Emporia holt sich Beraterteam für weitere Expansion

13. September 2011, 15:23
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    foto: apa

    Emporia-Gründer und -Eigentümer Albert Fellner, Emporia-Miteigentümerin Eveline Pupeter-Fellner und Berater Boris Nemsic

Linzer Handy-Produzent setzt zum Sprung nach Russland und USA an - Gründer Albert Fellner will sich aus Tagesgeschäft zurückziehen

Dem oberösterreichischen Seniorenhandy-Hersteller Emporia Telecom ist durch eine Kooperation mit dem Mobilfunkkonzern Vodafone der Markteintritt in Großbritannien, Spanien, Italien und Deutschland gelungen - nun setzt das Linzer Familienunternehmen zum Sprung in die USA und nach Russland an. Emporia-Gründer Albert Fellner will sich dabei von einem dreiköpfen Beraterteam ("Advisory Board") unterstützen lassen, das am Dienstag in Wien vorgestellt wurde. Prominentester Emporia-Berater wird der frühere Telekom-Austria-Chef Boris Nemsic. Mit an Board gehen auch der Linzer Universitätsprofessor und Innovationsforscher Robert Bauer und der Direktor des Engineering Design Centre der Universität Cambridge, John Clarkson.

"Ich will mir den Luxus leisten, nicht mehr nachdenken zu müssen, sondern vorzudenken"

Fellner selbst will sich vom aktiven Tagesgeschäft zurückziehen. "Ich will mir den Luxus leisten, nicht mehr nachdenken zu müssen, sondern vorzudenken", sagte Fellner. Er wolle sich künftig mehr darauf konzentrieren, Strategien für die Zukunft zu entwerfen. Allerdings sollen auch die Berater nicht im Tagesgeschäft tätig werden, so Fellner.

Über die Expansionsstrategie des Unternehmens hat Fellners Ehefrau und CEO Eveline Pupeter-Fellner aber schon recht klare Vorstellungen. "In einem Jahr möchten wir gerne in Amerika sein." Emporia US sei bereits gegründet, die Marktforschung bereits durchgeführt. In Russland werde in diesen Tagen ein Vertrag mit VimpelCom abgeschlossen - dem früheren Unternehmen des nunmehrigen Emporia-Beraters Nemsic. Das Abkommen mit VimpelCom "kam nicht zustande, als ich dort CEO war", betonte Nemsic. Auch die Richtung, in die Emporia technisch gehen wird, steht für Pupeter-Fellner schon fest: "Wir müssen in den 3G-Bereich hineingehen."

"Wir lassen alle Gewinne im Unternehmen. Abhängigkeit von Banken können wir uns nicht leisten"

Finanziert werden soll die Expansion aus dem Cash-Flow und somit aus eigener Kraft. "Wir lassen alle Gewinne im Unternehmen. Abhängigkeit von Banken können wir uns nicht leisten", so die Unternehmenschefin. Nemsic ließ die Frage, ob er sich persönlich an Emporia beteiligen wolle, vorerst offen. "Es ist noch zu früh darüber zu sprechen."

Emporia hat im vergangenen Jahr etwa eine halbe Million Handys verkauft und damit 50 Mio. Euro Umsatz gemacht. Ob der Absatz dieses Jahr höher ausfallen wird, wagt Firmenchefin Pupeter-Fellner nicht vorherzusagen. "Ich bin da sehr vorsichtig, es gibt viele Nachahmer." Emporia beschäftigt in Österreich 70 Leute, in China 35 und in verschiedenen europäischen Ländern weitere 25. Die Entwicklung der Handys erfolgt in Österreich, die Lohnfertigung in China habe in der gesamten Wertschöpfungskette einen sehr geringen Anteil, sagte Albert Fellner. (APA)

 

Katerle Kater
00
19.9.2011, 16:08
Das Ding in der Mitte erinnert mich an eine

Reliefdarstellung zweier Diener in einem mesopotanischen tempel mit einem Tablett in der Mitte, auf dem sich Obst häuft, ca 420-370 v.Chr.

PageMaker
00
14.9.2011, 17:18
Nachtrag:

Meine Mutter ist 76 und hat für ihre Schwägerin vor einiger Zeit ein Emporia gekauft. Sie selbst benutzt ein iPhone und würde um keinen Preis tauschen, nachdem sie die Bedienung beider Handys kennt...

Peter G
00
5.10.2011, 09:21
Dann kan man Ihrer Mutter nur gratulieren,

dass sie in diesem Alter noch die erforderliche Fingerfertigkeit besitzt und die notwengigen guten Augen.

Selbstverständlich ist das nicht.

PageMaker
20
14.9.2011, 17:15
Die Frage aller Fragen:

In ein paar Jahren sind die heutigen Senioren eingeäschert und dement und die heutigen 50+ kommen nach: Allesamt affin in Mail, Web 2.0 und Smartphones. Keiner von denen braucht (will) ein Handy, das »nur« telefonieren kann. (vom Design abgesehen) Wie also ist der Expansion zu verstehen?

Beiddenker
00
4.10.2011, 11:07
Sagen wir mal so: Mit Parkinson wird selbst die heutige "digitale Jugend" Probleme haben ...

... einen Touchscreen zu bedienen. Aber es braucht nicht einmal Parkinson sein, es genügt schön Gelenksschmerzen von Tastatur und Mausbedienung zu haben.

undalleswirdgut
11
13.9.2011, 21:00
... uih, emperia und *pple hben bald das gleich Marktsegment,

das wird ein match, *pple wird den fandroids noch nachweinen ...

opryde
00
13.9.2011, 15:36

sieht man da auf dem foto das kommende spitzenmodell?

ja ja ja ja
00
16.9.2011, 19:29
die Langhaarige Brünette in der Mitte ??? ;-)

Tincomplete
07
13.9.2011, 16:24

ja - das emporia tab :)

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