2011

Zwei Giganten, nur einer kann gewinnen

Tom Schaffer, 13. September 2011, 02:29
  • Tiebreak im dritten Satz.

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    foto: reuters/rinaldi

    Djokovic hat den Pokal, Nadal das Nachsehen.

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    foto: ap/amendola

    Aufgegeben wird ein Brief, gelbe Filzkugeln jagt man bis die Muskeln nicht mehr mitspielen.

Novak Djokovic ringt in einer unglaublichen Partie Rafael Nadal nieder - Der Serbe holt in Flushing Meadows den Titel in vier Sätzen

Manche Menschen diskutieren gerne darüber, wer der beste Tennisspieler aller Zeiten war. Manche darüber, welches Spiel besser als alle anderen war. Dass Novak Djokovic und Rafael Nadal zu den Besten ihrer Art gehören und im Moment die Chancen gut stehen, dass ihre Aufeinandertreffen in die ewigen Ruhmeshallen des Sports einziehen, bestreitet niemand.

Nadal begann mit Game und Break. Danach machte er in Satz 1 kein Spiel mehr. Djokovic holte ihn sich mit sechs Games in Folge - 6:2. Klar, aber doch deutlicher als der Kampf es vermuten ließ. Es dauerte 53 Minuten.

Ein Game, das manche brechen lässt

Bei 2:0 für Nadal im zweiten Satz spürte man, dass er das kein zweites Mal ertragen würde. Das dritte Game dauerte fast 20 Minuten. Ein Highlight jagte das nächste, Spielball und Breakchance wechselten sich bei Aufschlag des Spaniers ab. Beide wehrten sich mehrmals erfolgreich gegen das sicher scheinende Ende. Das Spektakel veranlasste zum ungläubigen Schreien zu mitternächtlicher Stunde. Nicht nur diesen Autor, sonder auch das Publikum, dem jede Disziplin verloren ging. Kein Aufschlag ohne Zwischenschrei. Nadal beschwerte sich, bekam eine Zeitwarnung. Selten war alles was Tennis groß macht so greifbar. Die Spieler belauerten sich nicht, die Giganten warfen alles in die Arena.

Der Serbe punktete schlussendlich. Nadals Mimik verfinsterte sich, für einige Minuten schien er gebrochen. Das vierte Game servierte der „Djoker“ schnell weg, Wegen eines Doppelfehlers gewann er das fünfte. Die Waffe Aufschlag rettete Djokovic immer wieder aus brenzligen Situationen, Nadal bekam wenig einfache Punkte. Ihm wurde kaum eine Vorhand erlaubt. Zwischendurch päppelte der Serbe seinen Gegner zur Weißglut. Auch er bekam seine Zeitwarnung.

Mühsam richtete sich die ehemalige Nummer 1 gegen die aktuelle auf. Immer wieder raubten ihm Zwischenrufe aber auch Linientreffer des Gegners den Nerv. Er wirkte wie ein Boxer, der vom Angstgegner immer wieder zu Boden gezwungen wird – es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis er liegen blieb.

Aber bei 2:4 stand er wieder auf. Er behauptete seinen Aufschlag – in der 14. Rally, ein Zuseher hatte Djokovic mit einem Out-Ruf irritiert. Erstmals wirkte auch er nervlich gefordert – und Nadal breakte zum Ausgleich.

Ein Satz, der manche brechen lässt

Im Sport ist vieles eine Frage des Selbstvertrauens. „Rafa“ hatte die letzten fünf Spiele gegen sein Gegenüber verloren. Für dieses läuft das Jahr hingegen wie geschmiert. „Nole“ steckte den Rückschlag weg und ging bei gegnerischem Aufschlag umgehend wieder in Führung. Den Satz servierte er aus. Der Spanier traf dabei potentielle Punktschläge mit dem Rahmen, der Serbe zweimal das Netzband zu eigenen Gunsten. Wer an das Glück glaubt, wird es hier gefunden haben. Manche behaupten freilich, man erzwinge den Erfolg. 6:4.

Wie oft kann ein schwer getroffener Boxer wieder aufstehen? Egal, hier wurde Tennis gespielt. Woher er die Energie auch nahm, Nadal stand jedenfalls wieder auf und servierte erneut vorne weg. Zur Sicherheit ging er nicht wieder 2:0 in Führung, sondern blieb im Aufschlag Djokovic ebenso ohne Chance wie der zuvor umgekehrt. Der Satz begann praktisch mit 1:1 und der Rückschläger breakte sich in Führung. 136 Minuten waren gespielt, als Djokovic der Verfestigung seiner Angstgegnerschaft wieder einen Schritt näher kam.

Ein Spielstand, der manche brechen lässt

Nadal wollte das Drehbuch nicht mitspielen, in dem er sich geschlagen gab. Er holte sich seinerseits drei Breakbälle, verwertete letzteren zum Ausgleich. Djokovic brauchte elf Minuten um im nächsten Aufschlagspiel des Spaniers erneut in Front zu gehen. Manchmal wirkten Nadals Schläge so gewaltig, als wollte er seinen Gegner den Schläger aus der Hand schlagen. Es funktionierte wie gesagt nicht.

Djokovic kannte alle Antworten, war drauf und dran zu gewinnen. Er spielte unglaublich. So grandios, dass die gigantische Leistung von Nadal chancenlos wirkte, die an diesem Tag vielleicht jeden anderen Tennisspieler ohne Chance gelassen hätte. Aber nicht minder beeindruckend war dessen mentale Stärke.

Ein Match, das manche verzweifeln lässt

Als sich wieder jeder auf das Ende vorbereitete breakte er Djokovic erneut - zu null. Nachdem zweieinhalb Stunden lang alles gegen ihn lief, er alles probierte und nichts reichte, richtete der Spanier sich wieder auf – konterte mit zwei Games wie aus einer anderen Galaxie. Sein Aufschlag gereichte ihm zur Führung (4:3).

Dem englischen Eurosport-Kommentator entkam ob der Klasse beider Akteure ein leicht verzweifeltes Lachen: „It's ridiculous“. Besser konnte man es nicht ausdrücken. 7,2 Schläge pro Rally war der Schnitt des Spiels. In der Statistik gab es viele Spitzen die sich zur 30 neigten. Bei 30:40 für Nadal waren es 31. Djokovic musste den Punkt mehrmals machen. Als er es tat posierte er auf dem Court mit Blick zum Gegner – es wäre nur allzu verständlich, hätte sich in diesem Moment ein kleiner Gottkomplex entwickelt.(4:4)

Aber sein spanischer Gegner ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und brachte seinen Aufschlag schnell durch. Djokovic servierte nach fast drei Stunden Glanzleistung plötzlich gegen einen Satzverlust – und behielt dabei die Nerven. 5:5 nach fast 190 Minuten und immer noch jagten beide Spieler wie wild über den gesamten Platz. Keiner gab auch nur den hoffnungslosesten Ball auf. Nadals zweites Ass des Spiels befreite ihn aus einem 15:30. Er servierte stark, doch ebenso retournierte Djokovic, der sich in einer weiteren Rally, die alle Stücke spielte, einen Breakball eroberte und – Break!

Ein Tiebreak, das kaum jemand so spielen könnte

Würde der 25-jährige Nadal sich davon noch einmal erholen? Hatte der 24-jährige Djokovic die Coolness, um im vollen, völlig berauschten Arthur Ashes-Stadion auszuservieren? Der Ältere holte sich mit einer Rally die auf Youtube noch oft angeklickt werden dürfte wieder eine 30:15-Führung. Da griff sich der Jünger zum ersten Mal an den Rücken, ließ sich aber sonst nichts anmerken. Nadal gelang das Break zum 6:6! Wie oft würde Djokovic dieses Spiel noch gewinnen müssen?

Nadal musste für jeden Punkt das beste Tennis seiner Karriere spielen, aber er ging 5:1 in Führung, als Djokovic plötzlich zum Comeback ansetzte. Jetzt wirkten seine Schläge wie Naturgewalten, jetzt wollte er den Gegner endlich brechen. Doch der brach nicht. Er brach nicht! Der Vorjahressieger eroberte drei Satzbälle. Djokovic wartete mit dem Aufschlag lange, wurde von einem Zuschauer dann auch noch unterbrochen und schlug schlussendlich ins Netz. 2:1 in Sätzen nach einem hochklassigen Tiebreak.

Ein Gegner, der am Boden liegt ...

Den vierten Satz begann Djokovic damit, sich am Rücken behandeln zu lassen. Schon in den Punkten davor konnte man in manche seiner Bewegungen Müdigkeit deuten. Das Momentum hatte sich gedreht. Er musste damit fertig werden, dass er seinen Gegner nicht unterkriegen konnte. Und immer wieder der Griff an seinen Rücken.

Er begann zu humpeln, ließ den Kopf hängen, brachte kaum noch einen harten Aufschlag über das Netz. Aber beim Aufwurf biss er die Zähne zusammen. Nadal verwickelte ihn ein ums andere Mal in höllisch großartige Ballwechsel. Nach mühsamem Punktgewinn nahm er eine medizinische Auszeit. Wenige Augenblicke zuvor stand Djokovic noch vor dem Triumph. Nun lag am Boden von Flushing Meadows und musste sich massieren lassen.

und noch stärker wieder aufsteht

Wenige Augenblicke später hatte er fünf Breakbälle. Nadal wehrte nur vier ab und fiel mit 0:2, dann 0:3 in Rückstand, ehe er seinen Aufschlag durchbrachte. An dieser Stelle erscheint es unnötig, noch darauf hinzuweisen, wie gut dieses Spiel immer noch war, wie mühsam jeder Punkt gegen alle Widerstände erobert werden musste, wie sehr beide noch immer den Sieg wollten.

Nach einem Smash bei eigenem Aufschlag griff Djokovic wieder an seinen Rücken, aber brachte das Game durch. Das Laufpensum schien nun an Nadal zu nagen. Auch schien der rechte Oberschenkel nicht mehr mitzuspielen, wie er sollte. Als Djokovic zum 5:1 breakte, auf den Turniergewinn servierte, 40:30 führte, dachte jeder an das Ende. Und diesmal, diesmal hatte jeder recht.

Novak Djokovic gewinnt in fantastischer Manier zum ersten Mal in seiner Karriere die US Open. Er siegte gegen einen titelverteidigenden Rafael Nadal, der ihm vier Stunden lang sein ganzes Können entgegenstemmte mit 6:2, 6:4, 6:7 und 6:1. (tsc, derStandard.at, 13.9.2011)

Kommentar posten
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niki123
21
15.9.2011, 00:36

die djokovic und nadal fanboys sind ja richtig süß. nicht weinen bei der nächsten verletzung. im gegensatz zum großmeister federer, werden die beiden mit 30 wohl im golf gegeneinander antreten müssen.

Andreas Unterweger
30
14.9.2011, 17:58
Nadal nervt

... nach jedem Ballwechsel geht sich der Typ 3 min mit dem Handtuch abwischen. ka wunder dass die partie 4 Stunden dauert. sein Stil beim Spiel taugt mir auch net. wo hat der Tennis gelernt??? lol

Liki
13
14.9.2011, 21:52

Mich nervt Djokovic, der vor jedem Aufschlag den Ball 100x auftippen läßt.

Makro 24/7
10
15.9.2011, 13:19

In diesem Bereich sind beide Sportler des Wahnsinns irre Laune und gehört viel öfter bestraft.

Leider nehmen es die Stuhlschiedsrichter - trotz Aufforderung seitens der ATP - nicht wirklich ernst in dieser Sache.

macabre89
11
14.9.2011, 15:43

Was soll der Abgesang auf Roger Federer? Gerande die US Open müssten doch seine Klasse gezeigt haben.

Er ist der einzige der Djokovic heuter besiegt hat, udn desweiteren der einzige, der ein 2. Mal so knapp dran war. Das Ding muss er gewinnen, keine Frage.

Mental wird das natürlich sehr schwer zu verkraften, aber alles in allem hat er ihn 2x bei 2 GS Begegnungen mehr oder weniger geschlagen.

Genau genommen ist er vermutlich näher dran noch GS Titel abseits von Paris zu gewinnen als Nadal, und selbst da. Den Ergebnissen jedenfalls zufolgen, und solange Djokovic fit ist.

tar heel
00
14.9.2011, 23:46

auch ich würde Federer nicht abschreiben (für einen GS-Sieg; Nummer 1 wird er ohne Verletzungen der anderen wohl nicht mehr werden)

allerdings würde ich nicht sagen, dass er an einem GS-Titel näher dran ist als Nadal; wenn alles planmäßig läuft, muss er für einen Titel nämlich sowohl Djokovic als auch Nadal schlagen

außerdem bleibt abzuwarten, wie sich das Halbfinale auf die Psyche von Nole und Federer bei der nächsten Begegnung auswirkt (in den Tiebreaks der ersten Sätze von Paris und New York war Nole jeweils sehr unrund)

macabre89
00
15.9.2011, 12:38

Ich kann es auch nicht sagen, bei Rafa hat man schon gesehen, dass RF schwere Niederlagen lange im Gedächtnis bleiben. Und wie du sagst - auch Djokovic wird sich das merken.

Federer hat da so gesehen eine noch größere Chance verbaut, gerade mental hätte er Djokovic sehr schaden und sich helfen können.

Das mit Rafa war etwas provokanat gemeint, aber es stimmt auch iwo. Rafa kann, so wie es derzeit aussieht, nur dann gewinnen, wenn Djoko nicht im Finale gegen ihn antritt.

Und da Tennis so mental ist, kann RF sogar noch Nr. 1 werden. Aber auch Murray hätt die Nr. 1 vermutlich drauf, genauso wie Nadal oder sonstwer. Keine Ahnung was passiert, die Resultate heuer sagen nur: RF kann noch GS Titel holen, Djoko verdient Nr.1, RN hat ein Problem.

reporter49
00
14.9.2011, 18:00
exakt!

Da Chigurh Toni
00
14.9.2011, 10:13
"Wenn zwei Giganten Tennis spielen, kann nur einer gewinnen"

Was ist denn das für eine Weisheit?

SagServus
00
14.9.2011, 10:18

Konfuzius ;-)

gigedygiggs
30
14.9.2011, 01:29

Sah schon sehr nach Doping aus.

Mr. Big
11
14.9.2011, 00:13
6 Siege...wowo

Es gibt doch was positives für den
Rafa...jetzt hat er des 6. Silber
platten service kommplett...;-)

reporter49
108
13.9.2011, 21:25
Federer bleibt eine Ikone

Gestern telefoniere ich mit einem Freund in der Schweiz, sage beiläufig "Schade hat er verloren".
Was folgte als Antwort von einem Schweizer? "Er hat doch schon alles gewonnen".
Und dies trifft den Punkt! Ein Mann Anfang 30 der alles gewonnen hat was man gewinnen kann, das meiste mehrmals. Junger Vater zweier Töchter ist. Liebling der Werbebranche, Millionengagen Jahr für Jahr einsammelt, was zum Teufel soll der sich noch ein Bein ausreißen?
Djoker hat ein Top Jahr, Federer hatte deren vieler. Es ist noch ein langer Weg zu erreichen was Federer längst ist. Nole wird nie an sein Level aus Leistung, Eleganz und Sportlichkeit herankommen.

Ich für meinen Teil sehe lieber Federer beim Spiel zu als dem rumzupfenden Nadal oder der Djoker Diva.

p c2
22
14.9.2011, 16:49
Und dies trifft den Punkt! Ein Mann Anfang 30 der alles gewonnen hat was man gewinnen kann, das meiste mehrmals. Junger Vater zweier Töchter ist. Liebling der Werbebranche, Millionengagen Jahr für Jahr einsammelt, was zum Teufel soll der sich noch ei

das sind die üblichen schmerzlindernden aussagen nach einer niederlage.

sie sagen dies trifft es auf den punkt und anschliessend, warum er sich ein bein ausreissen soll.

nun, das sind die völlig falschen fragen und der punkt ist es schon gar nicht.

ganz einfach deshalb nicht, weil er sonst nicht mehr spielen würde und schon gar nicht sein waschlappen gejammere von sich geben würde.
war ja richtig peinlich

simson simon
21
14.9.2011, 15:45
Zukunft sind Djoka und Nadal

rum zupfenden Nadal hat eine Positives Matsch SCORE mit Federer,Diva Djoka ist nun erst 24 Jahre also bis 30 hat er mehr als 6 Zeit um Federer zu überholen , innerhalb eines Jahres 64 mal zu Gewinnen und 2 mal zu verlieren hat Federer in seine Karriere nie geschafft Djoka schon mit 24 also Djoka ist Zukunft ,Federer war einmahl eine sehr gute Tennisspieler ,heute gibst nur noch Djoka Level.übrigens Federer ist unsympathisch bzw.Arogant

p c2
00
14.9.2011, 22:00

ich habe nicht über djoko oder nadal gesprochen...

reporter49
21
14.9.2011, 18:06
oje, sie armer

Zuviel Unmut und Verärgerung in einem Posting?

Wie sie dies sehen ist bedauerlich aber völlig an den Tatsachen vorbei. Noch ist Nole weit entfernt 16 GS zu gewinnen, dazu gehört etwas mehr als 1 Jahr Power Tennis. Und neue talentierte Spieler kommen immer nach.

Und eins noch: Roger ist nicht Arogant. Er ist Tennisspieler, kämpft in 1. Linie für sich und nicht für jemand anders. Wenn er nach seinen Leistungen und Rekorden dies tatsächlich wäre dann völlig zu Recht.

Sie haben auch 16 GS Titel gewonnen? Verdienen jährlich in zweistelliger Millionenhöhe?

Drago+
00
14.9.2011, 12:21

Das ist vollkommen okay. Wir dürfen nicht vergessen: Alles ist nur Sport. Federer spielt schönes Tennis, das ist keine Frage. Um mit ihm mitzuhalten müssen sich die anderen zwei (Djoko u. Nadal) voll ins Zeug legen, und ob ihnen das auf Dauer gut bekommt ist ein anderes Thema. Beim Djokovic etwa besteht die Gefahr, dass er ein Opfer der (nationalen-) Erwartungen an ihn wird. Hier sollte er vielleicht etwas leiser treten, weil er hat sein Ziel erreicht einmal die Nr. 1 zu sein, nun sollen andere weiter machen.

Superserbe reloaded
93
13.9.2011, 22:08
hygienisch ist er auch ...

putzt sich immer zweimal die nase ...

er geht auch von alleine, keiner muss ihn in der sänfte tragen ...

sehen tut er wie ein adler und von allen atp-spielern schläft er am längsten ...

den roger-dickerchen-zwillings-cup in mensch-ärgere-dich-nicht hat er gar 17 mal gewonnen ...

und wenn er in all diesen ach so phantastischen jahren einen gegner gehabt hätte, dann würde er nicht tennis von vorgestern spielen und seit 2008 regelmäßig hergebeutelt werden ...

aber wenigstens ist der abholerer sympathisch und kann auch verlieren ...

gestern sah man phasenweise tennis, wie man es noch nie gesehen hatte, von den zwei besten spielern aller zeiten.

die gedächtnis- und seufzerecke findet man wo anders ...

mfg

reporter49
20
14.9.2011, 18:08
kann man Ihnen helfen?

Offenbar leben Sie in einer anderen Welt als wir alle. Kann man Ihnen helfen?

Ich hoffe es!

Polk Salad
10
14.9.2011, 07:54

man könnte aus dieser tirade schließen, dass federer noch immer sehr, sehr wichtig ist. ich würde eher mal sagen, in zeiten wie diesen ist er kein thema mehr und bald wird auch er wissen, dass er kein großes turnier mehr gewinnen wird. umso erstaunlicher ist es, dass er die gemüter noch immer so erhitzen kann.

noch kurz zum märchen, er habe keine gegner gehabt: in den finalspielen der GS-Turniere, die er gewonnen hat, hat er sich u.a. gegen agassi, murray, djokovic und nadal durchgesetzt, und die waren auch zum damaligen zeitpunkt nicht die schlechtesten.

Superserbe reloaded
12
14.9.2011, 12:23
eigentlich reg ich mich wegen solcher sinnentleerten

postings auf ...

was hat federer mit dem uso-finale oder den teilnehmern zu tun ?

und nichts anderes hab ich behauptet, gegen einen sehr alten agassi, oder noch unerfahrene junge hat der "größte" auch gut gespielt ...

alleine dass sich die unsympathische ballerina mit tatsächlichen großen des sportes wie sampras messen kann, ist eine bankrotterklärung desselben sportes ...

sampras war a.) tennisspieler und b.) erspazierte er sich seine 14 gs nicht jahrelang ...

mfg

Captain Smoker
00
14.9.2011, 11:29

Naja, ich würde nicht sagen, dass Federer kein großes Turnier mehr gewinnen kann. Aber er ist mittlerweile auf andere Faktoren ein bißchen angewiesen. Er braucht eine ihm passende Auslosung. So wie es jahrelang war, dass nur Nadal ihn auf Sand und Rasen besiegen könnte, ist es klar ersichtlich nicht mehr. Jetzt hat er auf jedem Belag mehrere Gegner die ihn besiegen können.

Polk Salad
11
14.9.2011, 13:22

die auslosung, die ihm sowohl nadal als auch djokovic erspart, wird es nicht geben ;-)

es ist doch extrem unwahrscheinlich, dass federer im semi djokovic und dann im finale auch noch nadal (oder umgekehrt) schlägt! vielleicht packt er einmal einen von den beiden, spätestens in der nächsten runde ist dann schluss - siehe paris 2011 (wenn er überhaupt soweit kommt).

Superserbe reloaded
30
14.9.2011, 12:12
UND auch sehr wichtig ...

die gegner dürfen keine "glücksschüsse", die er nie spielen würde, machen ...

wo komma denn da hin, das könnt ja dann jeder machen ...

mfg

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