Nach dem 36-Jährigen war seit 2005 international gefahndet worden
St. Pölten - Sechs Jahre nach drei brutalen Banküberfällen in Österreich und der Schweiz ist in der vergangenen Woche ein Verdächtiger in Rumänien festgenommen worden. Nach dem 36-jährigen war seit 2005 international gefahndet worden, nun klickten in seiner Heimat die Handschellen, berichtete die NÖ Sicherheitsdirektion am Dienstag. Die Auslieferung nach Österreich sei beantragt worden.
Der Mann soll gemeinsam mit zwei Komplizen, einem 39-Jährigen und einer 26 Jahre alten Frau, beide ebenfalls aus Rumänien, für Raube in Rickenbach (Schweiz), Klagenfurt und Leobersdorf (Bezirk Baden) im Frühjahr 2005 verantwortlich sein.
Maskiert auf Angestellte gewartet
Die Vorgehensweise war in allen Fällen ähnlich: Nachts soll der 36-Jährige - teils mit Hilfe des 39-Jährigen - in die Bankfilialen eingebrochen und dort maskiert und bewaffnet auf die Angestellten gewartet haben. Diese wurden dann gezwungen, den Tresor zu öffnen und Bargeld auszuhändigen. Anschließend wurden sie gefesselt und geknebelt. Vor dem Geldinstitut wartete meist die 26-Jährige in einem Fluchtfahrzeug.
Bereits 2005 sei das tatverdächtige Trio von Beamten aus Niederösterreich, Kärnten und der Schweiz ausgeforscht worden. Der 39-Jährige wurde noch im selben Jahr in der Schweiz mit einem Teil der Beute, zwei Tatwaffen und gefälschten Ausweisen festgenommen. 2007 wurde die 26-Jährige in Deutschland geschnappt. (APA)