Nach dem "Progress"-Absturz stehen Sicherheitsüberprüfungen an - die ESA plant indessen ihre nächste ISS-Mission
Moskau - Nach dem Absturz eines unbemannten "Progress"-Raumfrachters im August müssen bemannte Missionen zur Internationalen Raumstation ISS vorerst warten. Die russische Weltraumagentur Roskosmos gab am Montag in Moskau bekannt, dass der Start einer Sojus-Rakete um mindestens einen Monat verschoben werde. Dies soll eine Reihe von Sicherheitsüberprüfungen ermöglichen.
Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen Roskosmos-Sprecher, wonach ein weiterer Aufschub Moskau zwingen könne, die Raumstation unbemannt zu lassen. Am 22. September sollten ursprünglichen Plänen zufolge drei Raumfahrer - die
Kosmonauten Anton Shkaplerov, Anatoly Ivanishin und der US-Astronaut Dan Burbank -
in einer Sojus-Kapsel zur ISS fliegen.
Die nächste ESA-Mission
Was die ISS angeht, hat die Europäische Raumfahrtagentur ESA am Montag in Köln ihre weiteren Pläne verkündet: Die nächste ESA-Mission mit dem Namen "PromISSe" sei für Ende des Jahres
vorgesehen. "Allerdings haben wir noch keinen bestätigten Starttermin", sagte der Chef des
Europäischen Astronautenzentrums, Thomas Reiter. Ursprünglich sollte eine Sojus-Rakete den niederländischen Astronauten Andre
Kuipers am 30. November ins All bringen. Dass dieser Termin eingehalten werden
könne, glaube er nicht, sagte Reiter. "Wir müssen erst die Untersuchungen zur
Absturzursache abwarten." (red/APA)