Schuldenkrise

Vermögenssteuern als Teil eines "New Deal"

Kommentar der anderen | 8. September 2011, 18:08

Gegen das Rezept "strenge Haushaltsdiät" und für eine Vermögenssteuer als Teil eines "New Deal" - Von Stephan Schulmeister

Reich an Paradoxien ist das Wirtschaftsleben: In der gegenwärtigen Wirtschaftslage könnten spürbare Konsolidierungsbeiträge der Vermögenden einer massiven Entwertung ihrer Vermögen vorbeugen.

Ausgangpunkt: In den letzten Wochen wurden die Aktienvermögen in drei Schüben um etwa 25 Prozent entwertet. Die erste Talfahrt beschleunigte sich am 1. August als der Schuldenkompromiss in den USA verkündet wurde: 10 Jahre lang sollen die Staatsausgaben gekürzt werden, Beiträge der Vermögenden sind ausgeschlossen. Der zweite Schub setzte am 16. August ein: Merkel und Sarkozy fordern für alle Euro-Länder Schuldenbremsen nach deutschem Vorbild. Der dritte Schub begann am 31. August: Griechenland würde seine Budgetziele verfehlen und müsse noch mehr sparen. Alle drei „Schubauslöser“ verordnen ein „more of the same“. Dies sollte (Finanz)Vermögende freuen, doch sie bekamen es mit der Angst zu tun: Eine permanente Sparpolitik fast aller Industrieländer würde die Lage verschlimmern. Tatsächlich stellt eine Schuldenbremse eine Symptomkur dar. Sie impliziert: Der Schuldner ist schuld und hat es selbst in der Hand, durch strenge Diät zu gesunden. In der Realität entwickeln sich Einnahmen und Ausgaben des Staates aber in Wechselwirkung mit jenen der anderen Sektoren.

Wegen des „neoliberalen Smogs“ in ihren Köpfen kehrten die Eliten nach dem „Krisenschock“ wieder zu jenen Rezepte zurück, die in die Krise geführt hatten: Im Namen der Freiheit des Marktes durften Finanzakrobaten nicht nur weiter machen wie vorher, sondern weiteten ihre „Spiele“ auf die Spekulation gegen souveräne Staaten aus. Bei der Budgetkonsolidierung folgt man Reichskanzler Brüning: Je mehr gespart wird, umso besser.

Dass dies in die nächste Krisenphase führen muss, war erkennbar. Im Frühjahr 2010 als die Krise überwunden schien, schrieb ich in einem Büchlein: „Die schwierigste Phase der großen Krise liegt nicht hinter uns, sondern vor uns. Ein neuerlicher Rückgang der Aktienkurse bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit, leeren Staatskassen und zunehmendem Zweifel an der realen Deckung der Staatsschulden wird ohne kluge Gegensteuerung dazu führen, dass alle Sektoren versuchen, ihre Lage durch Sparen abzusichern: Unternehmer, Haushalte, Ausland und Staat. Das ist der Stoff, aus dem ökonomische Depressionen gemacht sind.“

Jetzt ist es soweit: Wie 2008 werden Aktien- und Rohstoffvermögen entwertet, diesmal auch noch die meisten Staatsanleihen, die Nachfrage von Unternehmen und Haushalten sinkt (nicht zuletzt durch Schrumpfen der zweiten und dritten „Säule“ der den Börsen anvertrauten Altersvorsorge). Was die Situation schlimmer macht als vor drei Jahren: Das Pulver der Fiskal- und Geldpolitik ist verschossen. Weiters: Das realkapitalistische China wird den finanzkapitalistischen Westen nicht mehr in gleichem Maß stabilisieren können wie 2009.

Vorsorglich schrieb ich daher in meinem Büchlein: „In einer solchen Situation muss der Staat der Realwirtschaft nachhaltige Impulse geben, gleichzeitig aber auch seine Finanzlage stabilisieren. Dafür gibt es nur einen Weg: Er muss den Einkommensstärksten, insbesondere den Besitzern großer Finanzvermögen, spürbare Konsolidierungsbeiträge abverlangen, und zwar nicht aus sozialen, sondern aus ‚technisch-makroökonomischen‘ Gründen: Die ‚Finanzrentiers‘ reagieren darauf nicht mit einer Einschränkung ihres Konsums, sondern ihres Sparens ...

Anders ausgedrückt: Den Arbeitnehmern muss wenigstens die Chance gegeben werden, gemeinsam mit den Unternehmern die Schulden des Staates gegenüber den „Reichen an Geld“ abzutragen. Dazu müssen letztere Konsolidierungsbeiträge leisten, mit deren Hilfe der Staat die Wirtschaft stimulieren kann.“

Dies gelang Roosevelt mit seinem „New Deal“ (bis 1937 nahm das US-BIP um fast 40% zu), Reichskanzler Brüning setzte hingegen auf Sparpolitik. Da es 3 Minuten vor 12 ist, braucht es Sofortmaßnahmen. Dazu ein Gedankenexperiment: Angenommen, die Vermögenden erklären sind bereit, mit zusätzlich 1 Mrd. Euro zur Finanzierung unseres Gemeinwesens beizutragen und ermöglichen damit Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Umwelt. Dann werden die Gesamteffekte ungleich günstiger ausfallen als wenn der Staat seine Ausgaben um 1 Mrd. Euro senkt.

Eine expansive Konsolidierungspolitik muss eingebunden sein in einen „New Deal“ für Europa, der unternehmerische Aktivitäten auf allen Ebenen besser stellt als Finanzakrobatik. Voraussetzung dafür ist, dass die zwischen der Real- und Finanzwirtschaft vermittelnden Preise (im Raum: Wechselkurs, in der Zeit: Zinssatz) stabilisiert werden (wie in den 1950er und 1960er Jahren oder im realkapitalistischen China). Ähnliches gilt für die Preise erschöpfbarer Ressourcen, insbesondere von Erdöl (zumal sein Verbrauch Hauptursache des Klimawandels ist).

Folgende Maßnahmen könnten rasch und ohne finanziellen Aufwand umgesetzt werden.

Erstens: Gründung eines „Europäischen Währungsfonds“ (EWF). Dieser finanziert die Euroländer durch Ausgabe von Eurobonds mit festen Zinssätzen (derzeit 2% bis 3%). Die Kreditvergabe wird an strikte Bedingungen geknüpft („Konditionalität“).

Zweitens: Vereinbarung zwischen den wichtigsten Notenbanken, die Wechselkurse innerhalb enger Bandbreiten zu stabilisieren. Dies hat in Europa zwischen 1986 und 1992 gut funktioniert, erst als die Bundesbank „ausstieg“, brach das System stabiler Kurse zusammen.

Drittens: Ankündigung und Umsetzung langfristiger Preis- und Lieferabkommen zwischen der EU und der OPEC zwecks Stabilisierung des Erdölpreises. Seit fast 40 Jahren machen seine grotesken Schwankungen notwendige Investitionen in die Energieeffizienz unkalkulierbar.

Viertens: Verbot bzw. Einschränkung jener Praktiken der Finanzakrobaten, die erwiesenermaßen die manisch-depressiven Schwankungen der Finanzmärkte verstärken wie etwa computergesteuerte Spekulationssysteme.

Fünftens: Einführung einer generellen Finanztransaktionssteuer in der EU oder auch nur im Euroraum. Diese dämpft die schnellen Spekulationen und würde den öffentlichen Haushalten erhebliche Erträge bringen.

Das größte Hindernis auf dem Weg zu einer realkapitalistischen „Spielanordnung“: Die Lernschwäche der Ökonomen. Die Geister, welche sie vor 40 Jahren gerufen hatten, werden sie so schnell nicht los. Anders gesagt: Ärzte, deren Therapie Teil der Krankheit ist, verstärken lieber die Dosis. (Stephan Schulmeister, DER STANDARD, Printausgabe, 9.9.2011)

Autor

Stephan Schulmeister ist Wirtschaftsforscher in Wien.

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Javert
01
15.9.2011, 16:36
die kapitalinhaber sind dumm und können nicht rechnen

dem kapital wäre es, wenn auch nicht leicht, aber doch möglich, den schuldenberg der europäischen staaten innert 10 jahren abzutragen.

eine riesenbelastung, ja - gerecht? nein ... das leben ist selten gerecht.

jedoch übersehen die leute, welche verdienstmöglichkeiten eine entschuldete industriegesellschaft bieten würde - atemberaubende perspektiven und geschäftschancen ... die sich ohne ausgleich der salden nie ergeben werden.

dumm, kurzsichtig

Isegrim1
10
12.9.2011, 09:23
Fazit: Alles was nur ein bischen nach marktwirtschftlicher Freiheit und nicht Staatenkontrolle riecht soll verhindert werden

Schon Maßnahme 1 wird scheitern: Es hat die No-Bail-Out Klausel nicht gehalten, es haben die Maastrichtkriterien nicht gehalten und es werden auch solche Bedingungen nicht halten sobald sie einem Land drohen, welches Deutschland oder frankreich nahe steht.
Zu Maßnahme 4: Ob das Computersystem aufgrund X-vieler platzierter Order einen Sog nach unten liefert, oder ob dann alle Aktionäre zur Börse rennen und "verkaufen" schreien ist auch schon egal.

Weltfremd ?
00
10.9.2011, 10:42
Obwohl ich normalerweise Sympathien

für seine Theorien habe, kann ich seiner Forderung nach Vermögenssubstanzbesteuerung nicht folgen. Leider ist manches nicht zu Ende gedacht, wie beispielsweise, dass Ansprüche auf Pensionsleistungen und Lebensversicherungen genauso Vermögen darstellt und damit seine Vorschläge in Frage zu stellen sind. Auch er schaut nicht hin und überlegt, woher Vermögen, d.h. eigentlich Eigentum kommt und wie es beim Erwerb besteuert wird. Ausserdem wäre die absolute Gerechtigkeit, wenn jeder für seine im gesamten Leben eingenommen Einkünfte gleich viel Steuern bezahlen würde, es ist aus meiner Sicht unangemessen, jene, die das Geld nicht unmittelbar in den Konsum stecken, ich betone unmittelbar, dann dafür zu bestrafen.

christianr
01
die gute alte tobin tax

=transaktionssteuer würde den trendfolgeprogrammen mit ziemlicher sicherheit das lebenslicht ausblasen und das verbot solcher transaktionspraktiken erübrigen, da daytrader mit ihren programmen schon kleinste kursunterschiede ausnutzen - oft schon bei der 3. kommastelle, bei währungen sogar schon bei der 4. nachkommastelle.
hr schulmeister ist imho einer der wenigen ernstzunehmenden oekonomen, das problem dabei ist, dass oekonomen keine wahlen zu schlagen haben....

Andreas Prucha
01
Naja, das Problem liegt aber auch bei anderen Spekulationen. Z.B. Spekulationen auf Rohstoffe.

Und damit meine ich nicht die legitime Absicherung zwischen Rohstoff-Produzenten/Förderern und Rohstoff-Verarbeitern/Verbrauchern, sondern jene, die sich dazwischen schalten und auf Rohstoffe spekulieren, mit denen sie real eigentlich garnichts zu tun haben.

Da gibts zwar die Theorie, dass die Spekulanten den Preis stabilisieren, aber im Endeffekt schneiden sie kräftig mit (sonst würdens das nicht tun). Das sind aber letztendlich keine Leistungsträger, sondern Parasiten der Realwirtschaft.

Isegrim1
00
12.9.2011, 09:26
Ich hoffe Sie haben auch kein Gold gekauft nur weil Sie glauben der Euro sinkt, sofern sie keine Goldmine oder Schmuckfabrik besitzen.

Sonst wären Sie ja auch einer dieser bösen bösen Spekulanten.

Otto Ottinger
 
00
20.9.2011, 18:24

Nein, der Prucha Andras ist einer dieser dummen dummen staatsgläubigen Volldeppen!

Mathias Kobl
00
die öffentliche hand

hat nicht zuwenig geld. die haben zu viel geld. da werden alle bereiche mit geld zugeschüttet und fordern dann noch mehr geld. allein seit 2008 haben sich die staatsausgaben um ca. 10 mia erhöht.
gleichzeitig wird ständig vom sparen geredet und keiner tut es.
würde eine privatperson so sparen wie der staat, dann würde das zum beispiel bei dem kauf einer uhr so ausschauen: man schaut bei der breitling und kauft dann eine swatch. zu hause kann dann der frau erklärt werden, dass heute beim einkaufen 2.500 € eingespart wurden. "weil schatz, ich hätte ja auch die breitling kaufen können"

Otto Ottinger
 
00
20.9.2011, 18:29

nein, der staat würde eine paritätisch besetzte uhrenbeschaffungskomission ins leben rufen die nach mehreren monaten die swatch um 250€ jährlich least und die aufgelaufene Million € Personalaufwand BIP steigernd in der VGR verbucht.

Damit wird also nicht nur gespart sondern auch die Wirtschaftsleistung der Volkswirtschaft angekurbelt.

it's magic!

GeneralMojo
11
Ich kann Schulmeister...

... mit seiner Kritik an den Neoliberalen nur zustimmen. Es ist zu erwarten, dass Regierungen weiterhin mit Kürzungen auf die Vertiefung der Krise reagieren, weil man ihnen 40 Jahre nichts anderes eingetrichtert hat. Die Sparmaßnahmen vertiefen aber selbst die Krise. Leider verwechselt Schulmeister imm noch Ursache und Wirkung der Krise. Die geringe Profitabilität in der Realwirtschaft ist die Ursache, nicht die Sparmaßnahmen und Spekulation. Hier beschrieben:
http://www.linkswende.org/5256/Perm... dete-Krise

Oh my God !
21
diese Überheblichkeit des Ideologen

"Wegen des „neoliberalen Smogs“ in ihren Köpfen kehrten die Eliten nach dem „Krisenschock“ wieder zu jenen Rezepte zurück, die in die Krise geführt hatten"...

"Ankündigung und Umsetzung langfristiger Preis- und Lieferabkommen zwischen der EU und der OPEC zwecks Stabilisierung des Erdölpreises." .... die OPEC wird sofort JA sagen, weils vom St. Schulmeister kommt... oh my god

und wir singen dann gemeinsam:

http://www.youtube.com/watch?v=3... re=related

sotho talker
 
00
den artikel finde ich nicht schlecht aber wir sind doch von den maßnahmen die da gefordert wären ewig weit entfernt

währungsfond in einem europa wo trotz krise noch immer alle ihr eigenes süppchen kochen?

was EU und OPEC betrifft so liegt das sicher nicht an der EU, aber welches interesse sollte die OPEC daran haben? bzw. was kann die EU anbieten? das problem öl löst sich von selber und die EU tut gut daran von dieser droge so schnell wie möglich und unter zuhilfenahme von allen möglichen investitionen loszukommen. das WIRD sich rechnen, unter garantie.

verbot von computersystemen ist unmöglich (weil nicht kontrollierbar)

zur finanztransaktionssteuer: euroraum ist da nur eine halbe sache. und nichteinmal da sind sich die leute einig...

sorry ich sehs nicht wie wir auch nur in die nähe der vorschläge kommen sollen.

thommerrillin
13

Das ist doch völliges Verdrehen von Kausalzusammenhängen. Nicht die Sparpakete führen zu den Kursverlusten, sondern die Skepsis der Marktteilnehmer, ob einzelne Staaten ihre Zinsen noch bedienen können. Auch die Performance der österreichischen Fussballnationalmannschaft korreliert in der letzten Zeit mit den Aktienmärkten, aber ich würde dennoch keinen Zusammenhang herstellen.
Völlig absurd wird er aber, wenn er computergesteuerten Aktienhandel verbieten oder der OPEC den Ölpreis vorschreiben will. Da fragt man sich schon, ob er den Rest der Menschheit für blöd verkaufen will.
Da schreibe ich jetzt auch dem ÖFB vor, mit Qualifikationsgegnern zu vereinbaren, dass sie uns maximal noch zwei Tore schiessen dürfen.

DThl
00
10.9.2011, 08:57
Tels Ja, teils Nein

Die Regulierung der Rohstoffpreise wird nicht klappen, da stimme ich Ihnen zu.

Die Ursache der Aktienkurseinbrüche ist aber wohl nicht die Angst vor der Pleite einzelner Staaten, sondern die Angst, dass die Wirtschaft einbricht: sei es durch die Pleite, zuvor aber noch durch die Sparpakete.

Daher muss man, um die Angst zu nehmen, dafür sorgen, dass a) Staaten nicht pleite gehen UND b) Sparpakete die Wirtschaft nicht abwürgen. Schulmeister hat einen Weg dazu vorgeschlagen. Was die Kurse machen, ist dann eigentlich sekundär. Langfristig sollten sie sich an der Ertragslage der Unternehmen orientieren, und ihr Hauptnutzen für den Eigner sollte die Dividende als Gewinnanteil sein, und nicht ein erwarteter Kurgewinn.

DThl
28
Respekt vor Schulmeister

Grundsätzlich bin ich ja der Ansicht, dass man nicht von Finanzwissenschaft sondern von Finanztheologie sprechen sollte.

Die schlüssigste Wirtschaftsreligion stammt jedoch von Schulmeister. Grosso modo sind seine Prognosen eingetreten. Aus systemtheoretischen Gründen ist es auch notwendig einem Wirkungsgefüge, das zu immer hysterischeren Ausschlägen neigt, durch Maßnahmen wie der Transaktionssteuer (="Reibung") etwas "kinetische Energie" zu nehmen. Auch ist es naheliegend bei Geldmangel sich bei denen zu bedienen, die das Geld nicht zum Leben sondern zum Veranlagen benötigen.

Blöd nur, dass ich eine private Pensionsversicherung hab' ;(

also dann ...
10
welcher geldmangel ? die banken ERFINDEN DAS GELD AUS LUFT = 1 BUCHUNGSZEILE

im computer ...
und diese können ja n i e ... knapp sein - oder ?

Harald Schoenknecht
00
14.9.2011, 14:33

Naja... ganz so ist es nicht... dem geschaffenen Geld steht eine gleich grosse Schuld gegenueber. Und wer will heut' Schulden aufnehmen? Eben...

PeAcE

x
01

tja, irgendwie sind wir eben alle an den Finanzmärkten irgendwie mitbeteiligt ;-) - und die "bösen Spekulanten" sind auch jene, die versuchen für unsere Privatpension eine möglichst gute Rendite zu erzielen.

Nebenbei: Die Transaktionssteuer würde nur bewirken daß die Arbitrage im Mikrobereich der Cents etwas unrentabler wird --> die bid/ask Spreads werden etwas größer und die Differenz zahlt schlussendlich auch wieder der, der die private Pensionsversicherung hat.

thafritz
00

es ist halt von vornherein ein irrglaube, dass man auf die private rente mehr als 3% erwarten kann, diese idee von der privaten vorsorge hat doch damals nur dazu gedient, die blase aufrecht zu erhalten

wären sie glücklich, wenn sie vielleicht das glück haben, dass es sich bei ihnen ausgeht, in dem wissen, dass aber die meisten anderen verloren haben?

x
00
10.9.2011, 00:51

ich wäre in jedem Fall unglücklich wenn mein Fondsmanager weiterhin den Griechen Geld zu niedrigen Zinsen borgt, auch wenn schon klar ist dass die das nicht zurückzahlen können und ich dann deshalb keine Rente mehr bekomme.

ökolaus nicht nikolaus
13
die lösung

liegt in der gesellschaft nicht im kapital ....

santa fe
 
34

die weitere demontage des sozialstaates, und das verbirgt sich hinter dem begriff "sparprogramm" führt zwangsläufig zum zusammenbruch der allgemeinen kaufkraft und das wiederum zum kollaps der FI (finanzindustrie).

schulmeister hat recht, dass es für die reich(st)en klüger wäre, bei sich selbst zu sparen und dem abbau ihrer steuerprivilegien zuzustimmen. aber die profitsucht schaltet wie jede sucht die vernunft aus.

die FI muss demokratisiert werden und das

BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN für alle

finanzieren, damit auch ihr eigenes system gesunden kann. niemand will das totale chaos. frieden ist vernunft, der raubkrieg gegen die mehrheitsbevölkerung, insbesondere derjenigen der grössten erdölregion, letztendlich selbstmord.

friesfux
00
Den Arbeitnehmern muss wenigstens die Chance gegeben werden, gemeinsam mit den Unternehmern die Schulden des Staates gegenüber den „Reichen an Geld“ abzutragen

Ich schließe mich den vorigen Kommentaren an ,und ergänze ihre Einschätzung Herr Schulmeister als insgesamt zukünftigen 5 Punkte Forderung nur als mittelklassige Politiker—Forderung.
Ihre Wirtschaftliche Systemkur sind ehrlich gesagt unrealistisch.Eine permanente Sparpolitik wird in den Industrieländer die Lage verschlimmern, schreiben sie!
Es sollte eine richtungsweisend intelligente und potenziert vermehrtes Sparen durchgeführt werden.
EU-Gemeinschaftliches solidarisches harmonische Juncker -Rehn,denken wird leider scheitern.
Wir können uns nicht dauerhaft immer selbst beschwindeln,Eurobonds werden genau so scheitern wie der Einspruch der Engländer zur Finanztransaktionssteuer.
Das entsagen der Ehrlichkeit der derzeitigen Regierungen w

thommerrillin
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Werter Herr Schulmeister,

Sie sind im Wifo für die Forschungsgebiete "Industrieökonomie, Innovation und Internationaler Wettbewerb" zuständig. Warum äussern Sie sich medial eigentlich ausschliesslich zu Gebieten, die nicht zu Ihrer Kompetenz zählen und warum hört man von Ihnen nichts zu Industrieökonomie oder Österreichs Innovationslandschaft?

sterngucker
 
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Werte(r) thommerrillin,

Welche Herrn Schulmeisters Qualifikation übersteigende Kenntnisse haben Sie, die es Ihnen ermöglichen, erstere in Frage zu stellen? Und sprechen Sie einem Gastroenterologen auch ab, Nierenerkrankungen zu diagnostizieren?

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