Gründe für Optimismus: Starke Verstärkungen, starker Ausbau der Halle
Wien - Mit einer Gedenkminute für die Opfer des Flugzeugabsturzes in Jaroslawl beginnt heute, Freitag, in fünf Stadien die Erste Bank Eishockeyliga. Der Schlager steigt in Klagenfurt, Vorjahrsfinalist KAC empfängt Meister Red Bull Salzburg. Die Vienna Capitals besuchen die Graz 99ers. Und der Schwede Tommy Samuelsson, neuer Headcoach der Wiener, hat vor allem eines im Sinn: "Wir wollen das letzte Spiel der Saison gewinnen." Das findet frühestens am 29. März und spätestens am 5. April 2012 statt, ist das letzte der "Best of seven"-Finalserie. Bis dahin wird es in der internationalen Elferliga mindestens 298, höchstens 319 Matches gegeben haben.
Die Wiener verstärkten sich an vielen Positionen. Das Tor hütet Reinhard Divis (36), der hat NHL-Erfahrung, wurde einmal schwedischer Meister und neunmal österreichischer, zuletzt im Vorjahr mit Salzburg. Für die neue, 7000 Zuschauer fassende Halle, verkauften die Wiener bereits 1600 Abos. Im Sommer bei den drei Heimspielen in der European Trophy kamen im Schnitt mehr als 4000 Zuschauer. Gegner im ersten Heimspiel am Sonntag sind die Black Wings aus Linz. Präsident Hans Schmid rechnet für die Saison mit einem Zuschauerschnitt von 5000. "Wir sind zum Erfolg verdammt", sagt er. Im Gegensatz zu seinem Trainer wäre er schon mit dem Erreichen der Finalserie glücklich. Das gelang zuletzt 2005 beim Titelgewinn.
Samuelsson hat vor, die mit Legionären gespickte Erste mit heimischen Nachwuchsspielern zu bereichern. Die wirken mit den Silver Caps in der Nationalliga. "In Österreich sind die Spieler genauso talentiert wie in Schweden oder in Finnland", behauptet der Schwede. "Aber es fehlen die Kraft und die Ausdauer." Und also werde er dafür sorgen, dass die Hoffnungsvollen diese Eigenschaften erwerben. (bez, DER STANDARD, Printausgabe, 9.9.2011)