Der Zaubermakler und seine Wunderlampe

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Der fünffache IMMY-Preisträger und damit "Vorzeige-Makler" Michael Pfeifer gab einen Einblick in seine Erfolgsgeheimnisse

Normalerweise gibt es ja den so genannten Ehrenkodex der Zauberkünstler: einen Schwur, seine Tricks nicht zu verraten, niemals nicht und unter keinen Umständen. Zauberer, die Mitglied in einer magischen Vereinigung sind, müssen diesen Schwur einhalten, sonst passiert etwas.

Die folgende Geschichte dürfen wir hier aber trotzdem weitererzählen, und zwar aus mehreren Gründen. Erstens ist Michael Pfeifer nicht Mitglied einer magischen Vereinigung, sondern Immobilienmakler. Als solcher ist er Mitglied in der WKÖ-Fachgruppe der Immobilientreuhänder. Und auch wenn es des öfteren durchaus mit Hexerei zugeht, wenn eine Wohnung keinen Mieter findet, so ist es doch ein recht bodenständiges Gewerbe.

Das führt uns gleich zu Grund Nummer zwei: Das Gewerbe ist so bodenständig, dass es durchaus recht viel Platz für allerlei Flachwurzler bietet, sich darin zu sammeln. Den Obersten der Branche ist das schon länger ein Dorn im Auge, weshalb es in den letzten Jahren einige Initiativen gab, die zum Ziel hatten, die schwarzen Schafe quasi hungers aussterben zu lassen. Der Chef der heimischen Makler also, Bundes-Fachgruppenobmann Thomas Malloth, hat ausdrücklich begrüßt, das Folgende hier wiedergegeben zu sehen. (Dennoch möchten wir hungrige Makler bitten, von einem Weiterlesen abzusehen.)

Und damit sind wir auch schon wieder bei der Zauberei. Bei Michael Pfeifer handelt es sich nämlich um einen wirklichen Vorzeige-Makler dieses Landes, hat er doch den "Immy", den Qualitätspreis der Wiener Landesinnung für die Maklerinnen und Makler des Jahres, bereits fünf Mal einheimsen können. Stolz zeigte er die fünf Statuetten - ein gläsernes, hochgestelltes IMM mit einem goldenen Y darauf - in seiner Vitrine am Mittwochabend her, als er Kolleginnen und Kollegen zum "1. Immy-Fest" in seine Geschäftsräumlichkeiten im 5. Wiener Gemeindebezirk lud. Und dort kam es dann im Laufe des vergnüglichen Abends zu einem wahrhaft magischen Moment: Pfeifer gab sein bis zu diesem Zeitpunkt bestens gehütetes Erfolgsgeheimnis preis.

Staunen machte sich breit, als Pfeifer aus einem kleinen Sackerl plötzlich eine Wunderlampe herauszog und auf den Tisch stellte. Dazu platzierte er ein kleines Fläschchen, auf dem "Styrax" geschrieben stand. Dies sei sein Geheimnis, bekannte er vor rund 25 Branchenvertretern und einem Sauschädel (es gab Spanferkel). Sie alle würden das doch kennen, sprach er seine Kolleginnen und Kollegen direkt an, wenn es eine quasi perfekte Wohnung zu vermitteln gebe, in bester Lage und höchster Qualität, und doch ziehe sich der Moment des Vertragsabschlusses enorm in die Länge. Woran das liegt, wisse man meistens nicht, es könne aber etwas damit zu tun haben, dass Menschen eben oft eine sehr feinfühlige Sensorik für ungesunde Auren hätten, tief im Unterbewussten verankert. Da könne sonst an der Wohnung alles passen; aber wenn beispielsweise ein Finanzjongleur zuvor darin gehaust habe, dann rieche man das.

Und für solche Wohnungen, erzählte Pfeifer, habe er nun eben seine Wunderlampe und sein Hausmittelchen Styrax, was ein Baumharz ist und in seiner Entstehung dem Weihrauch nicht unähnlich: Einmal die Wohnung damit ausgeräuchert, und schon stelle sich binnen kürzester Zeit der gewünschte Erfolg ein.

Und dass das Magie ist, ja vielleicht sogar Zauberei, das wollen wir hier gerne so stehen lassen. (map, derStandard.at, 8.9.2011)

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