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Mainz - Der deutsch-syrische Autor Rafik Schami ist am Dienstag in Mainz mit dem Georg-K.-Glaser-Preis geehrt worden. Der 65-Jährige erhielt die Auszeichnung für seine Erzählung "Die Narbe des Hammels". Schami wolle das Preisgeld von 10.000 Euro der syrischen Opposition sowie einem Verlag und einer Jugendorganisation in seiner Heimat spenden, sagte eine Mitarbeiterin des Südwestrundfunks (SWR). Der Sender verleiht den Preis gemeinsam mit dem rheinland-pfälzischen Kulturministerium. Er ist nach dem Autor Georg K. Glaser (1910-1995) benannt, der im Landkreis Mainz-Bingen geboren wurde.
"Rafik Schamis Bücher sind geprägt vom jahrzehntelangen Verlust der Heimat", erklärte Kulturministerin Doris Ahnen (SPD). "Die großen mündlichen Erzähltraditionen, die Schami pflegt und in die westliche Tradition des gedruckten Buchs übersetzt, sind immer spürbar gebrochen durch die Exilsituation, in der sie entstehen. Das macht sie im Jahr des arabischen Aufstandes unerhört aktuell."
Schami wurde in Damaskus geboren und floh als Oppositioneller 1971 nach Deutschland. Er lebt inzwischen im nordpfälzischen Marnheim. Mit seinen Büchern "Erzähler der Nacht" und "Die dunkle Seite der Liebe" war er international erfolgreich. Ende Oktober soll der Schriftsteller in Bremen für seinen Einsatz für Demokratie und Menschenrechte mit dem Preis "Gegen Vergessen - Für Demokratie" geehrt werden. (APA)
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