"BahnhofCity" öffnet am 23. November

5. September 2011, 15:00
  • Die so genannte "Wolkenspange", eine Fachwerkkonstruktion aus Stahlträgern, wiegt 430 Tonnen.
    foto: apa/hochmuth

    Die so genannte "Wolkenspange", eine Fachwerkkonstruktion aus Stahlträgern, wiegt 430 Tonnen.

Laut Betreiberfirma ECE ist das neue Einkaufszentrum im Wiener Westbahnhof bereits voll vermietet

Wien - Die Bahnhofshalle des Wiener Westbahnhofs ist nach der Generalsanierung schon seit längerer Zeit wieder in Betrieb - nun folgt bald der Rest: Am 23. November eröffnet der neue Gesamtkomplex, also die "BahnhofCity" Wien-West. Zu ihr gehört ein Hotel, ein Einkaufszentrum und ein Bürohaus. Wobei "Haus" dem Erscheinungsbild eigentlich nicht gerecht wird: Die Gebäudeteile sind mittels einer imposanten Konstruktion in luftiger Höhe verbunden.

Spange als Wahrzeichen

Der "Wolkenspange" genannte Übergang, der den Bahnhof auf der linken Seite flankiert, ist das Wahrzeichen der "BahnhofCity". Die Fachwerkkonstruktion aus Stahlträgern wiegt 430 Tonnen und ist damit schwerer als das Wiener Riesenrad. Büros werden jedoch nicht nur in diesem Gebäude, sondern auch im Trakt auf der rechten Seite entstehen. Insgesamt werden Office-Flächen im Ausmaß von 13.000 Quadratmetern zur Verfügung stehen.

Laut ÖBB besteht an den Büros großes Interesse. Die Verwertungsverhandlungen würden sehr gut laufen, hieß es. Man sei zuversichtlich, dass es Ende November eine Vollvermietung geben werde.

Fix ist dies bereits beim Einkaufszentrum. "Der Vermietungsgrad liegt bei hundert Prozent", betonte ein Sprecher des Center-Betreibers ECE. Der Shopping-Tempel wird sich in einem neuen Geschoß unterhalb des Bahnhofs befinden. Wobei Einblicke in das Finish der Arbeiten bereits möglich sind: Der Bereich - der aus insgesamt drei Ebenen besteht - wird schon jetzt am Weg von der U-Bahn in die Halle durchquert.

Hoher Gastronomie-Anteil

Dort werden auf insgesamt 17.000 Quadratmetern 90 Handels-, Gastro- und Dienstleistungsbetriebe auf Kundschaft warten. Der Schwerpunkt liegt auf Bekleidung (26 Prozent der Geschäfte), hoch ist laut ECE angesichts der Lage an einem Verkehrsknotenpunkt aber auch der Anteil des Gastronomie- bzw. Lebensmittelbereiches.

Als Mieter konnten im Textilsektor unter anderem Calzedonia, Intimissimi, Jack & Jones, Motivi, Palmers, New Yorker oder Mexx gewonnen werden. Als Anlaufstellen in Sachen Essen und Trinken werden diverse Bäckereien, eine McDonald's-Filiale, ein Asia-Restaurant oder ein Ableger der deutschen Schnellrestaurant-Kette Vapiano zur Verfügung stehen. Auch ein Merkur-Supermarkt wird in den Bahnhof einziehen.

Weiters sind unter anderem Müller, BIPA, Body Shop, die Parfümerie-Kette Marionnaud und ein Blumengeschäft fix vertreten. Die deutsche Elektronik-Kette Cyberport feiert in der "BahnhofCity" Österreich-Premiere. (APA)

Ansichtssache

Zahnspange und Hotel am Westbahnhof (derStandard.at/Panorama, 17. August 2011)

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Ein hervorragendes Beispiel ...

... klassischer ICH-WILL-ABER-KANN-NICHT-ARCHITEKTUR.

Zu gerne würde ich in die Zukunft blicken um zu sehen ob meine Meinung von der Geschichte hinweg gefegt wird, wie die Kritik am Loos-Haus.

Wann kann man sie wieder abreißen?

Service?

Wie wäre es mit einem Schuster, einem Schlüsseldienst, einer chemischen Putzerei, einer kundenfreundlichen Post usw.? Und überhaupt: WO bleibt die Bahnhofsuhr in der Halle? Eine Bahnhofshalle ohne zentrale, große Uhr ist unvollständig.

Sie haben recht ...

... aber der Mangel an McDonalds-Filialen, BIPA, BILLA, MÜLLER und MERKUR hat natürlich Vorrang!

...

es erinnert mich ein wenig an, einen Abklatsch der 1980er Büroarchitektur in Paris, die Grande Arche. Der denkmalgeschützte Wbhf in Kombination mit diesem verbauten Klotz ist irgendwie mehr Fluch als Segen. Sie passen nicht so recht zusammen.

jetzt hat wien die größte wellblechhütte europas daß nenne ich mal globale identität.

Öffnungszeiten?

das wird wohl das haar in der suppe der "jubelbotschaft"...

Nur als Ergänzung: "Thalia" kommt auch hinein

Aus der ferneren Perspektive ist das Gebäude auf jeden Fall geradezu berückend. Ein Traum.

freu mich schon darauf,....

besonders was die Gewerkschaften dann wieder zum meckern haben, wenn da jemand am Sonntag offen lassen will.

und die Kirchenbrunzer erst recht

Am Wochenende nach langer Zeit wieder einmal beim Westbahnhof vorbeigefahren. Selten so was Schiaches wie diese Spange gesehen. Wem's gefällt....

für aufregende Architektur ist es zu klein, für ansprechende Architektur ist es zu groß. So ist es nix.

was ist eigentlich mit dem "westbahnhof"-schriftzug über dem eingang? die halterung ist immerhin noch da, die buchstaben fehlen.

bahnhofscity ist der neue name. der westbahnhof war mal und wird nie wieder.

aber ein teil von dem ganzen zeug ist doch schon noch ein bahnhof, oder?

Ja, die denkmalgeschützte Bahnhofshalle aus den 1950er-Jahren.

zu dieser dürfte der original-schriftzug doch irgendwie dazugehören, oder?

Misslungen.

Es ist einfach ein häßliches Bauwerk. Ich nehme mal an, die Baukosten des Hauptbahnhofs haben da nicht viel finanziellen Spielraum übriggelassen.

Jedenfalls hoffe ich für die Architekten, dass es am Geld gelegen hat.

Die Leute, die hinter der Wolkenspange wohnen, haben jetzt überhaupt keinen Ausblick mehr.

für manche Architeckten müßte das Bäckerschupfen wieder eingeführt werden ...

Da wohnt keiner.

Und weiter dahinter (Gasgasse usw.) ist die Gegend massiv aufgewertet worden. Alles neu.

Das blaue Haus gehört den ÖBB.

noch schiacher als der westbahnhof selbst. wer hätte gedacht dass das möglich ist!

die Wolkenspange

im Wellblechhüttendesign des jahres 2011

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