Schleudertraining für Busse: Wenn zehn Tonnen ausbrechen

13. September 2011, 18:00
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    foto: rottenberg

    Linienbus sucht eigene Linie: Beim Schleudertraining am Übungsplatz wird geübt, was im Alltag wohl verheerend enden würde.

Die Übungen sind für Öffi-Busfahrer Pflicht

Wien - Nach etwa einer halben Stunde lässt Michael Schönbauer kurz die Zügel schleifen: "Ihr könnt jetzt einmal Dinge ausprobieren, die ihr immer schon mit einem Bus machen wolltet" , feixt er ins Funkgerät - schickt aber doch einen bissigen Nachsatz hinterher: "Bis auf Lenkfehler - die habt ihr alle schon gemacht." Dann bezieht der ÖAMTC-Fahrttechnikinstruktor wieder seinen Beobachterposten - und schaut seinen Schülern beim Gasgeben zu: "Ein bisserl Spaß darf es schon auch machen."

Schönbauers Schüler am Verkehrsübungsplatz in Teesdorf sind an diesem Tag Buslenker. Genauer: angehende Buslenker der Wiener Linien. Neun Männer, eine Frau. Bevor sie im Liniendienst fahren dürfen, erklärt ihr Fahrlehrer Franz Berger, gelte es, "genau jene Situationen zu üben, die dann im Alltagsverkehr hoffentlich nie eintreten" .

Regennass und glitschig

Schnelles und zu schnelles Fahren durch regennasse, glitschige Kurven etwa: "Willst du bei den Londoner Verkehrsbetrieben anheuern, weil du so weit links rauskommst?", ätzt der ÖAMTC-Instruktor - und fischt einen überrollten Verkehrshut unter dem Bus hervor. Der junge Fahrer grinst ein wenig betreten.

Geübt wird auch das Ausweichen (auf nasser Fahrbahn) und Bremsen vor abrupt auftauchenden Hindernissen: Der Zehntonner quietscht und schlingert, das ABS schnauft und röchelt, und Heck bricht aus - eine kontrollierte Vollbremsung sieht anders aus. Doch schon bei 45 km/h hat der Fahrer keine Chance gegen die Gesetze von Masse und Trägheit.

Dennoch ist Schönbauer zufrieden: "Es geht auch um den Unterschied zwischen Angst und Respekt: Hier kann man sich an Grenzen herantasten - und sie überschreiten. Denn wenn ein Bus im Linienverkehr quer daherkäme, wäre das wohl schrecklich." (Thomas Rottenberg/DER STANDARD-Printausgabe, 14.9.2011)

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Pfuideifi
00
27.10.2011, 14:30

ey cool!
Ich will auch so nDing fahren/schleudern können ^^

Oisa i find des (ned) supa
00
15.9.2011, 12:26
Solche Sicherheitstrainings

sind in Schweden z.B. für den B Führerschein verpflichtend. War schon interessant für uns Fahrschüler. Man bekommt zumindest etwas Respekt vor der Geschwindigkeit denn auf Eis ist ab 40 km/h Schluss mit lustig. Da gibt es beim abrupten Bremsen keine Kontrolle mehr übers Auto. Das zu wissen und zu erleben, finde ich schon wichtig.

Wir "durften" auch minutenlang kopfüber in den Gurten hängen damit wir wissen, wie es sich anfühlt wenn man sich überschlägt. Zwei Tage später sah man immer noch den Gurtabdruck auf der Haut. ;-)

h 90
00
23.9.2011, 08:59

Ich denke so ein Kurs waere vor allem alle paar Jahre nicht schlecht. Nach dem Fuehrerschein....

Ueberschlagen ist nicht so schlimm wie man meint, hab ich in meiner Jugend ein paar mal ausprobiert.

Am gefaehrlichsten ist es meiner Meinung nach wenn man recht gut mit dem Auto umgehen kann und sich dann ueberschaetzt. Da schleuderst 20 mal spasshalber rum und beim 21 mal hast ueberhaupt keine Kontrolle, weils halt statt mit einem 60 am Schotter mit einem 80 auf Asphalt war.

metacomet
11
14.9.2011, 21:55
heute morgen gab es einen ganz bösen unfall mit der linie 49

ein straßenbahnzug ist entgleist, die fahrgäste mussten durch die heckscheibe aussteigen, da die garnitur zur seite gekippt ist.....warum wird darüber nichts berichtet??????

h 90
00
23.9.2011, 08:51

Es gehoert Schleudertraining fuer Strassenbahnfahrer!

Wer mir Rot gibt, ist ein Prolet
00
15.9.2011, 08:26

"Schau in die Krone"

Mr. Bubbles
00
14.9.2011, 21:47

habe damals einen bundesheer 680er mit nicht lebender "fracht" auf der tangentenabfart in atzgersdorf ohne fremdkontakt eingefangen. war ein heidenspaß... nicht.

blöder bmw, was steigt der auch bei gelb in die eisen?
der uo neben mir meinte nur "gut reagiert..., aber jetzt schnell zur mtk, i hab an hunger :D"

danke racinggames fürs training ;)

Tussitherapeut
20
14.9.2011, 15:09

nur daquer bist wer... richtig eingelenkt und angestellt geht die parlamentskurve mit dem setra über alle drei spuren. lustig, wenn die radstrampler das reisserte kriegen, wenn der bus vorbei sticht.

Blick Winkel
01
14.9.2011, 15:05

Zu meiner Schulzeit gab es einen kleinen hoch motivierten Busfahrer, der mit seiner Rennmaschine zum Dienst geritten ist und dann öfters vergessen hat aufs langsame Busfahren umzuschalten. Das war nichts für schwache Nerven.

h 90
00
23.9.2011, 09:03

Ich hab mal 2 Post Busfahrer auf der Strasse zwischen Neunkirchen und Ternitz (NOE) gesehen die sich ein heizerl gegeben haben.

Ueberholen in der Kurve, hinten ausbrechen, etc etc alles inklusive.

Waren aber beide leer (oder die Gaeste waren schon unterm Sitz).

Waere eine tolle neue Renndisziplin und die Zuschauer koennten sogar mitfahren :-)))

clOI
 
01
14.9.2011, 13:56
Ich habe diesen Kurs schon besucht AMA

leider wird/ist dieser Kurs gesetzlich vorgeschrieben, denn IMO ist er rausgeschmissenes Geld. Zugegeben der Nachmittag macht Spass, aber wirklich gelernt hat wahrscheinlich keiner der Teilnehmer etwas. (Bzw. koennte man das auf einen A4 Zettel in 16er Schrift zusammenfassen).

Bis jetzt habe ich schon 2 andere Kurse besucht (es gibt insgesamt 5), die beide genausowenig ihr Geld Wert waren. Wahrscheinlich haben hier ADAC und Oeamtc in Bruessel halt genug gelobbt.

Sicherer wird das Busfahren dadurch IMO nicht. Den Busschein zu erhalten wird halt sehr teuer.

rasenmähermann
00
15.9.2011, 00:34

Ich hab so einen Kurs beim Roten Kreuz gemacht und ich war verdammt froh darum.
Weil "intuitiv" reagieren die Autofahrer beim Schleudern falsch.

clOI
 
00
15.9.2011, 14:21

Sie koennen bei einem Bus der schleudert intuitiv nichts falsch machen, weil Sie einfach _NICHTS_ mehr machen koennen.

h 90
00
23.9.2011, 09:04

Also bei dem einzigen Busrennen das ich gesehen habe, konnte der Fahrer den hinten ausbrechenden Bus immer wieder reicht gut abfangen.

clOI
 
00
28.9.2011, 17:25

Ok, ich werde versuchen das anders zu formulieren. Die Chancen einen Bus aufzufangen, oder besser zu reagieren ändern sich durch das öamtc training nicht.

Selbst nach dem Training hat ein "durchschnittlicher" Fahrer _keine_ Chance noch irgend etwas machen zu können.

h 90
00
28.9.2011, 18:11

Sicherlich! Ich wuerd auch sagen, das gleiche gilt fuer einen PKW, wenn auch abgeschwaecht. Sowas lernt man nur durch permanente Uebung, die aber nicht moeglich ist.
Aber etwas reinschnuppern kann schon was bringen.
Hab mal einen vollbeladenen Sattelschlepper driften gesehen (Den Berg runter wobei der Hinterteil die Zugmaschine ueberholen wollte).
Obwohl langsam hat mir das nach unangenehmer Mechanik ausgesehen.....Da erscheint mir ein Bus ja noch nett.

Heinz Pepi
02
14.9.2011, 14:33

Ich habe das selbst nur einmal beim Auto gemacht. Wirklich "gelernt" habe ich auch nicht viel. Eigentlich nur eine Sache: wenn man einmal rutscht, dann ist das ziemlich unangenehm. Beim Bus wird es nicht viel anders sein, aber das am eigenen Leib zu spüren ist meiner Meinung nach lehrreich genug.

apep
04
14.9.2011, 12:03
huch!

mal ein text, der nicht anfängt mit: "es war vor drei tagen. herr l. ist vereist. bei einer bushaltestelle habe ich den freund des herr l. getroffen, herr m., der zunächts gemeint hatte...".

das hier ist ja fast flüssig zu lesen (fast) und kaum im möchtegern-"ich bin so super"-journalistensprech. hat der herr r. einen ghostwriter bekommen? ich, also frau a., meine, dass auch das eine schlechte lösung wäre. am besten der herr r. schreibt nur noch über busse und lasst die anderen widerlichen geschichten ganz weg.

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
42
14.9.2011, 11:25
Schleudern für Fortgeschrittene

Besser wäre wohl ein Seminar mit dem Titel "Wie benehme ich mich den Fahrgästen gegenüber?", wo es um Bewusstseinsbildung geht im Hinblick auf die Tatsache, dass der Fahrer vom Geld der Fahrgäste lebt und daher deren Angestellter ist. Ist aber sicher wesentlich trockener als der Betriebsausflug nach "Schleuderland"... ;)

h 90
00
23.9.2011, 09:06

nein der lebt vom Steuergeld und durch das richtige Parteibuch.
Die Gaeste sind nur laestiges Uebel.

die Resi-Tant Evil
22
14.9.2011, 16:51

"... Tatsache, dass der Fahrer vom Geld der Fahrgäste lebt ..."

Jesus! Bitte, sich auf das Allernachhaltigste zu lösen von der haarsträubenden Idee, Öffifahrpreise wären marktwirtschaftlich bestimmt und ohne gewaltige Förderungen.

Sie müssten grob gerechnet das ACHTFACHE eines Fahrscheinpreises bezahlen, bevor Sie daran denken dürfen, dem Busfahrer vorzuhalten, er würde von Ihrem Geld als Fahrgast bezahlt!

woody999
00
14.9.2011, 20:31
ich zahl halt mit meinen steuern und meiner jahreskarte sein gehalt

na und?

das ist ein dienstleistungsberuf und daher erwarte ich mir auch kundenfreundliches verhalten.

wenn man fahren und kundenfreundlichkeit nicht unter einen hut bringt, dann ist man in dem beruf falsch.

au contraire
02
14.9.2011, 14:53

Das Busfahrpersonal (wenn schon, dann mach ma's ordentlich genderabel) ist Dienstleister gegenüber den Fahrgästen. Richtig, vollinhaltlich akzeptiert.

Was aber viele FahrGÄSTE dabei vergessen: Das Busfahrpersonal ist NICHT Leibeigene(r) der Fahrgäste!
Mit dem Entwerten des Fahrscheins wird ein Personenbeförderungsvertrag eingegangen, in dem beide Parteien einem komplexen Gebilde aus RECHTEN und PFLICHTEN unterliegen.

xrichx
 
14
14.9.2011, 12:41
machen sie

und alle anderen verkehrsteilnehmer ein seminar mit " wie verhalte ich mich den busfahrer gegenüber" ?

h 90
00
23.9.2011, 09:06

ich glaub da fahr ich lieber auto

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