Österreich schickt 2012 die ersten Nanosatelliten ins All

13. September 2011, 15:49
  • Die Kleinsatelliten TUGSAT-1 und UniBRITE sollen für mindestens zwei Jahre die massereichsten und  hellsten Sterne am Himmel unter die Lupe nehmen.
    foto: iks/tu graz

    Die Kleinsatelliten TUGSAT-1 und UniBRITE sollen für mindestens zwei Jahre die massereichsten und hellsten Sterne am Himmel unter die Lupe nehmen.

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Raumsonden der TU Graz und der Uni Wien sind startklar - Nächstes Jahr sollen sie mit einer indischen Rakete abheben

Graz - Die ersten österreichischen Nanosatelliten sollen spätestens Anfang März 2012 mit indischer Hilfe ins All starten, verkündete der österreichische Projektverantwortliche Otto Koudelka von der TU Graz am UN/ESA-Symposium in Graz. Nano- bzw. Kleinsatelliten umkreisen bereits in großer Zahl die Erde und bieten viele Anwendungen im Bereich Wissenschaft, Telekommunikation und Erdbeobachtung. Bis 16. September findet in Graz das traditionelle UN/ESA-Symposium zu den Anwendungsmöglichkeiten für eine nachhaltige Entwicklung statt.

Frühwarnsysteme für Unwetter bis hin zu Berechnungen der zu erwartenden Stärke eines Tsunamis stützen sich immer stärker auf kleine, künstliche Himmelskörper. Mit ihrer Hilfe können Waldbrände in ihrer Ausdehnung und deren Flammentemperaturen vom Weltall aus bestimmt, Vulkan-Aktivitäten beobachtet, Wolken- und Vegetationsanalysen gemacht oder die Helligkeitsschwankungen von Sternen gemessen werden.

Mission BRITE

Auf letzteres hat sich die Mission BRITE mit den ersten beiden österreichischen Mini-Raumsonden TUGSAT-1 und UniBRITE spezialisiert. Diese beiden - mit einer Kantenlänge von nur 20 Zentimeter und einer Masse von sieben Kilogramm - sollen Ende Februar, Anfang März 2012 vom Satish Dhawan Space Centre an der Südküste Indiens in eine 800 Kilometer hohe Umlaufbahn gebracht werden. Ursprünglich war der Herbst 2011 vorgesehen. "Grund für die Verzögerung ist eine Veränderung der Start-Liste der Launch-Provider in Indien. Die Geräte sind fertig getestet und startklar", so Otto Koudelka vom Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation der TU Graz.

"TUGSAT-1" wurde von der TU gebaut, der baugleiche "UniBRITE" wurde von der Uni Wien beim Spaceflight Lab der Universität Toronto in Auftrag gegeben. Am TU-Gebäude in Graz ebenso wie in Wien hat man Bodenstationen installiert. Zu den österreichischen Satelliten werden sich weitere vier bis auf die Farbfilter baugleiche Exemplare gesellen - je zwei aus Polen und Kanada - die bis 2013 ins All fliegen sollen. Damit werden räumliche und zeitliche Beobachtungsfenster besser abgedeckt als mit Einzelsatelliten. Mit den "Sternenkameras" will man die Helligkeitsschwankungen sehr heller Sterne messen, woraus man sich Verbesserungen der Theorien über den Aufbau von Sternen und über die Geschichte des Universums erhofft.

Am Grazer Symposium werden sich bis zum 16. September Experten aus 42 Nationen mit Entwicklung und Anwendung von Kleinsatelliten auseinandersetzen. Dabei geht es um den Stand internationaler Programme, Fragen der Planung und Organisation entsprechender Missionen, weltraumrechtliche Fragen sowie betriebswirtschaftliche Aspekte bei der Durchführung der Programme, so Koudelka. Veranstalter sind das UN-Büro für Weltraumfragen, die Bundesregierung und die Europäischen Weltraumorganisation ESA. Organisiert wird die Veranstaltung von der steirischen Forschungsgesellschaft Joanneum Research. (red/APA)

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Thema Weltraumschrott ...

Ja, ich glaub die Dinger werden in einer niedrigen Umlaufbahn "rausgelassen" und verglühen nach ein paar Jahren ... aber wieder ein paar Teile mehr, die etwa startenden Raketen in die Quere kommen könnten?

Da steht 800km soooo schnell wird der nicht vergluehen... (habs aber net nachgerechnet)

is scho wida da erschte aprül

Laßt den Zwerg doch von unserem Team vom Elfmeterpunkt ins All schiessen!

Warum werden baugleiche Satelliten in unterschiedlichen Instituten produziert? Es wird schon irgendeinen Sinn haben, aber das erscheint mir doch unwirtschaflich.

warum heissen die nanosateliten?

wenns welche wären, dann wären sie mit freiem auge nichtmal sichtbar weil sie so klein sind.

infolgedessen ist die bezeichnung nanosatelitten einfach irreführend und falsch.

Auf schüssel1 umtaufen.

Jetzt haben schon so viele poster gefragt, warum das 'Nanosatellit' heißt, dass die entsprechende Erklärung derStandard-Redaktion auf die 2. Seite gerutscht ist.
;)

okay ... den beitrag habe ich nicht gelesen

trotzdem stellt mich das nicht zufrieden - ja man nennt die sateliten so.
es ist kein einfall von derstandard.at.

warum sie so genannt werden, obwohl dies falsch ist, steht aber auch im link im posting vom derstandard nicht drin.

Was zum Teufel ist daran falsch?

nano = 1 Milliardstel

und bei diesem nanosateliten ist nichts nur 1 milliardstel von einem nanosateliten.

in allen anderen verwendeten wissenschaftlichen bereichen, zusammengefasst unter nanotechnologie, geht es stehts um dinge, die ein paar milliardstel m groß sind.

Folgendes: Das Nano bezieht natürlich auf die Größenordnung Megameter also 1.000km, da dies die gängige Größenordnung von interstelaren Sternenkreuzern ist. Wenn eines dieser gigantischen Raumschiffe einen Nanosatelliten aussendet, der in diesem Fall zufällig in Österreich gebaut wurde, und nur 20cm Kantenlänge besitzt ist der im Vergleich dazu natürlich nano, ein Milliardstel. Wenn sie mir nicht glauben dann lesen sie die aktuellen Forschungsergebnisse im nächsten Perry Rhodan-Heft nach.

Weil sie mit 7kg in diese Klasse fallen und für Mikrosatelliten zu klein wären?

na weils so ein supi modewort ist.

bei 20 cm kantenlänge von nano zu sprechen ist doch a bissi daneben

Borg

Das ist kein Satellit, das ist ein Borgschiff und wir werden alle assimiliert. Widerstand ist zwecklos.

wenn seven of nine auch kommt, okay:)

resistance is futile, oh yes, it is...

Find ich toll!

ich sehs schon vor mir:

"houston, houston, ... ein stückl weltraumschrott kommt uns gefährlich nahe!!" - "keinen stress jungs ... is nur der österreichische sattelit" :)))

...und ich habe doch glatt die Überschrift falsch gelesen:
"Österreich schickt 2012 die ersten Nationalsozialisten ins all"

Naja,

die Nationalsozialisten haben ja die Rakete erfunden. Leider geht meistens nur in Kriegszeiten entwicklungstechnisch etwas weiter.

jaja, Wunsch Vater des Gedankens...

Leider reicht dazu kein Nanosatellit aus. Da brauchts einen, für den es nicht einmal eine stark genuge Trägerrakete gibt.

er hat schon recht viele der bedeutendsten entwicklungen der geschichte waren aus purer not von der Steinschleuder ( katapult ) bis zur V1

traurig aber wahr

V2 bzw. eigentlich und besser, da V.. jeweils der Propagandaname war: A4 (Aggregat 4). Die V1 war ein selbst steuerndes, unbemanntes "Flugzeug" mit Düsentriebwerk aber keine Rakete.

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