Spindelegger

Berater-Honorare öffentlich machen

13. September 2011, 10:29

Grünes Licht aus SPÖ - Schieder will noch weitere Maßnahmen

Im Vorfeld der Nationalratssitzung zur Telekom-Affäre präsentierte ÖVP-Chef Michael Spindelegger im Ö1-Morgenjournal einen neuen Vorschlag: Er will Zahlungen rund um Privatisierungen und öffentliche Auftragsvergaben verbieten lassen. "Es kann nicht sein, dass wir einen Sumpf aufgedeckt haben, der muss jetzt trockengelegt werden", so Spindelegger im Morgenjournal. Provisionen und Mittelsmänner hätten bei staatlichen Geschäften nichts verloren.

Berater-Honorare des Staats sollten erstens öffentlich gemacht werden und zweitens nur zulässig sein, wenn es dafür eine klar erkennbare Leistung gibt.

"Großes Transparenz-Paket"

Die SPÖ kann dem Vorschlag des Koalitionspartners ÖVP, dubiose Honorare bei Aufträgen im staatlichen bzw. staatsnahen Bereich zu unterbinden, etwas abgewinnen. "Das halte ich für richtig", signalisierte Finanzstaatssekretär Andreas Schieder am Dienstag vor dem Ministerrat Zustimmung für den Vorschlag von Vizekanzler Spindelegger. Allerdings forderte er noch weitere Maßnahmen. Ein "großes Transparenz-Paket" könnte dann noch in diesem Jahr beschlossen werden.

Schieder schlug vor dem Ministerrat nun vor, Regelungen zu Boni und Provisionen in einem Paket zu verabschieden. Boni müssten auf Nachhaltigkeit sowie Langfristigkeit aufgebaut werden. Bei jenen Managern, welche die Kriterien nicht erfüllt haben, sollten die Belohnungen auch kürzbar sein.

Ganz hinter dem Vorschlag Spindeleggers steht auch Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP): "Ich unterstütze die Forderung." In der Telekom-Affäre forderte sie vor der Nationalrats-Sondersitzung volle Aufklärung. "Ich hoffe, dass sehr konstruktiv aus dem Unternehmen mitgearbeitet wird." 

Faymann dafür

Auch Bundeskanzler Werner Faymann ist der Vorschlag seines Vizekanzlers Michael Spindelegger, dubiose Honorare bei Aufträgen im staatlichen bzw. staatsnahen Bereich zu unterbinden, willkommen. "Ich unterstütze diesen Vorschlag vorbehaltlos", sagte er am Dienstag nach dem Ministerrat. Wie SP-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder will auch Faymann, dass derartigen Regelungen noch weiter gehen. Spindelegger selbst erneuerte seinen Vorstoß.

Der Vizekanzler und ÖVP-Chef erläuterte zudem, dass er Finanz- und Justizministerium gebeten habe, den rechtlichen Rahmen für ein Transparenz-Paket ausarbeiten zu lassen. Es sei dabei nicht einfach, die Vorhaben in die Rechtsordnung einzubauen. Spindelegger will unter anderem Mittelsmänner bei staatlichen Geschäften heraushalten. Sollte dies nicht der Fall gewesen sein, müsse man Geschäfte auch rückabwickeln können. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 36
1 2
menf
00
14.9.2011, 09:29
Hr. Spindelegger das ist erbärmlich!

Macht endlich die Parteienfinazierung transparent!
Legt Parteispenden endlich offen!
Damit wäre der größte Sumpf sofort trockengelegt.
Aber das will ja gar niemand.

Warum wird da immer herumgemurkst und gegurkt?
Kein Mut - kein Mumm - Angst um die Pfründe!!

Und solche Hausmeister wollen aus Österreich einen modernen Staat machen?
Mauschler von vorgestern sin das...

Ravenhorst
01
13.9.2011, 22:41
Öffentlich machen

Ich mache hiermit öffentlich: Herr Wolfgang Beer, vormaliger Burhauptmann der Hofburg, hat seit Jahrzehnten einen Nebenjob bei der Telekom Austria und kassiert 1.100,- mtl. dafür dass in der Hofburg die Telekom munter und lustig Leitungen verlegt und Handymasten installiert. Prost die Mahlzeit, liebe ÖVP.

Recht ist Auslegungssache
01
13.9.2011, 18:32
Das ganze ist eine Frechheit!

Wer da aller in den letzten Jahren oder besser JAHRZEHNTEN öffentliches Geld für wenig oder gar keine Gegenleistung erhalten ist DAS IST EIN VERBRECHEN!

Alle, die gegen mehr Transparenz sind, sind Verbrecher!

Es ist ein ständiges Verbrechen an der Restbevölkerung.
Jeder der anständig und fleissig ist und seine Steuern zahlt ist eigentlich ein Trottel weil es geht ja auch anders, nicht wahr? Einfach einen Habschi oder Verwandten als Politiker haben, der einigermassen Einfluß hat. Der verschafft einem dann schon die netten Aufträge. Leistung bringen? Wozu? Davon wird man nicht reich...

Aber das muß einem die Demokratie doch wert sein?
Nein, denn auf so eine Scheindemokratie schei... ich!

Verbrecher!

isodora
11
13.9.2011, 18:08
"Und Wolfgang Schussel ist ein ehrenwerter Mann ... Heute: Berater ... Gehen wir, bitte, gedanklich zurueck ins Jahr 2000, Juli, letzte Sitzung des Parlamentes vor der Sommerpause:

Schuessel, Bartenstein, Kohl und Genossen ...

Haben da einen Antrag eigebracht, der 131 Sonderverträge außerhalb der Ministerien fuer

BERATER
mit jeweils einer Gage von SEKTIONSCHEFS
der Republik
ZUSÄTZLICH
"erschaffen" hat.
Zusätzlich zu allen Beamten
der Ministerien und der
Republik!

(Auf diese Weise wurde auch eine Schuessel-Tochter "Beraterin" im bundeskanzleramt mit ihrer Firma.
Monatliche Kosten damals 600.000 Schilling, soweit ich die Berichte von DerStandar.at korrekt in Erinnerung behalten habe).

Wolfgang Schussel ist ein ehrenwerter Mann ...

Ravenhorst
10
13.9.2011, 22:43
der feine Herr sollte nicht Bartenstein heißen...

.....sondern Bartenschwein

Standard deviation
00
14.9.2011, 16:07
Verballhornung von Namen ist letztklassiger Unfug!

Recht ist Auslegungssache
11
13.9.2011, 18:35
Gute Meldung!

Er war und ist kein ehrenwerter Mann, völlig richtig.

Er hat Österreich mehr geschadet als alle anderen vor ihm. Und er soll es eines Tages begreifen was er angerichtet hat.
Wenn er es kann.

Reich sein muss sich lohnen!
04
13.9.2011, 17:16
"Es kann nicht sein, dass wir einen Sumpf aufgedeckt haben"

Dacht ich's mir doch. Das größte Problem für die ÖVP ist, dass er aufgedeckt wurde.

Tango Korrupti1
14
13.9.2011, 16:48
Bin von Fekter begeistert, jahrelang blind, taub, stumm und blond, schlägt die Frau voll zurück:

Staat gegen Korruption „mit aller rechtsstaatlichen Macht zurückschlagen“ und dabei auch vor „glamourösen Namen“ nicht zurückscheuen werde

Fantastisch, kaum ist Sie KEINE (!) Innenministerin, will sie aufräumen, VOLL GLAUBWÜRDIG DIE SCHOTTER MITZI

Österreichische Verbrecher Partei!
01
13.9.2011, 16:40
Er greift durch, war das jetzt der Auftrag an Polizei und Justiz die ÖVP Mafia zu bekämpfen ?

I'll shit on your nick
03
13.9.2011, 16:22
Die Telekom-Affäre sei primär ein Wirtschaftsskandal.

... sagt Bartenstein.

Na dann ...

Wenn jemand so einen Unsinn von sich gibt, kann man davon ausgehen, dass ihm an einer Aufklärung nicht gelegen ist.

sprungbrett
50
13.9.2011, 16:19
Die ÖVP setzt Zeichen

Das ist wichtig in Zeiten wie diesen. Spindeleggers erfrischendes Impulsdenken bringt Schwung in das ansonsten sehr erstarrte Koalitionsgefüge.
Die ÖVP packt wieder an, weiter so!!

Takeshi Kovacs
00
14.9.2011, 11:58
jessas!

wo sind Sie angrennt?

Reich sein muss sich lohnen!
03
13.9.2011, 17:18

Academicus hat wohl einen neuen Nick :D

kotek
00
14.9.2011, 13:43

Grün. Der, den Sie meinen, nennt sich aber academius.

Verzweifelnd
01
13.9.2011, 16:22

Der Spindelegger ist ein toller Hecht! Fürwahr!

CTRL+ALT+DEL
02
13.9.2011, 15:57
Werbeverbot für öffentliche Stellen

Zusätzlich fordere ich ein Werbeverbot für alle öffentlichen Stellen und Unternehmen mit öffentlichem Mehrheitsanteil!!!!!!!!

egal
00
13.9.2011, 15:52

Willkommen in Demokratie !

Gilgamesch
05
13.9.2011, 14:55

zuallererst muß man mir erklären, wozu man überhaupt berater braucht. in den jeweiligen ministerien sollte es doch, für alle bereiche desselben, fachkundige beamte geben. wozu hat man denn die, wenn nicht für beratende funktion dem minister gegenüber.
alle diese "beratertätigkeiten" dienen doch fast ausschließlich der illegalen parteienfinanzierung oder sonstiger bereicherung und gehören rigoros verboten.

loundy
 
07
13.9.2011, 14:48
welch unglaublich grosszügiges angebot...

"...Berater-Honorare des Staats sollten erstens öffentlich gemacht werden und zweitens nur zulässig sein, wenn es dafür eine klar erkennbare Leistung gibt..."

was für einen mindset muss man haben um so etwas als neue idee vorzustellen...?

bisher war's in ordnung wenn uns verheimlicht wurde wer unser geld bekommt und es war nicht notwendig leistung für unser geld zu erbringen...?

jede betriebskostenabrechnung ist strenger reglementiert und für den zahler transparenter, es ist erbärmlich...

aktuelle Epoche: DesInformationszeitalter
01
13.9.2011, 14:26

Unsere Politik versinkt im eigenen Dreck. Zum arbeiten für die Bürger bleibt keine Zeit.

TrickkisteX
00
13.9.2011, 14:24
Und wer soll das überprüfen?

Parteilose nehme ich an.
Träumen wird man ja noch dürfen!

hockshank
06
13.9.2011, 12:43

"Es kann nicht sein, dass wir einen Sumpf aufgedeckt haben, der muss jetzt trockengelegt werden"

welch eloquenz.

STJ911.org
05
13.9.2011, 12:26
["] Spindelegger, 12.9.2011: "Ich lass mir keine blau-orangen Skandale anhängen"

Herr Spindelegger, die Skandale sind nicht nur FPÖ/BZÖ-Skandale, sondern genauso ÖVP-Skandale:
www.bit.ly/Die_Abkassierer

big-burger
06
13.9.2011, 10:54
Parteienfinanzierung offenlegen

Es funktioniert nur wenn die gesamte Parteienfinanzierung in Österreich offen gelegt wird. Jede Zuwendung an eine Partei über zB. 1000€ muss veröffentlicht werden.

Es müssen natürlich auch alle Umfeldorganisationen der Parteien mit eingebunden werden: Arbeiterkammer, Wirtschaftskammer, Parteiakademien, Wien Werbung, ....

Damit haben leider in Österreich alle Parteien mehr oder weniger Probleme.

Allerdings nur mit der transparenten Parteienfinanzierung kann das Vertrauen in die Politik wieder etwas verbessert werden.

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