Katholische Kirche

Bischof Küng schließt Spaltung nicht aus

12. September 2011, 11:03
  • Artikelbild
    foto: standard/newald

    Bischof Küng: "Ich glaube weiterhin nicht, dass die Zukunft der katholischen Kirche bei verheirateten Priestern liegt."

St. Pöltner Oberhirte gegen Aufweichen des Zölibats - "Gefahr eines großen Schadens" durch Ungehorsam der Pfarrerinitiative

St. Pölten - Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng hat sich in die Debatte über die Pfarrerinitiative eingeschaltet. Er warnte in den "Niederösterreichischen Nachrichten" ("NÖN") vor der "Gefahr eines großen Schadens, der unter Umständen sehr nachhaltig sein kann" und schloss das Entstehen einer Spaltung nicht ganz aus.

Für einen Ausweg aus der momentanen Krise innerhalb der Kirche brauche es "viel Gespräch und konstruktive Begegnung". Zu einem fruchtbaren Dialog gehöre aber auch die Anerkennung des Positiven beim anderen, die Bereitschaft zur Vergebung und das gemeinsame Arbeiten. "Sehr wichtig ist der bewusste Verzicht auf 'Schlagworte', auf Populismus und unlautere Allianzen", so Küng in der Wochenzeitung.

Im Umgang mit denjenigen Pfarren, die in seiner Diözese den "Aufruf zum Ungehorsam" signiert haben, setze der Bischof auf Einzelgespräche: "Insbesondere bei Priestern in leitender Stellung frage ich nach, ob sie die Richtlinien der Weltkirche und der Diözese respektieren und auch bei den anderen auf Einhaltung achten."

Weiterhin für Zölibat

Küng stellte im "NÖN"-Interview seine Sicht von zentralen Punkten des Forderungskataloges klar, einen österreichischen Sonderweg beim Zölibat lehnte er ab: "Ich glaube weiterhin nicht, dass die Zukunft der katholischen Kirche bei verheirateten Priestern liegt. Wir brauchen Familien und junge Leute, die sich bemühen, konsequent den Glauben zu leben, dann werden wir erneut christliche Familien mit Kindern und ausreichend geistliche Berufe haben." Zugleich sei es nötig, darüber nachzudenken, wie die zölibatäre Lebensform besser zu gestalten sei.

Auch im Bereich des Kommunionempfanges von wiederverheirateten Geschiedenen seien nach weltkirchlicher Prüfung in nächster Zeit keine neuen Ergebnisse zu erwarten. Die Laienpredigt während der Eucharistiefeier sieht Küng als Schritt in die falsche Richtung, Laien hätten ohnehin viele Möglichkeiten, das Wort zu ergreifen. Vor kurzem hatte sich etwa der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer dafür ausgesprochen, Wiederverheiratete unter bestimmten Voraussetzungen zur Kommunion zuzulassen und vielleicht Laien auch innerhalb der Eucharistie predigen zu lassen. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 265
1 2 3 4 5 6
thinkonyourfeet
00
20.9.2011, 21:52
Küng hat zu den Missbrauchsfällen geschwiegen.

Dann soll er auch jetzt den Mund halten.

Cleaner
10
17.9.2011, 21:19
Ave Maria !

OMG ---->http://youtu.be/zPHSD1AU-q0

Ozean der Weisheit
 
00
16.9.2011, 10:36

Wenn die Zuknuft der katholischen Kirche bei verheirateten Priestern liegt, dann liegt die Zukunft der KPÖ im Neoliberalismus.

Ich bin der Meinung...
01
15.9.2011, 19:03
Dann werde ich wohl wechseln

von r.k. (römisch-katholisch) zu p.k. (propstdorf-katholisch) - oder wie auch immer die neue Kirchen heißen mag.

Schade, dass ich erst vor wenigen Wochen meinen Kirchenbeitrag überwiesen habe - vielleicht gar an die "falsche" Adresse.

net-diver
 
01
15.9.2011, 10:59
Alle...

.... Religionen basieren auf zerebralen Störungen des Frontallappens der gründenden Menschen und deren dadurch entstandenen Erscheinungsphantasien.

Der Rest geht unter in Spielchen um Geld und Macht. Und das seit Jahrtausenden.

Aber zugegeben, Marketing für geistig Unselbstständige beherrschen die meisten Religionen wunderbar.

Raimund Löffelmann
00
14.9.2011, 12:13
Wo ist hier ein Spaltpilz?

Wer redete hier von Spaltung?

Raimund Löffelmann
01
14.9.2011, 12:04
Pfarrerinitiative lesen Herr Bischof und dann "verurteilen"!?

WIR WERDEN in Zukunft in jedem Gottesdienst eine Fürbitte um Kirchenreform sprechen. Wir nehmen das Bibelwort ernst: Bittet, und ihr werdet empfangen. Vor Gott gilt Redefreiheit.


2 WIR WERDEN gutwilligen Gläubigen grundsätzlich die Eucharistie nicht verweigern. Das gilt besonders für Geschieden-Wiederverheiratete, für Mitglieder anderer christlicher Kirchen und fallweise auch für Ausgetretene.


3 WIR WERDEN möglichst vermeiden, an Sonn- und Feiertagen mehrfach zu zelebrieren, oder durchreisende und ortsfremde Priester einzusetzen. Besser ein selbstgestalteter Wortgottesdienst als liturgische Gastspielreisen.


4 WIR WERDEN künftig einen Wortgottesdienst mit Kommunionspendung als "priesterlose Eucharistiefeier"

Raimund Löffelmann
00
14.9.2011, 11:59
Pfarrerinitiative lesen Herr Bischof und dann "verurteilen!?

ansehen und auch so nennen. So erfüllen wir die Sonntagspflicht in priesterarmer Zeit.


5 WIR WERDEN auch das Predigtverbot für kompetent ausgebildete Laien und Religionslehrerinnen missachten. Es ist gerade in schwerer Zeit notwendig, das Wort Gottes zu verkünden.


6 WIR WERDEN uns dafür einsetzen, dass jede Pfarre einen eigenen Vorsteher hat: Mann oder Frau, verheiratet oder unverheiratet, hauptamtlich oder nebenamtlich. Das aber nicht durch Pfarrzusammenlegungen, sondern durch ein neues Priesterbild.


7 WIR WERDEN deshalb jede Gelegenheit nützen, uns öffentlich für die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt auszusprechen. Wir sehen in ihnen willkommene Kolleginnen und Kollegen im Amt der Seelsorge.

Raimund Löffelmann
00
14.9.2011, 11:58
Pfarrerinitiative lesen Herr Bischof und dann "verurteilen"!

ansehen und auch so nennen. So erfüllen wir die Sonntagspflicht in priesterarmer Zeit.


5 WIR WERDEN auch das Predigtverbot für kompetent ausgebildete Laien und Religionslehrerinnen missachten. Es ist gerade in schwerer Zeit notwendig, das Wort Gottes zu verkünden.


6 WIR WERDEN uns dafür einsetzen, dass jede Pfarre einen eigenen Vorsteher hat: Mann oder Frau, verheiratet oder unverheiratet, hauptamtlich oder nebenamtlich. Das aber nicht durch Pfarrzusammenlegungen, sondern durch ein neues Priesterbild.


7 WIR WERDEN deshalb jede Gelegenheit nützen, uns öffentlich für die Zulassung von Frauen und Verheirateten zum Priesteramt auszusprechen. Wir sehen in ihnen willkommene Kolleginnen und Kollegen im Amt der Seelsorge.

Dr. Seltsam
 
00
14.9.2011, 09:44

Die europäische Ausgabe von Ayatollahs.

legal eagle
 
12
13.9.2011, 22:22
ja, spaltet euch.

das wäre eine gute gelegenheit, das konkordat anzuschaffen (weil ja der vertragspartner sich aufgelöst hat) und damit das ganze österreichische "staatskirchenrecht" mitsamt der unseligen konstruktionder "anerkannten religionsgemeinschaften" auch gleich zu entsorgen.

http://zeichnemit.at/
00
11.4.2012, 13:16

auch der Atheismus ist meiner Meinung eine Art von Religion/Überzeugung. Auch da gibt es Fundamentalisten.

Es ist überall eine Sache des Gleichgewichtes.

Helmut Moesl
11
14.9.2011, 08:22

Über die Abschaffung des Konkordats kann man diskutieren. Aber glauben Sie, dass man mit einer ausschließenden statt hereinnehmenden Neutralität des Staates gegenüber Religionen à la état laique besser fährt?

Gerade der Religionsunterricht, wenn er denn nicht in Indoktrinierung ausartet (was wohl in den seltensten Fällen zu befürchten ist), besitzt ja zumindest einen geistes- und kulturgeschichtlichen Mehrwert.

legal eagle
 
00
14.9.2011, 11:42

mehrwert? nichts, was man nicht auch in geschichte, philosophie und kunstgeschichte vermitteln könnte.

denke
00
14.9.2011, 12:31

Es geht darum das Religionslehrer Staatsangestellte sind und damit ein gewisse eigenständige Meinung gegenüber ihrer Mutter Kirche vertreten können.
Das ist für die innere Reform hilfreich.

denke
01
14.9.2011, 09:54

Ohne staatlichen Religionsunterricht kein Kirchen-Volksbegehren!

denke
00
14.9.2011, 07:22

Sicher. Religionsunterricht - ab ins Hinterzimmer!
Super Idee.

schiff und riff
01
13.9.2011, 20:21

auf welcher basis wurde die christliche religion aufgebaut
nach dem heutigen wissensstand ist die unbefleckte maria und der wiederauferstandene jesus nicht nachvollziehbar
wer soll das gewesen sein?
ein alien wohl nicht
also
wie rechtfertigt die kirche ihren glauben an wen?
und wie die zeit der inquisitionen? war da nicht viel geld im spiel?und nur geld und macht?

ein machtverein ,sonst nichts
zoelibat?
wider den menschlichen bedürfnissen
wie man tagtäglich liest
frauen ausschliessen-ein grober fehler
wenns so weitergeht ist die katholische tot-im himmel

thinkonyourfeet
02
13.9.2011, 19:17
Bischof Küng tut so, als könne man von Seiten der katholischen Kirche stur bleiben.

Herr Bischof, Abwarten und Tee Trinken war gestern. Diesmal ist es ernst.
Wenn in einer Glaubensgemeinschaft tausende Kinder missbraucht werden, dann brennt der Hut. Wenn Sie jetzt die Stimme des Kirchenvolks geflissentlich überhören, dann wird es bald niemanden mehr geben, den Ihre Ansichten interessieren...

Vergilius
24
13.9.2011, 14:44
mit verlaub

die boshaftesten und unhöflichsten in diesem forum sind die antiklerikalen. die katholiken können sich ja schön langsam auf eine ordentliche hatz gefasst machen.

legal eagle
 
11
13.9.2011, 22:23

das könnte was mit der herablassenden arroganz der religiösen zu tun haben.

Helmut Moesl
11
14.9.2011, 08:27

Zumindest für das Standard-Forum ist das blanker Unsinn. Da wird als Rechtfertigung für die eigene Präpotenz ein Gegner herbeigeredet, den es so nicht gibt.

Helmut Moesl
01
13.9.2011, 16:55
Ich denke, man wähnt sich hier unter sich und hält sich dementsprechend wenig zurück.

Aber es stimmt schon, ich fühle mich angesichts extrem einseitiger Wortmeldungen auch mitunter zur Beschwichtigung und Relativierung berufen - eine Rolle, die ich mir sonst vielleicht nicht ausgesucht hätte. : )

flapflap
00
13.9.2011, 14:36
natürlich...

...wird sich die katholische Kirche NICHT spalten. Und wenn ein paar Pfarrer in Österreich ihr eigenes Ding machen dann sollen sie das doch tun.
Die katholische Kirche hat weltheit einen starken Zuwachs an Gläubigen.
Was in Österreich passiert ist diesbezüglich vollkommen irrelevant.

hot doc
03
13.9.2011, 15:38
so leichtfertig tut das aber niemand in der kirchlichen hierarchie ab.

glauben sie wirklich, dass die zustände in ö so anders sind als in katholischen diözesen anderer länder? nö, es gärt auch sonstwo.
und den weltweit starken zuwachs an katholisch gläubigen müssen sie mir mal mit zahlen nachweisen. wachsen tun die evangelikalen.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 265
1 2 3 4 5 6

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.