Molln

Oberösterreich genehmigt Pumpspeicherkraftwerk

9. September 2011, 13:52
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    foto: christoph waghubinger

    In der oberösterreichischen Gemeinde Molln wird ein Pumpspeicherkraftwerk entstehen.

Spatenstich für 300-Millionen-Euro-Projekt voraussichtlich 2012

Linz - Die zuständigen Behörden haben das Pumpspeicherkraftwerk Molln (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich genehmigt. Das Projekt, das 300 Megawatt Leistung bringen und rund 300 Millionen Euro kosten soll, wurde von der Baugruppe Bernegger eingereicht. Firmenchef Kurt Bernegger ist nun auf Partnersuche für den Betrieb der Anlage. Angepeilt wird eine österreichische Lösung, wie er und Umweltlandesrat Rudi Anschober in einer Pressekonferenz am Freitag bekräftigten.

Derzeit sind in Oberösterreich vier Pumpspeicherkraftwerke in Planung: Für jenes der Energie AG in Ebensee und das Verbund-Projekt in Riedl bei Jochenstein werden voraussichtlich 2012 die UVP beginnen, ein weiteres Vorhaben am Pfenningberg bei Linz ist noch weniger konkret. Das Bernegger-Projekt wurde im Jänner 2010 eingereicht. Es benötigt keine UVP, weil kein Wasser aus einem Fluss oder Bach entnommen, sondern lediglich zwischen zwei Speichern hin- und hergepumpt wird. Daher passierte es die Behördenverfahren am schnellsten.

Das Kraftwerk in Molln besteht aus einem Speichersee mit 1,8 Mio. Kubikmetern, der auf dem Areal einer ehemaligen Kiesgrube entsteht. Hinter dem Steinbruch Pfaffenboden werden fünf Speichertunnel im Berg gebaut, 1,5 Kilometer lang und 16 Meter im Durchmesser. Wenn andere Kraftwerke zu viel Strom produzieren, wird das Wasser aus dem See im Tal in die Hohlräume am Berg gepumpt und der Überschuss so gespeichert. Bei Engpässen lässt man das Wasser über eine unterirdische Turbine wieder ab. Bernegger bezeichnet es als "Akku-Batterie". Bei Volllast kann die Anlage 15.000 Haushalte versorgen, die Speicher reichen für einen maximal siebenstündigen Betrieb.

Fertigstellung für 2016 geplant

Im Herbst 2012 soll der Spatenstich erfolgen, erwartet Bernegger, die Bauzeit veranschlagt er mit 3,5 bis 4 Jahren. Für den Betrieb der Anlage sei er noch auf der Suche nach Partnern aus dem Energiebereich. "Ich kann Strom in dieser Dimension nicht handeln." Er sei aber zuversichtlich, dass eine österreichische Lösung zustande kommt, so der Firmenchef.

Die Austrian Energy Agency habe festgestellt, dass Oberösterreich ein bis zwei Pumpspeicherkraftwerke für die Eigenversorgung benötige, erklärte Anschober, für den Europäischen Markt sei der Bedarf weitaus höher. Man könne mit Spitzenstrom erzeugenden Anlagen gut am Austausch mit anderen, etwa wind- oder sonnenkraftstarken Regionen teilnehmen.

Landeshauptmann Josef Pühringer begrüßte in einer Presseaussendung die Genehmigung des Projektes. "Diese Technologie hat Zukunft. Sie ist ein wichtiger Beitrag in der oberösterreichischen Volkswirtschaft, einen nachhaltigen Energiestoffwechsel zu schaffen." Oberösterreich brauche noch mehrere derartige Pumpspeicherkraftwerke. Auch Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl ist dieser Ansicht: "Das Projekt in Molln ist der Anfang. Jetzt heißt es weiter dranbleiben, weitere zwei bis drei Pumpspeicherkraftwerke rasch zu genehmigen und umzusetzen", forderte Sigl. (APA)

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dorfkramer
00
26.4.2012, 21:15

Dümmliche Beschäftigungstherapie.
Jetzt haben wir endlich günstigen Strom durch Kernspaltung und schon kommen wieder diejenigen, die ihr Leben nur mit Arbeit füllen können.

In zwanzig Jahren, wird dann wieder was neues gebaut, hauptsache ständig buckeln, anstatt sich ein schönes Leben zu machen.

Schwingschnelle
00
26.4.2012, 17:01

Für die Pumpspeicher werden wir uns mit dem Deutschen Atomausstieg so und so zunehmend eine neue Füllquelle suchen müssen, oder wir lassen die Deutschen brav Windräder und Leitungen bauen, spielen weiter Großdeutscher Akku und verdienen auch weiter gut daran, geht auch...

freimann
21
22.9.2011, 10:56
Es ist blanker Unsinn den Sie da verzapfen

Pumpspeicherwerke sind nur für den kurzfristgen Lastausgleich geeignet und sind eine der teuersten Lösungen.
Beispiel Windkraft (3 mal so teuer) u. Solarstrom (10 mal so teuer) wie Strom in einem Donaukraftwerk produziert, sind viel zu teuer um ihn auch noch zu derart zu speichern. Dazu noch mit schlechtem Wirkungsgrad.
Diese Idiotie macht man nur deshlab, weil die zu hohen Förderungen dazu geführt haben, dass man an manchen Tagen in D nicht mehr weiß wohin mit dem hochsubventionierten Windstrom.
Eine Idiotie erzeugt die nächste.
Das geht sicher nicht lange gut.

freimann
00
22.9.2011, 11:02
mein Post "Es ist blanker Unsinn den Sie da verzapfen" bezieht sich auf "Mike23"

zu "Alternative Energiequellen"

my thoughts...
00
10.9.2011, 20:52

Kann jemand (kompetent) etwas zum energieverlust sagen? Z.b. Benoetigter strom zum hochpumpen vs. strom der am ende aus der hochgepumpten menge wieder rauskommt.

Duplex
00
25.11.2011, 11:06

80 % Wirkungsrgrad tendenziell steigend

Lupin 3.
 
00
10.9.2011, 22:00

http://lmgtfy.com/?q=pumpsp... rkungsgrad

Hoffe der Link funktioniert ;)

Paul Sabrinski
45
Na toll,

da kann man in der Nacht billigen Atomstrom speichern, um ihn dann am Tag teuer zu verkaufen!

Mike 23
13
10.9.2011, 20:53
Alternative Energiequellen

Atomkraftwerke liefern auch in der Nacht und bei Windstille Energie.
Alternative Energiequellen haben da manchmal Probleme. Dafür benötigt man Speicherkraftwerke.

Und wir werden noch viel, viel, viel mehr benötigen!
Michael

Angiv fast stedsangivelse
01
10.9.2011, 13:16

Windkraft, Solarstrom, Laufkraftwerke, usw.

Alles unregelmäßige Produzenten gepaart mit unregelmäßigem Verbrauch der Energie. Dazu brauchts Speicher. Ganz besonders bei den oben genannten. Ein AKW kann "beliebig" die Leistung rauf und runterfahren und ist quasi nicht auf Speicher angewiesen. (aber klar wirds für Speicher genutzt weils eben billig ist, aber eben nicht notwendig)

Peter G
01
10.9.2011, 09:29
Sowas nennt man "Stromveredelung"

rowdy
12
Die Donau fliesst gleichmässig dahin

Tag und Nacht. Leider hält sich der Stromverbrauch nicht an daran. Da ersann der Mensch die Speicherkraftwerke. Aber, zum Glück, Paul Sabrinski erkannte das Verwerfliche daran. So entging die Menschheit dem Fluche der lückenlosen und leistbaren Energieversorgung.

Schwingschnelle
00
26.4.2012, 17:03

Die Donau ist eher für ihr sehr launisches Abflußregime bekannt...

sauereiter
01
aber

auch alternative energien werden schwer von solchen pumpspeichern abhängen.

LtCdr Data
01

Wie man in Japan gesehen hat kann man halt ein AKW nicht über Nacht herunterfahren. Da die Energie also ohnehin gewonnen wird ist es auch sinnvoll, sie mit erheblichen Verlusten in einem Speicherkraftwerk zu speichern anstatt damit den nächsten Fluss oder die Luft aufzuheizen.

Angiv fast stedsangivelse
00
10.9.2011, 13:22

Im Regelbetrieb kann man ein Kraftwerk in ein paar Stunden die Stromproduktion komplett einstellen. Nur das Nachklingbecken braucht dann noch Wochen/Monate um abzukühlen (Nachzerfallswärme).

LtCdr Data
00
10.9.2011, 15:21

Eben deswegen ist es ja nicht sinnvoll, AKWs jede Nacht herunterzufahren.

Angiv fast stedsangivelse
00
10.9.2011, 19:16

Zwischen ~40% und 100% Leistung gibts da gar kein Problem. Das kann man in einer Handvoll Minuten machen.
Ganz runterfahren ist zwar auch rasch möglich, aber sinnvoll sicher nicht.

Schwingschnelle
00
26.4.2012, 17:04

Da damit die Dehnungen und Spannungen beim Temperturwechsel stark an der Konstruktion nagen, AKW´s werden in der Regel rund um die Uhr mit gleicher Last gefahren!

ddieter
05
"Akku-Batterie"

Ein Mann vom Fach also

3dGeist
01
10.9.2011, 17:25

Mich wundert ja dass das Volumen des Speichersee nicht wie hier üblich in Badewannen angegeben wurde.

GE
52

Hauptsache im Nationlapark wird als erstes umgebraben!
Anschoberleibling Bernegger baut den Ber gschon zum 3 mal um und den Behörden ist es egal. Und wenn er den Berg komplett abträgt, wird es ihnen auch egal sein! SUPER!
Andere Frage, hat Bernegger das Grundstück gekauft oder hat man es ihm, wie immer geschenkt oder nütz er es einfach auf eigen Faust.
Muss ich auch mal probieren, irgendwo was abbauen, Gewinn machen und mich aufplustern!

downhillschrott
00
26.4.2012, 10:21
Soweit ich weiß,

liegt Molln nicht im Nationalpark.
Auch nicht der Pfaffenboden. Und ich habe ehrlich gesagt absolut nichts gegen eine Verwertung eines alten Steinbruchs. Schon garnicht wenn es um ein Pumpspeicherkraftwerk geht, dessen Kapazitäten leider wegen der unregelmäßigen Last dringend gebraucht werden.

Wenn ihre restlichen Informationen denselben Wahrheitsgehalt haben, dann danke ich für Ihren Beitrag.

Strom hat kein Mascherl - natürlich ist es möglich, und aus wirtschaftlicher Sicht (leider) sinnvoll dass billiger Atomstrom dafür eingekauft wird. Die Politik hat es in der Hand das zu ändern.

fake vomit inc.
00
12.9.2011, 18:45
Molln ...

bzw. der Pfaffenboden liegen NICHT im Nationalpark Kalkalpen!

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