemerkte, dazu. In den folgenden sechs Wochen reicht es, die Katze zu streicheln, um als Mensch eine direkte Kontaktinfektion davonzutragen.

Mikroverletzungen als Eintrittspforte

"In unbeschadete Haut kann das Virus nicht eindringen, aber es genügen kleinste Risse, die wir gar nicht merken", betont Nowotny. Ist man vor den frühen 1980ern geboren und damit Pocken-geimpft, ist der Schutz weiter aufrecht. Jüngeren Semestern könnte genau da, wo der Kontakt mit dem Haustier (neben der Katze gilt vor allem die Haustier-Ratte sowie sehr selten das Kaninchen als potenzieller Überträger) stattgefunden hat, eine vier bis fünf Zentimeter große Pocke bevorstehen. Bei funktionierendem Immunsystem ist das kein Problem, die Stelle wird antibiotisch abgedeckt, nach sechs Wochen sollte der Spuk vorbei sein.

"Aber die Zahl der Menschen mit supprimiertem Immunsystem wird immer höher." So kann eine Kuhpockeninfektion für Menschen mit HIV, aber auch für solche, die wegen einer rheumatischen Erkrankung, wegen einer Organtransplantation oder wegen starker Allergien Immunsuppressiva einnehmen, wirklich gefährlich werden. In München kam es zu einem Todesfall.

Breit gefächerter Virusstammbaum

In der jüngsten Studie zu den Kuhpocken ist es den Forschern gelungen, den genetischen Stammbaum des Virus aufzuschlüsseln - und er ist wesentlich breiter gefächert, als bisher angenommen. "Man ging bis jetzt von einer einzigen Virengruppe aus", so Nowotny. Daher war man auch der Meinung, dass der langjährig verwendete Impfstoff von einem Kuhpockenstamm aus England stammen müsste - schließlich hatte der englische Arzt Edward Jenner die Pockenimpfung erstmals angewandt. Tatsächlich liegt seine Herkunft allerdings in Osteuropa. "Das ist vor allem von historischem Interesse", so Nowotny. Der Impfschutz ist von den jetzt gefundenen genetischen Unterschieden unabhängig. (APA)

 

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14 Postings
pox vobiscum
00
16.9.2011, 10:03

So schauen sie aus die Kuhpocken:
http://www.dermis.net/bilder/CD... mg0008.jpg
oder so:
http://www.vetmeduni.ac.at/fileadmin... n-Hand.jpg
also fürchtet euch und esst/trinkt/tut immunabwehrstärkende Dinge...

die windfrau
 
02
16.9.2011, 15:39
die beste - und zwar wirklich beste- immunabwehr

liegt in einem möglichst streßfreien, angstfreien leben. gesundheits- (oder dauernde erkrankungsangst wegen diesem oder jenem risikofaktor) erzeugt dauerstreß, ewiges schlechtes gewissen und vorauseilende ängste sind gesundheitsschädlich sprichwörtlich gift für das immunsyystem.
sogesehen ist das dauernde behämmert werden mit möglichen krankheiten und tausenderlei tlw. kontradiktorischer ratschläge, wie es die derzeitige "prävention" tut, kontraproduktiv. das gesündeste ist, sich aus diesem karussel bewußt zurückzuhalten und auf seinen körper, seine vernunft, seine bedürfnisse zu verlassen. und auf einen vernünftigen unhysterischen hausarzt.

beliar
00
16.9.2011, 22:34

ich geh zum tierarzt wenn ich krank bin, der schreit zwar dauernd ich soll zum arzt gehen aber..........

pox vobiscum
01
16.9.2011, 19:36

Stimmt. :)

beliar
10
16.9.2011, 10:55

na ja mich habens als kleinkind geimpft, stimmt pocken sind ausgerottet

beliar
10
15.9.2011, 17:15

zoonosen, na was rauskommt ist weniger gefählich als vorne, la la hbibi

kein nick will mir mehr einfallen
01
15.9.2011, 17:05
Sowohl für Tierärzte als auch für Humanmediziner ist es mitunter nicht leicht, die Krankheit zu erkennen, weil sie seit 1979 als ausgerottet gilt

autsch. die kuhpocken (orthopoxvirus vaccinia) waren niemals ausgerottet. die pocken (o. variola) wurden als bisher einzige den menschen betreffende infektionskrankheit ausgerottet. entweder hat der redakteur schlecht zugehört, oder der experte festen unsinn verzapft.

orpheus1
00
15.9.2011, 13:52
Ist Milch ansteckend?

Nicht nur Kuhpocken sondern auch die Tuberkulose scheint bei Kuehen zurueckgekehrt zu sein.

Milchpasteurisation schuetzt vor Ansteckung nicht immer, zumindest ist es bei der Kuh-Tuberkulose so, die ebenfalls fuer den Menschen ansteckend ist. Deshalb auch die Warnung an Rheuma Patienten die die neuen "Rheuma Wundermittel" bekommen, keine Rohmilchprodukte zu konsumieren. Leider ist das auch kein 100%iger Schutz vor Infektion, die bei diesen Patienten dann auch toedlich sein kann.

Diese neuen Therapien, mit dem schoenen Namen "Biologicals", kosten 25.000 bis 45.000,-€ pro Patient und Jahr, dabei helfen sie nicht einmal bei 30% der Patienten, das Risiko fuer ua toedliche Infektionen gibts gratis dazu.

Die EU foerdert fleissig TBC Programme.

thatslife
43
15.9.2011, 12:53
jetzt schon? die abstände werden immer kürzer

grade ist ja erst die gurkengrippe abgeklungen.

aber zumindest kehrt man jetzt wieder zu viruserkrankungen zurück weil die pharmaunternehmen gechekt haben dass das bakterium doch ein ziemlicher flopp war. also gets jetzt nach vogelgrippe und schweinegrippe mit der kuhgrippe weiter.
ist nur noch eine frage der zeit bis der staat dann, wie bei der schweinegrippe, hunderttausende impfdosen gegen pocken kauft die dann ungebraucht ablaufen.

beliar
00
16.9.2011, 10:57

gurkengrippe? katzenseuche

Lilith Boessse
 
00
15.9.2011, 12:35
"Aber die Zahl der Menschen mit supprimiertem Immunsystem wird immer höher."

Das wäre sicher auch eine Studie (bzw. mehrere Studien) wert!

pox vobiscum
00
16.9.2011, 10:06

Das ist wegen der vielen Organtransplantationen und Chemo-Nebenwirkungen und Aidskranken, früher, in der guten alten Zeit, hätte es das alles nicht gegeben, da haben Sie recht.

Bonair
11
15.9.2011, 14:47
Zu welchem Thema?

Immunsuppressive Medikamente supprimieren das Immunsystem? HIV bewirkt Immunschwäche?

Greyarea
 
00
15.9.2011, 10:24
Die Katze kann sich nur anstecken kann sie sich nur, wenn es einer gefangenen Maus gelingt zuzubeißen

bitte die bildunterschrift berichtigen...

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