Archäologie

Frühchristliches Baptisterium in Südtirol entdeckt

5. September 2011, 17:37
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    foto: apa/landesamt für bodendenkmäler

    In Terlan im Südtiroler Etschtal wurde u.a. ein frühchristliches Baptisterium mit Taufbecken gefunden.

In Terlan wurden ein römerzeitliches Gebäude und Gräber mit Beigaben aus dem 4. Jahrhundert freigelegt

Bozen - Im Rahmen von Grabungsarbeiten für ein Haus sind in Terlan im Südtiroler Etschtal archäologische Funde aus der Römerzeit und dem Frühmittelalter zutage gekommen. Dabei wurde ein frühchristliches Baptisterium mit Taufbecken gefunden. Auch Gräber mit Beigaben aus dem 4. Jahrhundert wurden freigelegt. Der Fundort befinde sich neben der Pfarrkirche Terlan. Die ältesten Ausgrabungen gingen auf die ersten nachchristlichen Jahrhunderte zurück, teilte das Land Südtirol in einer Aussendung am Montag mit.

Zu den Funden "zählt ein römerzeitliches Gebäude, das mit einer Hypokaustenanlage - einer Fußbodenheizung - ausgestattet war", berichtete Leo Andergassen, Direktor der Landesabteilung Denkmalpflege. Von der Anlage seien noch die kleinen Pilaster erhalten, zwischen denen die warme Luft zirkulierte. Sie wurden mit dem 2. Jahrhundert datiert.

Bestattungen

Knapp zwei Jahrhunderte später seien auf dem untersuchten Grundstück Bestattungen angelegt worden. "Die Gräber enthielten Beigaben - Gegenstände aus dem Alltagsleben, die dem Toten für seine Reise ins Jenseits mitgegeben wurden", schilderte die Direktorin des Landesamtes für Bodendenkmäler, Catrin Marzoli. Zwei Gräber seien jeweils mit einem Gefäß für Speisen und einem weiteren für Getränke ausgestattet gewesen. Drei der gefundenen Specksteingefäße seien besonders gut erhalten.

Auch in der Folgezeit, vermutlich im Frühmittelalter vom 5. bis 7. Jahrhundert, sei das Areal zu Bestattungszwecken aufgesucht worden. Die sterblichen Überreste habe man in einem in der Zwischenzeit zu einer Ruine verfallenen römischen Haus gefunden. Am gesamten Grabungsareal konnten laut Experten Bestattungen nachgewiesen werden.

Baptisterium

Das Baptisterium sei durch ein in den Boden vertieftes Becken und eine Mörtelmauer im Fundamentbereich erkennbar. In diesem aus römerzeitlichen Ziegeln und Steinen gefertigten Becken mit den Maßen 160 mal 100 Zentimeter hätten die Archäologen eine massive Steinplatte aus Ammonitenkalk gefunden. Dieser stamme aus dem Trentino. "Im Umfeld geborgene Bleireste deuten darauf hin, dass die Platten versiegelt waren und das Becken daher Wasser aufnehmen konnte", führte Marzoli aus. (APA)

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10 Postings
Cuca Racha
 
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"Drei der gefundenen Specksteingefäße seien besonders gut erhalten. "

Der Speck war offenbar sogar den Toten zu ungesund.

Zinsenfeger
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vor allem wenn er aus Stein ist

Fräulein Smilla
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Hochwissenschaftliche Spekulationen.
Wer sagt, dass das nicht eine Art antike Badewanne war?

Zinsenfeger
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Nichts anderes ist ein frühchristliches Baptisterium. Nur der Zweck war ein anderer.

Fräulein Smilla
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Die haben aber nicht wirklich gebadet die Römer.
Einreiben mit Olivenöl und abstreichen mit dem Strigilis war das Maximum.

Vielleicht wars blos ein antikes Aquarium?

Raphael Hythlodeus
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unsinn! tiroler speck ist nach jahrtausenden noch wie neu!

m_M
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er darf nur nicht von den katholen sein!!

http://hotdox1.webnode.com/news/ursp... en-kirche/

Zinsenfeger
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oh, das wollen die nie begreifen -weder die gläubigen noch die ungläubigen

Erstversuch
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Sind Sie lebensmüde?

Jetzt haben Sie alle Dakwinisten am Hals!
Der Prophet sagt: Der katholische Glaube ist "ex nihilo" entstanden es gibt keine Kontinuität heidnischer Bräuche und Riten!

m_M
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doch gibt es! schau nach bei den katholen...

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