Gerd Honsik auf freiem Fuß

8. September 2011, 11:56
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    apa-foto: roland schlager

    Honsik war aufgrund zweier Bücher, in denen er den Holocaust leugnete, verurteilt worden.

Der wegen Wiederbetätigung Verurteilte kommt nach zwei Dritteln der Haftzeit aufgrund seines hohen Alters auf Bewährung frei

Gerd Honsik ist wieder auf freiem Fuß, er wurde auf Bewährung frei gelassen. Das bestätigte das Oberlandesgericht Wien auf Nachfrage von derStandard.at. Grund für die Freilassung sei sein hohes Alter sowie, dass er in Spanien gut integriert lebt und auch seine Familie dort ist, erläutert Reinhard Hinger vom Oberlandesgericht. Honsik erhielt 2009 eine Strafe von fünf Jahren, die im Jahr darauf auf vier reduziert wurde. Allerdings kam im September 2010 noch einmal ein Urteil von zwei Jahren dazu.

Die Zeit der Bewährung dauert drei Jahre. Honsik hatte einen Antrag auf Entlassung nach zwei Dritteln der Haftzeit gestellt.

Haftstrafe nach dem Verbotsgesetz

Im September 2010 war Honsik zu zwei Jahren unbedingte Haftstrafe nach dem Verbotsgesetz verurteilt worden. Grund waren zwei Bücher ("Schelm und Scheusal" und "Der Juden Drittes Reich") des damals 68-Jährigen. Der Richter rechnete Honsik als erschwerenden Umstand an, dass er den Nazi-Jäger Simon Wiesenthal "massiv verunglimpft" habe.

Honsik war schon im April 2009 für zahlreiche, im Zeitraum 1997 bis 2003 von ihm veröffentlichte Ausgaben der Zeitschrift "Halt!" im Wiener Straflandesgericht schuldig erkannt worden. Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) reduzierte allerdings die dafür verhängte Strafe von fünf auf vier Jahre Haft. Daraufhin machte die Anklagebehörde in einer separaten Verhandlung zwei Bücher Honsiks zum Prozessgegenstand. (red, derStandard.at, 8.9.2011)

Kommentar posten
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cantanto
01
12.9.2011, 17:55
Ich lebe auch in Deutschland gut integriert!

Würde mir die Republik Österreich daher bitte eine Steuerhinterziehung, die ich im Jahr 2012 gerne begehen würde, mit voreilendem Gehorsam bitte nachsehen.

Ich schlage vor: 3 Monate bedingt und die Sache hat sich.

Danke!

cantanto
12
12.9.2011, 17:44
Bei allem NICHT-Respelt für einen Elsner, aber:

wenn der auch nur einen Minnte einsitzt, müsste der Herr Honsik für ein paar Lichtjahre hinter Gitter!

Ein weiterer, eindeutiger Beweis, für die na+iverseuchte österreichische Justiz!

Rent a Democracy
24
Nachsicht gegenüber solchen Nazis ist wirklich das Letzte.

Ich wünsche Hrn. Honsik, dass er möglichst bald wieder gesiebte Luft atmet.

Späthippie in völliger Verblödung
13
Na super.

Jetzt kann er als Erzmärtyrer der Bewegung viele wohlverklausulierte Vorträge halten.

recouvrer la raison
16

„Honsik [..] wurde in den 60er Jahren einschlägig aktiv: ein Brandbombenattentat auf die italienische Botschaft, Schüsse auf das Parlament waren seine ersten politischen Botschaften. [..] Eine Haftstrafe erhielt Honsik schon für den Brandanschlag, 1976 dann für eine Rauchbombe auf das Künstlerhaus, 1990 in München für Volksverhetzung, 1992 für NS-Wiederbetätigung in Wien". 1994 flüchtete er... (http://tinyurl.com/3okb4wd).

Und so einer geht nach 2 Jahren frei? Lächerliche Farce! Wen wundert es dann noch, dass alle möglichen Altn@zis angefangen vom Ku-Klux-Klan Chef der sich in Zell am See ein schönes Leben macht (http://tinyurl.com/3je3ka6) bis zu ehemaligen & aktiven Neon@ziterroristen unbehelligt in Österreich ihr Unwesen weiter treiben!

h 90
10

nur mit einem Link der die alpen-donau hanseln im Vergleich liberal wirken laesst macht man sich auch nur laecherlich

suboptimal
 
25
"zweite Chance" für Neonazis - Neonazi als Journalist

Chef wusste von wahrer Identität
Moser bestätigte auch, dass ihm die wahre Identität Thierrys bekannt war. Mit 1. August habe er den Rechtsextremen angestellt, so Moser, auch weil er ihm "eine zweite Chance geben wollte". Thierry habe ihm das Versprechen gegeben, sich nicht politisch zu engagieren und keine politischen Artikel zu schreiben.
http://ooe.orf.at/stories/536767/

muahaha

(Ge)Rechter
01
11.9.2011, 07:31
Keine politischen Artikel zu schreiben, ist ein undemokratisches Verlangen und beweist den wahren Grund des "Verbotsgesetzes"- Konkurrenz unterdrücken!

Ein Politiker der mehr Kontrolle der Korruption fordert ist doch nicht untragbar?

Parteien die sich Gesetze machen wie mit Stummvoll oder Strasser sind die Warzen der Gesellschaft.

error.
23
hohes alter ?

er ist nicht einmal 70. lächerlich.

PaterWilli
15
... in Spanien gut integriert lebt - ist lachhaft

Daß Herr Honsik in Spanien gut integriert lebt als Beweis für gute Führung? Dieser Herr wurde doch erst am Donnerstag vom OLG entlassen, war also in Haft - nicht in Spanien. Wie kann man da behaupten, daß er in Spanien gut integriert lebt. Dass seine Familie einen Einfluß auf ihn hat, klingt nach offenem Hohn.

Die Haftverkürzung wegen Senilität erscheint kaum begründbar, denn sein fortgeschrittenes Alter hat ihn nicht gehindert einschlägige Bücher zu schreiben, die zu seiner Verurteilungen - die letzte erst 2010 - führten.

Wie kann überhaupt jemand "auf Bewährung" entlassen werden, der bereits wegen Attentaten auf das Österreichische Parlament und die Italienische Botschaft verurteilt wurde? Wann ist man ein Gewohnheitsverbrecher?

Ergates faber
11
Wann ist man ein Gewohnheitsverbrecher?

Wenn der gerade amtierende Gesetzgeber es so entscheidet. Also mal so und mal so - je nachdem wer gerade an der Macht ist. Ich glaube der Tierschützerprozeß sagt hier einiges über staatlichen Terror aus.

Kaffeeschlürfer
03
...

würd mich auch interessieren ... aber da hat wohl wer interveniert wie das bei uns in der Bananenrepublik so schön heisst! Jetzt kassiert er brav pension im "billigen" Spanien und verbreitet weiterhin seinen Hirngatsch!

exile in mainstream
01

nichts desto weniger wird er den knast mit einem "auf wiedersehen" verlassen haben

Werner Faygmann
02
Hohes Alter?

...Wir werden es uns für die Pensionsreform-Debatten merken...

echter gehts nicht
12
wie alt ist er eigentlich?

70?
Nun, Alter ist kein Grund für eine vorzeitige Haftentlassung. Die Gerichte machen sich mit solchen Aktionen mehr als unglaubwürdig.
Die Verherrlichung des Nationalsozialismus ist gerade heute mit dem Anwachsen der FPÖ kein Kavaliersdelikt.

Dimple
166
Soweit ich sehe spricht nichts dagegen

1. Anforderungen für Bewährung erfüllt
2. Bewährung nach Prüfung von Pkt. 1 erhalten.

Ich halte das Verbotsgesetz im Punkt "Leugnung des Holocaust" noch immer für falsch, da dies eine Einschränkung der Redefreiheit ist, aber egal.

lg
Dimple

The Dude
13

Die Verbreitung von Lügen fällt nicht unter die "Rede"freiheit (?)

Inbesondere wenn's um Völkermord geht

karnickel
01

Lügen an und für sich ist nicht verboten...

The Dude
01

Wenn man deswegen geklagt wird, kann man sich aber nicht auf die Meinungsfreiheit berufen...

karnickel
00

Stimmt. Aber man kann ja harmlos lügen. "Es scheint die Sonne", wenn es Nacht ist und regnet, und dergleichen :-)

Ergates faber
21
Und wer entscheidet was eine Lüge ist und was nicht?

Eine Partei?
Ich halte das Verbotsgesetz für veraltert und gefährlich. Durch solche Verbote wurde noch nie etwas erreicht außer, daß man etwas in den Untergrund treibt.
Solche Dinge gehören IMHO offen diskutiert - nur so kann verarbeitet werden was passiert ist. Eine Diskussion benötigt aber mindestens zwei Blickrichtungen sonst wird nichts daraus. Verbote haben für viele eine starke Anziehungskraft. Wenn aber jeder seine Meinung dazu offen aussprechen dürfte - denn die Meinung ist ja schon vorhanden, daran ändert auch ein Verbot der offenen Aussprache nichts - kann dies zur erweiterten Meinungsbildung beitragen. Zensur und Sanktionierung sind hier keine gute Lösung finde ich.

The Dude
01

Ob der Holocaust stattgefunden hat oder nicht, wollen Sie aber nicht ernsthaft als Ansichtssache bezeichnen, oder?

The Dude
01

Ob der Holocaust stattgefunden hat oder nicht, wollen Sie aber nicht ernsthaft als Ansichtssache bezeichnen, oder?

andreas lamers
 
12
nein ist es nicht

es ist auch verboten zu behaupten das licht alleine genug energie gibt um zu ueberleben und menschen ja nichts essen sollen. die KZ sind ein fakt, die ermordeten menschen ebenso, auch der krieg ist eine tatsache und das hitler in oesterreich einmaschiert ist. das nicht glauben zu wollen ist eine persoehnliche ansicht und macht den nur zu einem normalen spinner. verboten ist es hingegen andere davon ueberzeugen zu wollen das das alles erlogen ist. so von wegen die gaskammer wurde nachtraeglich eingebaut. die juden haben sich selber umgebracht um die armen arier zu verumglipfen und der rest von schwachsinn. noch schwerer wiegt das er versucht beweise zu faelschen um den unsinn zu beweisen, und das ist gefaerhlich. das toete menschen.

inent
03
Identitätsfrage

Tja, es sollte doch mal geklärt werden, ob Österreich nun ein Täter oder Opferland der NS-Zeit ist!
wenn man so in die Geschichte blickt, war es doch ein Täterland! Das sollte mal festgehalten werden!
So lange es Menschen gibt, die meinen, dass Österreich ein Opfer Hitlers war, sollte man diese Art der Aufklärung betreiben!
Eine Einschränkung der Redefreiheit? Kommt ja darauf an, was man sagen will!

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