Foto-Trend

iPhone-App Instagram stiehlt Profi-Fotografen die Show

14. September 2011, 18:43
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    screenshot: entwickler

    Instragram entpuppt sich als Lieblingstool für Mode-Blogger

Die App entpuppt sich auf der New York Fashion Week als Lieblingstool für Blogger und Redakteure

Instagram zählt zu den Shooting Stars unter den iPhone Apps. Das sechsköpfige Entwickler-Team aus San Francisco hat die Foto-App erst im Oktober 2010 veröffentlicht und zählt bereits neun Millionen Nutzer. Mit der App können User verschiedene Filter über ihre iPhone-Fotos legen, um sie wie Aufnahmen einer alten Lomo- oder Polaroid-Kamera wirken zu lassen. Auf der New York Fashion Week entpuppte sich die App als Lieblingstool von Mode-Redakteuren und Bloggern.

Foto-Feeds à la Twitter

Das Wall Street Journal (WSJ) hat auch einige prominente Instagram-Nutzer wie Designer wie Oscar de La Renta oder Mode-Bloggerin Leandra Medine aufgespürt, die von der Modewoche vom Nadelkissen bis zum Laufsteg alles auf Instagram festhalten. Fotos können aus der App heraus direkt auf Twitter, Facebook oder Tumblr hochgeladen werden. Gleichzeitig besitzt jeder Nutzer ein eigenes Instagram-Profil mit Foto-Feed, bei dem Fotos ähnlich wie die Kurznachrichten auf Twitter veröffentlicht werden. Um anderen Usern folgen zu können, muss man jedoch selbst Instagram nutzen.

Ankleideraum für Fotos

Die App kann kostenlos im App Store heruntergeladen werden und steht vorerst nur für das iPhone zur Verfügung. Wie bereits früher angekündigt arbeiten die Entwickler jedoch an einer Android-Version. Aktuell bietet Instagram 15 Filter mit teils eigenwilligen Namen wie "X-Pro II", "Earlybird" oder "Hefe". Die Filter lassen sich auch nachträglich auf bereits aufgenommene Fotos anwenden, sodass man alle Filter ganz wie die neuesten Schuh-Trends zuerst durchprobieren kann, bevor man sich für einen entscheidet.

Fotografen skeptisch

Profi-Fotografen sind mit dem Trend jedoch nicht glücklich. Mode-Fotograf Ben Ritter beklagt gegenüber dem WSJ etwa, dass die Effekte damit mehr in den Vordergrund treten würden als das eigentliche Motiv. Es interessiere ihn nicht, was jemand gerade isst, auch wenn es am Foto hübsch aussieht. Fotografin Valerie Figueroa kritisiert, dass Instagram die Kunst billig mache. User aber auch einige Fotografen schätzen jedoch die Unmittelbarkeit der Fotos, die an jene der analogen Polaroid-Kameras angelehnt ist.

Bald neue Filter

Laut CEO Kevin Systrom ist sein Unternehmen nicht profitabel, die App ist kostenlos und kommt auch ohne Werbeanzeigen. Allerdings fragen immer öfter Unternehmen an, ob Instagram Spezial-Filter für sie entwickeln kann. User könnten damit den bestimmten Look und Stil einer Marke oder eines Designers in ihren Fotos nachahmen. Laut dem CEO habe man derzeit zwar andere Prioritäten, Systrom kündigte allerdings erst vor kurzem an, dass demnächst ein großes Update mit neuen Filtern folgen soll. (red)

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Posting 1 bis 25 von 99
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B.Kiddo
00
18.9.2011, 13:41
Alte Hüte in neuer Verpackung

(Neue/alte) Filter, mal eine richtig tolle Innovation, oder.
Diese Apps gibt's bereits zuhauf für jedes OS, auch kostenlos. Netter Marketing-Gag, weiter nichts.

PS/ Morgen gibt's eine völlig neue "Krone",
mit neuem blauen Logo statt des bisherigen roten Logos,
what a big deal!

wuca
00
17.9.2011, 08:52
handykameras haben schon gewisse vorteile...

und zwar ist man zumindest bei der streetfotografie ich sag mal "inkognito". man kann sich szenen nähern ohne gleich von paar kilometern als fotograf erkannt zu werden. mit einer spiegelreflex wird man eher wie ein ausserirdischer behandelt wenn man damit fotografierend durch die stadt rennt.

ansonsten, wem solche apps gefallen, warum nicht! nur bitte nie sowas als kreativ bezeichnen ;)

Flood
00
16.9.2011, 12:05
Mittlerweile arbeitet schon eine Reihe von Photographen mit Instagram und Hipstamatic

Hier ein Photostream aus Afghanistan:

http://www.flickr.com/photos/basetrack/

Eisteefetischist #1
00
17.9.2011, 13:40

Deprimierend. Eigentlich sollte GERADE bei solchen Fotos das Motiv für sich sprechen. Ich wahrlich kein Photoshop-Gegner oder sonstwas (verwende ich als mittelbegabter Amateur sehr intensiv), aber manche Fotos brauchen keine Filter, Effekte oder sonstwas. Farben korrigieren, zuschneiden, fertig.

gogomatic
00
16.9.2011, 11:30
"Profi-Fotografen sind mit dem Trend jedoch nicht glücklich"

Und ich frag mich; wie so???
Hat man kein Auge für das Motiv, hilft die noch so tolle Anwendung nixn...bin der beste Beispiel.
Eigentlich brauche ich eine Anwendung die mein Antitalent kompensiert. Das wär's, da wären sie nicht besonders glücklich denn da könnte es dann jeder...gibt's das, bitte???

wuca
00
17.9.2011, 08:35
gibts doch,

ein raster welches nach dem goldenen schnitt aufteilt (zur not drittelteilung) und die fotos werden schonmal 50% besser, die restlichen 50% gehen dann leider nicht so einfach ;)

wuca
00
17.9.2011, 08:35
gibts doch,

ein raster welches nach dem goldenen schnitt aufteilt (zur not drittelteilung) und die fotos werden schonmal 50% besser, die restlichen 50% gehen dann leider nicht so einfach ;)

UnsereIdentitätMimtSimulacraUnserWissenIstDiskursiv
00
16.9.2011, 09:38
Retro Photoshop plugins

http://janawerner.com/hipstamatic/

Ganz nett.

Peter File
00
16.9.2011, 11:00
Danke ;-)

gogosch der Grosse
00
16.9.2011, 07:02
Hey Profis, heult doch!

hexmax
00
21.9.2011, 11:15

Ziemlich primitive Aussage. Profis heulen nicht, die lachen höchstens über solche Programme.

Es ist halt wie es ist: wer nicht fotografieren kann,
dem wird auch Instagram nicht helfen.

PHF
22
16.9.2011, 01:39
Instagram ist eine Pest

weils kein einziges Bild auch nur einen hauch besser macht. Mir wird schlecht beim Anblick von echtem digitalen Bildrauschen gepaart mit unechter pseudo-vintage-Optik.
Einziger trost: in spätestens 10 Jahren sind all diese Bilder für immer verschwunden.

Eisteefetischist #1
00
15.9.2011, 21:35

Ist schon klar, dass die Superprofis lieber einen teuren Photoshop-Filter drüberschnalzen und das Foto dann zu Künstlerpreisen verkaufen. Aber sich wegen eines Kurzzeithypes bei einer läppischen Handykamera ins Hoserl zu machen ist schon ein bissi lächerlich.

horseoncowboy
01
15.9.2011, 15:31
wer sich vor einer iphone app fürchtet

sollte sich nicht profi nennen. wie cool man sich als "profi" mit dem thema beschäftigen kann zeigt chase jarvis http://www.chasejarvis.com siehe projets > best camera.

nochdreimalschlafen
 
09
15.9.2011, 13:21
Ein Bewunderer zum Fotografen, auf dessen Ausstellung:

"Großartige Bilder - Sie müssen ja eine tolle Fotoausrüstung haben!".

Er lädt den Künstler Abends ein und serviert ihm ein aufwändiges Essen. Danach der Fotograf:

"Danke, ein großartiges Essen - Sie müssen ja einen tollen Herd haben!".

Hausverstandshasser
00
15.9.2011, 15:17
Die Anekdote soll sich mit Helmut Newton und einem Koch in einem exklusiven Restaurant zugetragen haben.

nochdreimalschlafen
 
00
15.9.2011, 15:32

Danke für den Hinweis!
Ich habs irgendwo mal aufgeschnappt und hatte, zugegeben, keine Ahnung von der Quelle.

Zitronenbaum
04
15.9.2011, 13:05
John Wayne

Dadurch wird die professionelle Fotografie sicher nicht aussterben und ganz ehrlch, so etwas ist eh nur was für Leute, die kurz einen Schnappschuss machen wollen.
Sieht man sich auf Webseiten um, auf denen Fotografie als Kunstform gehandhabt wird, wird da keiner daherkommen mit seinen iPhone-Bildern - es sei denn, der Fotograf meint, das Bild sei gut geworden. Aber dann liegts an ihm und nicht am Gerät. Das Gerät kann einen Menschen halt einfach nicht ersetzen. Ist bei jeder Kunstform so.

Um nur mal was zur blöden Überschrift zu sagen. Also wirklich, liebe Redaktion. /:

desteufelsbeitrag
00
15.9.2011, 14:38
Ad Professionelle Fotografie

War nicht das (oder eines der) Siegerbild (-er) des letztjährigen World Press Photo Award ein Hipstamatic-Bild, geschossen mit einem iPhone, das die Soldaten in Wasweißichwo so hip aussehen ließ?

Echte Musiker spielen live, die erfolgreichen spielen playback. Und jetzt vergleichen wir einmal die Verkaufszahlen...

step
21
15.9.2011, 12:20
Als nächstes kommt dann die "Soundprozessor" App

damit das Musikgeplärre aus dem Handy-Lautsprecher auch "richtig super" klingt wie auf einer High-End Anlage.

Je smarter das Phone desto dümmer die User?

Hotblack_Desiato
10
15.9.2011, 12:11
bitte mal kurz was erklären

ich habe hier http://www.gsmarena.com/gsmarena_... -373p2.php resolution-chart vergleiche von iphone 3gs und anderen smartphones gefunden. 1000 beim 3gs, maximal 2000 linien (weil jpg komprimiert) mit kompressionsartefakten beim se satio

inwiefern soll das profitauglich sein? oder gibts einen filter, der die optische auflösung mal eben verdoppelt.

zum vergleich: kompakte gehen auf 1300-2000 linien aps-c und 4/3 ist (obejktivabhängig) zwischen 1500 und 2500, und vollformat ist (teure linsen entsprechend) jenseits der 3000 linien.

natürlich ist randunschärfe ein eigenes thema und scherben kann man für jede kamera mit wechselobjektiven kaufen.

und filter gibts auch für große kameras, wenn man es denn möchte.

desteufelsbeitrag
00
15.9.2011, 14:43

Wenn das Ausgangsmaterial ohnehin mit einem Filter übertüncht wird spielt die Auflösung nur noch eine untergeordnete Rolle. Eventuelle Unschärfe, die ohnehin nur im großformatigen Druck auffällt, ist eben Teil des gewünschten Effekts.

Hinzu kommt, dass professionelle Fotografie nicht mehr vorwiegend für den Print- sondern vor allem für den Online-Bereich stattfindet. Und für 640x480 Schnappschüsse und Banner-Moodpix reicht das Handy allemal.

I make things
31
15.9.2011, 11:50
immer wieder schoen mitzuerleben

- die blinden erklären den einäugigen welche effekte auf den "fotos" besonders cool sind

ja - nie war es einfacher als heute zu fotografieren.

der prozenntsatz der wirklich ansehbaren / interessanten / 'eindrucksvollen' bilder sinkt dabei halt kontinuierlich - aber was solls, es ist was drauf auf dem bild, man hat seinen spass dabei, und manchmal schauts auch noch echt cool aus.

dass die ansprüche an die qualität längst nur mehr von wenigen erhoben werden ist angesichts der flächendeckenden verbreitung von 1euro-shops und der qualität der vergangenen schwarzblauen regierung doch nur mehr eine zu vernachlässigende grösse.

zb. recherchieren heutzutage heisst oftmals ca. 5 min googeln und dann exbertte sein

ja, ich habe noch analog ...

Bürger Europas
00
15.9.2011, 11:46
" einige Fotografen schätzen jedoch die Unmittelbarkeit der Fotos"

Kann mir mal jemand erklären, was "Unmittelbarkeit" im Zusammenhang mit softwaremässig derart verfälschten Bildern zu tun hat?

wavetable
00
27.9.2011, 19:26
Da hat offenbar jemand hirnlos abgeschrieben, aber den Kontext nicht mitgeliefert.

Gemeint war wohl, dass man mit seinem Handy ein Foto macht und es unmittelbar danach hochlädt. Das ist schon ziemlich faszinierend (das hat nur zum Teil mit Fotografie zu tun, und sicher nichts mit Filtern).

Man ist unterwegs, sieht etwas Interessantes, fotografiert es und teilt es nahezu in Echtzeit mit einem Publikum, welches über die ganze Welt verstreut ist. Und umgekehrt.

Klar ist da viel Schrott dabei. Aber diesen Usern muss man ja nicht folgen. Kreative Leute können da verdammt viel raus holen und ermöglichen Einblicke in Situationen (sozial, urban, etc), die man sonst so nicht erhalten würde.

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