Leser-Kommentar: "Augen zu und durch"

Leser-Kommentar | 7. September 2011, 12:36

Es gilt die Unschuldsvermutung - Der schwarzblauorange Korruptionssumpf fordert die ersten politischen Opfer

Am Montag, den 5. September 2011, ließ der ehemalige Bundeskanzler Wolfgang Schüssel seine Rücktrittsbombe platzen und erschütterte damit die österreichische Nichtrücktrittspolitik in ihren Grundfesten. So gesellte sich zu dem "Na endlich!"-Gedanken auch Verwunderung über die Entscheidung Schüssels. Gegen "seinen" damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser wird seit Jahren ermittelt - die Vorwürfe ziehen immer weitere Kreise, führten aber bislang zu keinen strafrechtlichen Konsequenzen. Schüssels damaliger Innenminister Ernst Strasser stolperte bereits in den letzten beiden Jahren über Untaten die aus seiner Amtszeit bekannt wurden und wurde vor wenigen Monaten durch den Videobeweis seiner Korruption als EU-Parlamentarier zu Fall gebracht.

Selbstbedienung am Schlemmerbuffet

In den letzten Wochen, die vor allem im Zeichen der "Telekom-Affäre" standen, erhärteten sich verschiedene Verdachtsmomente, die von mehreren Seiten seit langem thematisiert wurden. Weitere Namen kamen ins Spiel. Das Kabinett Schüssel war, bis in die Ministerebene hinein, durchzogen von korrupten Machtmenschen, die das politische Feld durch ihren neu gewonnenen Einfluss als Schlemmerbuffet missbraucht haben. Nicht allen Personen, die in den letzten Wochen und Monaten in diesem Zusammenhang genannt wurden (und vielleicht noch genannt werden), können die gleichen Straf- bzw. politischen Untaten vorgeworfen werden - gemeinsam ist allen allerdings eine kriminelle Energie.

In Dankbarkeit verbunden

Welche konkrete Rolle Schüssel in diesem Theater gespielt hat, gilt es restlos zu klären. Im besten Fall hat er "nur" die Augen vor der Bereicherung einiger seiner Minister verschlossen, denn dass jemand wie er über Jahre hinweg keine Hinweise über die Vorgänge in seiner Regierung hatte, würde ihm seine unbestrittene Intelligenz absprechen. Sollte es sich um den "besten" Fall handeln, könnte man es ihm - zynisch formuliert - nicht einmal verdenken - immerhin kam der FPÖ im Jahr 1999 die Rolle des Königsmachers zu. Schüssel hatte seine Kanzlerschaft Jörg Haider zu verdanken und verhielt sich dementsprechend. Er sah weg, wenn er hinsehen hätte sollen. Er schwieg zu vielem und erhielt nicht grundlos den Beinamen "Schweigekanzler". Zur Bildung des Kabinetts Schüssel II in dieser Form kam es, so Andreas Khol in der ORF-Sendung "Der runde Tisch" am 5. September 2011, nachdem die langen Verhandlungen mit der SPÖ und danach mit den Grünen gescheitert waren. Wieder musste Schüssel dankbar sein, dass er eine Koalition mit der ehemaligen FPÖ, und dem nunmehrigen BZÖ, bilden konnte - sie war die letzte Chance, sich den Kanzlersessel zu sichern. Wieder - so jedenfalls der nicht unbegründete Verdacht - akzeptierte Schüssel politisch und ethisch verwerfliche, teils strafrechtlich relevante persönliche Bereicherung in seiner Regierung.

Moralisches Bewusstsein braucht keine rechtlichen Instrumente

Schüssel wies bei seiner Rücktrittspressekonferenz jede Schuld von sich und betonte, keine Kenntnis über etwaige Vorgänge dieser Art gehabt zu haben. Der Präsident der österreichischen Nationalbank, Claus Raidl, begrüßte im ZiB2-Interview den Rücktritt Schüssels. Er begründete dies damit, dass der Fokus zuletzt auf der Person Schüssel lag und man sich nun wieder voll und ganz auf die notwendige Aufklärung der Vorwürfe konzentrieren könne. Raidl zufolge sei es glaubwürdig, dass Schüssel nichts von kriminellen Machenschaften wusste. Der Bundeskanzler habe in Österreich weder ein Weisungsrecht, noch eine Richtlinienkompetenz und könne daher auch nicht für etwaige Taten seiner Minister verantwortlich gemacht werden. Für eine Politik mit Rückgrat, für Rechts- und Moralbewusstsein, braucht allerdings weder ein Bundeskanzler, noch sonst jemand, rechtliche Instrumente. Schüssel hätte - sofern er darin ernsthaft ein Problem gesehen hätte - sein Schweigen brechen müssen. Er hätte an die Öffentlichkeit gehen müssen, um seine Fehler zuzugeben. Er hat sich dagegen entschieden und das Treiben geduldet. Damit trägt er eine Mitschuld an dem Korruptionssumpf unter seiner Kanzlerschaft, die sich nicht leugnen lässt. Schüssel ist auch deshalb zurückgetreten, weil das Pflaster zu heiß wird und sich die Schlinge zuzieht. Seinen Rücktritt muss man anerkennen, darf ihn aber keinesfalls belobigen oder gar als Ende des Bohrens nach seinen persönlichen Verwicklungen betrachten.

Die fehlende Einsicht bleibt

Die (linke) Jagdgesellschaft, so die geflügelte Bezeichnung aus ÖVP-FPÖ-BZÖ-Kreisen für all jene, die sich (medial) kritisch zur Ära Schwarz-Blau äußern und (teils) von Anbeginn an Vorwürfe an die Adresse der damaligen Regierung richten, sei Schuld an dem Bild, das die Bevölkerung von der Politik bzw. den Politikern hat. Mit keinem Wort - und wenn man auch noch so genau jeden Kommentar, jede Pressemitteilung durchforstet - wird von Seite der ÖVP das eigene Verhalten reflektiert. Kein Anflug von Reue, Bedauern oder einem Eingeständnis von Fehlern ist zu vernehmen. Es scheint, als würde man nach dem Motto agieren: nur zugeben, was bereits lückenlos bewiesen ist. Gerade in Zeiten der Sparpakete, Kürzungen und Einschränkungen, die spätestens mit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 ein inflationärer Bestandteil im Leben der Bevölkerung ist, stoßen die Machenschaften von Schwarz-Blau auf noch größere Ablehnung und suchen vergeblich nach Verständnis. Während die Menschen unter Krise litten - und immer noch leiden - wurden einige Politiker nicht müde, in die eigene Tasche zu wirtschaften. Eine führungsstarke ÖVP unter dem neuen Parteiobmann Spindelegger müsste Farbe bekennen, eine umfassende Aufklärung der Vorwürfe vorantreiben und in Folge auch zu den eigenen Fehlern stehen. Doch Spindelegger bleibt auch in dieser Causa farb-, kontur- und sprachlos. Das legt den unweigerlichen Verdacht nahe, dass noch viele weitere Ungeheuerlichkeiten zu Tage treten werden - von der (polit-)ethischen Disqualifizierung ganz abgesehen. Für alle genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung. (Leser-Kommentar, Stefanie Klamuth, derStandard.at, 9.9.2011)

Autorin

Stefanie Klamuth ist 29 Jahre alt, hat in Wien Politikwissenschaft studiert und arbeitet als Medienbeobachterin, Weblink: http://stefanieklamuth.wordpress.com/

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25 Postings
Just N. Opinion
 
03
"Seinen Rücktritt muss man anerkennen, darf ihn aber keinesfalls belobigen."

Ein ganz wichtiger Satz, danke dafür!

Kann nicht verstehen, warum sich der Bundeskanzler bemüßigt gefühlt hat, einem abgetretenen NR-Abg. ein paar freundlcihe Worte hinterherzuwerfen.

Wenn er schon meint, Schüssels Abgang (war immerhin einer seiner Vorgänger) kommentieren zu müssen, erwarte ich mir von einem SPÖ-Regierungschef kritischere Worte. Zumindest neutrale.

Jedenfalls kein "war eh nicht alles schlecht"!

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31
Dem Niedergang der Politik nur auf die ÖVP & FPÖ...

.....zurückzuführen, nährt die bzw. entspringt der eigenen Abneigung gegen diese Parteien.

Tatsächlich lassen sich viele Sündenfälle in der heimischen Politik quer durch alle Parteien finden:

- Affäre Udo Proksch
- Rotblaue Koalition mit Frischenschlagers Handschlag
- Vranitzkys Pensionistenbrief
- Klimas Populismus als Antwort auf Haiders FPÖ
- Pilz'schen Recherchen mit Hang zu manischer Selbstdarstellung
- Seelenverkauf der Wiener Grünen
- Faymann und die Kronen Zeitung
- Darabos
- sowie unzählige Skandale, in den Politiker fast aller Couleurs (ausser Grüne) involviert waren.

Irgendwann werden wir für die generelle politische Unkultur die Zeche bezahlen....

Licht Gestalt1
00
die Skandale die sie anführen

sind Peanuts (Vranitzkys Pensionsbrief) da gibt es hundert Beispiele von schwarz/blau......
Udo Proksch wurde verurteilt!!!!
Pilzische Recherchen in diesem Zusammenhang zu nennen ist ja eher lächerlich, denn ohne ihn wären viele dieser Skandale gar nichts ans Tageslicht gekommen
und ich schreibs noch einmal
man kann diese unbeschreiblichen Skandale der Schüsselregierung nicht damit rechtfertigen, dass es auch früher Skandale gegeben hat!!!!!!

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00
Viele Peanuts machen auch Mist....

.... und der hat momentan seinen Höchststand.

Ausserdem vergessen Sie DIE Megaskandale der zweiten Republik, in denen IMMER der viel zitierte kleine Mann von der Straße büßen musste:

Eumig unter Kreisky
Konsum im roten Gewerkschaftsdunst
BAWAG im roten Gewerkschaftsdunst
Ausverkauf der Creditanstalt und dann Bank Austria
Hypo NÖ (damit es nicht nur rote Skandale sind)

Zahlenmäßig ist die Telekom-Causa dagegen ein Peanut.....

Licht Gestalt1
00
ich glaube die Hype Alpe Adria

hat ihn Summe mehr Staatsvermögen gekostet, als ihre "Auflistungen"

Gerhard Kreuzer1
83
Aber letztlich ganz wurscht. Denn was blieb zB von der Ära Kreisky?

Hier die Fakten: Rechtskräftige Strafurteile von Ministern bisher.

Blecha: Fälschung von Beweismitteln, Urkundenunterdrückung
Sinowatz (Bundeskanzler!!): falsche Zeugenaussage
Gratz Leopold: falsche Zeugenaussage
Androsch (BMF!!): Steuerhinterziehung

Und Herr Kreisky war in den 1970ern verbündet mit dem FP-Peter (ehemals Offizier der SS) gegen Wiesenthal. Wiesenthal hat sich dann auch erdreistet aufzudecken, dass vier (!) der Minister der ersten Kreisky-Regierung Ex-Nazis waren. Davon 2 in führender Position im Dritten Reich. Sowas gab es in der ÖVP nicht einmal ansatzweise.

Licht Gestalt1
00
ja dass waren noch Zeiten

als die politischen Verantwortlichen noch zur Rechenschaft gezogen wurden,
heute alles, jeder, sofort "Unschuldsvermutung" man draut sich schon gar nichts mehr sagen ohne dieses "unleidliche Wort"
weil alle supersauber, und die schönsten aller Zeiten überhaupt!!!!

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00
Oh LichtGestalt1,....

Eine solche mögen Sie für Ihre Genossen sein.

Besagte SPÖ-Minister haben den Prozess gegen einen nachweislichen Mörder, mit dem sie Per Du waren, 10 Jahre lang verschleppt!!!

Ethisch ist das ein Wahnsinn, der gemäß StGB gar nicht aburteilbar ist. Heute ist Blecha der Seniorenchef bei der SPÖ und darf weiter herumfuhrwerken.....

Licht Gestalt1
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Udo Proksch konnte ja sogar

Erika Pluhar blenden, welche ich sehr schätze...... alles andere ist natürlich auch ein Skandal gewesen, aber ich schrieb ja man kann die heutigen Skandale nicht damit rechtfertigen, dass es auch früher welche gab....
und ich bin sicher keine "GenossIn" der Roten... :-)

fritzobel
13
lasst ihn doch schreiben

der trollt geifernd durch alle foren und postet immer das gleiche. Ich glaub, dem gehts ähnlich wie vielen Kärntnern als die Sonne vom Himmel fiel. Der Meister Schüssel ist zurückgetreten. Das kann nicht sein. Er, der immer recht hatte. Muss schwer sein, damit zurecht zu kommen.

laudanum
00

ja schon recht, nur: diese grauslichkeiten der blau-schwarzen regierung schlagen sich aktuell auf tonnen von verdachtsmaterial nieder, welche bald und hoffentlich spruchreif, also rechtsspruchreif - meint verurteilungen - sein werden. that's it.

Than gorodrim
12
wenn schon ...

... dann bleiben wir bei der ganzen historischen Wahrheit: Die Peter-FPÖ stützte die damals mit relativer Mehrheit ausgestattete SPÖ vom März 1970 bis zum Oktober 1971. "In den 70ern" suggeriert dann doch, dass sich das Ganze über etliche Jahre gezogen hat.
Die Bezeichnung "Führende Position im 3. Reich" triffts gleichfalls nicht, die "führenden Positionen" sind nach Ende des 2. WK entweder im Suizid geendet oder in Nürnberg einen Kopf kürzer gemacht worden. Die "führenden Positionen", denen beides nicht wiederfuhr, tauchten in der Politik nach der NS-Diktatur nicht wieder auf. Als Beispiele mögen Rudolf Hess, Albert Speer und Karl Dönitz dienen.

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10
Selektive Wahrnehmung der Linken

Man erinnere sich an den Handschlag Frischenschlagers in den 80er Jahren.....

Letztlich ist es immer wieder faszinierend, wie flexibel die Wahrnehmung im linken Lager ist, wenn es darum geht, die eigenen Leute zu verteidigen.

Letztlich haben alle Parteien ihre Leichen im Keller. Kommen diese zutage, freut es idR nur die Anhänger der gegnerischen Parteien.

Gut ist die generelle politische Unkultur für uns alle nicht......

Than gorodrim
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faszinierend oder "macht ja nix"

Auf den Nachweis, dass der Ansa-Kreuzer mit gebogenen historischen "Wahrheiten" zu argumentieren versucht, kommt Ihr Einwand der selektiven Wahrnehmung. Blöderweise ist der Frischenschlager für Kreuzers NS-Argument zu spät auf die Welt gekommen. Noch blöder, dass Norbert Steger so mit das Liberalste war, was die FPÖ je hevorgebracht hat. Hätt ich zwar dem Ex-VDU nicht zugetraut, aber das hats trotzdem einige Jahre lang gespielt.
Jörg Haider war dagegen nicht einmal im Ansatz liberal. Es liegen somit Welten zwischen ihm und Norbert Steger. Und, wie gesagt: wenn schon, dann bei der ganzen historischen Realität bleiben ... und ned nur die angenehmen Teile zitieren. Ansonsten müsst ich das Kompliment der selektiven Wahrnehmung zurückgeben.

okami
10
Woanders schon gepostet, aber passt noch einmal:

Das könnt aber auch an den Gerichten liegen:
Die Zahl der rechtskräftig Verurteilten und die Zahl der 'Unschuldvermuteten' - grad nicht angeklagten - ist keine Messgröße

Gerhard Kreuzer1
31
okami
20
1.) Sie leben ziemlich in der Vergangenheit

2.) bekommen sie deswegen die jüngere Vergangenheit nicht so ganz mit, was personellen EInfluss auch der Schüsselregierung betrifft.

3.) wäre fein, wenn ihre Bewältigung der Schüssel-Ära aus etwas anderem besteht als Hinweisen auf sozialistische Verfehlungen.
Ja, die gibt es, aber die wurden gerichtlich aufgearbeitet - diesen Vorgang sehe ich noch nicht vollendet wenn es um die Schüssel-Ära geht. Danach - wenn uns fad im Schädel ist - können wir vergleichen und aufrechnen.

Gerhard Kreuzer1
23
Keine Frage, dass die SPÖ und ihre grüne Vorfeldorganisation nun die schwarz-blaue Regierungsphase endgültig zertrümmern wollen, und dass sie die Indizien für Verfehlungen von Gorbach oder Strasser nun Schüssel anhängen wollen.

Das ist eine übliche politische Taktik. Diese ist für die SPÖ umso wichtiger, als wir erstmals mit einer Regierung konfrontiert sind, deren massive Korruption und direkte Gesetzesverletzungen schon zu Amtszeiten offenkundig sind. Deren Sündenliste reicht von der gezielten Medienbestechung durch Werner Faymann über einen ÖBB-Aufsichtsratspräsident, gegen den in Sachen Buwog-Schmiergeld viel konkretere Beweise vorliegen als gegen den von der Staatsanwaltschaft ständig vorgeführten Karl-Heinz Grasser, bis zu einer Unterrichtsministerin, die nicht nur wegen der Kommunalkredit-Pleite in ganz schiefem Licht steht, die auch gesetzeswidrig den AHS und BHS nicht genügend Lehrerposten gibt, um die Klassenschülerhöchstzahlen einhalten zu können.

Schüssel Biograf Walter Moers
14

Sie haben eine sonderbare Wahrnehmung! So schonend wie die SPÖ mit ihrem Koalitionspartner umgeht, könnte man meinen, dass sie die PR-Abteilung der ÖVP ist.

Erinnern Sie sich doch nur daran, was die ÖVP bei der BAWAG-Causa aufgeführt hat.

Licht Gestalt1
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haben sie "offengelegt" geschrieben????

diese Biografie müßte nämlich jetzt neu geschrieben werden... :-)

Just N. Opinion
 
12
Schüssel und Grasser haben die BAWAG erst in die Nähe des Abgrunds gebracht.

Sehenden Auges und mit großer Freude.

Das verspielte Geld - zweifellos ein Verbrechen (nur leider unter Richterin B.-O. nicht aufgeklärt), das zweifellos von Aufsichtsrat und Vorstand vertuscht wurde.
Doch die ungeheuren Summen waren in der Bilanz der BAWAG bereits wieder bereinigt, außer dem Eigentümer ÖGB war niemand zu Schaden gekommen, schon gar nicht der Steuerzahler.

Bis Schüssel & Grasser kamen, die BAWAG halbtot redeten, damit möglichst viele Kunden weglaufen sollten, und triumphierend Sparbücheln in einer Filiale eröffneten, um sich so als "Retter" darzustellen... Wie so vieles dieser Regierung, auch das frech gelogen.

Zum Glück haben die Wähler das Manöver durchschaut und Schüssel anschließend dafür abgewählt.

Walter Kaiser.
01
Das legt den unweigerlichen Verdacht nahe, dass noch viele weitere Ungeheuerlichkeiten zu Tage treten werden

Davon geh' ich mit 100%iger Sicherheit aus.

Kein Kommentar
11
Doofer Generalverdacht....

... den man durch ebensolchen kontern kann.

Sollten alle Leichen, die die Wiener SPÖ im Keller hat, je hochkommen, dann wir man sehen, dass der Telekom-Skandal ein Mailüfterl ist.

Nur wem hilft das????

Jede Art von Korruption, egal in welchem politischen Lager, ist rechtlich zu verfolgen!

Gerhard Kreuzer1
21
Ja. Gegen Faymann selbst etwa wird jetzt bereits ermittelt.

Jüngst bestätigte die Staatsanwaltschaft offiziell, dass gegen den Bundeskanzler und seinen Staatssekretär „wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs und der Untreue“ ermittelt wird – und am nächsten Tag erwähnt fast keine Zeitung auch nur diese Tatsache. Korruptionsermittlungen gegen den amtierenden Regierungschef würden anderswo den Staat erschüttern und zu lautstarken Rücktrittsrufen führen. Aber nicht bei uns in Österreich. Denn bei uns sind Strafverfahren gegen einen Regierungschef – oder auch gegen die Unterrichtsministerin wegen ihrer seltsamen Rolle bei der Kommunalkredit-Pleite – nicht der Erwähnung wert. Zumindest, wenn die Verdächtigen rot sind.

okami
10
Legens docjh einfach den gleichen Masstab an wie bei Grasser.

Die Tatsache der staatsanwaltschaftlichen Untersuchung ist ja noch lange kein Schuldspruch, es gilt die Unschuldsvermutung - entweder immer oder nie!

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