Kommentar von Gerald John

Pragmatik statt Plattitüden

Kommentar | Gerald John, 8. September 2011, 18:38

Die Schuldenbremse gibt keine Antwort auf die Schlüsselfrage der Budgetpolitik

Die ÖVP macht es ihren Wählern schwer, sie zu verstehen. Vor wenigen Tagen erst hat Maria Fekter eine Schuldenbremse als "unrealistisch" abgelehnt, weil Österreich selbst Schuldensünder sei. Nun möchte die Finanzministerin plötzlich das Gegenteil - und die budgetäre Selbstkasteiung in der Verfassung fixieren. Weil der Parteichef das will.

Themennot macht flexibel. Doch das Manöver führt die ÖVP an eine Nebenfront, vorbei am Kernproblem. Abgesehen davon, dass mehr oder minder starre Schuldenlimits in Krisen gefährlich sein können, weil sie den Spielraum der Politik einschränken, beantwortet eine Schuldenbremse, die es ja in Form der Maastricht-Kriterien längst gibt, nicht die entscheidende Frage: Woher nimmt der Staat das Geld für seine dringenden Aufgaben?

Die Agenda ist kostspielig. Die Regierung sollte - da hat die ÖVP recht - mittelfristig Defizit und Schulden abbauen, um nicht Geld in Zinsen zu verpulvern; schleunigst in Schulen, Unis, Kindergärten, Pflege und die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit investieren; und auf längere Sicht - sofern es finanziellen Spielraum gibt - die Abgabenlast auf Arbeit senken.

Woher nehmen? Eine Möglichkeit ist Sparen. Zweifellos gibt es da Potenzial. Doch Projekte wie eine Spitalsreform und die Anhebung des Pensionsalters sind selbst bei einträchtigem politischem Willen langwierig - und dass der Staat bei sich selbst spart, ohne dass die Bürger irgendetwas merken, hat sich x-mal als Schmäh entpuppt. Was wurde vor dem letzten Sparpaket nicht über die Verwaltungsreform schwadroniert; die großen Einschnitte gab es dann bei der Familienförderung und anderen Sozialleistungen.

Ein reines Sparprogramm ist deshalb ungerecht. Es belastet nicht nur überwiegend die Ärmeren und große Teile der Mittelschicht, die auf die öffentliche Hand angewiesen sind, sondern wäre auch die falsche Lehre aus der Krise. Der Sozialstaat hat der Gesellschaft entscheidenden Halt gegeben. Weder haben verängstigte Bürger die Wirtschaft in den Abgrund gespart, noch führte die rasant wachsende Arbeitslosigkeit zu Aufruhr. Daran sollten sich sozialabbauwütige Politiker gerade jetzt, wo die nächste Flaute droht, erinnern.

Eine Alternative sind Steuererhöhungen. Man muss kein Reichenfresser sein, um dabei an die mit Krisenunterbrechung stark gewachsenen und auf eine Oberschicht konzentrierten Vermögen zu denken. Auf die über Jahre grosso modo stagnierenden Arbeitnehmereinkommen drücken bereits beträchtliche Abgaben. Eine höhere Mehrwertsteuer würden die unteren Schichten überproportional belasten und den Konsum arg dämpfen.

Sinnvoll wäre letztlich ein Mix aus Sparen und Steuern - an sich ein großkoalitionäres Urprinzip. Profilierungsneurosen seien den rot-schwarzen Politikern gegönnt, doch allmählich könnten Kampfbegriffe und Plattitüden im Talon bleiben und - wie die Koalition ja gelobt - ernsthafte Verhandlungen beginnen. Die Sozialdemokraten sollten sich darüber klar werden, ob sie aus Vermögenssteuern nun eine Bildungsoffensive, eine Pflegeversicherung oder eine Arbeitnehmerentlastung speisen wollen; alles auf einmal ist unrealistisch. Die ÖVP möge ihre Mittelstandsparolen ernst nehmen, statt die Interessen der Reichen zum einzigen unumstößlichen Tabu zu erklären - zumal selbst aus dem Kreis der Zielgruppe erste Rufe nach einem Beitrag der oberen Zehntausend lautwerden. (DER STANDARD, Printausgabe, 9.9.2011)

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karl may aka nestroy aka valentin
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na dann los: reichensteuer, finanztransaktionssteuer, gerechtere einkommensverteilung. für's erste würde dies enorm helfen.

Hans Müller1
 
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Was für ein Propagandaschmarrn, wer in Österreich bei einer Staatsquote jenseits der 50% keine Einsparungsmöglichkeiten sieht tut mir leid

super Typ
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Zweierlei wird in dem Artikel angesprochen:

1. Natürlich gibt es Einsparungsmöglichkeiten durch Effizienz- und Produktivitätssteigerungen. (Verwaltungsreform) Das ist aber ein langfristiges Projekt, eigentlich ist es sogar ein kontinuierliches Projekt, durch das nicht von heute auf morgen das Budget zu sanieren ist.

2. Natürlich kann man den Sozialstaat einschränken. Ob das sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Außerdem: Natürlich kann der Staat Leistungen einschränken (zum Beispiel weniger Lehrer, weniger Polizisten, weniger Straßen etc. etc.), die es dann halt einfach nicht mehr gibt oder privat finanziert werden müssen.

Don Kamo
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wie sollen die oberen 10.000 ein hinkendes System retten?

Herr John, beantworten Sie doch bitte diese Frage. Warum geht dieser von politischen pseudo-insider Informationen lebende Kommentar nicht in die Totale, sowohl politisch als auch ökonomisch? Herr John, wieviel bekommen Sie für das Verfassen diese Bobo-Texts? Sie bewegen sich an der Oberfläche, was übrig bleibt ist ein schaler Nachgeschmack von tausendmal Wiedergekäutem und Erlebten. Die Politik ist nicht spannend, weil die Demokratie nicht lebt. Sie wird tagtäglich mit Füssen getreten. Muss man das thematisieren, angetragen mit ein paar hippen Themen wie Sparen und Steuern und Schuldenlimits. Sie sind Opfer von Neusprech - wer glaubt an Schuldenlimits? Es ist ein Begriff zur Beruhigung der Massen. Genauso wie: ernsthafte Verhandlungen.

Kung Fu
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Kein Mensch hat was von den oberen 10.000 geschrieben.

Quizfrage: wieviel Prozent Steuern muss ein Normalo mit 3.000,- Brutto mtl. zaheln und wieviel ein "Reicher" mit sagen wir mal 8.000,- Brutto mtl.
Angaben bitte in %

kopfsalat
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Ok, es ist das vorletzte Wort des Artikels,

aber drinnen stehen tuts trotzdem.

Markus Freyberg
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Als ich 8.500 verdient habe, blieben 4.500 über.

Also weniger, als der 3000 Normalo verdient war dahin

Man of Wealth and Taste
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Europäische Lösung

Da unsere Politiker offenbar nur den Status Quo verwalten, wäre ich für eine Auslagerung der Kompetenzen hin zur EU. Ein paar regionale "Ansprechpersonen" in Österreich (von mir aus auch auf Landesebene) sollten genügen. Sparen wir die Bundesebene ein!

weltoffener Allerwertestenkriecher
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Die EU hat leider nur Verwaltungsaufgaben und keine Verantwortungsaufgaben. << Da liegt der Hund begraben.

weltoffener Allerwertestenkriecher
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immer auf die Kleinen! gegen die Großen und Mächtigen habens ALLE die Hosen gestrichen voll.

Und genau da ist das Problem.
Keine Männer in der Politik. Frauen die sich wie harte Männer positionieren wollen.

Und das Kind aus dieser Parteisuppe der unauffindbaren politischen Ästhetik ist die Verwahrlosung in eine mafiöse Politik der Freundschaftskanditaturen ohne gesellschaftlichen Mehrwert.

vlt sollten wir die Gemeinschaft der Menschen wie einen Baum sehen - der so viele Früchte bringt: wo sich die einen den Wanst vollschlagen und die anderen zu Speichelleckern degradiert werden.

Die soziale Partei ist christlicher wie die Finanzpartei. (ich hoffe inständig, dass dies ein Tritt in die nicht vorhandenen Eier war)

Markus Freyberg
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Pragmatik und ÖVP??

passt nicht zusammen. Da geht es lediglich um ein "gutes Dastehenwollen" vor der schwindenden Wählergemeinschaft, also um Opportunismus.

Arztserienbegutachter
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Die Themennot ist dem Herrn Spindelegger quasi in das Gesicht geschrieben.

Ich mein, wir stehen am Beginn eines neues Jahrtausends. Schüssel hat uns bergab geführt und Spindelegger harrt am Status Quo in Bananenpanier.

Was wir benötigen ist eine philosophische Überdachung des Gemeinschaftsprojektes "der Staat".
Man kann doch nicht allen Ernstes der Meinung sein, das wir das Leben schon zu Ende gedacht haben. Und das Spindeleggers Ansichten elitäre Denkschematiken aufweisen.

Vielleicht sollt er in Pension gehen und massive Abschläge bei sich vornehmen. Denn so wird das nichts. Das Projekt Schüssel mit seinem Spar- und Veräusserungskurs darf keine Wiederholung finden.

Michael Holzermayr2
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Question mal posée:

was sind die dringenden Aufgaben des Staates?
Das sollte vorher definiert werden, Herr John.

good night austria
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"Woher nimmt der Staat das Geld für seine dringenden Aufgaben?"

"Die Agenda ist kostspielig."
Sagt Hr John?
Schon darüber was eigentlich "sozial gerecht" ist, eine tägliche 1000-fach verwendete Floskel, sollte insbesonders von den sog. Linken einmal in aller Ruhe reflektiert werden.
Und mit Steger ("Die Schulden, der Staat und die Roten", zufälig in der gleichen Ausgabe):
Wer bitte - von den "Nettozahlern" - will in dieses morbide, politisch festgefressene, uneffiziente, seit Jahrzehnten unreformierte System noch einen EUR mehr als bisher hineinstecken, um dann täglich in der Zeitung lesen was mit seinem Geld so passiert.
DIESEM Staat fehlt mittlerweile völlig die Legitimation für neue/mehr Steuern, und zwar solange er nicht elementarste Grundlagen an Selbstorganisation und Reformleistungen nachholt.

Kapitalismus Luege
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den eigenen Futtertrog einmal verkleinern

indem der Staat verschlankt wird - alle diese Versorgungsjobs will/kann doch keiner mitfinanzieren,

1 staatliche Krankenkasse, Pensionsanstalt, keine Bundeslandhofstaaten, etc

allen die nicht wissen was eigentlich ihre Leistung war einen Betrag in der doppelten Höhe abziehen

Und wenn die Regierung ihre Hausaufgaben einmal gemacht hat (dazu müßte sie aber einmal anfangen), dann kann sie sagen: wir sind mit gutem Beispiel vorausgegangen und jetzt bitte die Reichen vorzutreten.

mikromalist
 
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AT benötigt zuerst eine

zukunftsweisende Wirtschafts-/Steuerpolitik und Finanzpolitik.
zB Verstehe ich nicht, warum AT 90% seiner Schulden im "Ausland" hat, UK nur 25%.
Deutet das darauf hin, dass unsere eigenes Finanzsystem so am Sand ist, oder dass die cashreichen Banken (Sparkassen zB), Versicherungen der AT Bonität nicht trauen?

Staaten sollen sich in Wirtschaft nicht einmischen, aber zumindest eine Strategie entwickeln?

Unser Steuersystem ist ein Witz. Es befördert die Spreizung geradezu und befeuert dadurch die vertrottelte Diskussion um Vermögenssteuer, die wieder nichts anderes, als eine Feigenblattsteuer wäre.
Politiker müssen endlich begreifen lernen, was Erträge sind, Vermögen, Kapital, Kostendynamik, Risiko, ... sind.

athea
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Politiker müssen endlich begreifen lernen, was Erträge sind, Vermögen, Kapital, Kostendynamik, Risiko, ... sind.

betriebswirtschaft ist eine sache und volkswirtschaften eine andere. nur weil ihr gerne an microminimalistischen schrauben zum eigenen vorteil dreht, heisst das nicht, dass nicht andere menschen andere schwerpunkte haben. und diese microökonomen sollten mal begriffe lernen...was ist ein ertrag: sozialer frieden, was ist vermögen: gute bildung vieler, was ist kapital: kooperation und aufgabenteilung, was ist kostendynamik: darüber nachzudenken, was es bewirkt, wenn wenige das gros gängeln, und dann risiko: was krieg menschlich und ökologisch bedeutet!
wegen der einmischung: legislativen! in einem noch relativ neuem gebiet

mikromalist
 
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Dann machen wir doch Steuern

auf moakro-oekonomische Einkünfte?
Es hilft nix, auch auf der Mokroökonomie gibt es so etwas wie Mittelherkunft und Mittelverwendung.

Der SPDler Gabriel hat es gestern bei Illner entnervt und völlig korrekt gesagt: wie hilfreich waren denn die vielen schlauen makro-ökonomischen Konzepte?

Schlaue ex-post Prognosen. Keynes und Freeman für den Papierkorb.

Ökonomie funktioniert bottom up.

p.s1. ich habe schon hundertmal empfohlen:: progressive Steuern auf die Summe aller Erträge und das würde mich als Unternehmer hart treffen. Vermögenssteuer nicht. Weil ich, wie Fekter das nennt, meine Erträge verlebe.
p.s2. Sie verwechseln Wirtschaft mit Sozialem.

Ein Linker,

des is mei extra
01

Sie Populist, Sie [\Ironie]

Christoph Karl Steininger
04
Österreich schüttet jedes Jahr

eine hohe Summe als Wirtschaftsförderung an an sich gesunde Betriebe aus!
Die Summe ist ungefähr so hoch wie der Bundeszuschuß an die diversen Pensionsanstalten. Warum man das tut ist eine reine Klientele-Politik! Die Parteien sichern sich so rentable Versorgungsposten.
Mir ist unerfindlich warum niemand sich auf dieses Thema draufsetzt! Stattdessen sind die üblichen Sündenböcke der Republik die Invaliden und die Empfänger der Mindestsicherung.

coldturkey
03

Es gibt genügend zielführende Projekte und Maßnahmen, auf die man sich ohne weiteres ohne Gesichtsverlust einigen könnte und die insgesamt zu einer Verbesserung der gesamten Situation beitragen würden. Es ist mir ohnehin unbegreiflich wie Politiker glauben können es würde ihrer Beliebtheit in der Bevölkerung eher zuträglich sein starrköpfig seine Position zu verteidigen als dem Koalitionspartner entgegenzukommen und gemeinsam Maßnahmen umzusetzen, die vielleicht nicht zu hundert Prozent den eigenen Idealvorstellungen entsprechen, aber in jedem Fall besser sind als Stillstand und fortwährende gegenseitige Blockade - vor allem für die Bevölkerung, und um die geht es schließlich. Oder nicht?

slaine mcroth
03

Ich glaube, es liegt daran, dass sich in der Politik das Prinzip: 'lass kein gutes Haar am politischen Gegner, und zwar kein einziges', besser bewährt hat als alles andere, um Nr.1 zu werden. Und darum geht es: Nr.1 zu werden. Dass dabei sinnvolle Maßnahmen blockiert werden, weil der politische Gegner zuerst damit aufgetreten ist, ist ein Schaden, der in Kauf genommen wird.

coldturkey
03

Ob sich dieses Prinzip tatsächlich "besser bewährt" hat als handfeste konstruktive Arbeit, die sich in für die Bevölkerung spür- und wahrnehmbaren Resultaten (am besten positiver Natur) niederschlägt, wage ich angesichts des Niedergangs von SPÖ UND ÖVP und des kometenhaften Wiederaufstiegs der FPÖ nach dem in jeglicher Hinsicht gescheiterten schwarz-blauen Experiment zu bezweifeln. Aber offensichtlich sehen das viele Vertreter der beiden Regierungsparteien nach wie vor anders - bis zu jenem Tag, an dem Strache als Kanzler angelobt wird.

coldturkey
03

"Der Sozialstaat hat der Gesellschaft entscheidenden Halt gegeben. Weder haben verängstigte Bürger die Wirtschaft in den Abgrund gespart, noch führte die rasant wachsende Arbeitslosigkeit zu Aufruhr. Daran sollten sich sozialabbauwütige Politiker gerade jetzt, wo die nächste Flaute droht, erinnern."

Genau das sollten sich jene Politiker in Erinnerung rufen und vor Augen halten, die Sparen um jeden Preis - und das vorrangig natürlich bei den Sozialausgaben - zur obersten Maxime erhoben haben - es sei denn der soziale Friede ist ihnen egal. Abgesehen davon weisen zahlreiche anerkannte Ökonomen wiederholt darauf hin dass radikale Sparprogramme quer durch alle Nationen für eine ohnehin rezessionsgefährdete Wirtschaft absolutes Gift sind.

;-)
00

Spindelegger - sein Sparkurs und das feudalistische Papsttum.

"Man kann nur einem Herrn dienen!"

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