Gegenvorschlag angekündigt
Santiago de Chile - Die Föderation der chilenischen Studierenden
(Confech) lehnt den von der Regierung vorgeschlagenen Zeitplan zur Beilegung des
Konflikts im Bildungswesen ab. Der Studentenführer Giorgio Jackson versicherte
am Freitag nach Beratungen der Confech in der zentralchilenischen Stadt Talca,
seine Organisation sei für einen "offenen Dialog mit Regierung und Bürgern".
Allerdings seien in dem Regierungsvorschlag "minimale Bedingungen" nicht
erfüllt. Zunächst müsse die Regierung einen Gesetzentwurf zur Bildung
zurücknehmen, den sie Ende August ohne Abstimmung mit den
Studierendengewerkschaften im Parlament eingebracht habe.
Die Confech will nach eigenen Angaben am Montag einen Gegenvorschlag
vorlegen. Er soll die Hauptforderungen der Studierenden enthalten. Dazu gehören
eine stärkere finanzielle Beteiligung des Staates am Studium sowie Maßnahmen für
eine kostenlose und qualitätsvolle Bildung. Am Donnerstag gingen in mehreren
chilenischen Städten erneut tausende Studenten auf die Straße, um ihrer
Forderung nach einem besseren Bildungssystem Nachdruck zu verleihen. (APA)