Modell

Töchterle für Sozialtopf aus Studiengebühren

14. September 2011, 13:16
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    foto: apa/hbf/aigner

    Töchterle will Brücken zur SPÖ bauen.

Wissenschaftsminister stellt Ausschlussgründe für Studiengebühren vor - Studienförderungen sollen ausgeweitet werden

Wien - Nachdem Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) kürzlich die Eckpunkte seines Studienbeitrags-Modells skizziert hat, stellte er am Mittwoch bei einem Besuch in der Studienbeihilfenbehörde in Wien dessen "soziale Komponenten" vor. Vorgesehen sind zahlreiche Ausnahmeregelungen, etwa für Studienbeihilfenbezieher, auch die einzelnen Unis sollen Personengruppen die Studiengebühren erlassen können. Zudem strebt Töchterle, der dem Vernehmen nach sein Modell bereits der SPÖ übermittelt hat, einen aus den Beiträgen gespeisten Sozialfonds sowie eine Ausweitung der Studienförderung an.

"Tilgungsvereinbarung" möglich

Neben Studienbeihilfenbeziehern sollen, so die Pläne des Ministers, Studierende in Mobilitätsprogrammen, jene, die ein verpflichtendes Auslandsstudium absolvieren, Studenten von ausländischen Unis mit Partnerschaftsabkommen, Studierende, die mehr als zwei Monate aufgrund von Krankheit, Schwangerschaft oder Kinderbetreuung (bis zum 7. Geburtstag) nicht studieren konnten, sowie behinderte und beurlaubte Studenten keine Gebühren zahlen. Jede Uni könne zudem per Verordnung weiteren Personengruppen den Beitrag erlassen. Das Rektorat soll zudem die Möglichkeit erhalten, die Beiträge per "Tilgungsvereinbarung" zu stunden, Studenten müssten dann die Gebühren erst bezahlen, wenn sie bereits im Berufsleben stehen.

Zehn Prozent für Sozialtopf

Weiters will Töchterle, dass die Rektorate zehn Prozent der Studienbeiträge in einen Sozialtopf legen. Die Mittel sollen im Einvernehmen mit der jeweiligen Hochschülerschaft zugunsten etwa sozial bedürftiger Studenten verwendet werden. Zudem plant der Minister eine Ausweitung der Studienförderung u.a. durch Anhebung der Einkommensgrenze und Erweiterung des Bezieherkreises.

Gespräche mit SPÖ

Töchterle will in seinem Modell, das "in diesen Tagen" mit der SPÖ besprochen wird, wie es aus seinem Büro heißt, keine bundesweit verpflichtenden Studiengebühren mehr. Vielmehr soll künftig jede Uni selbst entscheiden, ob und in welcher Höhe es Beiträge gibt, die aber 500 Euro pro Semester nicht überschreiten dürfen. Mit einer "starken sozialen Komponente" des Modells, das "keinen Studierenden vom Studium ausschließt", will Töchterle eine "Brücke" in Richtung SPÖ bauen, die Gebühren bisher kategorisch ausschließt.

Derzeit erhalten mehr als 42.000 Studenten Studienbeihilfe, die durchschnittliche Beihilfenhöhe beträgt rund 4.300 Euro pro Jahr. Insgesamt stehen dafür 180 Mio. Euro zur Verfügung.

ÖH nennt Vorschlag zynisch

Dei ÖH lehnt in einer Reaktion den Vorschlag von Töchterle ab. Es sei "zynisch", wenn der Wissenschaftsminister Studiengebühren einnimmt und im Gegenzug nur einen Bruchteil des Geldes für Beihilfen ausgebe, heißt es in einer Aussendung. Die ÖH fordert außerdem eine Reform des Beihilfenwesens und dass Töchterle die Studentenvertreter mit seinen Vorschlägen nicht vor vollendete Tatsachen stellt. (APA/red)

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Posting 1 bis 25 von 28
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Hans Funkelfels
00
20.9.2011, 08:14

Warum nicht die Schulpflicht abschaffen und Volkschulgebühren einheben? Wer kann diese Menge an Kinder die auf die Volksschulen drängen denn finanzieren? Die Gratis Schulbücher ein Graus für jeden Kapitalisten!

Hans Funkelfels
00
20.9.2011, 08:08

Ich versteh bis jetzt noch nicht was Studiengebühren bringen sollen. Die die es sich nicht leisten können bekommen Stipendien. Deswegen wird sich die Situation auf den Unis nicht ändern und vom Budget ists sowiso nur ein kleiner Teil...

Herbert Novak1
00
19.9.2011, 17:26
Akademiker zahlen mehr Steuer

Akademiker zahlen mehr Steuer. Ich bin dafür, dass das Finanzamt das Steuer von Akademikern, die über dem Durschnitt liegen, einfach einen bestimmten Prozentsatz abzweigt und überweist an Wissenschaftsministerium und einen weiteren Prozentsatz Sozialzweck gebunden verwenden z.B. Stipedium an sozialschwachen Studierende auszuzahlen.

Adolf Ogi
00
15.9.2011, 02:14
hat der keine anderen Themen

der Töchterle?

Hans Funkelfels
00
20.9.2011, 08:10

Ja. Immer wieder die gleiche alte Leier.... Wie ein trotziges Kind das irgendeinen Willen unbedingt haben will, obwohl es gar nicht mehr weiß wieso.

Got Your Nose!
00
19.9.2011, 14:07

er hat gar keine. die paar über die er redet, kommen aus der zentrale.

ProfKreuzundQuer
00
14.9.2011, 20:59
langsam wird das ganze aber ein wenig peinlich ....

macstar
02
14.9.2011, 20:40
und was ist mit jenen die arbeiten?

sind die dann nicht mehr gebührenbefreit?

Heavyweather
00
14.9.2011, 21:40

Habe ich mich auch gefragt. Wer tausende Euro Steuern zahlt und nebenbei noch 1-2 Seminar und Prüfungen im Semester absolviert soll auch noch 500€ Strafsteuer dafür zahlen...

Es ist sowieso nicht ein zu sehen warum die Uni nicht durch die Mehrsteuerleistung der Akademiker finanziert werden kann. Ohne die Universität wären diese Arbeitskräfte und Steuereinnahmen gar nicht vorhanden. Jetzt will man sich auch noch an den Studenten selbst gesund stoßen. Dann am Beginn des Arbeitslebens die bescheidensten Gehälter zahlen und am Ende wenn man Jahrelang Zinsen für Kredite geblecht hat, ja dann hat man plötzlich Geld...das wird dann wieder großzügig verkonsumiert weil man es sich vorher eh nicht leisten hat können...

christ_sein
00
15.9.2011, 07:01
Akademiker sind solidarisch ...

... Alle berufstätigen Akademiker zahlen in Österreich und, so im Ausland tätig, Steuern.
Wäre es nicht möglich, dass ein geringer %Satz des bisherigen Akademikersteueraufkommens aliquot an die Universitäten zurückbezahlt wird?
Es gäbe also keine Zusatzbelastung für Akadmeiker.
Grundsätzlich sollte jede/r StudentIn eine Verwaltungsgebühr von Euro 100 bezahlen.

macekk
01
14.9.2011, 20:19

Studiengebühren kommen bald wieder, wobei sie wurden eigentlich eh nie wirklich abgeschafft.

badlwand
01
14.9.2011, 20:16
und so wird alles ausgelagert,

privatisiert,....

quasi der staat langsam abgeschafft.

um dann das "stateless global government" zu vollenden, weches im hintergrund von den oligarchen geleitet wird.

das wäre der grobe plan.

warum machen da alle mit.
jede analyse zeigt doch, dass die politik der neokons nicht die lebensqualität erhöt.

ganz im gegenteil: das elend steigt,...

warum nimmt man sich nicht die skandinavier zum vorbild, warum soll alles so wie in amerika werden????

ist es dort wirklich besser.???

smea_gol
10
14.9.2011, 17:24

wie oft muss die spö noch nein sagen, bis es die vp hirnis verstehen?

statt hier geld und zeit zu investieren, wäre etwas anderes angebracht, nämlich lieber ohne gebühren und zugangsbeschränkung die strukturen zu verbessern.
Potential dafür ist mehr als genug vorhanden.

blub7
00
17.9.2011, 13:22
achsoooo...

...wenn die övp nein sagt, sind sie blockierer, machts die spö, dann solls die övp endlich mal kapieren...such dir hilfe ;)

Phan Tast
01
14.9.2011, 18:44

Ich fürchte, die Studiengebühren werden kommen.

smea_gol
11
14.9.2011, 19:40

das glaube ich nicht.
die spö würde damit ihr 30% pölsterchen das im moment sich gut macht auf spiel setzen.

besser wäre auf neuwahlen zu spekulieren und sich am historischen absturz der schwarzen zu laben.

mit glück geht sich rot-grün aus
mit pech halt ROT-schwarz

dann ohne so staatszerstörer wie karl und fekter :)

665
00
15.9.2011, 15:42
Genau Sie sind das Ende jeglicher Bildungspolitik

In welchem Arbeitslager sind Sie aufgewachsen? Von wem wurden Sie so geprügelt?
Wie kann einem die Bildungspolitik dermaßen wurscht sein, dass man als Nicht-Politiker (das unterstelle ich jetzt einmal) die Partei vor jegliche Vernunft stellt?
Hallo, da geht's nicht um den FAC, da geht's nicht um Violett oder Grün-Weiß, nichteinmal um Klammer und Pröll; da geht's um um die Zukunft der Unis in Österreich.
Sie können Rot, Grün, Schwarz, Blau oder was auch immer wählen, Sie können für, gegen oder weißnicht Studiengebühren sien, aber sie dürfen eine eigene Meinung haben.
Wir haben die Politik, damit sie die Sachthemen löst und nicht als Selbstzweck.
Dass sowas auch zur Wahl gehen darf ist offenschtlich der hohe Preis für die Demokratie.

ländliche Genreszene
01
14.9.2011, 17:01
alleinerziehende, wenigverdienende selbsterhalter ..

.. werden wie immer bestraft, wenn sie nicht mehr ins system der studienbeihilfen hineinfallen

Mario Ahner
03
14.9.2011, 15:18

Eine typisch österreichische "Lösung" halt mit unzähligen Ausnahmen und Sonderregelungen. Inklusive Verwaltungsaufwand werden für die Unis nicht mehr als Peanuts übrigbleiben. Das soll kein Plädoyer für höhere Gebühren sein, sondern für eine anständige finanzielle Ausstattung durch den Staat!

IHR WERNER HANSCH
00
14.9.2011, 15:09

'sch a fesch a buasch da töchterle...

Maximinian
03
14.9.2011, 15:06
Trifft voll den Mittelstand!

Die ÖVP ist ja so eine "Mittelstandspartei"...
Gegen Vermögenssteuern, die nur die Reichsten treffen würden, aber für Studiengebühren, die fast voll zu Lasten des Mittelstandes gehen. Von der überbordenden Familienfreundlichkeit gar nicht zu sprechen.

metalwoman
00
14.9.2011, 14:45

18 % der Studierenden erhalten Studienbeihilfe. Dabei sind auch die mitgezählt, die nur ein paar Euro bekommen, weil ihre Eltern "zu viel" verdienen.
Die Einkommensbemessung sollte endlich angepasst werden, denn viele Kinder von "normalen Arbeitern" fallen heute aus dem Rahmen. Einfach weil die Einkommen heute höher sind als vor 30 Jahren. Aber davon war hier wieder mal gar nicht die Rede.

elizabeth
10
14.9.2011, 14:52
Klassenkampf 2.0

wie schön für die 'normalen Arbeiter', doch es geht beim Studieren ja wohl nicht ums gerechte Umverteilen in alle sozialen Schichten

ich bin2
01
14.9.2011, 23:57

nein - aber vielleicht um chancengleichheit?

blackdeeper
01
14.9.2011, 14:34
berufstätigkeit?

hab ich´s überlesen oder zählt volle berufstätigteit nicht als befreiungsgrund?

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