Santiago de Chile - In Chile sind am Donnerstag erneut
tausende Studenten für ein besseres Bildungssystem auf die Straßen
gegangen. Demonstriert wurde unter anderem in der Hauptstadt Santiago
de Chile, in den Städten Valparaiso, Valdivia, Puerto Montt und
Talca. Während bei vorherigen Demonstrationen häufig Musik gespielt
und Tänze aufgeführt wurden, waren die Demonstrationen am Donnerstag
noch geprägt von der Trauer um den Tod von 21 Menschen beim Absturz
einer Maschine der chilenischen Luftwaffe vor einer Woche. Die
Studenten hatte zwischenzeitlich auch überlegt, ganz auf ihre
Proteste an diesem Donnerstag zu verzichten.
In Santiago, wo die Kundgebung nicht genehmigt worden war, gab
es
mehrere kleine Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten. Die
Polizei setzte dabei Tränengas und Wasserwerfer ein. In Chile
demonstrieren seit fast vier Monaten Schüler, Lehrer und Studenten
für eine stärkere finanzielle Beteiligung des Staates an der Bildung
sowie für eine bessere Ausstattung der staatlichen Schulen. Anfang
August eskalierten die Proteste, es kam zu heftigen Zusammenstößen
zwischen Polizei und Demonstranten. (APA/AFP)