"Big Brother"

Fast 2.800 Kameras in Wiener Gemeindebauten installiert

8. September 2011, 10:20
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    foto: derstandard.at/lechner

    Der Großteil der MieterInnen zeige sich erfreut über die Anbringung von Überwachungskameras in Gemeindebauten.

Großteil der MieterInnen dafür - Ausweitung auf weitere Wohnhausanlagen sind im Gespräch

Wien - Über den Sommer sind 2.769 der geplanten 2.800 Videokameras installiert worden. "Die restlichen werden in den kommenden Tagen montiert", versicherte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig am Mittwoch. Die seit Dezember 2009 von der Datenschutzkommission im Bundeskanzleramt genehmigte Videoüberwachung gibt es nun in 22 Gemeindebauten. Ludwig stellte eine Ausweitung auf weitere städtische Wohnhausanlagen in Aussicht - falls Bedarf bestehe.

Man sei laufend mit Vertretern aller Gemeindebauten im Gespräch, erklärte Ludwig. Konkrete Wünsche nach einer Anbringung von Kameras hätten zurzeit zwei weitere Wohnhausanlagen geäußert: "Videoüberwachung ist allerdings nur ein Mosaiksteinchen im ganzen System." Denn Basis für eine gute Hausgemeinschaft seien zunächst gute Hausmeister sowie ein funktionierendes soziales Netzwerk zwischen den Mietern und den Mieterbeiräten, betonte Ludwig. Die Kameras waren aufgrund einer Mieterbefragung im Herbst 2008 installiert worden - vor allem um Sachbeschädigungen und Diebstähle in den Gemeindebauten rascher aufklären zu können.

Positive Bilanz

Über den Einsatz der Kameras wurde eine positive Bilanz gezogen: "Der Vandalismus in den Garagen ist komplett weg", sagte Hartmut Kreuz, Mieterbeiratsvorsitzender in der Rennbahnsiedlung. In dieser Wohnhausanlage wurden die meisten Kameras - nämlich 490 - installiert. Der Großteil der Mieter sei erfreut über die Anbringung der Kameras, weil es einen deutlichen Rückgang an Sachbeschädigungen gegeben hätte: "Vor allem Ältere fühlen sich sicherer", versicherte Kreuz.

Auch Wohnbaustadtrat Ludwig bestätigte den Rückgang bei den Sachbeschädigungen. Noch während der Probebetriebs der Videoüberwachung von 2008 auf 2009 seien diese um mehr als die Hälfte zurückgegangen, die Schadenskosten seien um 70 Prozent gesunken, so Ludwig. Zudem sei im letzten Jahr eine Reduktion der Schadenssummen in den Pilotanlagen um rund 60 Prozent zu verzeichnen gewesen.

Ordnungsberater unterwegs

Zurzeit läuft ein weiteres Pilotprojekt, "um auch dem Problem der Verwaltungsübertretungen, wie etwa der Sperrmüllentsorgung", gerecht zu werden, sagte Theodor Hebnar, Geschäftsführer vom Wiener Wohnen Kundenservice. Ordnungsberater von Wiener Wohnen seien momentan in drei videoüberwachten Wohnhausanlagen - mit Laptops bewaffnet - unterwegs. Mittels analoger Überwachung soll so vor allem Umweltsündern ein Riegel vorgeschoben werden. "Das heißt, die Kameras spielen den Beratern Bildern auf die Laptops, die allerdings nicht gespeichert werden", erklärte er. Die Mitarbeiter von Wiener Wohnen könnten so zum Beispiel Mieter auf frischer Tat bei falscher Müllentsorgung ertappen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 153
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Bodypainter
00
22.9.2011, 00:46
Wie mann's macht, macht man's falsch. Oder: Mann kann's keinem recht machen!

Briefmarkenkleber
00
21.9.2011, 22:23
"Big Brother"

Wie geschmacklos.

Der Ätzer
00
16.9.2011, 11:53
Überwachung ist für alle Redlichen willkommen.

Wer dagegen ist, kann sich selber wehren oder ist anständig und lässt Vandalen verfolgen.

Was spricht gegen die Videoüberwachung, bietet das doch Alibi und erleichtert die Verfolgung.

Wer dagegen ist, meint, eine Strafverfolgung sei schädlich?

Auge des Osiris
00
18.9.2011, 01:06

Ist doch easy.

Wer sich keiner Schuld bewußt ist, schmeisst etwas falsch in die Mistkübel, wird dank der Kameras überführt und gleich ordentlich verknackt.

Wer eine Straftat begehen will, setzt sich eine Sturmhaube auf, einen dicken Pullover, überfällt jemanden und entkommt unerkannt.

Man sieht, die Strafverfolgung ist super.
Orwell war ein Optimist.

DaKoarli
 
00
20.9.2011, 07:14
Sturmhaube und Pulli waren vor 30 Jahren das non plus ultra um der Strafverfolgung die Arbeit zu erschweren.

Heute kann man die Kleidung sogar dem Träger zuweisen und falls ein Opfer spuren darauf hinterlassen hat gibt es sogar eine direkte Verbindung zu einer Straftat.

Ich vermute Sie würden sich auch über die schlechte Ermittlungsarbeit der Polizei beschweren wenn man z.B. einen Täter welcher in einer Ubahnstation einen ahnungslosen Passanten halb zu Tode prügelt nicht (gleich) ausforschen kann, weil es KEINE Überwachung gibt.

Auge des Osiris
01
20.9.2011, 12:02

Thema verfehlt. Setzen.

Es ging nicht um die Ermittlungsarbeit der Polizei, sondern um die orwellsche permanente Überwachung im Privatbereich.

Tipp: "1984" G. Orwell lesen.

ofo2
 
01
16.9.2011, 08:26
Lieber

traumhaft als wohnhaft..

die Wr. Gemeidebauten werden offenabr nur mehr als Vorstufe zum Gefängnis betrachtet..

Briefmarkenkleber
00
20.9.2011, 13:55

it freiwilliger Selbstüberwachung - was für die Resozialiaierbarkeit spricht.

meine spitze feder
00
13.9.2011, 07:44
wird Ludwig-s Wohnbereich auch überwacht...

gibt es da auch "Bedarf"???
Erst pflanzt man Angst ein. Da gibt es ja einige Tageszeitungen, die von der Mehrheit der Östereicher gelesen wird. Wenn man täglich "dunkle" Gesichter und Horrorgeschichten präsentiert bekommt - die vielleicht ein paar Tage später in einer winzigen Zeile revidiert werden (müssen) - die keinen 08/15 Österreicher interessiert, weil: es ist ja alles so furchtbar - da braucht man dann dringend Vieeoüberwachung... Die gleichen Leute, die nach dieser Überwachung schreien, sind nicht fähig, die Haustür, die sowieso mit Gegensprechanlage ausgestattet ist, geschlossen zu halten, damit jeder rein und raus kann... Ein bisserl Schitzo, die Leut´: Diagnose: Bedenkliche Neigung zum Verfolgungswahn

G-Man
02

Ich bin für Kameras in meiner 2-Zimmer-Gemeindewohnung.......irgendwer fladert meine Socken.....:-(

Proconsul
00
27.9.2011, 21:31

Tipp: Kamera in der Waschmaschine installieren!!

ofo2
 
00
16.9.2011, 08:23
bei mir fehlen immer die rechten socken^^

Camilla Vanilla
01

klarer fall von "sie waschen ihre socken" - die waschmaschine frisst dann immer einen von jedem paar. was sie brauchen ist eine unterwasserkammera in jedem winkel ihrer trommel! - ich sag's ihnen, da geht's rund!
die gemeinde wien steht ihnen sicher mit rat und tat zur seite

Camilla Vanilla
12

es soll ja leute geben, die sagen bei jeder unstimmigkeit: "unterm ...... hätt's das nicht gegeben, da war man noch sicher".
was hat es mit dem sicherheitsgefühl älterer menschen auf sich? kann man da nicht einmal ein bisschen differenzierter nachfragenanstatt gleich ein paar kameras zu installieren. - einsamkeit, das wissen wir, macht leicht paranoid und damit steigt das gefühl, sich bedroht zu fühlen.

wenn manche ihr leben geifernd verbringen und alle menschen aus ihrem umfeld verkrault haben, sollen dann die anderen deren sicherheitsbedürfnis duch ständige überwachung im PRIVATBEREICH bezahlen? komischer umgang.

NoPod
12
"Mieter auf frischer Tat bei falscher Müllentsorgung ertappen.

Wenn Ludwig das so gesagt hat, muss er sofort in eine geschlossene Anstalt, denn dann wäre er eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit.

Ausserdem stellen sich folgende Fragen:

Wie wurde der Rückgang errechnet?
Wurde der Auftrag ausgeschrieben?
Wer führt den Auftrag aus?
Wer bezahlt die Überwachung und was genau kostet sie.
Wer sitzt vor den Monitoren?
Wie lange werden die Bilder gespeichert?
Wie wurde der Großteil der MieterInnen ermittelt?
Wann werden die Kameras in den Villen jener Politiker installiert, die der Korruption verdächtigt werden. Denn dort entsteht ja wohl der größte Schaden.

exile in mainstream
00
hidden agenda

übersetzt heisst das dass peter pilz jetzt überwacht wird

Ignaz gartengschirrl
03
Videoüberwachung gibt es nun in 22 Gemeindebauten

2800 kameras in nur 22 gemeindebauten ist ja abartig!!

ein glück das ich in keinem gemeindebau wohne!!!

wobei wenn ichs mir so recht überlege hätte ich doch gern eine kamera am besten direkt in mein badezimmer gerichtet dann könnte derjenige der hinter der kamera sitz jeden tag wenn ich dusche sehen wo er und der gesamte überwachungsapparat mich küssen können.

system1
310
bin erst vor kurzem aus einem solchen bau ausgezogen.

die zustände haben sich in den letzten 5 jahren derart verschlechtert. das problem ist eindeutig identifiziert, leider kann ich es hier nicht schreiben. jetzt wohne ich privat bei einem vermieter der sich seine mieter aussuchen kann. und da ist es super! nur der bodensatz lebt im gemeindebau.

meine spitze feder
00
13.9.2011, 07:55
Ich wohne auch im Gemeindebau

und weiß, dass durch meine Anwesenheit der IQ hier in dem Moment um 99% gehoben wird, sobald ich nach Hause komme ;)
Nein, so verallgemeinern kann man aber trotzdem nicht!
Da die Mieten in den "sanierten" Siedlungen horrend sind, - das hat nichts mehr mit einem roten oder sozialen Wien zu tun - wohnen hier jetzt vermehrt die Neuwagenbesitzer und Goldketterlträger in harmonischer Eintracht mit ein-drei deutschen Schäferhunden... Das ist zum fürchten! Und alle Hunde heißen: Hier! ;) Schon frühmorgens um halbsechs hallt und schallt es durch die ganze Siedlung: "Hier!!"
Überwachts diese Dodeln, wir haben ein Haus mit Garten in Miete gefunden, wo wir uns sogar noch einen 100er einsparen.

thomas1231
00
12.9.2011, 16:24

hm aknn ich verstehen,
ich wohne auhc in einem solchen bau, allerdings liegt bei uns das durchschnittsalter bei geschätzen 70 und gefühlten 90 jahren .. von daher darf man nur hoffen das die nciht so bald wegsterben ... die leute die nachkommen waren bis jetzt nett, allerdings sind das nicht unbedingt die typischen wiener ( um 8 beim würstler das ams geld versaufen), bzw neo wiener(17 kinder in der 25 m² wohnung und ausfinanzierung übers kindergeld). Aber ja sobald ich finanziell besser da stehe, und die lebensuqalität nicht mehr so wie jetzt stimmt, zieh ich aus.

LPFe
01
12.9.2011, 10:31
ist schon klar, dass im Gemeindebau die Elite nicht wohnt

war ja auch nicht so gedacht
aber gerade was die Innenbezirke betrifft, ist der Ruf der Gemeindebauten schlechter als die Wirklichkeit

Quim Barreiros
10
11.9.2011, 11:09
Tja

Wiener Wohnen haut auch Mieter, die sich über Jahre hinweg nicht an die Hausordnung halten, ungern raus. Dabei wäre das sehr sinnvoll. Es gibt genug junge Geringverdiener, die händeringend nach einer günstigen Wohnung suchen, aber lange warten müssen, bis sie endlich eine Gemeindewohnung bekommen.

Frühestens, wenn ein Mieter "animal hoarding" der Extraklasse betreibt, fliegt er. Kein Wunder, dass dann gewisse Zustände einreißen.

Origine Vindobona
22
10.9.2011, 20:33

Schreiben darfs man hierzulande ja nicht mehr, weils kein freies Land mehr ist :-(
Aber verstehen tut mans (noch) immer ;-)

meine spitze feder
01
13.9.2011, 08:02
Auf unserer Stiege wohnen jetzt nur Inländer...

Die ältere Dame, die vor einigen Monaten unter uns eingezogen ist, hängt ihre Putzfetzen übers Stiegengeländer, hat ihre Schuhe vor der Tür stehen, so dass man sich schwer tut, in den nächsten Stock zu gelangen... Früher hat man das in den sogenannten BassenaHäusern so gehalten.
Ich hab einige Fotos davon geschossen.
Würde das eine gebürtige Türkin so machen, würde man sagen, sie will sich nicht integrieren...

Origine Vindobona
00
15.9.2011, 11:43

Da haben sie leider recht, kommt aber sicherlich viel vom linken Gekreische. Als denken und gesunder Menschenverstand noch normal war, hätte man einfach gesagt: Es gibt halt Menschen, die sich nicht sozial benehmen können. Alles wäre OK
Ich bin mit zwei Anderen Restösterreichern in nem Genossenschaftsbau daheim, sonst nur "Jugos" und ich muß sagen, die sind alle sozial und gute Nachbarn. Einen Türken haben wir allerdings auch, darüber dürfen aber hierzulande nur die "Jugoslavischen" Nachbarn fluchen.
Ich bin irgendwie in dem Haus (seit 50 Jahren), nicht mehr daheim....

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