"Kann die Räder nicht in Luft auflösen"

Interview
9. September 2011, 18:38
  • Die City-Chefin und die Vizebürgermeisterin an der Opernkreuzung: 
"Manche Stellen am Ringradweg müssen entschärft werden."
    foto: der standard/corn

    Die City-Chefin und die Vizebürgermeisterin an der Opernkreuzung: "Manche Stellen am Ringradweg müssen entschärft werden."

  • Mir ist es lästig, in Fußgängerzonen vom Rad absteigen zu müssen - Ursula
 Stenzel
Für neue Radwege in der City müssen Parkplätze dran 
glauben - Maria Vassilakou
    foto: der standard/corn

    Mir ist es lästig, in Fußgängerzonen vom Rad absteigen zu müssen - Ursula Stenzel

    Für neue Radwege in der City müssen Parkplätze dran glauben - Maria Vassilakou

Maria Vassilakou, grüne Vizebürgermeisterin, will den Radfahranteil in Wien verdoppeln - Ursula Stenzel ist skeptisch

Standard: Der erste Bezirk wird zunehmend zu einem Radfahrbezirk. Stört Sie das?

Stenzel: Nein, das stört mich nicht. Der erste Bezirk erfüllt ja schon fast die Zielvorgabe von Frau Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou. Also wir sind knapp an zehn Prozent. Es gibt hier sicher auch eine Schicht, die gerne Rad fährt. Was mich stört, sind höchstens Planungsfehler sowie mangelnde Rücksicht seitens der Radfahrer. Und sagen wir ein militanter Lobbyismus, den es manchmal vonseiten der Radfahrer gibt, die halt unbedingt in der Fußgängerzone fahren wollen oder auf Gehsteigen.

Vassilakou: Konflikte entstehen vorwiegend dort, wo Fußgänger und Radfahrer sehr knappen Raum auf dem Gehsteig teilen müssen. Wir müssen in den nächsten Jahren die Radwege vomGehsteig wegbekommen und konsequent auf die Fahrbahn verlagern. Gute Markierungen tun ein Übriges dazu. Und die sind in Wien veraltet. Ich meine, wir sollten die Radwege durchgängig in einer Kontrastfarbe streichen.

Standard: Die von Ihnen präferierte Kontrastfarbe wäre Grün?

Vassilakou: Das ist natürlich meine Lieblingsfarbe.

Stenzel: An der Farbe soll's nicht liegen. Aber es muss die Farbe sein, die eingespielt ist, das ist diese Tennisplatzfarbe, ich würde dabei bleiben.

Standard: Warum will sich die Stadt nicht - wie von der Bezirksvorsteherin gefordert - an der Sanierung des Ringradwegs beteiligen?

Vassilakou: Die Stadt ist zuständig für die Errichtung von Radwegen, die Erhaltung ist Aufgabe der Bezirke. Das heißt, wenn bestimmte Stellen entschärft werden müssen, dann ist es meine Kompetenz. Wenn Markierungen sichtbarer werden sollen, dann ist es die Aufgabe von Frau Stenzel. Ich meine, dass man an die Bezirke einiges an Kompetenzen ausgelagert hat, die nicht mit dem erforderlichen Budget begleitet wurden. Andererseits könnte ich schon auch kritisch anmerken, dass es im ersten Bezirk offenbar andere Prioritäten gegeben hat, warum man hier bei der Erhaltung der Markierungen nachlässig war.

Stenzel: Der alte Radweg am Ring hat Unsicherheitsstellen, die bereinigt gehören. Für die Sanierung fehlt dem Bezirk schlichtweg das Geld. Um den zweiten Ringrundradweg habe ich mich nicht gerissen, das muss ich ehrlich sagen. Aber ich kann die Fahrräder nicht in Luft auflösen, und ich verstehe auch, dass Menschen gerne mit dem Rad ihren Geschäften nachgehen. Ich mache das nicht gern. Mir ist es lästig, in Fußgängerzonen absteigen zu müssen. Ich bin nun einmal bequem: Ich will Rad fahren und nicht schieben - akzeptiere aber, dass ich in Fußgängerzonen nicht fahren darf.

Vassilakou: Der Ringradweg ist absolut überlastet. Deshalb die zweite Fahrbahn. Ich finde es schade, dass dies zu einem Politikum wurde. Wir brauchen auch neue Querungen in der Innenstadt, um den Ringradweg zu entlasten. Dabei müssen Parkplätze dran glauben.

Stenzel: Ich bin kein Auto-Fetischist, aber ein Politiker muss für die Autofahrer mitdenken und für die, die hier wohnen. Und die haben jetzt schon große Probleme, einen Parkplatz zu finden. In dieser Notlage die Leute noch einmal zu strangulieren kann man von mir nicht verlangen. Daher sage ich: Neue Radabstellanlagen oder Radwege bitte erst dann, wenn wir das Problem der Bewohnerparkplätze gelöst haben. Und ich bin guten Mutes, dass wir Parkplätze, die nur von Anrainern benützt werden dürfen, ermöglichen können.

Standard: Also erst das Anrainerparken umsetzen, bevor es neue Radwege gibt?

Vassilakou: Der Gesetzgeber ermöglicht uns Anrainerparkplätze in sehr bescheidenem Ausmaß. Sie sind deshalb nur ein Weg, Entlastung zu bringen. Es wäre schon auch eine Überlegung wert, die City insgesamt weiter zur verkehrsberuhigten Zone zu machen. Es gibt kaum einen idealeren Ort dafür. Es gibt viele schmale Gassen, in die sich Autos qualvoll hineinzwängen. Eine Lösung wäre, in manchen Straßen nur Anrainern die Zufahrt zu ermöglichen, etwa mit versenkbaren Pollern.

Stenzel: Ich kenne keine Tabuthemen. Aber wir sind eben kein reiner Wohnbezirk und auch kein reiner Wirtschaftsbezirk. Die City ist kein kleiner Altstadtkern wie Stockholm, den ich mit Pollern zumachen kann, sondern ein Mix. Deshalb warne ich vor der zu frühen totalen Verkehrsberuhigung.

Vassilakou: Ein reicher Manager oder ein Anwalt, der mit dem Auto in die Arbeit fährt, kann sich ohne weiteres einen Garagenplatz leisten. Und wir haben eine Vielzahl von Garagen, die leerstehen, weil es sich immer noch rentiert zu kreisen.

Stenzel: Wenn Sie untertags in die Garagen schauen, sind alle ausgelastet. In der Nacht sind sie leer, weil auch sehr teuer. Eine Garage ist nicht das Böse an sich. Das Problem ist der Preis. Meist schauen die, die viel Geld haben, ganz besonders aufs Geld. Für die ist es ein Sport, einen Parkplatz an der Oberfläche zu finden.

Standard: Warum weisen Sie ständig auf Rad-Rowdys, aber nie auf rücksichtslose Autofahrer oder Fiaker hin?

Stenzel: Weil die Bürger wegen der Radfahrer zu mir kommen, ich erfinde das ja nicht.

Standard: Sie haben ja auch schon auf Gehsteig-Fahrer geschimpft. Könnte der Verkehrsknigge ein gemeinsames Projekt werden?

Stenzel: Was heißt Knigge? Bitte benimm dich gut und spuck nicht aus?

Vassilakou: Ein Knigge ist kein Benimmdichregelwerk, darauf lege ich Wert. Knigge hat eine Abhandlung über den Umgang mit Menschen geschrieben. Mir ging es weder damals noch heute um einen Knigge für Radfahrer, sondern um Sensibilisierungsarbeit, die es für alle Verkehrsteilnehmer braucht.

Standard: Sie sind mit dem Anspruch angetreten, den Radfahranteil zu verdoppeln. Bisher haben Sie allerdings kaum Projekte umgesetzt. Warum?

Vassilakou: 17 Kilometer neue Radwege können sich sehen lassen. Inklusive des über eine Million teuren Projekts Ringaußenradweg. Mit den fahrradfreundlichenStraßen sind wir gut vorangekommen. Und die grüne Welle für Radfahrer wird auch umgesetzt.

Stenzel: Heißt das, dass sich die Ampeln nur noch nach Fahrrädern richten? Ich frage nur, weil das wäre furchtbar!

Vassilakou: Nein, es gibt die Möglichkeit, auch für Radfahrer die Ampelschaltungen so zu takten, dass sie bei gleichbleibendem Tempo zügig vorankommen.

Standard: Wie viel Geld hat Wien heuer fürs Radfahren ausgegeben?

Vassilakou: Das werde ich erst mit Ende des Jahres beziffern können. Wir geben heuer jedenfalls wesentlich mehr dafür aus als in den Jahren davor. Und es gab auch noch nie so viele Radfahrer. Das, was es an Unfällen gab, steht in keiner Relation zur Aufgeregtheit der Debatte. Es ist in Wien so wie in anderen Städten: Je mehr der Radfahranteil steigt, umso mehr steigt die Verkehrssicherheit. Das zeigt die Statistik. Das Ausmaß der Aufregung führe ich darauf zurück, dass sich in unserer kleinenStadt etwas verändert.

Stenzel: Das war ein Schlusswort, dem ich nichts hinzuzufügen habe - außer dass ich einen gewissen Zweifel an der Seriosität der Statistik habe. (Martina Stemmer, DER STANDARD; Printausgabe, 10./11.9.2011)

Maria Vassilakou, 1969 in Athen geboren, ist seit knapp einem Jahr Wiener Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Stadtentwicklung, Verkehr, Klimaschutz und Energieplanung. Die Grün-Politikerin versucht so oft wie möglich zugunsten des Rades auf den Dienstwagen zu verzichten.

Ursula Stenzel, Jahrgang 1945, ist seit 2005 schwarze Bezirksvorsteherin in der Wiener Innenstadt und überzeugte Fußgängerin - zumindest im Stadtgebiet. Auf dem Land schwingt sich die ehemalige ZiB-Moderatorin und EU-Parlamentarierin hingegen gern hin und wieder aufs Fahrrad.

Share if you care
Posting 1 bis 25 von 621
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13
hm, naja jeder darf sich ein Bild machen:

Die Grün-Politikerin versucht so oft wie möglich zugunsten des Rades auf den Dienstwagen zu verzichten.

Vassilakou und Stenzl verstoßen gegen Gesetze

http://vienna.mybikelane.com/post/index/17979

Vassilakou und Stenzl verstoßen gegen Gesetze, indem sie auf dem Radweg eine Plauschpause einlegt.

"Diese Tennisplatzfarbe…"

Niemals würd das Wort "rot" über Stenzels Lippen kommen. :D

Die Vassilakou - die begeisterte Motorradfahrerin. Lächerlich das ganze, aber typisch für die Bobo GrünInnen (die auch ganz gerne mit dem Auto in die Garage des Parlaments fahren um dann medienwirksam mit dem Radl weiter zu fahren).

anwohnerparkplätze im ersten bezirk

sind ein unbedingtes erfordernis, weil es ja keine andere forbewegungsart für die entsprechende "bessere" klientel gibt.

kann man die stenzel nicht in die kapuzinergruft abordnen?

dazu eine kleine anekdote, die gleich mehrere ressentiments bedient:

http://www.bundespolizei.gv.at/lpdreader... 2&inc=wien

;-)

Alle Einbahnen öffnen...

seit 15 Jahren ist der 1. Bezirk (innerhalb des Rings) Tempo 30 Zone: Wenn sich die Polizei mehr um die Disziplin der in den Bezirk einfahrenden Autolenker kümmern würde, könnten alle Einbahnen - seien sie noch so schmal - für den Rad-Gegenverkehr geöffnet werden! Bäckerstraße und Sonnenfelsgasse sind als Wohnstraßen - und Einbahnen - trotz ihrer Enge von Radler gegen die Einbahn befahrbar, leider wissen das viele Autolenker nicht, auch manche Polizisten haben da Wissenslücken!
Warum fordern die Grünen nicht die flächendeckende Öffnung der Einbahnen im 1. Bezirk?

haha, die radfahrerschicht vom ersten hieb

die stenzel ist manchmal unfreiwillig komisch, meistens aber nicht einmal das.

persönlich meide ich mit dem rad den ersten bezirk, weil es dort nicht möglich ist, sinnvoll ohne verkehrsübertretung von a nach b zu kommen. ich glaub darauf zielt die "verkehrspolitik" der lieben frau bezirksvorsteher auch ab.

dazu überforderte polizisten, die leute strafen, die über den tuchlauben in die fussgängerzone (erlaubterweise) einfahren und dann in den graben einbiegen, weil sie zurecht annehmen, dass dort das radfahren wie beschildert weiterhin erlaubt ist.

diese herren kassieren dann 21 euro und alles ist erledigt. billige abzocke, der der typische altkonservative mief des ganzen bezirks anhaftet.

Der einzig wirklich nützliche Grüne

Ist der Pilz. Er ist zwar nicht angenehm, aber ausserst brauchbar.
(auch wenn's manchmal selber weh tut)

Knigge, Sensibilisierung... blabla

Das ist die unsensibelste überhaupt mit ihrer Radfahrerpartei die über alle anderen drüber fährt.
Öffis sind auf einmal überhaupt kein Thema, die wären aber weit wichtiger als 3 bis 5% Radfahrer.
Es steht ja jedem frei seine persönliche Meinung zu vertreten und im gesetzlichen Rahmen auszuleben aber als Minderheit muss mir schon klar sein, dass ich eben einer Minderheit angehöre und die Mehrheit meine Vorlieben ganz offensichtlich nicht teilt. Fahrräder gibt es schon viel länger als die Grünen.

Wer sagt dass Öffis kein Thema sind?

Öffis sind für die Grünen sehr wohl ein Kernthema. Die Grünen stehen hinter sinnvollen Projekten, wie der Neuerrichtung der Straßenbahnlinie 13. Nur der rote Moloch ist halt oft schwer zu überzeugen, wenn man nur der kleine Koalitionspartner ist.

In diesem Artikel geht es allerdings nicht um Öffis, sondern um Radwege und um die sinnvolle Förderung des Radverkehrs, damit die Rahmenbedingungen für Radfahrer verbessert werden können und das Radfahren nicht länger ein Minderheitenprogramm ist.

Und welche vorteile hätte eine 13er Strassenbahn?

* ungeeignet für die hügelige route
* langsamer als bus
* weniger wendig, schaft nicht alle kurven auf der strecke
* kann bei hindernissen die route nicht ändern
* feinstaubbelastung beim bremsen
* störende stromleitungen

wenn der vorschlag so eine sinnlose und teuere strassenbahnlinie zu bauen ihr ernst ist, dann benutzen sie die 13a linie sicher nicht und glauben, wie die derzeitige verkehrs-, energie-, klima- und planungsstadträtin dass das geld eh aus dem budget kommt.

Die Umstellung des 13ers auf Strassenbahn ist überfällig.
Seit über 20 Jahren benütz ich den 13A mehrmals täglich und hoffe auf die baldige Umsetzung des Strassenbahn-Projektes.

Wo haben Sie Ihre Weisheiten her?? (Teil 1)

* ungeeignet für die hügelige route
Blödsinn. Es gibt in Wien steilere Straßenbahnrouten, als die des 13ers.

* langsamer als bus
Langsamer als der derzeitige Bus kann die Straßenbahn gar nicht sein. Im Gegenteil, eine Straßenbahn kann man leichter beschleunigen, als einen Bus.

* weniger wendig, schaft nicht alle kurven auf der strecke
Stimmt nicht. Die Straßenbahn ist schmäler als der Bus und schafft daher enge Kurven sogar leichter.

* kann bei hindernissen die route nicht ändern
Kann der 13A auch nicht. In den schmalen Gassen ist ein Wenden für den Bus genauso unmöglich.

* feinstaubbelastung beim bremsen
Woher haben Sie dieses Märchen?

Feinstaubbelastung: Jaja, die berühmte Studie von Hans Peter Lanz, dem Vorstand des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖKV). Wie objektiv diese Studie ist, die von einem bekennenden Schienenfahrzeughasser stammt, kann sich wohl jeder selbst zusammenreimen.

Die Studie hat die gleiche Qualität, wie eine Studie über das Rauchen, herausgegeben vom Tabakkonzern Philip Morris.

Blödsinn.Stimmt nicht. unmöglich. Woher haben Sie dieses Märchen?"

Tolle argumentation! Viel Spass mit Ihrem Glauben.

Tja, ich habe halt jedes ihrer haltlosen Aussagen entkräftet und jetzt gehen Ihnen verständlicherweise die Argumente aus.

entkraften heisst anders...

@ Blödsinn: nennen sie bitte einige der vielen anderen steileren straßenbahnrouten in wien

@ Im Gegenteil: gibts daten dazu, oder ist das nur so aus dem bauch?

@ Stimmt nicht: wissen sie wie der wenderadius eines buses ist, verglichen mit dem einer strassenbahn?

@ unmöglich: wie viel cm kann eine strassenbahn von der strecke abweichen... und ein bus schon ein paar meter mehr... stimmt, oder?

@ Woher haben Sie dieses Märchen?: von der TU wien http://wien.orf.at/stories/208568/

viele grüsse an ihrer religionsgemeinschaft!

Religionsgemeinschaft trifft die Sache voll! Ich....

...würde noch "Fanatische" vorsetzen.

Feinstaubbelastung: Jaja, die berühmte Studie von Hans Peter Lanz, dem Vorstand des Österreichischen Vereins für Kraftfahrzeugtechnik (ÖKV). Wie objektiv diese Studie ist, die von einem bekennenden Schienenfahrzeughasser stammt, kann sich wohl jeder selbst zusammenreimen.

Die Studie hat die gleiche Qualität, wie eine Studie über das Rauchen, herausgegeben vom Tabakkonzern Philip Morris.

Interessanter ist aber die Hüllkurve, die bei einem Bus deutlich größer ist, als bei einer Straßenbahn. D.h. Busse brauchen beim Abbiegen viel mehr Platz. Das ist auch der Grund, warum man am 13A keine Gelenkbusse einsetzen kann. Die langen Busse kommen einfach nicht um die Kurve, eine Straßenbahn könnte das aber.

In den schmalen Gassen, durch die der 13A verkehrt, kann ein Bus meistens auch nicht wenden. Ja selbst ein Falschparker kann den Busverkehr zum Erliegen bringen, zum Ausweichen bleibt den Bussen nicht der nötige Platz.

Ampelbeeinflussung bei der Straßenbahn ist sehr einfach über Oberleitungskontakte möglich. Busse dagegen benötigen dafür Funksensoren, die teurer und oft fehleranfällig sind.

Des weiteren genießen Schienenfahrzeuge den so genannten Schienenbonus, d.h. die anderen Verkehrsteilnehmer haben mehr Respekt vor Straßenbahnen, als vor einem Bus und verhalten sich dementsprechend rücksichtsvoller.

Wenderadius: Normalbus ca. 18 Meter, Gelenkbus ca. 25 Meter, ein ULF schafft einen Gleisradius von unter 18 Metern, wobei im Wiener Gleisnetz der engste Gleisbogen einen Radius von 20 Metern hat.

Der steilste Streckenabschnitt im derzeitigen Netz ist die Güpferlingstraße in Dornbach. Weitere Strecken mit beachtlichen Steigungen z.B. Hohe Warte, Panikengasse, Reinlgasse.

Außerdem möchte ich Sie erinnern, dass der 13er vor 1961 schon einmal Straßenbahn war. Damals wurde dort mit vorsintflutlichen Wagen aus der Zeit von vor dem 1. Weltkrieg gefahren, ohne irgendwelche Probleme.

Das Kompliment kann ich nur zurückgeben.

Posting 1 bis 25 von 621
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.