Investorenlegende "Dr. Doom"

"Notenbanken gehören abgeschafft"

Interview | Sigrid Schamall, 7. September 2011, 13:33

Marc Faber riecht förmlich, dass etwas gründlich schiefläuft in der Weltwirtschaft: Der Finanzsektor wird kräftig schrumpfen, Griechenland muss in die Pleite, die Euro-Franken-Bindung war ein Fehlttritt

Der bekennende "Schwarzseher" und Pessimist Marc Faber sagte bereits den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und das Platzen der Technologieblase 2000 voraus. Auch mit der Konjunkturkrise in den USA für das zweite Halbjahr 2007 lag er richtig. Geht es nach ihm, verheißen auch heute die Signale nichts Gutes für die Weltwirtschaft.

Im derStandard.at-Interview erklärt der Herausgeber des Gloom Boom & Doom-Reports, warum Griechenland in die Pleite geschickt gehört und ein paar Banken gleich dazu, der Finanzsektor einbrechen wird und was Goldman Sachs mit einem Bauern in Thailand zu tun hat.

***

derStandard.at: Hat die Schuldenkrise einen neuen Freund bekommen, nämlich die Rezession?

Marc Faber: Eine Rezession ist schon ein alter Freund. Im Jahr 2008 hat man mit massiven Krediten hauptsächlich auf staatlicher Ebene und expansiver Geldpolitik versucht, die Wirtschaft zu beleben - alles Maßnahmen, die nur temporär wirken können. Langfristig haben sie so gut wie keinen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen.

derStandard.at: Sondern?

Faber: Am wirksamsten wäre es, die Wirtschaftsgesetze wesentlich zu vereinfachen, den Staatsapparat um gut 50 Prozent zu kürzen und die Steuern auf Investitionen zu reduzieren. Unsere Welt krankt zum einen an viel zu vielen Bestimmungen: Ein Unternehmen in Deutschland oder in den USA auf die Beine zu stellen, ist sehr viel komplizierter als in den meisten Gegenden der Welt. Zum anderen krankt die Welt an der Überverschuldung.

derStandard.at: Wie konnte diese "Krankheit" soweit fortschreiten?

Faber: Schuld sind die permanenten staatlichen Eingriffe in die Wirtschaft und natürlich die Geldpolitik. Betrachtet man beispielsweise die langfristige Performance der amerikanischen Notenbank, erhält man eine katastrophale Bilanz. Sie hat Angstblasen und Anlageblasen geschaffen, nach dem Platzen der Blasen wurde Geld gedruckt, um die Zinsen künstlich tief zu halten. Wenn es nach mir geht, könnte man die Notenbanken abschaffen. Sollte sich jemand dennoch unbedingt einbilden, dass sie etwas Vernünftiges bewirken können, was ich wie gesagt sehr bezweifle, dann sollte eine Notenbank darauf schauen, dass die Kreditschöpfung unter Kontrolle gehalten wird.

derStandard.at: Was hätte das für Auswirkungen auf das Bankensystem?

Faber: Richtig angewendet, könnte man mit geldpolitischen Maßnahmen sehr wohl eine Gesundung des Bankensystems erreichen. Man müsste die Reserveverpflichtungen wesentlich erhöhen und nicht wie bislang durch die Missgriffe der Notenbanken Spekulationen begünstigen oder gar  verursachen. Im Grunde sollte man das ganze Bankenwesen in eine spekulative Aktivität und die normale Banktätigkeit, die eine treuhänderische Funktion hat, teilen. Eine Bank muss dafür verantwortlich sein, Einlagen zurückzuzahlen und nicht damit zu spekulieren. Anstatt Geld von Sparern an Unternehmer weiterzugeben, haben die Banken ihre Funktion verändert - und wurden zu Hedge Fonds, der Wurzel des Übels.

derStandard.at: Welche "Leichen" haben europäische Banken noch im Keller?

Faber: Irgendwer muss noch griechische, irische oder portugiesische Anleihen besitzen. Ich nehme an, dass ein großer Teil dieser Obligationen in den Händen von Banken und der Versicherungsindustrie sind. Das Problem dabei ist, dass diese noch nicht abgeschrieben sind. Am sinnvollsten wäre es, Griechenland pleitegehen zu lassen. Und in diesem Sog auch einige Banken.

derStandard.at: Mit welchen Auswirkungen auf den Finanzsektor?

Faber: Für den Finanzsektor sehe ich schwarz: Er muss um mindestens 30 Prozent schrumpfen.

derStandard.at: In welchem Zeitraum?

Faber: Das hängt von den Regierungen ab. Ich habe schon vor Jahren gesagt, es wäre am besten, wenn AIG (wurde 2008 im Zuge der Subprime-Krise in den USA notverstaatlicht, Anm.) und Gesellschaften wie Goldman Sachs pleitegegangen wären. Was hätte es der Weltwirtschaft geschadet? Der Bauer in Thailand hat nichts mit Goldman Sachs zu tun, ebenso wenig der Bauer in Deutschland.

derStandard.at: Der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan sieht den Euro schon zusammenbrechen. Sind Sie auch so pessimistisch?

Faber: Ich gehe davon aus, dass die Politiker den Euro retten wollen. Sie werden wohl Euro-Anleihen ausgeben und die schwachen Länder weiter stützen. Diese Maßnahmen führen aber früher oder später zu einem Einzelstaat - einem "Euro-Staat". Die Länder werden ihre Souveränität verlieren, in Ländern wie Griechenland oder Deutschland werden dieselben Gesetze herrschen, Steuerharmonisierungen werden stattfinden und vielleicht gibt es sogar eine bestimmende Steuerbehörde. Diese könnte international tätig werden und beispielsweise bei reichen Griechen in London Geld einziehen.

derStandard.at: Der Euro ist also zu retten?

Faber: Das nehme ich an, aber nachdem Politiker immer Halb-Maßnahmen treffen, wird das erst nach einer weiteren Krise stattfinden.

derStandard.at: Wie sehen Sie den Entscheid der Schweizerischen Nationalbank, den Euro nicht unter 1,20 Franken sinken zu lassen?

Faber: Das ist ein Fehler. Seit der Hongkong-Dollar an den US-Dollar gebunden ist, wirft das nur Probleme auf. Es besteht keine Evidenz, dass die Schweizer Wirtschaft durch den starken Schweizer Franken gelitten hat. Ganz im Gegenteil. Die Exporttätigkeit der Schweiz ist auf einem Rekordniveau. Die Probleme liegen ganz woanders: Einerseits betragen die Kosten der Produktion bestimmter Produkte nur einen Bruchteil der Verkaufskosten, andererseits gibt es Industriezweige, die sich wie Kartelle benehmen. Ich würde vorschlagen, die Löhne zu senken, anstatt den Schweizer Franken schwach werden zu lassen - das hätte dieselbe Wirkung.

derStandard.at: Wie lange hält die jetzige Finanzkrise noch an?

Faber: Die Regierungen können natürlich so weitermachen und noch mehr Geld drucken, kranke Länder, kranke Gesellschaften und kaputte Finanzinstitute stützen - langfristig überwiegt aber der Schaden, der sich daraus für das Wirtschaftswachstum ergibt. Jemand muss diese Maßnahmen schließlich bezahlen. Man sieht bereits jetzt schon in den USA oder in Europa, dass der mittlere Haushalt, die typische Familie, seinen Lebensstandard in den letzten zwanzig Jahren nicht erhöht hat - die Reichen hingegen schon. Das sage ich nicht als Sozialist, sondern als kritischer Beobachter. Ich selbst habe immerhin auch von den steigenden Vermögenswerten, Aktien- und Rohstoffpreisen profitiert.

derStandard.at: Wie sieht es in den USA aus?

Faber: Barack Obama ist ein typischer Sozialist, der die Macht der reichen Leute pflegt, um sich Wahl-Gelder zu sichern. Den typischen Geschäftsmann schadet er: Regulierungen und Bestimmungen haben unter seiner Amtszeit deutlich zugenommen, ebenso Administrationen, die mit unerfahrenen Menschen besetzt sind. Hier finden sich Politiker wie er, die noch keinen Tag ihres Lebens richtig gearbeitet haben. Hinzu kommt die Überverschuldung des Landes - ich sehe also keinen guten Ausgang für die US-amerikanische Wirtschaft. Aus demographischer Sicht ist kein Wachstum zu erkennen.

derStandard.at: Das sieht auch Standard & Poor's so und stufte das Land jüngst herab. Haben Ratingagenturen zu viel Macht?

Faber: Nein, aber die Anleger, die die Ratings ohne kritische Analyse annehmen, haben ein Problem: Ratingagenturen schauen zurück und nicht in die Zukunft. Sie sind politisch engagiert und werden von den Gesellschaften bezahlt, denen sie das Rating geben. Grundsätzlich halte ich nichts von Rating Agenturen.

derStandard.at: In Zeiten wie diesen, was raten Sie Privatanlegern in der jetzigen Börsensituation?

Faber: Ich kenne den Privatanleger und seine Vermögenslage nicht. Eine allgemeine Antwort ist also schwierig. Grundsätzlich wäre aber eine gewisse Diversifikation einzuhalten: 25 Prozent Aktien, 20 bis 25 Prozent Gold, 25 Prozent Immobilien in Asien und 25 Prozent in kurzfristigen Obligationen und Bargeld. (Sigrid Schamall, derStandard.at, 7.9.2011)

MARC FABER, 65, ist Börsenexperte, Fondsmanager und Buchautor. Faber studierte Wirtschaftswissenschaften und promovierte in Wirtschaftsgeschichte an der Universität Zürich. Von 1970 bis 1978 war er bei White Weld & Company in New York, Zürich und Hongkong tätig. Von 1978 bis Februar 1990 war er dort Managing Director bei Drexel Burnham Lambert. 1990 gründete er die Investmentgesellschaft Marc Faber Ltd. mit Sitz in Hongkong. Diese verwaltete rund eine halbe Milliarde Dollar.

Faber gilt als geschickter Börsenguru, er prognostizierte vergangene Crashs, die Japan-Baisse, den Börsencrash von 1987, die Asienkrise und das Platzen der Technologie-Blase 2000 richtig. Faber ist Herausgeber des Gloom Boom & Doom Reports. Er wird deshalb auch "Dr. Doom" genannt. Im Juli 2007 sagte er Konjunkturschwierigkeiten in den USA für das 2. Halbjahr 2007, und als Reaktion der amerikanischen Zentralbank, Zinssenkungen voraus. Er lebt heute in Hongkong und Thailand.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 636
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
also dann ...
01
7.11.2011, 07:45
naja ... teilweise sehr bizarre ... ansichten, wie z.b.

- den staatsapparat um 50 % kürzen
...na mit welchen steuern hätte man dann denn die banken gerettet ?
... ihm ist auch nicht "bekannt", dass gerade schweden mit dem GRÖSSTEN staatsapparat, die mit abstand beste bildung, höchstes wachstum und die geringsten staatsschulden hat !

- SFR :löhne senken, statt den devisenkurs zu binden
... oh ja _ ohne die standardfloskel (ohne hirn & verstand - denn w e r außer den konsumenten sichert denn die welt-nachfrage ?) kann kein neo-liberaler schwätzer auskommen.

gut sind seine vorschläge zur f e d...
und zum beitrag von goldman für den bauer aus thailand !

peak all
00
10.9.2011, 14:28

Faber sagt aber auch immer werdet Farmer! Aber der Hintergrund der Krise wird immer wieder von Smith, Diamond und heinberg besser erklärt. Watch the animation Who Killed Economic Growth? http://bit.ly/whokilledgrowth p.s. Wer hat große Mengen an Computer Schrott für ein entwicklungs Projekt?

José Atento
00
Mich wundert,

dass ein Kapitalismusfreund/Freidenker/Freigeist wie Marc Faber im linken Standard interviewt wird. Aber auch Linke können dazulernen.
Ich habe zu seinen Ausführungen nichts einzuwenden.

modest mice
00
hallo

passt nicht zum thema, da wir aber kürzlich davon gesprochen haben möchte ich folgenden - ausgzeichneten - Artikel zu den Konsequenzen des chinesischen Immo-Booms empfehlen

http://www.faz.net/artikel/C... 74656.html

José Atento
00

In China stehen sehr viele Immobilien leer, weil es sich nicht "auszahlt" das Risiko einer Vermietung in Kauf zu nehmen. Hier wird fast ausschließlich auf Kurssteigerungen spekuliert. Das sind typische Anzeichen einer Blase.

Ich traue diesem chinesischen Modell nicht. Auch in jedem Boom gibt es immer wieder einen Bust.

Kühnemund
01
Hier finden sich Politiker wie er, die noch keinen Tag ihres Lebens richtig gearbeitet haben.

Und genau solche Leute machen Gesetze über die Wirtschaft und Gesellschaft ganzer Kontinente.
Es ist kein Wunder, dass wir von Krise zu Krise springen. Das einzige was sich in den letzten 100 Jahren geändert hat, ist dass sich die Intervalle verkürzen.
Schuld daran ist dieser grausliche Sozialismus, der sich als "Freiheit" und "Kapitalismus" tarnt.
Es muss endlich schluss mit der staatlichen Bevormunden gemacht werden, dann hätten wir keine Krisen sondern allenfalls gute, natürliche Marktbereinigungen. Leider gibt es keine einzig mir bekannte Partei in ganz Europa, die dem Sozialismus abschwört.

Mostbluzza
00
sie haben recht, aber faber ist kein politiker

wie der sozialstaat aussieht, wo es keiner vermuten würde, bei der vermientlichen mutter des kapitalismus:

http://www.telegraph.co.uk/finance/j... rpool.html

was will das volk? mehr sozialleistungen. klar.

woifee 0.0
03

Ich finde die Grundgedanken des Sozialismus super, doch würde ich niemals eine SPÖ, Grüne, KPÖ wählen. Ich finde es okay, dass der Staat all die Versicherungen anbietet, aber leider zwingt er mich dazu diese auch in Anspruch zu nehmen. Ich würde mich für das meiste entscheiden, aber zum Beispiel würde ich die Staatliche Pensionsvorsorge nicht in Anspruch nehmen, und dafür eine private suchen, da bekomme ich mehr für weniger Geld.

Was die Reglementierung des Marktes und Einfluss des Staates angeht ist eine Rein philosophische frage, die nicht wirklich nur mit Vernunft zu klären ist. Ich finde die Soziale Marktwirtschaft hat sich beweisen können, ist aber auch nicht der Hammer.

Hans Hosendonner<<3
00
7.11.2011, 11:32
"Ich würde mich für das meiste entscheiden, aber zum Beispiel würde ich die Staatliche Pensionsvorsorge nicht in Anspruch nehmen, und dafür eine private suchen, da bekomme ich mehr für weniger Geld."

dann sehen sie sich doch mal DAS genau an!

http://www.youtube.com/watch?v=FWyfTWwz91Q

ich würde heutzutage niemandem zu einer privaten pensions-oder lebensversicherung anraten.
sie müssen unterscheiden zwischen den zahlen ,welche ihnen die versicherungsgrsellschaft ohne gewähr vorrechnet und dem, was ihnen sicher garantiert ist
eine regierung die gewählt werden möchte, kann es sich nicht erauben ihre pensionisten völlig im stich zu lassen, eine pleite gegangene versicheurngsgesellschaft fühlt sich hingegen nicht mehr verpflichtet

José Atento
00

Richtg, guter Ansatz!

Der Staat kann Leistungen anbieten (in Konkurrenz zu den Privaten) und der Bürger sollte wählen dürfen.

Die derzeitige Bevormundung des Bürgers durch dämliche Politiker, ist wirklich schon unerträglich geworden.

Hans Hosendonner<<3
00
7.11.2011, 11:43
eine solidarische absicherung, welche menschen gemäß deren befarf und unabhängig von deren kaufkraft leistungen anbietet, kann nicht auf grundlage freiwilliger teilnahme funktionieren:

stellen sie sich das mal bei der gesungheitsvorsorge vor:
da würden die privaten versicherungen am liebsten die gesunden jungen wohlhabenden menschen nehmen ( dei dann in relation zu ihrem einkommen weniger einzahlen brauchen.
und für die staatliche versicheung bleiben dann sozialhilfebezieher, menschen mit chronischen leiden pensionisten, etc...

bei der pension detto: manche leute haben für ihe arbeit so wenig geld bekommen, oder es fehlen ihnen aufgrund von schwangerschaften und kinderbetreuung so viele versicherungjahre, dass es nicht einmal für die mindestrente reichen würde. da muss dann ein ausgleich durch jene ,die es sich leisten können, geschaffen werden. bei einer privaten versicherung würde dieser ausgleich nicht möglich sein

Hannes Kartnig
10

Ziehe Känguruhs Gurus allemal vor.

woifee 0.0
00

Marc-Uwe Kling, die Känguruchroniken + Podcasts sind der Hammer.

Harald Fasching
21

Warum sollte man auf die Weisheiten eines Steuerflüchtlings und Profiteurs des derzeitigen Weltwirtschaftssystems eigentlich hören?

José Atento
02
Weil er einfach recht hat ?

Er ist wohlhabend und macht das was ein Reicher tut, wenn er von den Raubrittern verfolgt wird. Er geht z.B. nach Thailand und streut sein Vermögen weltweit.

Ich bin schon gespannt auf die Folgen der Vermögenssteuer in Österreich.

Kühnemund
03

Warum eigentlich nicht?
Mit allem was er sagt hat er auch recht.

Lukas Paier
11
Marc Faber und seiner Performance

Mal ehrlich - sieht man sich die Performance eines Marc Faber an, weiß man nicht so recht, ob er viele Zusammenhänge richtig begriffen hat. Zumindest scheint es sich bei seinen Investitionen nicht positiv niedergeschlagen haben.

Vielmehr scheint Faber den Hr Bernanke und die USA einfach stets schlecht zu machen versuchen.

www.anleitung-zum-reichtum.com

José Atento
00

Naja, er kann davon leben, zumindest geht sich das in Thailand aus, wo das Leben fast nichts kostet ;-)

mikromalist
 
00
Ich will nicht in die

der-Himmel-fällt-uns-auf-den-Kopf Panik einstimmen.
Die Evolution hat immer auch positive Überraschungen bereit.

Ein Beispiel zum panischen Insider Kaffeesudlesen und einem möglichen politischen Strich-durch-die-Rechnung: Der Goldman Sachs Das-Ende-naht-lass-uns-noch-verdienen-Report

http://www.zerohedge.com/news/here... ope-report

Zu dem Zeitpunkt wussten sie noch nichts von der CHF-EUR Bindung? Da wird ein Put nichts bringen?

Auch der Report selbst: eine Fülle von Zeitreihen und Charts.

Aber die Trading Schlüsse?

p.s. AT Banken hängen mit 10% des BIP in der GIIPS Verschuldung (gegen 25% von FR). Aber unsere eigenen Schulden sind zum grossen Teil extern - fast 90% gegen 25% UK. Was heisst das?

José Atento
00
Was heisst das?

Vermutlich, dass uns die externen Gläubiger einmal die Daumenschraube ansetzen werden.

G. Berkeley
30
Lächerlich,...

...ich habe nur die ersten Absätze gelesen, alleine die Behauptung die Schulden seien Schuld an dem prognostizierten Untergang ist schlicht falsch, da Banken von den Schulden leben.
Banken können bzw. müssen passiva der Kunden in aktiva der Bank umwandeln aus den Schulden wird sozusagen Geld kreiert welches gar nicht vorhanden ist, daher sind nicht die Schulden das Problem sondern das System an sich.

mfg

Kohlhaas1
00
Das soll nur den Weg zurück zumauern.

werwolfi
00

schon bei der ersten antwort war klar:
da möchte einer das amoklaufende finanzsystem noch weiter liberalisieren (weil sich das ja so bewährt hat...) und die letzten staatlichen kontroll- und einflussmöglichkeiten beseitigen.
neoliberalismus in seiner übelsten ausprägung...

Wehleidiger Indianer mit Höhenangst
14
25 Prozent Aktien, 20 bis 25 Prozent Gold, 25 Prozent Immobilien in Asien und 25 Prozent in kurzfristigen Obligationen und Bargeld

Cooler Tipp, danke Chef!
Ich kauf mir jetzt gleich einen 1/10 Unzer Philharmoniker, zwei Wal-Mart Aktien, einen Hunnie behalt ich mir im Brieftascherl... aber wieviele Immobilien in Asien bekomm ich für das restliche viertel meines Vermögens??

Kühnemund
01

Sie müssen ja nicht alles auf einmal kaufen und auch nicht zum selben Zeitpunkt.
Fangen sie halt mit einer Sache an. Und in 10 Jahren die zweite.
Aber ihrer Aussage nach schätze ich sie als Typen ein, der ständig jammert wie wenig Geld er hat und jeden Freitag und Samstag sich in einer überteuerten Bar volllaufen lässt. Ein Auto haben sie sicher auch - weil Zugfahren unccol ist - und statt 30% mehr im Monat für Eigentum, mieten sie auch lieber. Nehmen sie lieber dieses Geld und kaufen sich was Werterhaltendes halt.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 636
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.