Nützlinge im Garten

Ohrenschlürfer: unappetitlich aber nützlich

6. September 2011, 16:23
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    foto: frank hollenbach / www.pixelio.de

    Der Ohrwurm kriecht schlafenden Menschen entgegen häufigen Behauptungen nicht in die Ohren.

    Foto: Frank Hollenbach / www.pixelio.de

"die umweltberatung" zeigt, wie Ohrwürmer von Zierpflanzen wegzulocken sind

Wien - So unästhetisch ein Ohrenschlürfer aussehen mag, so nützlich ist er im Garten: Er frisst Spinnmilben und Blattläuse - und zwar bis zu 50 in einer Nacht. Um diese Jahreszeit wird er allerdings manchmal bei Dahlien und anderen Zierpflanzen lästig. "die umweltberatung" empfiehlt daher eine Übersiedlung im Blumentopf, der mit Holzwolle gefüllt ist.

Mehr Nutzen als Schaden

Ohrenschlürfer - auch Ohrwürmer, -kneifer oder -zwicker genannt - sind nachtaktiv. Neben Blattläusen und Spinnmilben fressen Ohrwürmer Blutläuse und Insekteneier und sind daher fleißige Helfer im Garten. Bei Nahrungsmangel fressen Ohrwürmer auch Knospen oder weiche Blätter an, aber insgesamt bringen sie wesentlich mehr Nutzen als sie Schaden anrichten.

Ohrwürmer übersiedeln

Die Ohrwürmer von Zierpflanzen wegzulocken und dort hin zu übersiedeln, wo sie nützlich sein können, ist einfach: Eine Blumentopf, der mit Holzwolle oder Heu gefüllt wird, ist tagsüber ein willkommener Unterschlupf für die Tiere. Der Topf steht umgedreht auf dem Boden oder hängt in den dichten Zweigen einer Pflanze, wobei wichtig ist, dass der Topf die Zweige berührt, damit die Tiere in die neue Unterkunft einziehen können. Die Ohrwürmer können darin an einen anderen Platz im Garten übersiedelt werden.

Kein Ohrenkriechen

Der Ohrwurm ist übrigens weder ein Wurm, noch kriecht er schlafenden Menschen in die Ohren, wie oft behauptet wird. Die geöffneten Hinterzangen männlicher Tiere erinnern mit etwas Fantasie an die Umrisse eines menschlichen Ohrs - daher der Name. (red)

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Posting 1 bis 25 von 64
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Zuben Elgenubi
00
Journalisten ohne Sprachgefühl

Der schlürft nicht die Ohren, sondern er "schlieft" (angeblich) in die Ohren.

"Schliefen" = Dialektausdruck von "schlüpfen". Also wenn schon: "Ohrenschlüpfer", aber das würde wohl etwas schlüpfrig klingen;)

Am besten bleibt man beim Dialektausdruck und nennt das Tierchen "Ohrenschliefer" (alias Ohrwurm) unter Anführungszeichen.

HomoSapiens
00
21.9.2011, 22:20
@black Widdow am/um : 08.09.2011 12:07

Sehr gut. Zeigt, dass Sie Wissen darüber haben haben, den Nützling zu nutzen.

:-)

Wieso eigentlich Widow mit 2 mal "d" im Nick? Wenn ich fragen darf.

GiordanoB
00
14.9.2011, 10:37

Fliegen sind die neuen Ohrwürmer.

Black Widdow
01
Ich liebe diese Tierchen

und sie haben immer ein "Häuschen=Blumentopf mit Stroh gefüllt" in meinem Garten :-)

die windfrau
 
13
was ist da dran unappetitlich?

GiordanoB
00
14.9.2011, 10:38

Am Ohrwurm nichts, nur in Deutschland essen sie immer "Tunke" und Ketchup dazu.

Fritz Brause
20

Das mit der Ohrenähnlichkeit ist Quatsch: "Letztlich geht die Bezeichnung darauf zurück, daß in der Spätantike solche Tiere getrocknet und zerstoßen als Heilmittel gegen Ohrenkrankheiten verwendet wurden. [...] Daraus entstand der Volksglaube, die Ohrwürmer würden durch die Ohren ins Gehirn kriechen ..." (Kluge, 1989)
Weiters heissen die entweder Ohrenschliefer oder Ohrenschlüpfer.
Letztlich darf die Redaktion ihren Insektenekel für sich behalten.

Vera Rschung
 
01
unästhetisch

Ich finde ihn schön. Ein bisserl grauslig schaut er zwar aus, doch ist das nicht mit unschön gleichzusetzen.

X Y
01
Was heisst hier unappetitlich?

Wer isst die denn?

Plinius
03
ein "Ohrenschlürfer" hat dem...

...Artikelschreiber offensichtlich sein Hirn "weggeschlürft"! Wenn man schon den Dialektausdruck nicht kennt dann bitte nicht das weggeschlürfte Hirn einsetzen wollen.

witherabbitt
 
01

Ohrenschlürfer? Kenn' ich unter Ohrenschliefer!

mentalleap
05

Meine Güte, gibt es denn bitte wirklich keine Redakteure mehr, die der Deutschen Sprache mächtig sind oder zumindest ein wenig Sprachgefühl besitzen?

Ohrschlürfer, das tut echt weh.

Kontrahent1
00
Doch, gibt es:

Die 'Sprachschätze' von Hilde Weiss in der 'Wiener Zeitung' eine ständige Rubrik. Ein Beitrag, welcher in Zeiten von weit verbreitetem 'Deuglisch' garnicht hoch genug zu schätzen ist.

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
00
Mir fressen's...

... die Äpfel zamm, die Gfraster! Kaum ein Kronprinz, der nicht angfressen wär. :-(

Cuca Racha
 
08

Naja, angefressene Kronprinzen sind in useren republikanischen Zeiten nicht so selten.

the hag o'hags (aka Esme Weatherwax)
00

:-)) Posting des Tages!

Cuca Racha
 
01

danke für die Vorlage, kann ich da nur sagen :-)

mentalleap
00

danke :-)

der 48er
00

20x brilliant von mir, wenn ich könnte! ;-)

Fips Stein
00
muss ich leider korrigieren ;-)

mir ist mal einer beim novarock im zelt ins ohr gekrochen...a bisserl gruselig...wasser ins ohr, und raus gekommen ist er wieder. tier überlebt,ich überlebt :-)
lg

-blos so-
00
aber es ist nicht so, daß sie bevorzugt dort rein krabbeln

natürlich kann es passieren...

mir ist mal als Kind eine Ameise rein gekrochen - das war lästig...

Fips Stein
00
das ist schon klar,g

aber auch die fachliteratur weist es immer so weit von sich, dass das mal passiert, da muss man ja mal die wahrheit sagen ;-))
lg

1000 Kopfläuse können nicht irren
05
Bei dem Lärm muss er ja irgendwo hin flüchten!

(C;

sisi vonsanmarino
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nun ja!
ich kenn einen fall, PERSÖNLICH!!!!,
wo so ein mistvieh in das ohr hineingekrappelt ist und dort dann verendet ist..........
also nix mit is net woah........

Porqué no te callas?
00

wollte so einen mal meiner haus-wolfsspinne zum fraß vorwerfen - die hatte aber keine chance und musste nach dem verlust eines beines die flucht ergreifen.

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