Phytoöstrogene

Pflanzeninhaltsstoff senkt Sterblichkeit bei Brustkrebs

12. September 2011, 15:44

Hormone stecken in Leinsamen und Getreide

Heidelberg - Pflanzenhormone können die Sterblichkeit bei Brustkrebs senken. Wissenschafter im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg konnten erstmals nachweisen, dass Pflanzeninhaltsstoffe mit hormonähnlicher Wirkung bei Brustkrebs nach den Wechseljahren das Sterblichkeitsrisiko sowie das Risiko, Metastasen oder Zweittumore zu entwickeln, um bis zu 40 Prozent verringern, wie das DKFZ mitteilte.

Wirkung der Phytoöstrogene

Den Pflanzenhormonen werden schon seit längerem krebshemmende Eigenschaften zugeschrieben. Diese sogenannten Phytoöstrogene sind Pflanzeninhaltsstoffe, die im menschlichen Körper an die Rezeptoren für das weibliche Geschlechtshormon Östrogen andocken können und die mit der täglichen Ernährung aufgenommen werden. Sie kommen unter anderem in Saaten wie Leinsamen, aber auch in Getreide und Gemüse vor. Forscher des DKFZ hatten bereits im vergangenen Jahr mehrere Studien analysiert und waren zu dem Schluss gekommen, dass eine phytoöstrogenreiche Nahrung das Risiko für Brustkrebserkrankungen nach den Wechseljahren reduziert.

Aufgrund ihrer neuesten Untersuchungen haben die Forscher nun auch "erste deutliche Hinweise darauf", dass die Pflanzenhormone nicht nur das Erkrankungsrisiko für Brustkrebs nach den Wechseljahren senken, sondern auch das Sterblichkeitsrisiko. Grundlage waren Blutproben von 1.140 Frauen, die nach den Wechseljahren an Brustkrebs erkrankt waren. (APA)

orpheus1
12
12.9.2011, 18:16
Gratulation!

Nach 30 Jahren erkennen Mediziner langsam, dass Ernaehrung einen Einfluss auf die Entstehung von Krebserkrankungen haben koennte!

30 Jahre alte epidemiologische Studien belegten bereits die Schutzwirkung einer asiatischen Kost im Vergleich zur weslichen Kost vor vielen Krebsarten ua. Brust- und Prostatakrebs.

Godesberg
10
12.9.2011, 20:46

Dafür haben Japaner ein höheres Magenkrebsrisiko.

Regression zur Mitte
 
01
13.9.2011, 01:16

Das Mongolen sich aehnlich wie Japaner ernaehren bezweifle ich aber, ist es eher genetisch?

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