Sind die Reichen die Feinde?

11. September 2011, 22:09

Bei Vermögenssteuern geht es nicht um Klassenkampf, sondern darum, was für ein Gemeinwesen das Beste ist

Was mir bei der Diskussion über Vermögenssteuern am meisten auf die Nerven geht: Die Gegner von Vermögenssteuern, Erbschaftssteuer, einen höheren Spitzensteuersatz usw. tun immer so, als ginge es da um "Neid" auf die Reichen, während manche etwas altbackene Linke in Klassenkampfjargon verfallen, von der Art: "Jetzt holen wir uns das Gerstl der Reichen". Aber primär geht es bei Verteilungsfragen doch darum, was eine vernünftige Verteilung ist - ökonomisch für eine Volkswirtschaft, sozial für ein Gemeinwesen. Aber das heißt letztlich doch auch: Was richtig für alle ist, und nicht nur aus dem Blickwinkel irgendwelcher Egoismen. Und eine schroffe Ungleichverteilung ist schlecht für alle, genauso wie hohe Budgetdefizite schlecht für alle sind. Kurzum: Eine fairere Verteilung ist ökonomisch vernünftig, sie ist sozial vernünftig, sie ist gut für alle. Nicht wenige Wohlhabende haben das verstanden. Die rufen ja förmlich: Ja, wir wollen mehr Steuern zahlen, wir wollen auch ein bisserl beitragen zur Finanzierung des Staates.

Plus: Schüssel geht endgültig in die Rente. Vielleicht haben wir den 1999 nur alle falsch verstanden. Der hat nicht gesagt: "Wenn ich Dritter werde, gehe ich in die Opposition". Sondern: "Wenn ich Dritter werde, gehe ich in die Korruption."

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Alle wissen, was sinnvoll wäre.

Aha. Sinnvoll wären höhere Steuern auf Vermögen, weniger Steuern auf Arbeit. Nachdem Herr Misik intelligent ist, weiß er natürlich, daß er Äpfel und Birnen multipliziert: Steuern auf Arbeit = Einkommensteuer. Steuern auf Vermögen=Steuern auf etwas, das die Einkommensteuer übriggelassen hat, was also schon der ESt. unterlag. Ich orte hier eine eklatante intellektuelle Unredlichkeit und die finde ich zum Kotzen.

8 Sim Card wechseln, entweder keine Arbeit, oder den A voll, dass sie ihm was nachweisen können.
Ergo, was wir immer schon wußten Hr. Schmalzlocke hat Dreck am Stecken!

Hätte er sich doch bei den Tierschützern erkundigt.

Der ÖVP-PR-Gag "Neiddebatte"

Als Kinder haben wir schon gehört: Angriff ist die beste Verteidigung. Hänge den anderen um, wessen Du bezichtigt werden könntest oder wirst. *
Teile unserer Schwergewichtpolitiker (ÖVP) u. Akteure eines Systems der Habgier haben es sich zur Überlebensstrategie gemacht, jene, die Brände beobachten, zu Brandstiftern zu machen. Medien sind deren beste Handlanger, indem sie den Begriff Neiddebatte zumTatbestand machen. Es gibt keine Neiddebatte. Denn unter jenen, die zur Ethik der Solidarität und des Teilens aufrufen, sind seit jeher große Menschen, die den zerstörerischen Flächenbrand der Habgier beobachten. Und wenn es Neider gibt, dann dort, wo jedes Mittel heilig ist, wenn es den Zweck verfolgt, nicht teilen zu müssen.

Freind

Die Reichen waren immer die Feinde, was soll daran neu sein...neu ist höchstens, wer zu den Reichen zählt...und wer sich nicht dazu zählt...der Autor M lebt in der top 3% Gesellschaft...ob er sich wohl zu den Reichen des Landes zählt?

Heute auf Puls 4: Laura Rudas live zur Vermögenssteuer !

....echt gute Unterhaltung !

es gibt handys mit mehreren sim-kartensteck-möglickeiten! und das schon lange. in welchem jhdt lebt der herr?

es glauben aber sicher 5%

dass zu den Reichsten 1% gehören

Will Misik damit sagen, er wäre kein altbackener Linker (mehr)?

Diese Vermögenssteuer-Diskussion aus der linken Neid-Ecke ist doch reiner Populismus, um von der Konzeptlosigkeit der SPÖ abzulenken.

Neid? du meinst wohl UNterdrückung?

nein
ich glaub eher, er meint Klassengesellschaft und Kastensystem wie in Indien von Geburtsrecht her

Misiks Suada

er quatscht von der "Gerechtigkeit" ist aber in WIrklichkeit nur der Handlager von soeben pleitegehenden Etatisten.

jetzt hat der Taus Misik links überholt

Die Marktwirschaft braucht ein positives Wirtschaftswachstum, sonst bricht sie zusammen. Club 2, Sa od Fr.
Er hat da zwar etws durcheinander gebracht, meint zB Kapitalismus ..., aber eine gewichtige Stimme gegen eine Austerity-Politik. Baba Stark (ex EZB) und fall net.

Im letzten P.M. [1] wurden die Zustände im alten Rom die zum Niedergang der "Demokratie" führten an-diskutiert. Da kamen erschreckend viele Parallelen zu diesem Beitrag zu Tage die sich alle irgendwie um Verteilungs-ungerechtikeiten drehen ...

Übrigens, Pluspunkte an Misik für die Quellenangabe :)

[1] P.M. HISTORY - Die dunkle Weltmacht Terror, 09/2011

Nein, die Reichen sind nicht meine Feinde, aber die Langweiler.

Spindelegger und Faymann?

Nervenleiden

Hoch leben die Emotionen! - Aber die Gefühle sind halt schneller da, als die Lust am Denken.

Bis jetzt ist mir von Seiten der SPÖ oder der sogenannten Linken nicht bekannt, wie die Steuervorschläge administriert werden könnten ... und so fürchte ich, dass sie viel Lärm um wenig machen.

Soziale Gerechtigkeit stellt man aber mit "nervigen" Geschwätz nicht her.

Hinsichtlich der Vermögensverteilung sei auf den Gini-Koeffizienten (OECD) verwiesen.

eine einfache Rechnung

wir streben einen globalen Frieden an. / (Friede steht definitiv über der Wirtschaft)

Wie vielen geht es auf Grund des Kapitals gut und wie vielen nicht?

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dürfen wir uns intelligent oder gerecht nennen?

Steuergerechtigkeit

Einkommen aus Kapital werden mit (weitaus) geringeren Abgaben belastet als Einkommen aus Arbeit.

http://innerand.at/2011/09/s... chtigkeit/

In den letzten 3 Jahrzehnten ist die Lohnquote des Volkseinkommens um über 15% gesunken - die Abgaben darauf gleichzeitig gestiegen.

Die Arbeitnehmer bekommen einen immer kleiner werdenden Anteil vom Kuchen den sie backen und müssen davon auch noch einen größeres Stück an den Staat abgeben als andere Einkommensgruppen.

Tobin-Tax, Maschinensteuer, Anhebung des Einheitswertes von Grundstücken an den Verkehrswert, Vermögenzuwachssteuer, Erbschaftssteuer, Schenkungssteuer und Aufhebung der Gruppenbesteuerung. Schon würden wir im Geld schwimmen und könnten den Sozialstaat in alle Ewigkeit finanzieren.

Abschaffung der Pensionsprivilegien...

...bei Beamten, den zusätzlich, über das Beamtensystem hinausgehende Pensionsprivileg der Stadt Wien, Nationalbank, Hacklerregelungen, ÖBB, etc. Eingrenzung der Zuschüsse für die Verluste aus Ineffizienz und Missmanagement bei ÖBB, der Agrarförderungen etc. Einsparungen in Beamtenstaat, Gesundheitssystem und bei denen die zwar den Sozialstaat belasten ohne ihn wirklich zu benötigen, Wohnbauzuschüsse etc.

So könnte wir den Sozialstaat in alle Ewigkeit finanzieren....

...UND KÖNNTEN DIE STEUERN SOGAR NOCH SENKEN!

Das sollte für einen intelligenten Politiker und Wähler das erklärte Ziel sein.

Neue Steuern zu erfinden kann jeder Dummkopf!

Und nochwas: "Steuern erfinden kann jeder Dummkopf"??
Ich sag nur, die Dummköpfe können noch was anderes: Nämlich blindwütiges Sparen!

Die Kunst liegt darin, an den richtigen Stellen zu sparen (einige ihrer aufgelisteten Punkte sind völlig zutreffend) und an der richtigen Stelle Steuern zu erhöhen, nicht nur aus praktischem Nutzen sondern schon allein der Gerechtigkeit wegen!

Zahlen auf den Tisch!

Misik wehrt sich zwar gegen „Was für die Wirtschaft (=die Reichen) gut ist, ist für uns alle gut”, argumentiert aber „Was für uns alle gut ist, ist für die Wirtschaft (=die Reichen) gut.“

Die Verteilungsfrage ist sehr wohl eine Frage gegensätzlicher Interessen!! Das zu überspielen ist weder gut und richtig, wenn es von den Rechten kommt, noch wenn es von den Linken kommt.

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