Sicherheits-Checks

Sojus-Start um einen Monat verschoben

5. September 2011, 19:03

Nach dem "Progress"-Absturz stehen Sicherheitsüberprüfungen an - die ESA plant indessen ihre nächste ISS-Mission

Moskau - Nach dem Absturz eines unbemannten "Progress"-Raumfrachters im August müssen bemannte Missionen zur Internationalen Raumstation ISS vorerst warten. Die russische Weltraumagentur Roskosmos gab am Montag in Moskau bekannt, dass der Start einer Sojus-Rakete um mindestens einen Monat verschoben werde. Dies soll eine Reihe von Sicherheitsüberprüfungen ermöglichen.

Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen Roskosmos-Sprecher, wonach ein weiterer Aufschub Moskau zwingen könne, die Raumstation unbemannt zu lassen. Am 22. September sollten ursprünglichen Plänen zufolge drei Raumfahrer - die Kosmonauten Anton Shkaplerov, Anatoly Ivanishin und der US-Astronaut Dan Burbank - in einer Sojus-Kapsel zur ISS fliegen.

Die nächste ESA-Mission

Was die ISS angeht, hat die Europäische Raumfahrtagentur ESA am Montag in Köln ihre weiteren Pläne verkündet: Die nächste ESA-Mission mit dem Namen "PromISSe" sei für Ende des Jahres vorgesehen. "Allerdings haben wir noch keinen bestätigten Starttermin", sagte der Chef des Europäischen Astronautenzentrums, Thomas Reiter. Ursprünglich sollte eine Sojus-Rakete den niederländischen Astronauten Andre Kuipers am 30. November ins All bringen. Dass dieser Termin eingehalten werden könne, glaube er nicht, sagte Reiter. "Wir müssen erst die Untersuchungen zur Absturzursache abwarten." (red/APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.