Gaddafi dementiert Flucht nach Niger

8. September 2011, 13:27

Neue Audiobotschaft des untergetauchten Ex-Machthabers - AU kritisiert Übergriffe auf Schwarze - Sorge über Waffen

Nikosia/Tripolis - Der langjährige libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat in einer neuen Audiobotschaft Gerüchte über seine Flucht nach Niger dementiert. Seinen Gegnern bleibe "nichts mehr als psychologischer Krieg und Lügen", sagte Gaddafi am Donnerstag in der vom syrischen Fernsehsender Arrai übertragenen Botschaft. Die Afrikanische Union (AU) kritisierte unterdessen Übergriffe auf Schwarze, die für Söldner Gaddafis gehalten werden.

Auch Niger dementiert Aufenthalt

Der untergetauchte Diktator bestritt, sich in einem libyschen Militärkonvoi befunden zu haben, der die nigerische Grenze Anfang der Woche überquert hatte. An dem Konvoi sei nichts Besonderes gewesen, habe Gaddafi gesagt. Es gebe eine Menge Transporte zwischen den Nachbarländern. Am Dienstag hatten die neuen Machthaber des "Nationalen Übergangsrats" gemeldet, dass ein Konvoi die Grenze zu Niger überquert habe. Spekulationen arabischer Medien zufolge könnte Gaddafi versuchen, über Niger Burkina Faso zu erreichen. Meldungen, wonach Gaddafi dort Unterschlupf angeboten worden sei, wurden aber von der Regierung des westafrikanischen Landes zurückgewiesen. Auch Niger und die USA dementierten, dass sich Gaddafi oder einer seiner Söhne in dem Konvoi befunden habe.

Wo ist Gaddafi?

Wo sich Gaddafi aufhält, ist weiter unklar. Am Mittwoch hatten ein Rebellensprecher dem Sender Libya TV gesagt, Kämpfer hätten ihn eingekreist. Er könne nicht mehr fliehen. Einzelheiten wurden aber nicht mitgeteilt. Der arabische TV-Nachrichtensender Al-Jazeera berichtete unter Berufung auf den Militärrat in Tripolis, es sei nur eine Frage der Zeit, bis der Despot gefangen genommen oder getötet werde. Dagegen sagte ein Sprecher des Übergangsrates in Benghazi der Deutschen Presse-Agentur, alle Berichte über ein mögliches Versteck Gaddafis seien Spekulation. "Wir wissen es nicht. Es sind alles nur Theorien", sagte er.

Gaddafi sagte in der Audiobotschaft, die nach mehreren Tagen Schweigen kam, er sei überzeugt, dass die NATO besiegt werde. Er versicherte, dass die Angriffe gegen die "Ratten und Söldner" verstärkt würden. Gerüchte über seine Flucht nach Niger dementierte er.

Vor dem Hintergrund einer möglichen Flucht Gaddafis nach Westafrika haben die USA die Länder der Region zur Wachsamkeit aufgerufen. Die Grenzen sollten gesichert und Mitglieder des Gaddafi-Regimes festgenommen werden, sagte US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland in Washington. Die Regierung Nigers sieht sich jedoch außerstande, die Grenze zum nördlichen Nachbarn Libyen dichtzumachen. "Wir haben keine Mittel, die Grenze zu schließen", sagte Außenminister Mohamed Bazoum der britischen BBC. Am Rande einer Sahel-Konferenz in Algier räumte Bazoum ein, dass unter anderen Gaddafis Sicherheitschef Abdallah Mansour sowie ein "sehr wichtiger" Verantwortlicher des Geheimdienstes nach Niger gereist seien.

AU kritisiert Übergriffe auf Schwarze

AU-Kommissionspräsident Jean Ping (Gabun) rief den Übergangsrat auf, sich von Angriffen auf Schwarze zu distanzieren, die unter dem Vorwand verübt würden, dass es sich um "Söldner" Gaddafis handle. "Es gibt Söldner in Libyen, viele davon sind schwarz, aber nicht alle sind schwarz und nicht alle Schwarzen sind Söldner. Manchmal, wenn sie weiß sind, nennt man sie auch 'technische Berater'", sagte Ping. "Wenn Schwarzen die Kehle durchgeschnitten wird, machen wir dafür nicht den Übergangsrat verantwortlich, aber wir wollen, dass sich der Übergangsrat von den Taten distanziert."

Der AU-Kommissionpräsident warnte auch vor den Gefahren libyscher Waffen für die Nachbarländer. Auch Bazoum warnte vor den Folgen des libyschen Konflikts für die Sahel-Zone. Die Region sei zu einem "Pulverfass" geworden. Die Menge an Waffen in der ohnehin instabilen Region, die mit Drogenschmuggel und Terrorismus zu kämpfen hat, habe weiter zugenommen. Neben zahlreichen Handfeuerwaffen seien im Juni auch 500 Kilogramm des Sprengstoffs Semtex sichergestellt worden, sagte der nigerische Chefdiplomat.

Sorge über Waffen

Der Anti-Terror-Berater von US-Präsident Barack Obama, John Brennan, äußerte sich ebenfalls besorgt über die Sicherung von Waffen und anderem Militärmaterial in Libyen. Der Verbleib von Massenvernichtungswaffen ebenso wie von tragbaren Raketen bereite ihnen Sorgen, sagte Brennan bei einer Konferenz in Washington. Der US-Botschafter in Tripolis, Gene Cretz, warnte, Gaddafi und seine Söhne blieben eine Gefahr für die Stabilität Libyens, solange sie in Freiheit seien.

Der algerische Afrika- und Maghreb-Minister Abdelkader Messahel sagte, sein Land sei bereit, mit der nächsten Regierung in Libyen zusammenzuarbeiten. Auch er äußerte sich besorgt über die Verbreitung von Waffen in der Region. (APA/AFP)

Kommentar posten
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Oddo Wolf
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8.9.2011 Frankreich bat Russland um militärische Hilfe gegen Gaddafi

Einigen Berichten zufolge hat während eines Treffens der Verteidigungsminister und Außenminister von Russland und Frankreich, die Französische Seite Moskau um militärische Hilfe zur “Endlösung des libyschen Themas” gebeten. Die Reaktion Russlands ist noch nicht bekannt. Die Militärintervention in Libyen ist in eine Sackgasse geraten. Der legitime Führer Gaddafi Jamahiriya wurde nicht gefangen, der Partisanen-Widerstand wächst, in der Tat sind 70 Prozent der militärischer Einheiten loyal zu al-Gaddafi. Enorme Verluste jedoch bei den Spezialeinheiten aus Großbritannien, Katar, Saudi-Arabien und der französischen Fremdenlegion. http://oddo.vhosting.at/index.php... n-gaddafi/

naval
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Verkaufen sie irgendetwas auf ihre Homepage ? Oder gibt es einen anderen Grund für die dauernde Berieselung mit ihrer Webadresse ?

Oddo Wolf
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Ja, für jeden klick auf meinen blog zahlt mir die MG-Foundation 100,-
Hast du nicht irgendwann geschrieben du machst es für einen Zehner? Da bist du eindeutig beim falschen Club.

aus'm einser
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APA/AFP

Was will man mehr erwarten? Der Standard druckt's. Wessen Standard ist das dann?

arbeitskreis denkfehler
02

gaddafi liebt euch alle!
friede den lockerbytoten, friede den wahnsinnigen an der macht!
friede dem frieden.
frie de fr
fr d f
f

Peacefaktor
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Liebe

Liebe als Gedanke ist Wahrheit
Liebe als Tat ist Rechtes Handeln
Liebe als Gefühl ist Friede
Liebe als Verstehen ist Gewaltlosigkeit oder Friedfertigkeit
(Sathya Sai Baba)

gb12
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Friedenstauberl warum blendest du Gaddafi und seine Verbrechen immer aus ?

gb12
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Jedem sein Führer der keinen inneren hat

Oddo Wolf
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noch eine andere Version davon. Mit etwas Propaganda
... und Freude

http://oddo.vhosting.at/index.php... gandafilm/
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ost bahn hof
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Interessant auch das Strassenbild von Tripolis vor der NATO Bombardierung...

Ash
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Skrupellos:NATO Kriegsverbrechen in Libyen

http://www.tlaxcala-int.org/article.a... rence=5036

Peace 4 Libya
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Friedenstruppen am Werken.

http://www.youtube.com/watch?v=Ip8F017oxrw

Der im Hintergrund Stöhnende dürfte auch schlechte Erfahrungen in seiner Kindheit gemacht haben.

trestigres
 
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Zitat Ihr Post 08.09.2011 16:35 "Amnesty ist bloss noch eine Hülle der Kriegspropaganda. Schade drum.."

Seit über 40 Jahren setzt sich amnesty international weltweit für Menschen ein, die in ihren grundlegenden Rechten unterdrückt werden.

Dagegen haben Sie höchstens einen Gaddafi-Propaganda Titel vorzuweisen.

Als solcher sind Ihnen logischerweise Berichte wie dieser http://www.amnesty.de/2011/9/2/... ode%2F2971 natürlich ein Stachel im Fleisch, wie die ganze Menschenrechtssituation unter den 42 Jahren Gaddafi-Herrschaft.

Passt nun mal nicht in Ihr billiges Propaganda-Bild zu dieser Diktatur.

Peace 4 Libya
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Amnesty trestigres

- 50 Jahre feiert Amnesty heuer - 50.

30 Jahre lang habe ich Amnesty unterstützt, gefördert, als fördernswert empfohlen.

Irgendwas ist jetzt zerbrochen, ja.

Dagmar Rehak Wien
 
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Ich hab ja bei Humboldt den Diktator gemacht, und da haben wir gelernt, dass man sich um seine Opposition selber kümmern muss. Details kann ich dir jetzt öffentlich nicht verraten, nur so viel sei gesagt: Uns (den Diktatoren) genehme Kritiker werden medienwirksam gejagt, die wirklich gefährlichen schlicht verschwiegen.

Dagmar Rehak Wien
 
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Das ist aber ein herziger Rebell!
Sind die Erwachsenen schon alle tot?

hallo dagmar
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um himmels willen!

woifee 0.0
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So ein Schmarrn alles eine Lüge, Gaddafi sitzt noch immer fest im Sattel in seinem Zelt in Tripolis, die Erstürmung wurde in Quatar gedreht, das Bollywood Afrikas (Qualliwood).

Der Übergangsrat versteckt sich noch immer in Benghasi und der gnädige Diktator ist schon unterwegs die Ratten und Drogenjunkies zu zerschlagen.

Peacefaktor
21
Ratten und Drogenjunkies?

Auch nicht gerade die feine Englische;(

Sind alles Menschen, egal auf welcher Seite

woifee 0.0
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DieWortwahl stammt nicht von mir, ich bedienemich für meine Satire über die Gaddafiverschwörung die Ausdrucksweise des Selben und seines Fanclubs in der derStandard.at-Forum.

Honzo1122
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Saifs und Motassims Truppen starten eine große Gegenoffensive bei Bani Walid

10 Grad Raketen sind abgefeuert worden.
Tolle Leistung, und das an einem Donnerstag.
200 Mann stehen unter deren Kommando.
Saif hat alles unter Kontrolle.
Ist nur ein taktischer Rückzug gewesen.
Er wartet nur noch darauf, bis die NATO abzieht,
und dann stürmt er mit seinen 200 Mann nach Tripolis.
Ganz sicher, fest versprochen.
5 Sterne Hotel Rixos kann halt mehr als das Bauernkaff Bani Walid.

DieBo
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Los los ab in de3n Supermarkt die kartoffelchips gehen zur Neige...

Elettra
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Lieber Schwan

Angesichts dessen dass dort derzeit Menschen mangels Medikamente ohne Narkose operiert werden,

wünsche ich ihrer blühenden Fantasie einen Tag Frontaufenthalt, mit blutender Wunde.

Peacefaktor
01
bitte mit den Wünschen aufpassen

können leicht auf einen selbst zurückfallen

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