BAE Systems baut Tarnsystem, das künftig ganze Gebäude verschleiern könnte
Bis Menschen sich mit Hilfe von Tarnkappen unsichtbar machen können, wird es noch länger dauern. Der Rüstungskonzern BAE Systems testet allerdings bereits eine Technologie, die Panzer oder auch Gebäude zumindest für Infrarotsensoren unkenntlich macht.
Wärmebild
Wärmebildkameras nutzen Infrarot, um Maschinen oder Lebewesen auch im Dunkeln oder bei schlechter Sicht identifizieren zu können. Das von BAE entwickelte System ADAPTIV ist darauf ausgelegt, das zu tarnende Objekt wie ein anderes aussehen zu lassen. Dazu werden kleine, hexagonale Panele eingesetzt, deren Material sehr rasch seine Temperatur ändern kann. Rund 1.000 solcher Pixel-Panele werden beispielsweise benötigt, um einen Panzer zu tarnen. Mithilfe dieses Pixelkleids kann dann ein Hitzebild erzeugt werden, dass dem einer Kuh, eines Steins oder eines PKW gleicht.
Anpassbar
Wärmebildkameras an Bord überwachen die Umgebung und sorgen dafür, dass die Panele ihre Temperatur laufend an die Umgebungstemperatur anpassen. Dies funktioniere auch, wenn sich der Panzer in Bewegung befinde. Welche Materialien zum Einsatz kommen, will der Konzern nicht näher erläutern. Die derzeit erprobten Systeme würden am besten für eine Distanz bis 500 Meter funktionieren. Um Tarnung auf größere Distanzen etwa für Gebäude oder Kriegsschiffe zu ermöglichen, ließen sich die Panele vergrößern. BEA schätzt, dass die Tarnkappe in zwei Jahren in Produktion gehen könnte. (zw)