Ingenieurgehälter steigen wieder stärker

13. September 2011, 14:15

Grundgehälter im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 2,9 Prozent angehoben

Gummersbach - Die Gehälter der Ingenieure in Deutschland steigen im Zuge der positiven wirtschaftlichen Entwicklung wieder stärker: Insgesamt haben die Unternehmen die Grundgehälter im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 2,9 Prozent angehoben. Das entspricht etwa dem Steigerungsniveau von 2008, also bevor die Weltwirtschaft in die Krise geriet.

Bei den Führungskräften erhöhen sich die Grundgehälter 2011 im Schnitt um 3,3 Prozent, bei den Fachkräften um 2,7 Prozent. Für 2012 planen die Unternehmen die Gehälter ihrer Ingenieure noch stärker anzuheben: Durchschnittlich 4,1 Prozent soll die Steigerungsrate im kommenden Jahr betragen. Das ergab eine Studie der Managementberatung Kienbaum zur Vergütung von Ingenieuren in Führungs- und Fachpositionen. Dazu wurden die Daten von 735 Unternehmen und 5.971 Einzelpositionen ausgewertet.

Wer wieviel in welcher Position verdient

Aktuell verdient ein Ingenieur in leitender Funktion im Schnitt jährlich 106.000 Euro und damit knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Je nach Funktion variiert die Gehaltshöhe jedoch deutlich: Spitzenverdiener sind die Leiter Verkauf/Vertrieb mit Jahresgesamtbezügen von durchschnittlich 153.000 Euro. Auf Platz zwei folgen die technische Gesamtleitung und der Werkleiter mit jeweils 139.000 Euro. An dritter Stelle liegen die Leiter Forschung und Entwicklung mit 121.000 Euro.

Eine Fachkraft erhält durchschnittlich 63.000 Euro im Jahr. Die Spanne der Durchschnittsgehälter auf dieser Hierarchieebene reicht vom Produktmanager mit 81.000 Euro bis zum Sachbearbeiter Materialwirtschaft/Logistik, der auf 43.000 Euro jährlich kommt. (red, derStandard.at)

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23 Postings

als postdoc im molekularbereich ist man also schlechter bezahlt als eine fachkraft :-)

Ich war heuer mal

für eine Bewerbung in München.

Automotive, Ingenieur, 28 Jahre.

Hätt ich mir sparen können, Jahresbrutto ist um lediglich 7000 Euro höher. Die Zeiten wo man in Deutschland was vedient hat sind wohl vorbei.

Naja, man muß differenzierte betrachten

Naja, man muß differenzierte betrachten. Für neue Ankömmlinge zahlen sich sowieso nicht mehr aus nach D zu gehen; wenn schon, dann nur Schweiz. Der Unterschied zwischen Wien & München ist zum Teil noch gewaltig. Ein Bsp bei Siemens MCH & Siemens Wien. Selbe Funktion, 30 bis 40 % Unterschied ist keine Seltenheit. Die Wohnkosten & Lebenserhaltungskosten ebenfalls, Aber München bittet mindestens 10 fache Chance mehr als Wien. In Wien gibt nur Verkauf/Vertrieb. In MCH ist die Welt der Forschung in Ordnung, in Wien, naja, jammerlich, als ein Patriot muß ich innerlich weinen.

Bei halbleiterbranche wäre es um ca. 20.000 bto/Jahr mehr gewesen. Unterkunft allerdings doppelt so teuer (ca. 6000€/Jahr mehr) als hier ergibt netto schon weniger Unterschied.
Mch ist von der Lebensqualität aber imo doch besser als Wien.

Sieht viel aus ...

Man muss sich nun aber auch die Wohnkosten im Vergleich zu uns betrachten. Wohnungen in der Nähe von Öffis sind unerschwinglich. Und Häuser dort nur für Superreiche oder Erbschaft.
Was man aber sieht: Leitende bekommen mehr um die Steuernachteile etwas auszugleichen.
Und Technik ist dort noch angesehen -bei uns leider nur Psycho Social HR Schmonsens...

Fein

Zeit für eine neue Gehaltsverhandlung :)

Warum es nur kaum arbeitslose Ingenieure aber viele Arbeitslose Sozio-, Psycho-, Polito-, und andere -logen gibt?

Feedback zu den Zahlen

Ich habe mal gesucht um zu vergleichen, weil ich mich mit diesem Thema auch beschäftigt habe. Bei mir kommen ähnliche Ergebnisse heraus. Das tolle finde ich aber auch das angezeigte Alter dieser Seite: http://www.gehalt.de/einkommen... /Ingenieur
Ingenieure yes we can!

super ja

komisch nur auf dieser seite, daß bei "software-ingeneur" die branche "halbleiter" angegeben ist.

ich würde mal sagen, daß die meisten nicht in dieser branche arbeiten...aber naja.

wenn ich mir die gehälter für bauingenieure ansehe fang ich dafür zum weinen an...warum schafft es dieser (mein) berufsstand nicht sich auf eine ebene mit z.b. maschinenbau und elektrotechnik zu stellen?

Weil es schlicht zu viele Bauingenieure gibt. Außerdem wird in der EU kaum noch was gebaut.

zuviele würde ich nicth sagen....job bekommen ist kein problem und die leute jagen einem nach...aber wie in ihrem anderen posting geschrieben: es geht nur darum alles so billig wie möglich zu machen....

Gerade "zu viele" ermöglicht es ja, dass man sich den billigsten aussuchen kann. So komisch es klingen mag, bei den zig Bauingenieurabsolventen, es ist einfach ein Massenstudium.

Gewerkschaft!

Der Organisationsgrad der Metaller ist ungleich höher.

Bei der Baubranche hat die Krone, Jörg Haider, HC und der Alkoholismus jede Solidarität zerstört.

da muß es einen anderen grund geben. gewerkschaft wäre koletivvertrag, als maschinenbauer weis ich nicht einmal wo der kolektivvertrag liegen würde da ohnedies mehr gezahlt wird.

bist du ein maschinenbautechniker?

anders kann ich mir dein posting nicht erklären.

http://tinyurl.com/metallkv2010

okay

alles zum thema kollektivvertrag:
http://www.proge.at/servlet/C... &n=P01_4.1

und deine lohntabelle findest du unten beim punkt "METALL":

http://www.proge.at/servlet/C... &n=P01_4.2

...
Am Dienstzettel sollte deine Einstufung (Gruppe + Dienstjahre) stehen, da kannst dann vergleichen wo du mit deinem Gehalt bist.

liebe grüße

zwei deiner Links funzen ned *augenroll*

abhilfe: in die adresszeile klicken. enter.

das Enter hat Firefox selbst gemacht, die Server hatten Probleme ^^

stimmt...die baubranche ist einfach in sich zu unorganisiert und kannibalisiert sich selbst....traurig

So ist es. Sie ist schon zu Tode gespart, immer das billigste. Es geht schon soweit, dass Firmen ein Minus im Voraus kalkulieren und gerade noch eine schwarze Null per Gerichtsverfahren oder Nachträge einfahren. Die Baubranche kann man wirklich vergessen, auf Jahrzehnte hinweg.

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