PPÖ

Die Piratenpartei steht sich selbst im Weg

19. September 2011, 10:34

Inhaltliche Konflikte und persönliche Animositäten, aufgelöste Landesverbände und eine Abspaltung

Seit 2006 in Schweden die erste Piratenpartei gegründet wurde, gewann die Bewegung weltweit an Gewicht. Über 60 Mitglieder zählt der internationale Dachverband mittlerweile. Bei der Berlin-Wahl kommendes Wochenende steht die Piratenpartei Deutschland vor dem ersten Einzug in ein Landesparlament. Längerfristig bereitet sich auch die österreichische Schwesternpartei (PPÖ) auf Wahlen vor – die Voraussetzungen stehen allerdings weniger günstig.

Schon zu Jahresbeginn kam es zu Zerwürfnissen, im Mai spaltete sich eine Gruppe von der Landesorganisation Tirol ab und gründete mit den "Piraten Tirol" einen "unabhängigen und überparteilichen Zusammenschluss aktiver Piraten". Ebenfalls im Mai warf ein ehemaliger Pirat der Bundesorganisation "Handlungsunfähigkeit" vor, da Account-Zugänge lediglich im Besitz von Ex-Mitgliedern wären, die diese aber anfangs nicht herausgeben wollten. Im Juni wurden die Landesorganisationen Oberösterreich und Steiermark aufgelöst, im Juli schließlich ein neuer Bundesvorstand gewählt, um eine "Phase interner Konflikte zu beenden".

Terrorverdacht in Tirol

"Man könnte meinen es kehrt wieder etwas piratiger Aktivismus ein. Leider ist dem nicht so", schrieb der ehemalige Tiroler Landesvorstand Clemens Lassnig Ende August in seinem Blog. Nachdem ihm im PPÖ-Forum eine Nähe zum Attentäter Anders Behring Breivik vorgeworfen wurde, legte Lassnig auch seine Tätigkeiten für die "Piraten Tirol" nieder. Er habe "keine Lust mehr, mit Leuten zu arbeiten die auf einem derartigen Niveau agieren", bekräftigte er.

"Nachdem nun auch weitere Tiroler Piraten ausgetreten sind, hat sich das Projekt 'Piraten Tirol' bis auf weiteres erledigt. Da dieses Projekt erst gar nicht über die Planungsphase hinausgegangen ist", will sich Lassnig auf Anfrage von derStandard.at nicht weiter zu den Konflikten äußern.

"So ein Kindergarten"

Vorwürfe, Tiroler Aktivisten würden die Bundes-PPÖ demontieren wollen, quittiert Lassnig mit den Worten: "So ein Kindergarten. Grüße nach Wien; das macht ihr schon selbst, keine Angst." Solche Aussagen würden eine Einzelmeinung darstellen, erwidert Patryk Kopaczynski, der Vorsitzende des Bundesvorstands.

"Für Außenstehende sieht es immer anders aus als für die Leute, die intern beteiligt sind. Es gab früher einen Konflikt mit Ex-Mitgliedern, die sich nicht mehr mit den Meinungen neuer Mitglieder identifizieren konnten und via Medien, Twitter und Foren parteischädigend gewirkt haben. Das hat sich jetzt zum Glück aufgehört", sagt Kopaczynski, um aber nachzusetzen: "Zumindest hält es sich in Maßen." Im Großen und Ganzen sei die PPÖ aber handlungsfähig.

Persönliche Animositäten

"Im Moment gibt es intern eigentlich keine Probleme", kalmiert auch Pressesprecher und Vorstandsmitglied Sylvester Heller: "Es sind zwar alle Individualisten und natürlich ist man öfter unterschiedlicher Meinung. Aber dazu gibt es die Piratenpartei, um auch unterschiedlicher Meinung sein zu dürfen, ohne dass eine Parteimeinung von oben herab bestimmt wird."

Ob es sich aber immer nur um entgegenstehende Sachmeinungen handelt, ist unklar. Tatsächlich gab es auch in jüngerer Zeit wieder persönliche Angriffe zwischen Parteimitgliedern. Etwa wurde anhand von Foreneinträgen bei einem Bundesfunktionär eine "psychische Erkrankung" diagnostiziert, die innerhalb der Partei "ihr Zerstörungswerk fortführt", und deswegen eine Enthebung aller Parteiaufgaben gefordert. Der Angegriffene wiederum reagierte seinerseits Ende August mit einem Ausschlussansuchen gegen den ursprünglichen Antragsteller.

Staunen, "was da abgeht"

"Die Streitereien in Tirol gibt es schon seit Jahren", klagt Heller: "Es waren Leute dabei, von denen man nicht wusste, welche Motive sie hatten, in die Politik zu gehen." Bei einer der Auseinandersetzungen in der letzten Zeit habe es Missverständnisse gegeben, jemand habe etwas auf sich bezogen, der gar nicht gemeint war, sagt der Pressesprecher.

Von Seiten des Bundesvorstands herrsche immer wieder Staunen, "was da abgeht. Und wenn es Anwürfe in unsere Richtung gibt, dann lassen wir das auch nicht unwidersprochen. Natürlich versuchen wir, die Reibereien zu beenden, aber es herrscht Ratlosigkeit, was zu tun ist. Zumal der Konflikt zwischen Tirol und Wien konstruiert wirkt und in Wahrheit nur von zwei, drei Leuten ausgeht", meint Heller.

"Zwei Monate später lag die Partei in Scherben"

"Anfang des Jahres war alles wunderbar, wir hatten eine sehr konstruktive Jahresversammlung. Zwei Monate später lag die Partei in Scherben", sagt Alexander Steinwendner, der Vorsitzende der Tiroler Landesorganisation. "Offensichtlich sind innerhalb der PPÖ sehr energische Individuen aufeinandergetroffen. Tirol hat versucht, sich möglichst herauszuhalten. Es gab dann aber Vorwürfe, wir würden uns abspalten wollen – ausgerechnet die eine Landesorganisation, die am treuesten war. Daraufhin waren die Tiroler natürlich ordentlich sauer." Was schließlich tatsächlich zu einer Abspaltung geführt habe.

Erschwert wird die Causa, weil es in der Landesorganisation Tirol trotz offiziellem Weiterbestehen kaum mehr Mitglieder geben würde, die aktiv mit der Bundesorganisation zusammenarbeiten, so Sylvester Heller: "Es ist ähnlich wie mit den Landesorganisationen Oberösterreich und Steiermark. Es hat sich herausgestellt, dass es manchmal besser ist, man lässt sie sich auflösen und eventuell neu gründen, bevor man sich mit personellen Altlasten herumstreitet."

Eine vollkommen andere Partei als heute

Angesprochen auf die Auflösungstendenzen beschwichtigt Kopaczynski: "Ich glaube, es ist nicht so relevant, ob es überall eine Landesorganisation gibt." Vielmehr komme es darauf an, dass die Kommunikation mit den Mitgliedern in den jeweiligen Bundesländern funktioniere. Dessen ungeachtet würden im Burgenland, in Kärnten und wiederum in Oberösterreich Landesorganisationen neu aufgebaut.

Andreas Demmelbauer war bis August PPÖ-Mitglied in Linz, legte seine Mitgliedschaft jedoch nieder, weil es zu viele kleine Scharmützel zwischen einzelnen Mitgliedern, aber auch erhebliche Kontroversen bei der inhaltlichen Ausrichtung gegeben habe: "Es ist ziemlich schnell eine neue Generation ans Ruder gekommen, deren Pläne nicht mehr den Vorstellungen der Gründungsmitglieder entsprachen." Verglichen mit vor einem Jahr sei die Partei eine vollkommen andere, fast alle aus dem engeren Kreis seien nach und nach ausgetreten, sagt Demmelbauer. Aus dieser Entwicklung heraus sei auch die oberösterreichische Landesorganisation auseinandergebrochen.

Antritt bei der Nationalratswahl 2013

Die Aussichten für die kommende Zeit scheinen nicht die vielversprechendsten. "Ich glaube nicht, dass die Partei in dieser Besetzung eine Zukunft hat und etwas bewegen kann", so Ex-Mitglied Demmelbauer.

Der Marschplan sei dennoch definiert, meint Alexander Steinwendner: "Das nächste Ziel ist ganz klar, bei der Nationalratswahl 2013 anzutreten." Es sei allerdings noch einiges an Arbeit notwendig, gesteht Kopaczynski ein: "Wir müssen Aufklärung betreiben, damit die Leute uns wahrnehmen, neue Mitglieder anwerben."

Ein Kategorienmodell zur Erweiterung des Spektrums

Außerdem sei auch inhaltlich noch ein langer Weg zu beschreiten und ein detailliertes Wahlprogramm auszuarbeiten. Ein erster Schritt, der auch eine Verbreiterung des Spektrums vorsieht, sei schon gesetzt, erklärt Steinwendner. Es wurde ein Kategorienmodell erstellt, in dem die erste Kategorie den Kernthemen – wie Überwachung und Privatsphäre, Reform des Urheberrechts oder freier Zugang zu Bildung und Wissen – gewidmet ist und die vierte und letzte den weniger zentralen Anliegen entspricht.

Um eine konstruktive inhaltliche Tätigkeit zu gewährleisten, müssen allerdings erst die parteiinternen Konflikte gelöst werden. "Momentan sind wir zwar noch kein zusammengeschweißtes Team, sondern eher auf einer Vorstufe. Aber wir befinden uns am besten Weg", sagt der Tiroler Steinwendner hinsichtlich eines intakten Umgangs miteinander. Auf die Frage, ob für eine bessere Zukunft die Zusammenarbeit mit den Landesverbänden einwandfrei funktionieren müsse, antwortet Kopaczynski: "Einwandfrei wird sie wahrscheinlich nie funktionieren. Wie bei allen anderen Parteien." (mm, derStandard.at, 16.9.2011)

Kommentar posten
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antha
01

Die Piratenpartei ist Basisdemokratie. Da ist es nur normal, dass die Leute unterschiedlich denken und handeln. Da es auch unterschiedliche Temperamente gibt, kommt es dann halt mal dazu, dass dem einen oder anderen was gar nicht passt und er mit großem Aufsehen alles hinschmeißt. Das tut aber nichts zur Sache: Jeder, der will, dass sich unsere Gesellschaft weiter entwickelt, muss - meiner IMHO Ansicht nach - die Grundlagen der internationalen und damit auch der österr. Piratenparteien vertreten. Politik ist nicht nur, was die paar Leute in irgendeinem Gremium machen, Politik ist auch, was die Gesellschaft macht. Traut euch doch mal, was anderes anzuschauen und zuzulassen! Dazu müssen die Piraten noch lange nicht perfekt sein.

funkfish_2
11
23.9.2011, 14:06
Richtigstellung

Ich bin obengenanntes Ex-PPÖ Mitglied welchem von einem (!) Piraten eine vermeintliche Nähe zu Breivik vorgeworfen wurde. Ich wollte nur die Gelegenheit nutzen hier klarzustellen, dass dies ein haltloser und völlig unbegründeter Vorwurf einer Einzelperson war. Wenige Tage später hat sich dieser Pirat bei mir entschuldigt. Nachdem zuvor andere Piraten ebenso verwundert über ein solches Hirngespinst waren, hatte auch er eingesehen, dass ich hier keine Sympathie hege. Ich wollte in meinem Blog nur darauf hinweisen wie verquer manche (!) Piraten leider agieren.

Ich sympathisiere nicht mit Anders Breivik und lehne Gewalt und Fundamentalismus in jeglicher Form ab. Ich gehöre keiner Glaubensgemeinschaft an

probsti
00
und jetzt

graben die piraten dieses leidige thema wieder aus?hab daher deinen beitrag hier gefunden (im wiener forum verlinkt). ich glaube, ich spreche wohl für viele ex- und noch verbliebene piraten, die dich kennen, wenn ich einen vorwurf du würdest solche wahnsinnigen unterstützen, lachhaft finde. lass dich da nicht unterkriegen. du bist wohl der letzte dem man eine nähe zum konservativen oder rechten eck zusprechen kann. da muss man schon sehr an der wahrheit vorbeileben. ich hoffe wir sehen uns bald wieder.

zum status der piraten: michel reimon hat es sehr gut auf den punkt gebracht http://reimon.net/2012/04/0... r-country/

cmv
42
23.9.2011, 09:26
geben die störenfriede immer noch keine ruhe?

die machtgeilen funktionäre sind ja glücklicherweise ausgetreten, nicht ohne schnell noch ein wenig porzellan zu zerschlagen, den medien falsche behauptungen zuzuspielen und ihnen anvertraute zugangsdaten zurückzuhalten.

ehemalige bundesgeschäftsführer legen keinen bericht zu ihrer entlastung vor, treten zurück und aus der partei aus und bemerken jetzt plötzlich, dass sie noch über bargeld aus der parteikasse verfügen.

ehemalige bundesvorstände weisen ehemalige landes-schatzmeister an belege nicht auszuhändigen.

landesorganisationen lösen sich im rahmen einer faschingsfeier auf nicht ohne noch wochenlang gift und galle zu verspritzen.

die konstruktiven kräfte in der piratenpartei haben das und mehr jedoch überlebt und arbeiten.

kleiner lieber Bär
03
20.9.2011, 12:36
Ich melde mich freiwillig als Piraten Diktator

angehender Medientechniker
 
02
20.9.2011, 08:51
Das ist ja eine richtige österreichische Partei

Jeder haut jedem ein Hackl ins Kreuz und alle streiten über unbedeutende Kleinigkeiten.

So was kann es nur in unseren Land geben.

videoopa
01
19.9.2011, 13:56
Gut Ding braucht weile

http://www.vimeo.com/29243679

Ma RO
14
18.9.2011, 22:30
Ich war selbst einmal...

...einer der Landesvorstände der Salzburger Piraten. In Folge der Streitereien bin ich zurückgetreten und habe meine Mitgliedschaft ruhend gestellt. Obwohl ich nach wie vor mit den Piraten sympathisiere, hege ich doch keine allzu große Hoffnung, dass es der österreichische Ableger es zu etwas bringen wird. Wir hatten einige sehr motivierte und engagierte Leute, die leider alle aus der Partei vertrieben wurden. So kann man keine Politik machen.

Der dicke Michl
02
19.9.2011, 16:47

Das ist Politik. Mag halt nicht jeder. Es schimpfen zwar alle Leute auf die Politiker, aber keiner hat das nötige Sitzfleisch gerade solche Phasen durchzustehen. Das Standardargument ist da oft "das tue ich mir nich an". da bleiben dann die über, die es sich eben doch antun...

Sheldon
01
20.9.2011, 06:48
ich wäre ein schlechter politiker

ich bin einfach generell ein ehrlicher Mensch und mag auch keine Streiterein.

als Politiker, so sehe ich das jedenfalls, muss man eines gut können: menschen belügen und danach gut schlafen.

Gegen Geistlose Eigentümlichkeiten
01
20.9.2011, 01:37

Vor allem bleiben aber auch diejenigen über, die es den anderen antun ...

Der dicke Michl
01
21.9.2011, 09:18

Man könnte auch sagen: Der moralisch Flexiblere bleibt über.

Chrifa
00
19.9.2011, 11:50
Parkinsons Gesetz:

Injelititis!

Redplanet.
 
23
18.9.2011, 17:04
Nur zum Verständnis ...

Die Piraten in OÖ haben sich prächtig verstanden. Sie waren aufgrund der Konflikte auf Bundesebene nur sehr demotiviert und es wurden immer weniger Leute bei den Treffen.

Alistairee
37
18.9.2011, 15:26
Und jetzt?

Ein Mitglied des Vorstandes welches pro Vorratsdatenspeicherung agiert!

Eine Bundesgeschäftsführung und ein Vorstand, der von einer ganzen Familie unterwandert wurde (wo wir wieder beim Postenschacher der etablierten Parteien wären)

Zwei Bundesvorstände die Hanfwandertag und Entkriminalisierung von Cannabis vor die eigentlichen Ziele der Piratenbewegung stellen.

Und ein Bundesvorstand der jetzt nach wenigen Wochen scheinbar wieder die Schnauze voll hat, weil man mit dem Rest nicht vernünftig arbeiten kann. Die Piratenpartei in Österreich ist tot!

Resteverwerter
13
19.9.2011, 15:21

wer ist da pro Vorratsdatenspeicherung?

lechuck_ppoe
62
18.9.2011, 20:03
Got brain?

was sind das denn schon wieder für seltsame vorwürfe?

wüsste nicht was an einer entkriminalisierung von cannabis falsch sein soll, kannst du uns das erklären? btw die berliner piraten haben mit dem thema grad 8,9% geholt..

zu den anderen vorwürfen sag ich erst garnichts, da du keinerlei belege gebracht hast.

Alistairee
26
19.9.2011, 09:17

Hättest du auch nur annähernd den Wahlkampf der Berliner Piraten beobachtet, wäre dir aufgefallen, dass Entkriminalisierung nicht DAS Thema des Wahlkampfes war, sondern ein Thema von vielen, darunter auch die grundsätzlichen Forderungen der Piratenbewegung.

Schmück dich nicht mit fremden Federn. Von einer Truppe wie den Berliner Piraten ist die PPÖ hunderte Megaparsec entfernt und sie wird mit der aktuellen Besetzung auch nicht annähernd in solche Höhen vorstoßen. Die Hoffnung bleibt ja, das mit dieser Jubelmeldung aus Berlin mal wieder ein paar Leute mit Substanz und Gewissen zu euch gespült werden.

Zum Wahrheitsgehalt der getätigten Aussagen kann sich jeder in Wiki und Forum (natürlich auch das Interne) der PPÖ Gewissheit verschaffen

lechuck_ppoe
31
19.9.2011, 17:49

du machst es dir wirklich leicht, indem du nicht auf meine fragen eingehst bzw ausweichst. wärst ein guter politiker ;)

natürlich hab ich den wahlkampf verfolgt und ich hab auch nicht behauptet es sei das top thema gewesen, aber es war ein stets presentes und wichtiges! schau dir doch einfach mal die plakate an oder den werbespot!

was mein kommentar mir frenden federn schmücken zu tun haben soll versteh ich auch nicht... aber wie schon so oft gesagt, mitmachen statt rummeckern! es ist nunmal so, das wir unsere zukunft selber in die hand nehmen müssen - wie zb jetzt die menschen in NYC bei #ourwallstreet

die Resi-Tant Evil
01
17.9.2011, 14:28
Schrebergärtnerpartei incl. Heckenschützen und Schrebergarten-Grabenkämpfen

"... Heller: "Es waren Leute dabei, von denen man nicht wusste, welche Motive sie hatten, in die Politik zu gehen." ..."

Waren? Pardon, die PPÖ war, ist und bleibt die archetypische Schrebergärtnerpartei deren politische Anliegen sich de facto beschränken auf die Forderung nach mehr und schönere Gartenzwergen. Resp. bei der PPÖ eben mehr und schönere Raubmordkopien. Betreffs alles andere, O-Ton PPÖ Protokolle: "ist nicht unsere Kernkompetenz."

In sofern ist es eine obszöne Verschwendung seiner Wahlstimme, eine Partei zu wählen, die in Regierung wie Opposition zu jeder Aufgabenstellung sagen würde und müsste: "Können wir nichts sagen/tun, weil nicht unsere Kernkompetenz - wir kümmern uns ausschließlich um Gartenzwerge/Raubmordkopien."

bad user
00
24.9.2011, 09:29
Ich finde es absolut korrekt!

Einer der Kernkompetenzen der PP ist es, den Mund zu halten, wenn man vom Thema keine Ahnung hat.

Oder haben Sie es lieber so wie es jetzt ist:
alle propagieren ein künstliches Hirngespinst zu einem Thema von dem sie minimale (und populistische) Kenntnisse haben ...

Lightning_Cock
11
19.9.2011, 11:07
Lieber von einem Thema wirklich eine Ahnung haben,

als von zehn Themen keine Ahnung zu haben.

muppetbasher
01
17.9.2011, 09:47
Lustig gehts hier wieder zu!

Die Piraten machen ihr Pulver nass, bevor sie es überhaupt verschießen!
Leute, so wird das nix!

Titeuf
 
01
17.9.2011, 09:16
Ohne ihr hübsches Logo

und die Tatsache, dass es auch in anderen Ländern Piratenparteien gibt, würde es diese Truppe niemals über die öffentliche Wahrnehmungsschwelle schaffen, wage ich mal zu behaupten.
Schon vom Konzept her in Richtung "single Issue" gehend, hört man noch dazu hauptsächlich von internem Ärger, wenn die Truppe schon mal in den Medien ist.
Wie bitte soll man die ernst nehmen?

geodomus
32
17.9.2011, 00:17
Ich glaube

wenn wir ehrlich sind, würde es kaum einer hier wirklich GERNE sehen, wenn die PPÖ an die 50% marke ran käme.

Ein wenig PPÖ-Beteiligung in der Politik halte ich für durchaus gesund, aber in der Regierung bin ich mir da nicht so sicher.

Man gebe als Bewertung was man will, aber eine Partei, die nur den Datenschutz als Parteiprogramm hat, möcht ich persönlich nicht als Regierung haben.

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