Bis Ende September müssen auch die kleineren Hinweisschilder stehen
Bleiburg - Mit den zweisprachigen Ortstafeln in der
Ortschaft Loibach/Libuce in der Gemeinde Bleiburg/Pliberk sind am
Donnerstag die letzten Schilder, für die das Land zuständig ist,
aufgestellt worden. Landeshauptmann Gerhard Dörfler war selbst
ausgerückt, um die Tafeln gemeinsam mit dem Bleiburger Bürgermeister
Stefan Visotschnig anzubringen.
Dörfler betonte bei einem Pressegespräch in Bleiburg
anschließend
erneut, dass damit ein Weg des Miteinander beschritten worden sei. Er
ging auch darauf ein, dass die letzten Tafeln ausgerechnet in der
Gemeinde Bleiburg angebracht wurden. Dort hatte er ja gemeinsam mit
seinem Amtsvorgänger Jörg Haider die vom Verfassungsgerichtshof per
Erkenntnis erzwungene Aufstellung der zweisprachigen
Ortsbezeichnungen durch das Verrücken der Tafeln um einige Meter noch
umgangen.
Bis Ende September müssen nun die Gemeinden noch eine Reihe von
Ortschaftsbezeichnungen, Hinweisschildern und Wegweisern in den
beiden Landessprachen anbringen. Der Leiter der Abteilung
Infrastruktur, Albert Kreiner, erklärte, die Kommunen würden bei der
Umsetzung begleitet, und jeder Bescheid sei mit einem Luftbild
versehen. Diese Frist ist im Volksgruppengesetz, das im Juli im
Parlament beschlossen worden ist, ausdrücklich festgeschrieben. Ab 1.
Oktober sind dann 164 Ortschaften in 24 Gemeinden, verteilt auf vier
Bezirke (Völkermarkt, Klagenfurt-Land, Villach-Land, Hermagor) mit
zweisprachigen Aufschriften versehen. (APA)