Andres Allamand: Nutzen auch "all unsere menschlichen und übermenschlichen Fähigkeiten"
Santiago de Chile - Die chilenische Regierung hat bei der Suche
nach Opfern des Flugzeugabsturzes vom vergangenen Freitag einen "Seher"
eingeschaltet. Verteidigungsminister Andres Allamand antwortete am Montag auf
eine entsprechende Frage im chilenischen Fernsehen, es gebe eine entsprechende
"Person" auf einem der Suchschiffe. "Wir nutzen alle unsere technologischen
Möglichkeiten, aber auch all unsere menschlichen und übermenschlichen
Fähigkeiten", fügte er hinzu.
Die in Santiago gestartete Maschine der chilenischen Luftwaffe mit 21
Menschen an Bord war am Freitag nahe der rund 700 Kilometer vom chilenischen
Festland entfernten Robinson-Crusoe-Insel in den Südpazifik gestürzt. Bisher
wurden die Leichen von zwei Frauen und zwei Männern geborgen. Ihre Identität
steht noch nicht fest. Die Suche nach den übrigen 17 Opfern dauert an.
An Bord war auch der beliebte Fernsehjournalist Felipe Camiroaga mit seinem
Team, das über den Wiederaufbau der Inselgruppe Juan Fernandez nach dem Tsunami
vom Februar 2010 berichten sollte. Ein Erdbeben der Stärke 8,8 hatte am 27.
Februar 2010 das Zentrum und den Süden Chiles erschüttert. Durch das Beben und
den anschließenden Tsunami starben mehr als 550 Menschen. (APA)