Handy-Konzern erwarb neun Patente, um sich gegen Klagen des iPhone-Herstellers wehren zu können
HTC hat von Google insgesamt neun Patente erworben, mit denen man sich gegen Patentklagen des US-Konzerns Apple verteidigen möchte. Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe Google die besagten Patente vor weniger als einem Jahr von Motorola, Openwave Systems und Palm gekauft.
Rückendeckung
Apple, das auch Klagen gegen Samsung und Motorola führt, wirft HTC wie dessen Mitbewerbern vor, mit Smartphones basierend auf dem Google-Betriebssystem Android das iPhone zu kopieren. Mit Googles Unterstützung hat HTC nun allerdings wertvolle Rückendeckung erhalten, die das Blatt zu Gunsten des zweitgrößten Handyherstellers Asiens wenden könnte.
Wendepunkt
Google wird selbst nicht von Apple verklagt, ist aber mit Android indirekt die Zielscheibe von Apple. Der Internetriese kündigte deshalb an, sich ein stärkeres Patentportfolio aneignen zu wollen, um sich und das Android-Ökosystem vor Angriffen zu schützen. Dass man es ernst meint, zeigte man zuletzt vergangenen August, als man die Übernahme des Handy-Erfinders Motorola Mobility für 12,5 Milliarden US-Dollar bekanntgab. Mit dem Deal erwirbt Google nicht weniger als 17.000 - davon teils grundlegende - Mobilfunkpatente.
Erbitterter Kampf
Auf der anderen Seite fährt Apple einen aggressiven Kurs gegen die rasant wachsenden Android-Hersteller aus Angst wie schon einst bei Personal Computern in eine Nische gedrängt zu werden. Das iPhone, das die noch junge Smartphone-Revolution anführte, musste ob der Masse an Android-Geräten bereits eine Marktführerschaft aus dem Wind schlagen. Gleiches solle sich nun nicht am boomenden Tablet-Markt wiederholen, den Apple derzeit noch mit dem iPad dominiert. (zw)