Bündniskoordinator will sich auf Sicherheits- sowie Familienpolitik fokussieren
Wien - Das BZÖ wird auch nach der nächsten Nationalratswahl im Parlament vertreten sein, damit rechnet fix Bündniskoordinator Markus Fauland. Punkten wollen die Orangen dabei vor allem bei der bürgerlichen Mitte und damit der klassischen ÖVP-Klientel. Überzeugen möchte Fauland mit den Themen Sicherheit und Familien, erklärte der neue Parteimanager im Gespräch mit der APA.
Fauland übernahm am Dienstag die Agenden des zurückgetretenen Generalsekretärs Christian Ebner und damit auch die Öffentlichkeitsarbeit. Eine große "Präsentation" soll es nicht geben, kommenden Donnerstag werde er aber schon neben Parteiobmann Josef Bucher bei einer Pressekonferenz zu den Themen Europa und Finanzkrise auftreten, kündigte er an.
"Ich sehe mich als Speerspitze gegen die Stillstandsregierung, vor allem gegen die ÖVP, schließlich treten wir ja als neue bürgerliche Kraft auf", so der Salzburger. Er selbst sieht sich als klassischen Mittelständler, also jener Gruppe zugehörig, als deren "Anwalt" sich das Bündnis sieht.
Sicherheit und Familien
Wie schon zu seiner Zeit als Nationalratsabgeordneter - Fauland war von 2004 bis 2006 zunächst für die FPÖ und nach der Parteispaltung für das BZÖ im Hohen Haus - werde er sich auf die Themen Sicherheitspolitik und auch Familien fokussieren. Der Bündniskoordinator pocht dabei auf ein modernes Familienbild, mitunter mit neuen Familienformen, in dessen Zentrum das Wohl der Kinder stehen müsse. Der ÖVP attestierte er hier "starre, verkrustete" Vorstellungen.
"Wir bleiben dem Nationalrat erhalten, das ist fix", betonte der 43-Jährige. Jüngste Umfragen, die das Bündnis bei lediglich vier Prozent und damit an der Grenze zum Einzug ins Parlament sehen, bezeichnet der Bündniskoordinator als "Momentaufnahme". Auf eine angepeilte Prozentzahl möchte er sich nicht festlegen, dies wäre unseriös, so Fauland.
Seine neue Aufgaben habe er unverzüglich aufgenommen, es herrsche "Business as usual", erklärte Fauland. Ursprünglich war von Parteichef Bucher ein zweiköpfiges Management-Team vorgesehen. Eine Aufstockung "in Richtung Nationalratswahl" sei jedenfalls nicht ausgeschlossen, meinte der Bündniskoordinator. (APA)