25.000 protestierten gegen Papandreou

11. September 2011, 12:07

94 Festnahmen

Thessaloniki - Am Rande einer mit Spannung erwarteten Rede von Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou haben sich tausende Demonstranten in Thessaloniki heftige Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Insgesamt gingen am Samstag in der Hafenstadt 25.000 Menschen auf die Straße, um gegen den strikten Sparkurs der Regierung zu demonstrieren. Dessen ungeachtet will Papandreou seinen Kurs sogar noch verschärfen.

In Thessaloniki war die Rekordzahl von 7.000 Polizisten im Einsatz. Sie nahmen nach offiziellen Angaben 94 Demonstranten fest, die unter anderem vor der Kongresshalle Eier auf die geladenen Gäste warfen.

Ungeachtet der Proteste gab sich Papandreou unnachgiebig und versprach den internationalen Geldgebern, dass Athen die zugesagten Sparmaßnahmen umsetzen werde. Alles andere als die "strikte Erfüllung unserer Verpflichtungen" sei "gefährlich für das Land und seine Bürger", sagte der Regierungschef vor Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern. "Jedes Mal, wenn wir gezögert haben oder zurückgeschreckt sind, ist das teuer für uns geworden." Seine Regierung wolle vielmehr die geplante Privatisierung von Staatsbesitz beschleunigen und den öffentlichen Dienst schneller verkleinern, kündigte Papandreou an. (APA)

moribundo
02
11.9.2011, 17:55
Bezeichnendes Foto.

..der Demonstrant (eindeutig kein BlackBlockAutonomer) mit Malox Lösung um die Augen und Nase, gegen Tränengas...

...weil demokratische Grundrechte gibts bei Wirtschaftskrise nur mit Gasvergiftung und Knüppelorgien

smeki
13
11.9.2011, 13:26

Auslöser für Ausschreitungen bei Demonstrationen sind idR die 'Sicherheits'kräfte selbst. Nicht anders war das gestern. Spricht im übrigen Bände für das Wesen der westlichen 'Demokratie', wenn der Machthaber und oberste Kapitalinteressensexekutor eine Reise durchs Land nur in Begleitung von tsden von aggressiven Uniformträgern antritt. Die Untertanen dürfte das aber längst nicht mehr beeindrucken und einschüchtern.

Den Griechen selbst wird nur bleiben, zu verweigern und zu sabotieren, Sand ins Getriebe der Kapitalverwertungs- und -erhaltungsmaschinerie zu streuen, sich bei aller Repression selbst zu organisieren und dem Kapital das Einfahren der Beute so schwer wie möglich zu machen.

egal9
15
11.9.2011, 12:37

Die Festnahmen begannen übrigens schon an den Sammelstellen der Leute, die zu den Demonstrationen wollten, also bevor überhaupt irgendwas passiert war.

Und auf die Proteste hat die Polizei wie üblich reagiert:
Massiver Einsatz von chemischen Kampfstoffen und Schlagstöcken. Das könnte der Standard übrigens mal im Artikel erwähnen..

Max Merlin
41
11.9.2011, 12:26
No way out

Die Sachzwänge diktieren den Weg - Ungehorsam ist keine Alternative - http://youtu.be/7297eJ0-Q5s - am Ende geht es auch den kleinen Leuten auf diese Weise besser, als bei einem Staatsbankrott. Das Leben ist nun einmal kein Kinderspiel.

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