Onlinehandel wächst rasant

9. September 2011, 10:21

Internetgeschäft wuchs 2010 um 14 Prozent auf 7 Mrd. Euro

Rund um die Uhr einkaufen zu können ist inzwischen alltäglich geworden. Während der stationäre Handel nur leicht zulegt, wächst der Onlinehandel rasant. Im vergangenen Jahr wurden in Österreich laut RegioData rund 7 Mrd. Euro online umgesetzt, um 14 Prozent mehr als 2009. Manche Branchen geraten angesichts der Kundenabwanderung Richtung Internet aber gehörig unter Druck. Im Buchhandel wird schon mehr als ein Fünftel im Internet umgesetzt, im Elektrohandel sind es 16 Prozent.

Veränderte Branchen

"Das Internet hat insbesondere den Buchhandel und den Elektrohandel sowie die Musik- und Reisebranche stark verändert", so Mark Ruhsam von RegioData. Der klassische Buchhandel macht schwere Zeiten durch: Stationär kämpfen die Betriebe mit Umsatzeinbußen, wohingegen der Verkauf im Internet prächtig läuft. Europas größter Elektronikhändler Media-Saturn hat den Einzug ins Internet komplett verschlafen und im Vorjahr die Zeche dafür bezahlt. Nun hat der Ausbau des Online-Geschäfts höchste Priorität.

Noch keine Rolle für Lebensmittelhandel, Baumärkte oder Möbelhändler

Doch auch wenn der Onlinehandel weiter an Bedeutung gewinne, werde er den stationären Einzelhandel nicht ablösen, ist Ruhsam überzeugt. Noch keine Rolle spielt das Internet-Geschäft für den Lebensmittelhandel, Baumärkte oder Möbelhändler. Die Anteile, die diese Branchen im Internet erwirtschaften, liegen bei 1 Prozent und darunter. Um 3 bis 4 Prozent machen Drogerie- und Parfümeriehändler, Schuhhändler und Bekleidungsketten im Internet, geht aus der RegioData-Erhebung hervor. Eine etwas höhere Bedeutung hat das World Wide Web für den Sportartikelhandel: Die Branche macht 7 Prozent ihrer Umsätze im Netz.

Im Schnitt gibt ein Österreicher pro Jahr 830 Euro für Interneteinkäufe aus. Damit liegen wir im Europa-Vergleich unter den Top-Onlineshoppern. Mehr geben nur Norweger (880 Euro) und Briten (890 Euro) aus. Europaweit beträgt der gesamte Online-Umsatz rund 200 Mrd. Euro. (APA)

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