"Ausgrenzung der FPÖ ist demokratiepolitisches Harakiri"

14. September 2011, 16:58

ÖVP-Bezirksvorsteherin Ursula Stenzel bricht eine Lanze für Schwarz-Blau und fordert eine Neupositionierung der ÖVP

Ursula Stenzel will immer unter die Leute gehen, meint sie im Vorfeld zum Video-Interview mit Hans Rauscher. Deshalb findet das Gespräch im Gastgarten des "Pastell" mit Blick auf den Judenplatz statt. Es ist der vermutlich letzte Spätsommertag des Jahres 2011, an welchem Stenzel über die Probleme ihrer Partei redet.

"Tiefer kann man in der Wählergunst ja gar nicht mehr fallen", gibt sie sich ob der Umfragewerte zerknirscht und fordert gleichzeitig mit kämpferischem Ton und ebensolcher Gestik eine inhaltliche Neupositionierung. "Die Leute lechzen nach einer urbanen bürgerlichen Partei", meint sie und drängt auf schwarze Reformen.

Die Wiener ÖVP will sie nicht neu gründen, wie das einst Busek gefordert hatte und kolportiert wurde, aber sie will eine inhaltliche Neupositionierung, bevor man über das Personal spricht. Die ÖVP müsse sich dazu aus der "Geiselhaft der Bünde" befreien. Zwischen den Roten, die "kommunistische Versatzstücke wie Umverteilung und Vermögenssteuer hervor holt", und den Grünen, die sich "nur um Radfahrer kümmern", ortet sie ein großes Themenspektrum für die Konservativen.

Stenzel spricht sich im Interview klar gegen eine Ausgrenzung der FPÖ aus und bezeichnet eine solche als "demokratiepolitisches Harakiri". Den Abgang von Wolfgang Schüssel bedauert sie sehr. (rasch, derStandard.at, 14.9.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 184
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Max Normal1
00
25.11.2011, 13:24
Herrn Rauschers Qualität mal objektiv dahingestellt…

…aber bei der Bildschärfe gibt's nur 2 Kriterien: scharf oder unscharf.

armin delmenhorst
 
01
30.10.2011, 20:17
Wow! Cooles Interview :-)

Dachte, die Fr. TV-Sprecherin wurde nach der EU-Zeit trockengelegt. Witzig zum Ansehen, wie sie im Nebel ihre Meinung zum Besten gibt.

Inhaltlich gab es hier keine neuen Erkenntnisse: VP ist gut, Schüssel war neben Dollfi der größte Staatsmann, etc.

Punkto F hat sie natürlich recht. Mit Ausgrenzen werden sie nur, und das zurecht, stärker. Vermutlich weiß die gute Frau aber auch, dass der einzige Weg, das zu verhindern, eine Politik für die breite Masse der Bürger/innen wäre. Würde die beiden Regimeparteien das machen, müsste man diesen priviligierten Zecken und Wirtschaftskriminelle aber etwas einhalt gebieten.

Einer modernen Partei für Bürger/innen (citoyens) sind am ehesten die Grünen Wäre da nicht die kranke Ausländerpolitik

klaus werlach
00
27.10.2011, 14:22
finds super dass die unschärfe auf der stenzel liegt

während der hintergrund mit den unfreiwilligen statisten scharf gestellt wurde.

alfred miller
10
21.9.2011, 16:31
Irreführender Titel

Ein hochinteressantes Interview. Wann hört man schon eine doch ganz prominente Funktionärin, die ihre eigene Partei so kritisch analysiert. Und zu Strache sagt sie ganz klar "induskutabel" und: die Ausgrenzung "dieser breiten Wählerschicht" sei Harakiri. Sie sagt nicht, die Ausgrenzung der FPÖ, sondern derer Wählerschaft. Diese wichtige Differenzierung verkürzt der Standard zu einem irreführenden Titel.

Sabrina10001
00
20.9.2011, 00:27
Bitte dieses Video ansehen!

Diese Worte sagen einiges über die Frau aus:

http://www.youtube.com/watch?v=_Dze0kDekrQ

Unpackbar!

Nathaniel Winerib
10
20.9.2011, 11:35

warum? sollten ihre meinung nach politiker in der jugendherberge im souterrain untergebracht werden?

Tycho Brahe
11
18.9.2011, 09:06
Ich kann der Stenzel kaum zuhören,

ich mag dauerbesoffene einfach nicht! By the way, außerhalb Ihres geschützten Bereiches hätte sie in einer leistungsbetonten Gesellschaft nur eine steile Karriere in Kalksburg vor sich.
Zum Inhalt ihrer Ausführungen: Ihre geballte Realitätsverweigerung ("Die Leute lechzen nach einer urbanen bürgerlichen Partei") ist bestenfalls mit homerischem Gelächter zu quittieren. Die Leute lechzen nach anständiger Entlohnung für anständige Arbeit, aber ganz sicher nicht nach einer Partei, schon gar nicht einer "Partei der Anständigen"
Conclusio: Stenzel ist einfach nur mehr ein Abziehbild ihrer selbst und lächerlich.
Wenn das die Personaldecke der ÖVP ist, dann nur in Briefmarkengröße!

Standard deviation
00
20.9.2011, 19:17

Bekanntlich ist Tycho Brahe aufgrund des exzessiven Bierkonsums die Blase geplatzt, was zu seinem Tod geführt hat.

solodiver
01
16.9.2011, 17:47
Nein, Sie haben schon recht, Frau Stenzel, es soll sich niemand schämen müssen wenn er mehr VERDIENT (nicht EINSTREIFT) in diesem Land.

Aber es soll sich auch niemand schämen müssen in diesem Land der soziale Kompetenz aufweisst. Man muss solche Menschen deshalb nicht gleich linkslink und Kommunisten heissen!

Sie treten für mehr Familie ein? Sie sind Karrierefrau, die nie eigene Kinder hatte. Wie wollen sie bei diesem Thema mitreden?
Sie unterstützen Ausgrenzung schon mit Ihrem Eintreten für die Sperrung von Parks für Nicht-Anreiner (lt. wiki).

Dieses Interview ist einfach nur mühselig.

Post-vom-Poster
 
10
16.9.2011, 13:47
bricht eine Lanze für Schwarz-Blau

als ehemalige Journalistin und Europa-Parlamentarierin habe ich sie für politisch und historisch intelligenter gehalten:

a) sie meint das wirklich - dann ist sie wirklich indiskutabel
oder
b) sie muss wohl oder übel die Spindelegger-Linie
der

Österreichischen
Vergangenheits
Partei

gehorsam vertreten - dann hat sie aber wenig Rückgrad ...

Wolodja
34
15.9.2011, 23:35
absolut

unwählbar. "ja das sind nazis, aber solange sie nicht verboten werden, können wir auch mit ihnen koalieren".
geschichte wiederholt sich

ein mensch
32
15.9.2011, 19:47
Oh ursula !

Verwechselst bürgerlich mit besitzstandswahren.

Bildung leistung werte familie wettbewerb -hohle phrasen angesichts der aktuellen situation.

Modernes bürgertum? --> wutbürger gegen das establishment.

Und ursula: ausgrenzen tut schon die fpö/fpk, diesen wettbewerb kannst net gewinnen, ausser als maso-selbstfesslerin kannst ds net reüssieren.

Die logik der bündestrukturen als demokratiepolitisches vorbild, den -wer, wenn nicht er-bundeskanzler als lichtgestalt.

Bediene deine klientel, aber bitte privat.

alpentiger
10
15.9.2011, 19:02
Wie soll man sich neu positionieren, wenn man keinen radikalen Personaltausch wagt?

Wer wird die "alten Filzhüter und breitarschigen Postenschacherer" wählen, auch wenn sie morgen mit Engelszungen geloben, ganz anders zu sein?

Vermutlich nach dem Motto "In Wirklichkeit bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu". Nicht nur die ÖVP ist durch die massive parteipolarisierte Durchdringung von Schulen, Ämtern und Strukturen mit viel zu viel Machthaberei verschränkt. Keiner dieser "pragmatisierten" Sesselkleber wird sich auch nur einen Millimeter von seiner Position bewegen oder gar das Rekrutierungssystem hinterfragen. Das kann nur von aussen kommen durch konkreten zivilen Ungehorsam gegen Strukturen.

Die Parteien rekrutieren ja nur aalglatte Karrieristen, die "Goschn halten, Hände falten und Pfote heben" wollen.

andykaufmann
10
15.9.2011, 18:30
um es mit den worten von herbert zu sagen:

gute nacht!

Oskar Luger
26
15.9.2011, 18:10
noch immer nichts gelernt

es ist immer wieder unfassbar, wie man als eine Partei, die sich "bürgerlich" wähnt und manchmal noch von christlichsozial redet und sich überhaupt demokratisch vorkommt, einer Koalition mit der weit rechtsaußen FPÖ das Wort reden kann - ganz abgesehen von der schwarz-blauen Korruptionsanhäufung (sollte eigentlich genügen!).

h o m o l u d e n s
14
15.9.2011, 20:03
Harakiri

hatte mit Ehre und Anstand zu tun, also absolut nichts mit dem demokratiepolitischen Verständnis dieser Dame und ihrer Partei.

segejo
21
15.9.2011, 17:34
Alk

Weiss wer, mit wieviel Promille die so rumläuft

Jack Flash
10
15.9.2011, 18:24
ahhhh ...

auch schon die "Dame" volltrunken erlebt???

locken
22
15.9.2011, 17:33
Wer nimmt Die noch ernst ????

solodiver
33
15.9.2011, 17:26
Ähm, mit Verlaub, Frau Stenzel, es tritt nicht bloss die SPÖ für Umverteilung ein.

Das tut Ihre Partei natürlich genauso, nur halt

a) in die andere Richtung

und

b) behält sie Stillschweigen darüber!

isodora
10
15.9.2011, 17:12
Ausgrenzung der FPÖ ist Harakiri für die ÖVP.

Nicht mehr - und nicht weniger.

Es wird sich aber ohnedies nicht mehr ausgehen:
Die DC Austria zerbröselt´s - und die Rechten sind nicht mehr stark genug für eine Mehrheit.

(Das Potential schrammt zwar an der 40%-Grenze, es schrammt aber ahlt nur).

Damit hat sich´s.

Dann eine 3. Republik, eine neue Verfassung, ordentliches Aufräumen in Österreich.

Neue, frische Konzepte für ein wiederauferstehendes Österreich, Ärmel aufkrempeln, Staatshaushalt in Ordnung bringen (das wird 1 Jahrzehnt dauern mindestens alles miteinander) - und geht schon.

Und zunächst einmal die Reichen und die Banken zur Kasse bitten. Paßt.

test12
26
15.9.2011, 17:09
...

einfach widerlich diese övp.

Tschebyscheff
21
15.9.2011, 16:25
Mitte-Rechts-Bündnisse

gehen europaweit dem Ende zu!
Nach den Vorkomnissen der letzten Zeit sollten wohl alle Bürger dieses Landes zu der Überzeugung gelangt sein, dass diese Art von Bündnis geprägt ist von Korruption, Machtmissbrauch und bürgerfernen Entscheidungen.

Standard deviation
01
20.9.2011, 19:24

Eben ist in Berlin ein links-linkes Bündnis abgewählt
worden!

Wowi lässt sich als Wahlsieger feiern, hat aber eben-
falls Stimmen verloren.

Linksregierungen gibt es (außer in Ö.) nur in Spanien
und Griechenland. Und die stehen beide vor dem
Bankrott.

thomas bernhard2
 
10
15.9.2011, 17:11
nicht

reinfallen in diese verblödete, hundsgemeine fragestellung,
diese seit ewigen zeiten dümmliche, brave, nachbeterin üblester üblichkeuiten, froh über aggressionslosigkeit der geschlagenen, will ihren wexl, klimakterium , übertünchen, : mit stracheblau,
so ein ärgerliches , nie weiblich gewordenes undingchen, lächerlich alles..

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