Chinesen zahlen im Schnitt 37.000 Euro pro Auto
Wiesbaden - Beim Kauf deutscher Autos sitzt niemandem das Geld so locker wie den Kunden in China. Im Schnitt bezahlten Chinesen im ersten Halbjahr 37.000 Euro für einen neuen Wagen "made in Germany", wie das Statistische Bundesamt berichtete. Insgesamt exportierten die deutschen Hersteller im ersten Halbjahr 151.000 Autos im Gesamtwert von nach 5,6 Mrd. Euro ins Reich der Mitte. Damit hat sich das riesige Land gemessen am Exportwert zum drittwichtigsten Abnehmer deutscher Autos entwickelt, gemessen an der Absatzmenge rangiert China auf Rang fünf.
Die meisten deutschen Autos importierte von Jänner bis Juni Großbritannien (382.000 Stück) gefolgt von den USA (256.000), Frankreich (206.000) und Italien (205.000). Allerdings ließen sich die Briten ihren deutschen Neuwagen im Schnitt nur 17.900 Euro kosten, Franzosen und Italiener 19.400 beziehungsweise 19.200 Euro. US-Amerikanern war ihr "German car" immerhin 25.900 Euro wert.
In diese fünf Länder gingen nach den Zahlen der Statistiker mit 1,2 Mio. Autos mehr als die Hälfte aller deutschen Pkw-Exporte im ersten Halbjahr. Der Auslandsabsatz stieg insgesamt um 10,2 Prozent auf 2,3 Mio. Einheiten. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erwartet im Gesamtjahr einen neuen Exportrekord von 4,5 Mio. Autos. Bis Ende August seien bereits knapp 3 Mio. Autos an Kunden in aller Welt verkauft worden. Im vergangenen Monat waren die Ausfuhren um 17 Prozent auf den neuen August-Rekordwert von 299.400 Einheiten geklettert. (APA)