Kreuzung Nußdorfer Straße/Währinger Gürtel führt Negativ-Ranking an
Wien - Die Wiener haben die nervigsten Ampeln der Stadt gekürt. Im Rahmen der Aktion sind tausende Meldungen bei der zuständigen Magistratsabteilung 33 eingetrudelt. Die ersten vier Plätze aus dieser Negativ-Hitliste wurden am Montag veröffentlicht. Klagen gab es vor allem über zu kurze Grünphasen für Fußgänger. Manche Signalanlagen stellen aber auch Autofahrer auf eine harte Probe.
Wiens nervigste Ampel - weil am häufigsten genannt - ist jene im Kreuzungsbereich Währinger Gürtel/Nußdorfer Straße. Hier kommt es täglich zu Rückstaus am Gürtel, der Döblinger Hauptstraße und der Billrothstraße. Der Kreuzungsbereich gilt als höchst komplex, er ist laut Rathaus einer der am stärksten belastete Knoten im Norden Wiens. Für diesen wird, so hieß es, nun eine Lösung erarbeitet.
Knapp dahinter liegt im Ranking die Ampel im Kreuzungsbereich Taborstraße/Obere Augartenstraße. Dort macht eine kurze Fußgänger-Grünphase Probleme - erst recht, da angesichts der Nähe zur U2-Station die Frequenz hoch ist. Dazu kommt: Abbiegende Autos müssen die Passanten passieren lassen und halten dadurch Fahrzeuge auf, die geradeaus weiterfahren wollen. Auch die Straßenbahn steckt dann im Stau.
Zeitanzeige angedacht
Um für die Bim die Situation zu erleichtern, kann sie die Ampelschaltung beeinflussen - sprich: Sie kann die Grünzeit für Fußgänger reduzieren, was schließlich der Grund für den Top-Platz in der Liste war. Das Dilemma ist offenbar nicht zu lösen. Laut MA 33 wird aber zumindest überlegt, eine Räumzeitanzeige zu montieren, also den Fußgängern mitzuteilen, wie viel Zeit zum Queren bleibt. Das soll das Sicherheitsgefühl verbessern.
Der dritte Platz ging an die Ampelanlagen im Bereich Laaer-Berg-Straße/Rudolf Frimmel-Gasse. Dort gibt es mehrere Ampeln, bei denen Autolenker die zu langen Wartezeiten - etwa in der Nacht - kritisiert haben. Hinter den Top-Drei folgt die Ampel im Bereich Vorgartenstraße/Walcherstraße. Hier haben die Fußgänger zu kurze Grünzeiten und zu lange Wartezeiten auf die nächste Grünphase gemeldet.
Die Situation dort ist aber offenbar schon länger bekannt: Denn bei dieser Ampel sei bereits eine Änderung geplant gewesen, wurde versichert. Sie wurde vor wenigen Tagen tatsächlich durchgeführt. Die Fußgänger erhielten längere Grünzeiten. (APA)