Starke Zunahme bei psychiatrischen Krankheiten

7. September 2011, 17:04

Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsumfeldes gefordert

Graz - Die Christgewerkschafter (FCG) in der Steiermark, die sich seit einiger Zeit verstärkt des Burnout-Problems annehmen, schlagen Alarm: In den ersten Monaten des Jahres 2011 sei die Zahl der psychiatrischen Erkrankungen von 89.000 auf 104.000 um 17 Prozent gestiegen, wie unter Berufung auf Zahlen der Gebietskrankenkasse hieß. Aus einer neuen Studie gehe hervor, dass Investitionen in ein gesundes Arbeitsumfeld die beste Prävention darstellten.

Mehr Prävention

Nach den Worten des steirischen FCG-Vorsitzenden AK-Vizepräsident Franz Gosch zeigten die jüngsten Zahlen, dass die "gefürchtete Volkskrankheit Burnout" in der Steiermark weiter im Steigen sei. Gosch forderte mehr Engagement in Richtung Prävention und verwies auf Ergebnisse einer Studie, die von der Plattform hilfe-ich-verbrenne.at und der Universität Graz mit 500 Probanden durchgeführt wurde. Demnach stellten Gerechtigkeit am Arbeitsplatz und ein positives Arbeitsumfeld die sinnvollste Investition zur Burnout-Vorbeugung dar.

Unternehmens-Check

"In einem Unternehmen, das durch seine Mitarbeiter hinsichtlich Arbeitsbelastung schlecht beurteilt wird, finden sich mehr Personen mit hohem Burnout-Risiko. Wer also Freude an seiner Arbeit hat, ist weniger Burnout gefährdet", fasste Wirtschaftspsychologe und Studienautor Paul Jimenez laut FCG-Aussendung zusammen. Ausgehend von der Studie will die Plattform in Zukunft einen Unternehmens-Check anbieten, der es Arbeitnehmern und -gebern ermöglicht, die Qualität des Arbeitsumfeldes zu überprüfen. Damit wolle man eine Basis für die Verbesserung des Arbeitsumfeldes in Unternehmen bieten, so Gosch.

Psychotherapeut Dietmar Bayer vom burnout-zentrum.at in Graz forderte spezielle Leitlinien im Umgang mit betrieblichem Burnout und entsprechende Präventionsprogramme in Unternehmen. "Wir haben nichts davon, wenn Betroffene nach einer Auszeit wieder in den Beruf einsteigen und sich an der individuellen Arbeitssituation nichts ändert. Das führt in kürzester Zeit wieder zu schwerem Burnout und kostet neben Gesundheit des Betroffenen letztlich dem Betrieb Unsummen." Studien zeigten, dass bereits einfache Interventionsprogramme in den Betrieben die Burnout-Rate um 80 Prozent reduzieren könnten. (APA)

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24 Postings
Gefordert werden ist ja an sich nichts schlechtes.

Heute wird der Mensch durch die Arbeitssysteme jedoch nicht nur überfordert, sondern schlicht: AUSGENUTZT.

Dass es so nicht weitergehen kann, wenn wir uns nicht selbst zugrunderichten wollen, ist mittlerweile den meisten klar.
Eine Änderung wird jedoch nicht durch div. Kompensationsmaßnahmen möglich sein, sondern nur durch ein grundsätzliches Umdenken, als was wir den Menschen und den Sinn unseres Daseins überhaupt ansehen.

Die derzeitige Kommerzapostel-Mentalität hat da ausgedient.

"Wenn der Körper die Seele krank macht"

http://www.spiegel.de/wissensch... 86,00.html

Das gestohlene Leben

http://www.br-online.de/bayerisch... 581156.xml

"...Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) ist eine lähmende Krankheit unbekannter Ursache, von der in Deutschland über 300.000 Patienten betroffen sind..." und in Österreich wird die Erkrankung nicht diagnostiziert bzw. falsch klasifiziert als "gefürchtete Volkskrankheit Burnout" - mit grossten Schaden für die Patienten

und deswegen sollte es auch Psychotherapie auf Krankenschein geben. Und zwar komplett.

Falsch!
auf Krankenkassenkosten sollten erst allen Patienten volständige und "dem aktuellen Stand der Wissenschaft" entsprechende internistische, immunologische, neurologische Ausschlußdiagnosen erlaubt und bewiligt werden - bevor den Psychologen und Psychiatern auf Steuerzahlerkosten neue Einnahmen Quellen "geschenkt und gesichert" werden!
Die Tatsache ist, dass die Krankenkassen plötzlich Überschusse erwirtschaften und gleichzeitig die Anzahl an angeblich psychisch Erkrankten extrem steigt! M.E. nach, es wird nicht mehr diagnostiziert (Kostenersparnis für die Kassen) - es werden nur "Verlegenheitsdiagnosen" wie Burn-Out gestellt...

Eine Diagnose Burnout gibt es nicht, weil...

...BO nicht als eigenständige Krankheit anerkannt ist. Und alljene, die tatsächlich unter Erschöpfungsdepression leiden, bedanken sich herzlich für Ihren konstruktiven Beitrag...;-)

und nicht ohne Grund ist Burn-Out von der Weltgesudheitsorganisation nicht als eigenständige Erkrankung sondern als "Ansammlung von Symptomen die zu einer Erkrankung führen können" annerkannt.
eine BURN-OUT Diagnose kann immer nur eine Verlegenheitsdiagnose werden und wird gerne erstellt um sich teure Diagnostik zu sparen!
glauben Sie mir, ich habe seit 10 Jahren eine falsche Diagnostik eines BURN-OUT, jetzt stellte sich heraus dass ich ein "postviralles Fatique Syndrom" habe (habe nur 10 Jahre meines Leben verloren, weil mir jegliche Untersuchungen untersagt worden waren)
ich habe auch viele "BURN-OUT" Patienten kennen gelernt, bei denen sich heraustellte dass "nur" die Schildrüssen erkrankt waren - nur keiner Arzt merkte dass!

Es kann auch sein, dass eine Fructose-Malabsorbtion ..

...Burnout-ähnliche Symptome hervorruft. Die einfachste und sicherste Methode, eine Burnout-Situation richtig zu erfassen, ist die Messung der Herzratenvariabilität über 24 Stunden. Damit lässt sich der Verschleiß durch Sympathikusüber und Daueraktivierung - als Hauptmerkmal von Burnout - leicht erkennen.

natürlich ist burnout per se keine krankheit. ich bezweifle aber, dass den ausdruck psychoLOGEN schufen

Fakten über die Psychiatrie

Auf dieser Website finden Sie präzise Nachweise, die viele der Methoden und Behauptungen dieser Pseudowissenschaft entlarven:
http://de.cchr.org/quick-fac... ction.html

brauch ich eh nicht. natürlich haben sie aber auch ihr gebiet - ein medizinisches. nur geht das körberlgeld aus der psychologie auf kosten vieler menschen

selber falsch

psychiater gehen schon auf krankenschein. nur psychologen nicht. HIER liegt der hund begraben

Die 160 Mill. Europäer, die angeblich an einer psychischen Krankheit leiden, sind ein Riesenschwindel. Die Neuropsychiater können den Hals nicht voll bekommen und wollen immer mehr "Beute" machen.
Der Rubel muss rollen. Und je mehr (angeblich) psychisch kranke "Kundschaft", desto besser rollt er nun mal...
Hierzu ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 2003, den ich fast schon als "Klassiker" bezeichnen würde. Titel: "Ganz normaler Irrsinn - Wie die Psychiatrie uns alle verrückt macht". Alt, aber wohl aktueller den je. Unbedingt lesen - und staunen!
http://www.spiegel.de/spiegel/s... 45373.html

... wie die Psychiatrie uns alle verrückt macht .....

@JANEK; - RE: gehe mit Ihne D,accord
Die Psychiatrie ist in Diagnostik und Behandlung Welche einzig auf Deutung beruht und die weder fundiert noch eindeutig belegt ist, ad absurdum. Eine Pseudowissenschaft die einzig auf emphirischer Erkenntnis (wenn überhaupt) beruht. 50 lateinische Begrifflichkeiten stempeln Jeden willkürlich krank. Es sollte beklommen machen, dass die Hirschforschung und beliebig formulierte ICD-10Codes diesem Klientel jede erdenkliche Machtbefugniss über den Menschen in seinen(beliebig aberkannten) Menschsein in die Hand gibt. (plötzliche???) PS., wie Sand am Meer sprechen eine klare Sprache, nämlich die Sprache der Normierung.

danke
traurig

gerne

und hier kennen Sie lesen, auf Beispiel meiner Geschichte wie die wirkliche medizinische Versorgung in Österreich zurzeit (nicht mehr-) funktioniert (und ich "durfte" als selbständiger ungefähr 25 Jahre in Österreich meine Sozialversicherungsbeiträge "brav" zahlen und somit indirekt Gehälter von Psychiater, die versucht haben mir einen BURN-OUT einzureden finanziert):
http://www.tired.ch/wordpress... n-aus-wien

Die Vermarktung erfundener Krankheiten

http://de.cchr.org/videos/ma... dness.html

Wenn sie permanent aus meiner Sicht die beruflichen Realitäten leugnen wirds auch nicht besser. Natürlich gibt es wie immer schon Menschen die Krankheiten vortäuschen, vermutlich brauchen sie die Bestätigung, dass ihnen nicht geholfen werden kann.
Trotzdem gibt es gesellschaftlich ab dem 50. Lj. in Österreich ein rapides Ansteigen von beruflich bedingter Krankheiten, bitte ignorieren sie diese Tatsache nicht und versuchen sie einen Perspektivenwechsel.

Herr Zopf,
aus meiner Sicht gibt es Ärzte die bewusst Krankheiten "erfinden" um dabei Geld zu verdienen!
und nur dabei gehts in meinen Postings!
und das hat mit "leugnen von beruflichen Realitäten" mit denen die Arbeitnehmer zu kämpfen haben NULL zu tun

Natürlich gibts das, das hat aber nichts mit der Zunahme an psychischen Krankehiten im Arbeitsprozess zu tun, bitte trennen sie das. Als Personalvertreter/Gewerkschafter nehme ich sogar wahr, dass Amtsärzte verstärkt ins burnout kommen, ich vermute u. a. auch durch die sekundäre und stellvertretende Traumatisierung, weil sie zuviel mit Arbeitsleid konfrontiert werden, vielleicht hilft ihnen diese Sichtweise auf die Sprünge.

Herr Zopf,
vor hundert oder zwei hundert Jahren haben Menschen auch gearbeitet, vor fünfzig Jahren auch, vor funfzehn Jakren auch.... auch vor fünf Jahren....
aber anscheinend haben wir mit einem anderen Problemm als "Überarbeitung" zu tut - nur mit einer Infektion mit bisher unbekannten Erreger.... (XMRV?)
und dass sollten Sie als Gewerkschafter wahrnehmen, ein österreichischer Gesundheitsminister (der Name nach sorgt sich der Herr Stöger nur um "gesunde") leugnet bisher jegliche Gefahr, die von einer solcher Retroviraler Infektion ausgehen.... es handelt sich aber um ein Problemm dass (Kostenmässig) dass 10x von HIV ausmacht....
und dabei werden jegliche Krankenkassen finanziel eingehen

In den achtziger Jahren habe ich kurzfristig am Bau gearbeitet und mir sagten damals ältere Bauarbeiter, dass es ihnen vor der 40-Stunden Woche besser ging, d.h. sie haben aus ihrer Sicht mit einer 48 Stundenwoche stressfreier gearbeitet als nach Einführung der 40 Stundenwoche, d.h. auf heute bezogen - durch die hohen Anforderungen im Beruf in immer weniger Zeit hohe Effizienz leisten zu müssen werden die Menschen auch viel leichter krank als früher, sie müssen die Zeitspirale miteinbeziehen.

Die ganze Misere zeigt nur, dass...

...immer mehr Menschen die Ungeheuerlichkeiten, die sie sich an ihrem Arbeitsplatz bieten lassen müssen, nicht mehr in ihrer Freizeit kompensieren können. Und das fast schon epidemische Auftreten von Burnout, dass neoliberale Denk- und Systemfehler bald flächendeckend wirksam werden, weil sie die Ressourcen ihrer Arbeitnehmer durch wahnwitzige Rationalisierungen ausbeuten, ohne die geringsten Sicherheiten bieten zu wollen. Irgendwann gibt es nur mehr Verlierer in diesem perfiden Spiel um Profitmaximierung. Da wirken der Obstkorb und die Yogapause als gefeierte BGF-Maßnahmen geradezu hilflos, stümperhaft und lächerlich.

Ich gebe ihnen voll recht, leider ist selbst die Psychotherapie in der "neoliberalen Falle" verstrickt, wir brauchen insgesamt ein neues Gesellschaftsbild, dass sich vom gegenwärtigen beruflichen "SAP-Menschenbild" abrenzt und die Fehlerhaftigkeit der Menschen akzeptiert.

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