Bundesheer: Eine Armee der Generäle

13. September 2011, 11:21

Auf 100 Soldaten kommt ein General

Wien - Das österreichische Bundesheer ist eine "wahre Armee von Generälen". Diese spöttische Bemerkung der "Neuen Zürcher Zeitung" hat der Grüne Abgeordnete Peter Pilz zum Anlass genommen, um von Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) die genaue Zahl der Generäle zu erfragen. Und tatsächlich: Laut Anfragebeantwortung verfügt des Bundesheer über 207 Generäle - in Anbetracht der rund 16.000 Berufssoldaten kommt auf 100 Soldaten ein General, wie "Presse" und "Salzburger Nachrichten" am Dienstag berichteten.

Den Titel "General" tragen derzeit nur drei Offiziere: Ein aktiver - dabei handelt es sich um den abgesetzten Generalstabschef Edmund Entacher - sowie zwei in der Reserve. Aber es gibt drei weitere Dienstgrade, die zum Generalsrang zählen: Generalleutnant, Generalmajor und Brigadier. Generalleutnante - sie bilden die oberste Führungsebene von Verteidigungsministerium und Bundesheer - gibt es derzeit sieben, darunter etwa der amtierende Generalstabschef Othmar Commenda oder der Kommandant der Streitkräfte, Günter Höfler.

Weiters gibt es unter den Berufsoffizieren 12 Generalmajore. Zahlenmäßig ins Gewicht fällt aber der nächste Dienstgrad, die Brigadiere. Von denen gibt es im Aktivstand nicht weniger als 139, wobei ein großer Teil davon im Ministerium oder als Militärattache im Ausland eingesetzt ist. Somit hat das Bundesheer 159 aktive Generäle. Dazu kommen noch 17 Generäle in der Miliz und 31 in der Reserve. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 133
1 2 3 4
Affentheater33
14
16.9.2011, 19:20
Leckfettn

Wie da manche glaubn sie wüsstn alles über unser Heer, und sich de Mäuler zerreissen. Und dabei bin i ma sicher könnens ned mal a Gruppe führn, owa groß de Goschn aufreissn :D

Affentheater33
02
16.9.2011, 19:43
ich mein

Wenn ma scho a Forum hat wo man diskutiern kann, dann sollt mas auch so nutzen das vl am Ende alle sagen können, des war a klasse Diskussionsrunde.
Wenn ma aber von vornherein mit einem teilweis schier unglaublichen Hass aufs Bundesheer kommentiert, wie soll da bitte was vernünftiges rauskommen?? erklärts ma des!!
Es mag sein das der eine oder andere schlechte Erfahrungen gemacht hat im GWD, keine Frage des gibts.... aber a Zivildiener der NIE im Heer war kann und braucht auch ned da schlecht/abwertend kommentiern... oder gar ne Frau die auch nie im Heer war allem Anschein nach .... i sag ned a Frau die gedient hat!! in dem Sinne grüatze!!

Folgendes...
 
01
16.9.2011, 10:28
Ist ja cool - und so typisch österreichisch.

Es geht jetzt also wieder mal um Titel...

Wovon es scheinbar wirklich viele gibt, sind Brigadiere... die laut Artikel oft als Mil. Attachee eingesetzt sind.

Nun ja, die Anzahl der Brigadiere dürfte daher eher mit der Anzahl der Länder als mit der Anzahl der Rekruten korrelieren, oder sehe ich was falsch ?

BTW, ich finde es super, wenn es viele Brigadiere gibt... Besser, wir werfen mit Titeln um uns als wir entlohnen so wie NATO-Länder. Die paar Visitenkartenänderungen werden vergleichsweise billig sein :-D

Randalf X.
04
15.9.2011, 06:49
Auweia ist der Artikel erbärmlich

von den 207 Generälen sind 159 aktiv. Der Rest ist in Pension oder Zivil. Verglichen werden die 207 aber mit allen aktiven Soldaten. Äpfel mit Birnen sozusagen. Mein Gott ist das Niveau im Standard schlecht geworden.

zett
00

sie sollten artikel zu ende lesen: "Somit hat das Bundesheer 159 aktive Generäle. Dazu kommen noch 17 Generäle in der Miliz und 31 in der Reserve."

Gratuliere-der Standard gibt zumindes ihren Zahlen 1:1 recht...auch wenn ihre schlussfolgerungen falsch sind.
Und keine Sorge: Sinnerfassend lesen ist beim ÖBH nicht nötig!

Zeit Geist1
00
28.9.2011, 14:44
War das schon einmal besser, wenn es der SPÖ nutzen soll?

schiff und riff
10
14.9.2011, 17:51

nein,nein
die bürokratie ist schuld
30 generäle sind mit eurofightern beschäftigt
30 mit panzerabbau
30mit ariabbau
30 mit reformen
30 mit sandkastenspielen
30 mit rekrutierungen
20 mit beschaffungen
der rest mit qualitätssicherungen

sollen diese wesentlichen arbeiten in die hände von uos verlagert werden?oder an private?

also-- eine straffe und politisch kontrollierte berufstruppe gehört her--natürlich unkorrumpiert

die ersten 10 zeilen sind frei erfunden
auch zeile 11 und 12
13 und 14-wunschkonzert

Schüssel&Haider oder Tango Korrupti
53
14.9.2011, 17:23
Auf 100 Soldaten kommt ein General!!!!

60% sind Schwarze 25% Braune und der Rest sind Nullgruppler und ein zwei Rote!

Jetzt wissen wir auch warum die Schwarzen und Braunen gegen die Abschaffung der Wehrpflicht sind.

Die müssen ihre Klientel beschäftigt halten!

Lünz
02
16.9.2011, 06:33

Und diese Zahlen können sie sicher belegen, oder?

Lt K.....
06
14.9.2011, 21:33
Stimmt doch gar nicht!

Soviele Kameraden kenne ich, die der SPÖ nahestehen - trotz deren Forderung nach einem Berufsheer, trotz der nicht sehr respektvollen Haltung von Darabos gegenüber dem Soldatenberuf.

Eigentlich müsste die SPÖ ihren roten Soldaten täglich danken, daß sie ihr treu geblieben sind. Die Zivilisten im Gemeindebau sind nämlich treueloser und schneller bei den Blauen als es der gestandene rote Kadersoldat ist.

Und ich möchte darauf hinweisen, daß es gerade die SPÖ es war, die immerzu auf ein Wehrpflichtigenheer pochte. Das machte sie ihm Berufskader stark - traurig ist nur, wie wenig Vertrauen die SPÖ in ihr Potenzial unter uns hat. Viele lechzen einfach nur nach Anerkennung, und wählten den Ersten, der uns diese gibt.

Prof. Alois
 
21
14.9.2011, 17:33
Lach

Und einer der wenigen Roten, der das auch schon immer war, weil er sich nicht bei Ministerwechsel ein neues Parteibuch besorgte, der ist auch ein Böser.

Nur weil er die Wahrheit sagt. Da k enn sich noch wer aus.

PS: Entacher heißt der.

gast76
51
14.9.2011, 17:54
WIeso Lach

..., wo "Schüssel&Haider oder Tango Korrupti" Recht hat hat er Recht!

Nicht Bös sein, beweisen Sie das Gegenteil

Prof. Alois
 
21
15.9.2011, 17:57
Das ist leicht zu beweisen

Die Größe der Truppe lässt nicht darauf schließen wieviele Generalsdienstgrade benötigt werden.

Es ist mehr unsere Bürokratiesucht, vielleicht auch etwas vorsichtiger ausgedrückt eine besondere "Liebe zum Detail" die unsere Beamtenarmee genauso heimsucht wie jedes andere Ministerium bei uns auch.

Da gibt es ja die nette Geschichte, wo britische Offiziere zu Gast sind in Österreich. An einem der Tische schleppt sich der small talk. Die Briten meinen, den österr. Brigadier mit taktischen Gedankengängen ins Gespräch zu ziehen. Bis der endlich gesteht, dass er davon k eine Ahnung hat, weil er für Umweltschutz zuständig ist.

Raunt der eine Brite dem anderen zu: They have a general for the garbage!

Peter Hammer 06
21
25.9.2011, 14:09
Garbage = Hausmist ....

...ich glaube nicht, dass es britische Offiziere gibt, die den Unterschied zwischen Mist und Umweltschutz nicht kennen.
Sie haben also, wie immer, gar nix bewiesen.

Prof. Alois
 
21
25.9.2011, 19:34
Selten erkläre ich einen Witz

Aber eigentlich haben Sie das selbst schon getan.

Peter Hammer 06
22
26.9.2011, 06:37
Zuerst " Da gibt es ja die nette Geschichte ....." ...

...die mutiert dann, mangels Fundament, plötzlich zum "Witz".
Und weigern sich dann noch, diesen zu "erklären"

Na, dann sagen Sie mir wenigstens, ich bin wirklich neugierig, wer dieser Heeresmistbeauftragte ist.

Herr "Prof" und "Hptm. der Res." in Personalunion, SIe kennen britische Offiziere doch nur aus Filmen.
Es ist so wie bei der Home-Guard und den "Besenstiehlen". Sie schrecken, wenns gegen Darabos geht, vor keiner Plattheit zurück.

PS: Ich bin übrigens für die Beibehaltung der Wehrpflicht,falls mir wieder eine Vorliebe fürs Berufsheer umhängen wollen. Nur sollten die GWD ihr "Handwerk" wirklich lernen. Wenn schon, denn schon!
Für Graszupfen,Gangkehren und andere "Systemerhaltungen" sind die Monate zu schade.

Prof. Alois
 
11
26.9.2011, 18:30
Na gut: Wenn ein der englischen Sprache mächtiger das Wort "garbage" verwendet, dann k ann damit zweierlei gemeint sein:

Hausmüll. Oder aber auch Müll im allgemeinen. Was auch erklärt, warum eine garbage can ein ganz gewöhnlicher Abfallkorb im öffentlichen Raum ist.
Wenn also der Brite sagte: They have a General for the garbage, hat das eine vor britischem Humor strotzende Doppeldeutigkeit.

Zu Ihrem PS: Da sind wir uns völlig einig. Wir Österreicher lassen uns häufig unglücklich reden, lassen uns einreden, dass es woanders viel besser wäre. Was dann nach großer Reform ruft, wo minimale Reparaturen am System besseren Dienst täten. Das trifft auch auf das Bildungssystem zu.

Die Homeguard nahm keine Besenstiele. Es waren tatsächlich Holzprügel, die einem Gewehr ähnlich sahen. Bei Gelegenheit scanne ich Ihnen das Foto ein. Online leider nicht zu haben

Peter Hammer 06
22
25.9.2011, 05:48
Wieder eine Ihrer Gschichtln,....

...wer soll den der Umweltschutz-Brigadier sein?
Wo hat er sein Büro?

Kabarett Österreich
13
14.9.2011, 20:35
Beweisen doch sie dass er recht hat.

gast76
12
15.9.2011, 15:25

Ihnen brauch ich nichts beweisen, Sie sind ja vom Kabarett...

Ricardo Montalban
01
14.9.2011, 17:00

Ist halt ein Gfrett mit den automatischen Beförderungen aufgrund der Dienstgrade.

Wie wärs mit einer Heeresreform? *lach*

Suflette Latte
00
14.9.2011, 12:56
Pyramide

da ist wohl die Pyramide auf den Kopf gestellt. Das unterste Glied an der Spitze ist der Soldat Schwejk und alle anderen dienstöheren Ränge verschwinden im großßen loch der Bürokratie.

mike sierra
00
14.9.2011, 12:45
Wieviele "Generäle" hat die Schweiz?

Weiß das jemand?

Der Ätzer
00
15.9.2011, 03:35
Keinen - aber im Ernstfall einen!

Leicht zu googln.

mike sierra
01
15.9.2011, 10:03

Googlen heißt aber nicht: nur den ersten Link anschauen und nur halb lesen.

Wenn man genau vergleicht, siehts nach Google/Wikipedia so aus:

Rang CH:A
General 0 (nur im Krieg) : 1 aktiver
Korpskommandant/Generalleutnant 3:7
Divisionär/Generalmajor ?:12
Brigadier ? (+4 Milizoffiziere):139 (+17 der Miliz und 31 der Reserve)

So einfach ist es also nicht.
Dürften in der CH aber deutlich weniger sein.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 133
1 2 3 4

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.