Außerdem neue Vertretung in Brüssel für Konktakt mit EU-Institutionen
Das soziale Netzwerk Facebook will die
Privatsphäre seiner Kunden künftig besser schützen. Zu dem Zweck
ernannte Facebook eine eigene Datenschutzbeauftragte, wie das
Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die auf Fragen des Daten- und
Verbraucherschutzes im Internet
spezialisierten Anwältin Erin Egan
nimmt demnach ab Mitte Oktober ihre neue Arbeit in Washington auf.
Zur Chefin einer neuen Vertretung in Brüssel ernannte Facebook zudem die
frühere deutsche Europa-Abgeordnete Erika Mann. Sie werde künftig für
den Kontakt mit den EU-Institutionen zuständig sein.
Automatische Freundschaftslisten
Ab Mittwoch haben Facebook-Nutzern zudem mehr Möglichkeiten,
ihre
Informationen nur mit bestimmten Freunden zu teilen (der WebStandard berichtete). Der neue Service
erstellt automatisch Listen mit Namen von Arbeitskollegen,
Familienmitgliedern, Mitschülern oder Bekannten aus derselben Stadt.
Er stützt sich dabei auf Angaben, die die Betroffenen selbst bei
Facebook gemacht haben. Außerdem führt das Netzwerk eine neue
Unterteilung in "Enge Freunde" und "Bekannte" ein. Dadurch erhalten
die Nutzer die Möglichkeit, bestimmte Informationen künftig nur mit
ihrem engsten Freundeskreis zu teilen, teilte Facebook-Manager Blake
Ross mit. Das neue Listensystem erinnert stark an das Angebot des
neuen Netzwerks Google+, bei dem die Nutzer von Anfang an ihre
Bekannten nach Gruppen sortieren können. (APA)