Oberösterreich

Pühringer will mehr Schulzeit für Lesen, Schreiben, Rechnen

12. September 2011, 10:54
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    foto: standard/cremer

    Sein Vorschlag sei kein Plädoyer gegen Allgemeinbildung, sagt der oberösterreichische Landeshauptmann Pühringer.

Oberösterreichischer Landeshauptmann für eigenes Fach "Lesen"

Linz  - Der oberösterreichische Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) schlägt vor, die Stundentafel in den Volksschulen dahingehend zu ändern, dass für das Erlernen der drei elementaren Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen mehr Zeit zur Verfügung steht. Das erklärte er am Montag in einer Presseaussendung aus Anlass des Schulanfanges in seinem Bundesland.

Eigenes Fach Lesen

Schreiben und Lesen seien derzeit im Fach "Deutsch" mit fünf Wochenstunden zusammen gefasst. Ein eigenes Fach "Lesen" könnte dazu beitragen, die Lesekompetenz schneller und besser bei Kindern zu verankern, erwartet sich der Landeshauptmann. Der Sachunterricht sollte erst dann verstärkt angeboten werden, wenn Lesen, Schreiben und Rechnen bei den Schülern wirklich sitzen. Das sei kein Plädoyer gegen die Allgemeinbildung. "Im Gegenteil, sie wird damit erst wirklich möglich. Denn ohne Lesen kein Lernen, ohne Lesen keine Bildung", so Pühringer. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 51
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living reef
01
20.11.2011, 16:35
eigenes fach "lesen"

ja, aber als hausübung statt fernsehen, game boy, wii und facebook. lesen muss von den eltern durch bereitstellen entsprechender altersgerechter literatur abgesichert werden. ebenso sollen eltern vorbilder sein. in familien, wo die eltern - außer irgendwelche sinnentleerende gratisschmierblätter - kaum bücher in die hand nehmen ist nachweislich das interesse der kinder am lesen weniger vorhanden.

Harry Y.
 
00
26.12.2011, 06:35
Am besten gemeinsam mit den Kindern/Teenagern lesen

(aber bitte weniger aus der Bibel).

GoodieGoodie
00
14.9.2011, 21:35

"...im Fach "Deutsch" mit fünf Wochenstunden zusammen gefasst..."
Die Stundentafel der Volksschule beinhaltet 7 Stunden für Deutsch!

Keyser
10
14.9.2011, 00:24

Die Stunden müssten nicht einmal neu geschaffen werden, wenn man die zur Verfügung stehende Zeit richtig verwendet.

Ich las von einer japanischen Schule, in der Kinder und Lehrer sich vor Schulbeginn 10 Minuten zusammen setzen, und etwas lesen. Dabei gibt es keine Vorgabe, was gelesen wird, und danach wird ein wenig darüber geredet.

Warum sollte ähnliches nicht auch in unseren Schulen möglich sein? 10 Minuten erscheinen wenig, also können auch noch andere Pausen dazu verwendet werden, um mit den Schülern entspannt zu lesen. Damit wäre am Ende dasselbe erreicht, nur ohne neue Stunden einrichten zu müssen, und den Lehrern noch mehr Arbeit aufzuhalsen.

hcl3
00
27.10.2011, 10:30

lasen sie in der schule nur in deutsch?

RS69
 
01
1.10.2011, 14:30

In gebildeten Familien lesen die ELtern mit den Kindern. Das PRoblem sind ELtern, die selbst nicht Lesen.

p.s.: Es ist in der Volksschule genügend Zeit um zu lesen.

hcl3
00
27.10.2011, 10:32

sofern die schülerInnen von guten pädagogen im schulalltag begleitet werden

ljack
21
13.9.2011, 19:54
"ohne Lesen kein Lernen"

Spannend.
Ohne das für uns zu wollen, aber wie schaut es mit den ganzen Analphabeten aus, die ihr Handwerk großartig verstehen?
Lernen ist schon mehr, als nur etwas lesen zu können.
Natürlich unterstützt das Lesen den Wissenserwerb, aber gerade Kinder im Volksschulalter lernen mit allen Sinnen.

hcl3
00
27.10.2011, 10:34

immer und überall lernen wir und nätürlich mit allen uns zur verfügung stehenden sinnen.
lesen ist kulturleistung, wer kompetenz in einem handwerk entwickelt hat kann auch lesekompetenz erwerben, das ist reine trainigssache.

RS69
 
01
1.10.2011, 14:31

Ohne Lesen zu können, werden's beruflich immer auf niedrigem Hilfsarbeiterniveau bleiben.

stall
00
14.9.2011, 08:26
bildungsexperten fordern sogar

das erlernen des alphabets nur mehr mit händen und füßen.

byron sully
00
13.9.2011, 14:12

angesichts der ergebnisse von pisa-test & co. eine an sich eine sinnvolle forderung. nur: was will er dann im gegenzug kürzen? denn auch all die anderen sachen, die man in der volksschule lernt, sind wichtig.

Urfahraner Auge
00
14.11.2011, 10:25
"Der Sachunterricht sollte erst dann verstärkt

angeboten werden, wenn Lesen, Schreiben und Rechnen bei den Schülern wirklich sitzen. "

christ_sein
10
13.9.2011, 11:40
Zeugnisse aus den 60er Jahren

... in der Volksschule hatten vermutlich folgende Fächer -
Lesen
Schreiben
Rechnen
Naturlehre
Turnen
Religion
Musik
Zeichnen
Betragen

Das Schwergewicht auf wesentliche Lehrinhalte zu legen ist sicher sinnvoll.
Lesen, Schreiben, Rechnen und obige Fächer haben zeitlose Bedeutung.
Weniger ist mehr. Das Wenige aber gut machen.

didi111
111
13.9.2011, 09:49
Ein heisser Tipp an den kleinen Sepperl

Die Lehrer haben in der Schule nur eine 20-stündige Anwesenhetiszeit.

Also, lieber Sepperl, WAS wäre hier eine logische Forderung?

Ja, RICHTIG, die Lehrer könnten OHNE Mehrstunden verpflichtet werden, einige Nachmittage auch in der Schule zu verbingen und nicht nur in Kaffeehäusern..

Also, Sepperl, BITTE keine leeren Sprechblasen absondern, sondern sich hinstellen, und LOGISCHE Anordnungen zu treffen.

Na, WIE wärs damit?

Fordern kann jeder Idiot, aber wie der Seppel agiert, welcher auch als LH die Anordnungskompetenz hat, ist es einfach nur lächerlich ZU FORDEN. Nieman hindet ihn, TÄTIG zu werden.

Ein typischer Schwarzer halt....

bm.koger
 
02
13.9.2011, 17:56
22 stunden

der rest auf 40 stunden geht drauf für vorbereitung und administration

living reef
00
20.11.2011, 16:38
wie kommen sie darauf

dass leherposten immer vollzeitjobs sind? gerade im volksschulbereich sind diese posten nicht selten teilzeitposten. macht aber nichts, sind ja ohnedies meist "nur" frauen, die hier als lehrerinnen angestellt sind. die vollzeitjobs gibt es dann so ab der 5. schulstufe wo natürlich die männer im lehrerberuf sind...

bm.koger
 
00
20.11.2011, 16:51
das stimmt nicht

gerade in der volksschule sind die klassenlehrerInnen vollzeitposten. eine reduzierung wird ausgesprochen ungern bewilligt.

hcl3
00
27.10.2011, 10:36

aha daher hat meine tochter nur vorlagen aus wegener.at auszufüllen

bm.koger
 
00
27.10.2011, 14:34
dagegen ist nichts einzuwenden

jedes arbeitsblatt jeden tag für jeden schüler selbst zu entwerfen dauert viel zu lange (inklusive bildmaterial entwerfen, anpassen etc.). es ist also nichts daran auszusetzen, wenn lehrerInnen in einer art tauschbörse ihre arbeitsblätter zur verfügung stellen.

hcl3
00
27.10.2011, 14:53

die lehrerin meiner tochter liest sich die materialen bisweilen nicht mal durch
die sie den kindern hinwirft

von entwerfen für jeden tag keine spur
die kriegt ihr gehalt für copy/paste inkl körperlicher anwesenheit

RS69
 
00
27.10.2011, 14:50

Ich würde weiter gehen und sagen: "Essenziell".

Auch draussen in der Wirtschaft erwarte ich die Nutzung von Synergien und Effizienz.

Milhouse#13
03
13.9.2011, 14:13
wieder eine quilifizierte aussage

eines neidvollen und zutiefst deprimierten bürgers, der sich lieber mal anschauen sollte, wie viele lehrer vor dem schreibtisch zuhause anstatt in kaffeehäusern sitzen.

ich kann's ihnen aber nicht übelnehmen, immerhin sind sie nicht der einzige in unserem land, der an lehrern nichts gutes finden kann.

Urfahraner Auge
01
14.11.2011, 10:30
Ergänzung dazu:

Warum soll ein Lehrer nicht am Nachmittag im Kaffehaus sitzen, wenn er die Stundenvorbereitungen dann von 20 bis 24h macht?

stall
00
13.9.2011, 08:42
z.b. haben neue englischbücher

einen viel zu großen wortschatz. verlangen sollte man von den schülern immer weniger dürfen. na dann tu.

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