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Graz - Schlafstörungen, Kopf- und Magenschmerzen, Gereiztheit: Nicht nur Schüler leiden zunehmend unter Beschwerden, die durch den Schulalltag hervorgerufen werden. Ein neues, am Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Graz entwickeltes Trainingsprogramm gibt Lehrern alltagstaugliche Instrumente und Strategien in die Hand, die ihnen helfen sollen die Anforderungen ihres Berufes gesundheitlich unbelastet zu überstehen.
Das Verhalten schwieriger Schüler und damit einhergehende Ängste, administrative Pflichten und der daraus entstehender Stress sowie die Schwierigkeit, Beruf und Alltag voneinander zu trennen, stehen laut der Grazer Erziehungswissenschafterin Marlies Jauk ganz vorne auf der Liste jener Probleme, die Lehrer im Laufe eines Schuljahres belasten. "Laut dem jüngsten WHO-HBSC-Survey berichteten rund 40 Prozent der befragten 2.500 österreichischen Lehrer aus der Sekundarstufe I und II, regelmäßig von physischen, psychischen oder psychosomatischen Beschwerden betroffen zu sein", so Jauk. Stress, Angst, Depressionen und Burn-out gehören hierzulande mittlerweile zu den häufigsten Krankheiten im Lehrberuf.
Im Rahmen ihrer Dissertation haben die beiden Grazer Erziehungswissenschafterinnen Marlies Jauk und Alexandra Wieser ein Präventionsprogramm entwickelt, das die mentale Gesundheit und das Wohlbefinden von Lehrkräften fördern soll. Es besteht aus 32 Einheiten mit Schwerpunkten zum Thema Stress und Stressabbau, Strategien gegen Angst, vorbeugende Maßnahmen in punkto Depression und Burn-out sowie Zeit- und Selbstmanagement-Tools. "Die Lehrer bringen ihre Anliegen ein, die jeweilige Strategie wird dann anhand der Probleme im Training erarbeitet", umriss Jauk das Setting des Gruppentrainings.
Seminare für Schüler und Lehrer
Das "Gesundheit und Optimismus" ("GO!")-Programm basiert auf dem "GO!"-Programm, das an der TU-Dresden zur Vorbeugung von Ängsten und Depressionen bei Schülern zwischen 15 und 17 Jahren entwickelt wurde. Beide Wissenschafterinnen bieten im Rahmen ihres Vereins "ActiveLife - Präventionsinstitut zur Förderung und Erhaltung der psychischen Gesundheit" seit fünf Jahren entsprechende Seminare für Schüler an. "Die Lehrer haben uns gefragt, ob wir nicht auch entsprechende Trainings für sie anbieten könnten", schilderte Jauk, die daraufhin diese Aufgabe gemeinsam mit ihrer Kollegin Wieser in ihrer Dissertation umgesetzt hat.
Am Pilotprogramm haben 48 Lehrer teilgenommen. Diese scheinen begeistert zu sein, denn das Training habe eine hundertprozentige Weiterempfehlungsquote erhalten, so Jauk. Die Auswertung ergab, dass vor allem das Wissen der Teilnehmer im Umgang mit den Problemfeldern gestiegen sei, die zuvor gemessenen Depressions-Scores hätten sich im positiven Sinn verändert. Geht es nach den beiden Wissenschafterinnen, sollte das Programm verstärkt in die Aus-, Fort- und Weiterbildung für Lehrer integriert werden. (APA)
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Tja, da kennt wohl jemand die Bedeutung von Prävention nicht! Prävention bedeutet vorbeugen. D.h. es geht nicht darum erkrankte ArbeitnehmerInnen abzuzocken, sondern diese zu stärken um nicht krank zu werden. Damit wird sowohl individuelles Leid verhindert als auch unserem Gesundheitssystem viele unnötigen Kosten erspart!
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