Schmeck's, nicht ORF

Amon wird in St. Marx wild

13. September 2011, 15:47
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    foto: harald fidler

    Unter dem Baum, neben dem Hochzeits-Karaoke, in Amons Hof - und noch das beste in einer Reihe grottiger Fidler-Bilder

    Amon's Gastwirtschaft
    Zweimal drei, einmal zwei Gänge, Saft, sehr ordentlich Wein, Kaffee: 200 Euro

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    Gut, aber jedenfalls fidlerbedingt nicht schön: Tatar von Steinpilzen und Kräuterseitlingen - Schinken und Kürbispuffer blieben lange präsent

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    Da hinten liegt das Filetsteak, glu wählte Rösti dazu

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    Bisschen trockener Humor: das Hirschkalb

Ein Abend in der Pufferzone, zwischen gut und gut gemeint

Medien, Mahlzeiten und Motoren unter einen Hut zu bringen, da kann man ja nur ambitioniert scheitern. Wenn ich mir zum Beispiel einbilde, zur Wahl der 4 plus 9 ORF-Direktoren am 15. September sollte ich Amon's Gastwirtschaft (sorry, schreibt sich so) gleich bei St. Marx besuchen, schließlich wird da Namensvetter Karl Amon als Radiodirektor bestätigt. Der hat intern ja klar gegen einen Abschied vom Funkhaus Richtung St. Marx Stellung bezogen. Ja, Fidler, man soll nicht zuviel denken beim Essen.

Die Motoren kommen ins Spiel, wenn Frau und Herr glu mir die Ehre geben. Die Weinauswahl schaffte ich diesmal schon deutlich beherzter (sie schien mir jedenfalls teilweise ganz gut zu gelingen) als einst im schönen Garten des Hohensinn. Nein, das Essen will ich gar nicht vergleichen, wir sind hier schließlich in einem Vorstadtgasthaus, das ein bisschen besser sein will, und das auch schon seit 1904. Das kann gut gehen, muss aber nicht immer.

Pufferzone

Gut finde ich mein Tatar von Steinpilzen und Kräuterseitlingen. Die gegrillten Stücke vom Volcanoschinken und die auch nicht schwach dimensionierten Kürbispuffer unter dem Tatar sind in dieser Form vielleicht den Erwartungen der Stammkundschaft geschuldet, der doch etwas hartnäckig wiederkehrende Fettgeschmack war mir ein bisschen zu anhänglich. Das Carpaccio verhielt sich anständig, vielleicht ein bisschen kräftig bekäst. 

Sehr feste Nudeln

Wirklich überraschend gerieten die Wildkräuter-Ravioli - unter diesem Namen erwartet man auf den sommerlichen Blattsalaten und dem Himbeeressig eher keine sehr, sehr, sehr festen Teigtaschen, wenn ich mich recht erinnere, in einer Kruste. Die begleitenden gebratenen Eierschwammerl sollen aber ausgezeichnet gewesen sein. Besser jedenfalls als die geschwenkten Steinpilze an dem Tag, die waren leider aus. Die Karte warnt hier freundlicherweise gleich vor dieser Möglichkeit.

Wild und trocken

Die Steinpilze sautiert erwischte ich aber eh noch mit den rosa gebratenen Hirschkalbsmedaillons samt Topfen-Mangold-Knödel. Die Pilze fein, das Hirschkalb entging der stets lauernden Gefahr einer gewissen Trockenheit nicht ganz, die mittelbraune Sauce erinnerte mich ein bisschen zu sehr an weniger ambitionierte Landgasthäusern. Sehr zufrieden wirkten glu & glu mit ihrem Filetsteak vom Angusrind, medium to rare. Und die Dessertauswahl schafften sie vermutlich aus Kapazitätsgründen nicht mehr ganz.

Air-Check

Ein durchaus anständiges Wirtshaus, für das man aber nicht extra nach St. Marx ziehen muss. Da könnte Karl Amon schon recht haben, dem es beim Funkhaus ja wohl auch um die Annehmlichkeit des Arbeitsumfeldes geht. Wobei: Beim anderen Amon in St. Marx erfährt man am eigenen Ohr, was die Hörerinnen und Hörer da draußen in geselliger Hochzeitsrunde nicht immer schön, aber mit viel Inbrunst singen. Das sollten Radiodirektoren gehört haben.

Wirklich wild wird es in Sachen St. Marx diesen Herbst. Bis 15. Dezember will ORF-Chef Alexander Wrabetz seine Pläne für den künftigen ORF-Standort kundtun (das allerdings wollte er schon öfter). Und ab 24. September ist die Gastwirtschaft Amon "wild auf Wild". Mögen beide Übungen gelingen.

Schmeck's ist keine professionelle Lokalkritik. Harald Fidler und Freunde schildern hier ihre Erlebnisse beim Essen und Trinken. Als Dilettanten im Wortsinn: Laien, Amateure, Nichtfachleute, die eine Sache um ihrer selbst willen ausüben - also zum reinen Vergnügen. Was nicht immer gelingt.

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Posting 1 bis 25 von 111
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Zentner
00
20.9.2011, 11:58
"Tatar von Steinpilzen und Kräuterseitlingen" ?!

Wieso nicht gleich "Verhakertes von Pilzen" oder "Faschiertes Laberl von Schwammerl"

Dhimmi
00
15.9.2011, 10:35
" Carpaccio... vielleicht ein bisschen kräftig bekäst"

Scheint generell zeitgeistig zu sein.

MARK-EU
00
14.9.2011, 22:37

letzte mal furchtbar 2 mal musste essen neu gemacht werden... und gut ned wirklich TK gemüse so sah es angeblich wäre es frisch ...

wollte keine pilze im wok gemüse jaja machma frisch

und dann hätts der lehrling verbockt .. ??? wtf ? naja ausgesehen hat es wie tk Wok gemüse ...

wenn es sich vermeiden lässt lieber nicht - schade

Kernseife
01
14.9.2011, 17:06

könntma die bilder nicht ein bissl größer bringen? bin gerade auf diät, da wäre so eine appitbremse sehr praktisch!

Communityrob
02
14.9.2011, 15:46
Kleine Korrektur

Der Amon liegt leider in Erdberg und nicht in St. Marx. Allerdings grenzt der Bezirksteil Erdberg an St. Marx. Hat wohl damit zu tun, dass der Fiedler über die A23 bei der Ausfahrt St. Marx abgefahren ist.

dude 303
00
15.9.2011, 12:29

wo er recht hat hat er recht!
als erdberger bleibt man aber eh lieber beim schwabl!
der amon mag so gern und kann nicht - der schwabl mag garnicht und kann das perfekt!
macht keinen sinn? dann einfach mal beide austesten! ;)

flohimpelz
53
14.9.2011, 15:26
Wenn der Fiedler zum Würstelstand geht

und die restlichen € 190,- gegen den Hunger in Welt spendet könnt man den Fiedler sogar respektieren - aber so ist er auch nur ein mittelmäßiger Möchtegern-Gourmet der einen schlechten Nachgeschmack hinterlässt.
Grauslicher Typ!

dude 303
21
15.9.2011, 12:28

gratuliere zum danebensten kommentar des monats!

ein grauslicher typ - essen geht der und dann schreibt er auch noch in der rubrik "essen" drüber!

also echt wirklich! gibts ja garnicht! eine bodenlose frechheit!

ich gehe davon aus, du ernährst dich nur von selbstgemachtem brot und hast nach diesem posting deinen computer verkauft und spendest 90 % deiner einkünfte für hunger in der welt? oder?

gigngogn
 
10
14.9.2011, 15:29
Warum lesen sie dann seine Kolumne?

flohimpelz
00
14.9.2011, 16:29
Die Hoffnung stirbt zuletzt,

vielleicht schafft er noch einmal etwas dem man auch zustimmen kann.

mein freund
11
14.9.2011, 11:45

wenns nicht immer so zwanghaft missionarisch rüberkommen würde, dann wärs ja eine diskussion wert. aber so, wie soll man mit jemand diskutieren der sowieso eine vorgefertigte meinung hat und keinen milimeter davon abweicht.

Hornhifi
194
14.9.2011, 08:22
Hirschkalb!

Wie kann man eigentlich Leichenteile in sich rein stopfen? Keine Ethik?

Zentner
11
20.9.2011, 12:07

Die Tatsache dass Du die vielen Poster nicht kalt lässt, dass sie Dich nicht ignorieren zeigt schon, dass sie eine Moral haben die sie konsequent hinunterspielen. Die wenigsten morden selber sondern geben anderen den Auftrag dazu, denn selber sind sie zu feig, zu feig um zu morden oder sich einzugestehen dass es Mord ist den sie in Auftrag geben. Aber ihr Gewissen lässt sie Dein Posting nicht als Kritik sondern als Beleidigung sehen - für sie sollte Sophokles gelten: Töte nicht den Boten....

gastrosoph
00
15.9.2011, 07:23
Tja

hätte man Bambi verschont, wäre wohl ein stattlicher Hirsch aus ihm geworden. Aber eben was jung ist, schmeckt am besten. Ist bei uns Menschen auch so - im übertragenden Sinne.

Ihr Beitrag wird in Kürze veröffentlicht
20
14.9.2011, 22:04

hast heute deine pulver noch nicht genommen? jetzt aber gschwind!

florian holzer2
30
14.9.2011, 20:29

ein troll meldet in alt gewohnter und mit der zeit nicht origineller werdender methode und zumindest 19 poster lassen sich genüsslich auf den blödsinn ein. ihr seid auch nicht wirklich lernwillig, oder?

T. B.
01
15.9.2011, 09:29

ähm, hallo? falls es dir nicht aufgefallen ist - du hast grad selber dem "troll" geantwortet, schatzi.

moonmad
 
00
14.9.2011, 22:56

manchmal glaub ich ja, dass da ein- und derselbe troll unter verschiednen nicks mit sich selbst spricht ...

Erstversuch
25
14.9.2011, 15:23
Soll ma's lebendig fressen Sie Barbar?

et al.
 
00
14.9.2011, 17:00
Kann Ihnen gar nicht genug zustimmen!

Bei Wild ohne Fleischbeschau wäre das in der Tat riskant und ein kulturtechnischer Rückschritt.

gigngogn
 
00
15.9.2011, 10:39
Ausserdem wär so ein Essen dann nicht grad entspannt, wenn 4 Leute das Viech niederhalten während der Fünfte ihm ein Stück aus dem Rücken säbelt, das ist doch kein entspannter Genuss.

skaldjur
30
14.9.2011, 14:54

bevor sie über ethik faseln, bitte, machen sie mal einen etikettencheck bei ihren klamotten. wo kommen die her und wer macht die?

Patrizia Cremonini
01
14.9.2011, 22:46

Und nur weil es auch andere unethische Dinge gibt, darf man nicht kritisieren, dass eine Sache unethisch ist oder wie? Was ändert das?

gigngogn
 
20
15.9.2011, 10:39
Das essen von Tieren ist nicht unethisch, das ist schlicht nicht argumentierbar

Zentner
01
20.9.2011, 13:25

Simpel: Grundlage unserer Moral ist uA aber wesenstlich: Du sollst nicht töten. Sobald Du zur Erkenntnis gelangst dass die Grenze zwischen Mensch und Tier eine willkürliche ist, dass sie schwammig ist, oder dass sie gar nicht existiert gibt es zwei Möglichkeiten: a) Tiere nicht töten, b) Menschen auch töten. Da ich aber an das ad-hoc Argument "Du sollst nicht töten" aus tiefster Überzeugung glaube und es für wahr halte kann nur a) die richtige Lösung sein. Simpelste Dialektik - Was soll daran nicht argumentierbar sein?

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