Unterrichtsministerin betont gute Ergebnisse bei Schulabschlüssen, Klassenschülerhöchstzahl und berufsbildenden Schulen
Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sieht sich in einer Aussendung zur OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" in ihrer Schulpolitik bestätigt. Viele der Reformen kommen jetzt im Klassenzimmer an. Wir sind Weltmeister bei den berufsbildenden Schulen mit Platz 1 sowohl in der OECD- als auch in der EU-Wertung. In keinem anderen Land lernt ein so hoher Anteil an Jugendlichen in der Sekundarstufe II im berufsbildenden Bereich", sagt Schmied. Auch darüber, dass der Abschluss der Anteil jener, die die Sekundarstufe II abschließen, freut sich die Bildungsministerin. Sie betont außerdem, dass die durchschnittliche Klassenschülerhöchstzahl besser ist als der Durchschnitt der OECD-Länder.
Töchterle bekräftigt Notwendigkeit eines Hochschulplans
Nachdem die OECD Österreich u.a. aufgrund der niedrigen Akademikerquote Nachholbedarf im Tertiärbereich bescheinigt hatte, sieht Töchterle die Notwendigkeit eines Hochschulplans bekräftigt. Damit werde "ein Mehr an Kooperation und Kooperation" erreicht, "um die Qualität im heimischen Hochschulsystem zu erhöhen", so der Minister in einer Aussendung. Neben strukturellen Maßnahmen sollen auch verstärkt und effizienter Mittel eingesetzt werden. Damit die, die ein Studium beginnen, dieses auch abschließen, fordert Töchterle "verbesserte Rahmenbedingungen in Form von Zugangsreglungen und Studiengebühren". Letztere könnten die privaten Mittel im Tertiärbereich, die laut Studie nur 0,1 Prozent des BIP (OECD-Schnitt: 0,5 Prozent) betragen, steigern.
Tumpel: Schwachstellen müssen behoben werden
Der Präsident der Arbeiterkammer nennt in einer Aussendung zwei Schwachpunkte, die rasch behoben werden müssen. Im internationalen Vergleich können zu wenige junge Menschen eine weiterführende Ausbildung abschließen und dass der Anstieg des Anteils der StudienanfängerInnen hinter den anderen entwickelten Industriestaaten zurückbleibt. Die begonnenen Bildungsreformen müssen rasch fortgesetzt werden - mit einer gemeinsamen Mittelstufe und mehr Durchlässigkeit in der Schule bis hin zur Studienberechtigung und ausreichender Finanzierung der Hochschulen.
Der Verband sozialistischer Studentinnen fordert via Aussendung die Regierung dazu auf, Bildungspolitik zur Priorität zu machen. "Es ist nicht länger hinzunehmen, dass die Bildungsaufgaben in Österreich nicht ernst genommen werden", so die Bundesvorsitzende des VSStÖ, Mirijam Müller.
Die AktionsGemeinschaft(AG) sieht die Studie als "Zeichen für Zugangsregelungen an unseren Universitäten". "Es ist an der Zeit endlich die Studienbedingungen zu verbessern, und um das durchzusetzen ist eine Regelung des Universitätszugangs unumgänglich", führt Martin Brenner, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft aus. (red, derStandard.at, 13.9.2011)