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Schmied und Töchterle sehen ihre Politik bestätigt

13. September 2011, 11:49

Unterrichtsministerin betont gute Ergebnisse bei Schulabschlüssen, Klassenschülerhöchstzahl und berufsbildenden Schulen

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) sieht sich in einer Aussendung zur OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" in ihrer Schulpolitik bestätigt. Viele der Reformen kommen jetzt im Klassenzimmer an. Wir sind Weltmeister bei den berufsbildenden Schulen mit Platz 1 sowohl in der OECD- als auch in der EU-Wertung. In keinem anderen Land lernt ein so hoher Anteil an Jugendlichen in der Sekundarstufe II im berufsbildenden Bereich", sagt Schmied. Auch darüber, dass der Abschluss der Anteil jener, die die Sekundarstufe II abschließen, freut sich die Bildungsministerin. Sie betont außerdem, dass die durchschnittliche Klassenschülerhöchstzahl besser ist als der Durchschnitt der OECD-Länder.

Töchterle bekräftigt Notwendigkeit eines Hochschulplans

Nachdem die OECD Österreich u.a. aufgrund der niedrigen Akademikerquote Nachholbedarf im Tertiärbereich bescheinigt hatte, sieht Töchterle die Notwendigkeit eines Hochschulplans bekräftigt. Damit werde "ein Mehr an Kooperation und Kooperation" erreicht, "um die Qualität im heimischen Hochschulsystem zu erhöhen", so der Minister in einer Aussendung. Neben strukturellen Maßnahmen sollen auch verstärkt und effizienter Mittel eingesetzt werden. Damit die, die ein Studium beginnen, dieses auch abschließen, fordert Töchterle "verbesserte Rahmenbedingungen in Form von Zugangsreglungen und Studiengebühren". Letztere könnten die privaten Mittel im Tertiärbereich, die laut Studie nur 0,1 Prozent des BIP (OECD-Schnitt: 0,5 Prozent) betragen, steigern.

Tumpel: Schwachstellen müssen behoben werden

Der Präsident der Arbeiterkammer nennt in einer Aussendung zwei Schwachpunkte, die rasch behoben werden müssen. Im internationalen Vergleich können zu wenige junge Menschen eine weiterführende Ausbildung abschließen und dass der Anstieg des Anteils der StudienanfängerInnen hinter den anderen entwickelten Industriestaaten zurückbleibt. Die begonnenen Bildungsreformen müssen rasch fortgesetzt werden - mit einer gemeinsamen Mittelstufe und mehr Durchlässigkeit in der Schule bis hin zur Studienberechtigung und ausreichender Finanzierung der Hochschulen.

Der Verband sozialistischer Studentinnen fordert via Aussendung die Regierung dazu auf, Bildungspolitik zur Priorität zu machen. "Es ist nicht länger hinzunehmen, dass die Bildungsaufgaben in Österreich nicht ernst genommen werden", so die Bundesvorsitzende des VSStÖ, Mirijam Müller.

Die AktionsGemeinschaft(AG) sieht die Studie als "Zeichen für Zugangsregelungen an unseren Universitäten". "Es ist an der Zeit endlich die Studienbedingungen zu verbessern, und um das durchzusetzen ist eine Regelung des Universitätszugangs unumgänglich", führt Martin Brenner, Bundesobmann der AktionsGemeinschaft aus. (red, derStandard.at, 13.9.2011)

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10 Postings
Verleihnix
 
00
14.9.2011, 09:09
Denen ist nicht mehr zu helfen

Der Töchterle will doch wirklich mit Zugangsbeschränkungen und Gebühren die Akademikerquote steigern!

Nein, der Töchterle ist nicht entmündigt. Und dass er Wissenschaftsminister ist, ist kein Witz.

carven
00
13.9.2011, 19:07

Na das sind ja immerhin schon zwei.
Wobei, was hat Herr Töchterle eigentlich bis jetzt GEARBEITET, außer medial nach Studiengebühren gerufen?

smea_gol
03
13.9.2011, 15:30

zuwenig akademiker.

was ist die reaktion des bmwf-minister-kasperls:
verbesserte Rahmenbedingungen in Form von Zugangsreglungen und Studiengebühren"

haha.
bananenrepublik.

trollvottel
02
13.9.2011, 15:51

Als VP-Minister kann Töchterle halt nichts machen, als die irrsinnige Kaputtsparpolitik weiter durchzudrücken und zwischendurch drauf zu hoffen, dass ihn die PR-Abteilung rettet ("Uni-Milliarde" und derartiger Nonsens).

Kein Kommentar
01
13.9.2011, 14:13
In dieser Studie könnte alles mögliche stehen...

..... Schmied würde sich immer bestätigt sehen.

Ein Sinnbild für die miese Qualität der heutigen Politik, von der sich der Bürger mit Grausen abwendet.

Verleihnix
 
00
14.9.2011, 09:13
Dann sollten Sie aber vielleicht auch wissen, dass eine Ministerin die Gesetze nicht ändern kann und der "Koalitionspartner" seit Jahrzehnten Schulreformen blockiert.

Bitte um Kenntnisnahme

D/E
00
14.9.2011, 14:19
Sie könnten im Gegenzug berücksichtigen, dass die von Schmied

kaputt gesparten BHS t r o t z ihrer Politik funktionieren.

asinus
00
13.9.2011, 15:47

Stimmt. Alles und jedes, Fr. Schmied fühlt sich bestätigt. Dass "Reformen greifen", ist eh ein Witz, denn viele gibt es nach wie vor nur auf dem Papier. Sie bleibt halt Ankündigungsweltmeisterni. Irgendwann, wenn alles zu teuer ist, werden halt wieder die Lehrer gebasht.

Rob01
01
13.9.2011, 12:41
Schmied verstreut Nebelgranaten

Das ist ja der blanke Hohn: In nahezu allen Daten der heute erschienenen OECD-Studie wird bestätigt, dass Österreichs Bildungssystem den Bach runter geht - soll heißen: der Rückstand zu den anderen OECD-Ländern vergrößert sich (Beispiel: Akademikerquote). Trotzdem sieht Schmied sich bestätigt, indem sie sich an die Zahlen bei Schulabschlüssen, Klassenschülerhöchstzahl und berufsbildenden Schulen klammert.
Tatsache ist, dass Bildung in Österreich keine Priorität genießt und daher unterm Durchschnitt liegt. Und das kann von den Verantwortlichen nicht wegdiskutiert werden.

Verleihnix
 
00
14.9.2011, 09:16

Stimmt, aber die Schmied hat halt einen reformresistenten Partner, der sich selbst "konservativ" schimpft. Auf den ist sie noblerweise nicht losgegangen, aber im Forum könnte man das ja nachholen.

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