Die Beratungsindustrie

Mythos der absoluten Kontrolle

Gastkommentar | 5. September 2011, 09:20

Sieben Schritte zum Dream Job, drei Thesen für den Erfolg - mit solchen Sprüchen versucht die Beratungsindustrie uns zu ködern. Doch außer Anglizismen ist nicht viel geboten. Wer die Zukunft verplanen will, verleugnet das Unwägbare - Von Gunnar Sohn

Wer sich als Unternehmen auf die Social-Media-Welt einlässt, sollte sich in allen Geschäftseinheiten vom Mythos der absoluten Kontrolle, Rationalität und Planbarkeit verabschieden, empfiehlt der Kölner Softwareexperte Andreas Klug. (Siehe auch die Kolumne zum sogenannten Adhocracy-Management.) "Es reicht nicht aus, für die Kulisse ein kleines Twitter-Team im Kundenservice zu bilden und alles andere beim Alten zu belassen. Damit wird man kläglich scheitern. Der amerikanische Organisationspsychologe James C. March plädiert für eine 'Technologie der Torheit‘. Er meint damit aber nicht Albernheit, sondern Verspieltheit, um Raum für Experimente zu schaffen. Organisationen kommen nicht ohne Wege aus, Dinge zu tun, für die sie keine guten Gründe haben. Es existiert in allen Entscheidungssituationen eine Menge Unsicherheit und Konfusion, die von den traditionellen Managementkonzepten und verstaubten BWL-Theorien ignoriert werden", so Klug, Mitglied der Geschäftsführung von Ityx.

Ein Königreich für die Sicherheit!

Das Phänomen des Kontrollverlustes in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wurde schon mehrfach beschrieben. Nur wenige Menschen wollen oder können sich damit abfinden. Der Publizist Frank Böckelmann hat sich in der Machart eines Ratgebers der Frage gestellt, wie man sich mit den Paradoxien des Alltags auseinandersetzt und der Kontroll-Schimäre hinterherläuft. Vor allen Dingen die liebwertesten Gichtlinge im Top-Management von Unternehmen halten am Diktum der Planbarkeit fest. In seinem Buch "Risiko, also bin ich" beschreibt Böckelmann die Kehrseiten dieser permanenten Selbstüberforderung: "Überall werden lebensfüllende Erfolgs-, Gesundheits- und Sicherheitsprogramme gehandelt. Sie werden zum Lebensersatz, wenn sie uns nicht sagen, wann das Streben nach Erfolg, Gesundheit und Sicherheit anderen Unternehmungen zu weichen hat. Wann die Grenzen meiner Gichlings-Wirtschaft erreicht sind. Die Vorsichtigen, die jährlich Durchgecheckten und die umsichtig Beratenen erleben es heute, dass ihre Sicherheiten heimtückische Sorten von Unsicherheiten sind."

Warum boomt die Coaching-Industrie?

Warum sind die oberschlauen Coaching-Meister nicht selten abgehalfterte Laberköppe, die es in ihrem erlernten Beruf nur selten zur Meisterschaft gebracht haben? "Warum will ein Meister der Wahrscheinlichkeitsrechnung den Lottospielern gegen geringes Entgelt verraten, wie die Gewinnchancen mittels raffinierter Systemwetten optimiert werden können? Warum optimiert er nicht seine eigenen Chancen und setzt sich mit den gewonnenen Millionen zur Ruhe? Warum begleitet ein berufsmäßiger Karriereberater überforderte Führungskräfte beim Bewältigen und Kräftesammeln, anstatt die Erfolgsleiter in der Wirtschaft selbst zu besteigen?", fragt sich Böckelmann. Die Scharlatane der Beratungsindustrie treffen dabei auf die Schweißspur wundergläubiger Manager, die sich unter wachsendem Leidensdruck nach geheimnisvollen Formeln sehnen: Die sieben goldenen Regeln für Reichtum, das Vademekum für Macht oder das Arkanum chinesischer Strategeme für den Sieg über Konkurrenten. Das Ganze wird selbstredend ganzheitlich praktiziert und wird mit netten Phrasen wichtigtuerisch garniert.

Just great!

Umstrukturierung, Neuorganisation oder Downsizing gehörten zu den Erfolgsformeln in den 1990er-Jahren. Gepaart wird das Management-Gesülze mit noch heute gern verwendeten semantischen Speerspitzen wie Effizienz, Effektivität, Innovation oder Kreativität. Manager wollen zu jeder Zeit kreativ, innovativ und effizient an ihrer Effektivität arbeiten. Das geht am besten mit Konzepten, die in speziellen Kreativitätsseminaren gelernt werden. Manager stellen sich im Kreis auf, greifen zum feuchten Händchen des Nachbarn und rufen im Chor: "Es beginnt ein kreativer Tag und ich fühle mich gut. Just great." Vielleicht ergehen sich die gestressten Führungskräfte auch in albernen Rollenspielen oder ruinieren ihr schwarz-graues Outfit durch das Hantieren mit Knetmasse.

Da fehlt dann nur noch das kollektive Einüben der Hechelatmung zwecks Unterstützung kreativer Presswehen in holistischen Trauma-Bewältigungs-Workshops. Autoritäre Unternehmensführung und bürokratische Entscheidungsabläufe können gestresste Mitarbeiter mit einer "Kulturoffensive" besser ertragen. Mithilfe eines Kulturberaters entwickelt der PR-Chef ein Unternehmensleitbild. Sieben Thesen, sieben Sätze, sieben Seiten, sieben Weisheiten. In dem Leitbild ist zu lesen, wie wichtig Mitarbeiter und Kunden sind - bei einer Aktiengesellschaft kommen noch die Aktionäre oder Shareholder dazu.

Dümmlicher Kalenderjargon

Ganz fortschrittliche Unternehmen beteuern unter Sonstiges gerne, dass die Arbeit Spaß machen solle und Umweltbelastungen etwas ganz Schreckliches sind. Damit jeder Mitarbeiter das unheimliche Gesicht seines Chefs verinnerlicht, wird "Management by walking around" praktiziert. Jeden Freitag gibt es darüber hinaus einen "Beer Bust": Freibier für müde Mitarbeiter. Neue Titel für ehrgeizige Manager im Unternehmen fördern die "Corporate Culture". Außendienstmitarbeiter mit guten persönlichen Drähten wandeln sich zum "Key Account Manager". Das bringt zusätzliche Motivation. Von der Konkurrenz abgucken nennt man "Benchmarking", frei nach dem Motto: Der Nachbar fährt Mercedes, was habe ich da falsch gemacht? Hat man dann herausbekommen, dass der Nachbar nach dem Frühstück fünf Kniebeugen macht, dann macht man es auch und hat den Stern schon in der Tasche. Viele Theorien und aufgeblasene Sprachungetüme sind bei näherer Betrachtung nichts anderes als dümmliche Kalenderweisheit. Manager und Berater dürfen sich deshalb nicht allzu verständlich ausdrücken. Sonst könnte die schmalbrüstige Inkompetenz des Gesagten zu schnell ans Tageslicht gelangen.

Teuer bezahlte mentale Fitness

In Vorstandsetagen wird täglich in "Meetings" nach der "Strategy" gefahndet, um sich besser aufzustellen, neue Projekte einzukippen, "Commitments" zu erzielen und am Markt durch "Empowerment" den optimalen, effizienten und effektiven USP zu erreichen. Die Liste ließe sich auch berufsspezifisch erweitern, um den "ganzheitlichen Ansatz" der "synthetischen Prozess-Communication" zu untermauern und die "systematische Success-Analyse von CRM-Maßnahmen auf die "zielgruppenspezifische Evaluationspräzision" im Bereich und auf Ebene der "Cross-Selling-Aktivitäten" zu integrieren. Die Flut der Wortblähungen, Floskeln und Pleonasmen der Coaching-Gurus helfen allerdings nicht weiter und machen die eigene Karriere auch nicht sicherer: "Man stelle sich vor, fast allen Gecoachten gelänge es, diesen Zielen nahezukommen. Dann wäre die teuer bezahlte mentale Fitness nicht mehr wert als die Fähigkeit, Auto zu fahren. Die jahrelange, jahrzehntelange Dressur wäre umsonst gewesen", resümiert Böckelmann.

Die hartnäckige Absicht, sich selbst und das künftige Leben zu verplanen, sei zum Scheitern verurteilt, denn sie leugnet das Risiko. (Gunnar Sohn, derStandard, 5.9.2011)

Autor

Gunnar Sohn, The European, ist Wirtschaftspublizist und Medienberater und Chefredakteur des Onlinemagazins NeueNachricht. Zuvor arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Instituts für Demoskopie Allensbach.

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Georg Schilling
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ad "Die Flut der Wortblähungen, Floskeln und Pleonasmen der Coaching-Gurus helfen allerdings nicht weiter und machen die eigene Karriere auch nicht sicherer: [...]"

ad Gunnar Sohns: "Die Flut der Wortblähungen, Floskeln und Pleonasmen der Coaching-Gurus helfen allerdings nicht weiter und machen die eigene Karriere auch nicht sicherer [sic!]: [...]" ;-))

Ist "sicher" (sprachlich) steigerbar? Existiert (wirkl.) so etwas wie "sicherer" (ua aus log. & wiss. Sicht) ...? (!) (Dies bitte als *grds* Fragen zu lesen!)

01052004
00

tja: dummheit, feigheit, verantwortungslosigkeit, risikoscheu - solange das üblich ist, können andere (schlauere???) weiterhin mit viel lauwarmer luft viel geld machen...völlig risikofrei...

siehe hochegger...siehe malik...

istros
00
.

.... unsere Wirtschaft gekapert haben. Wenn ein tatsächlich Kreativer aus welcher Branche auch immer dann etwas verwirklichen will, dann muss er zuerst die Ochsentour durch den Status-Dschungel dieser Yuppies antreten.
Wonach ein Großteil dieser Seminarteilnehmer und Veranstalter trachten ist ja nicht Kreativität sondern Authentizität - und wenn's einem eigentlich Wurscht ist, was man macht, Hauptsache wichtig mit einem BlackBerry, dann wird die Sache schwierig.
Früher wäre der Großteil wohl Beamte geworden, doch seit es im Staatsdienst nix mehr zu holen gibt, macht man eben das.

istros
00
diese Entwicklung weitergedacht...

kann man sich heute bereits in Amerika ansehen, wo genau diese Typen inzwischen ganze Krankenhäuser übernehmen und Ärzten erzählen, wie sie ihren Job zu machen haben.
Leider driftet der Autor tatsächlich zu sehr in Polemik ab, obwohl die Überschrift ganz gut war.
Aber das Problem fängt ja schon viel früher an, nämlich in der Ausbildung. Wer studiert denn vornehmlich BWL, na genau die Typen, die halt irgendwas machen wollen, wo man gut Geld verdienen kann und einen Audi als Dienstwagen kriegt, alles andere ist dann zumeist nebensächlich, ob das jetzt "Manager" bei McDonalds ist oder bei erneuerbaren Technologien... und genau dieser Bagage will man nun Kreativität einimpfen? Eines der größten Probleme ist, dass diese Typen....

Niccolo Machiavelli1
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Coaching ist nicht Unternehmensberatung

In vielem lässt sich zustimmen und dem Bashing folgen. Doch eines sollte der Autor - aufgrund eigener Bestrebungen (sich!) - besser wissen:
Coaching hat nichts mit Unternehmensberatung zu tun.
Coaches können auch nicht Mitglied des internationalen Unternehmensberaterverbandes "International Council of Management Consulting Institutes (ICMCI)" werden.
Leider ist der Begriff "Berater" nicht geschützt. So kann sich der Frisör "Lifestyle-Berater", der Sparkassen-Verkäufer für Lehmann-Zertifikate "Finanz-Berater" oder eben Herr Sohn "Medienberater" nennen - > seit 2 Jahren wurde Neue-Nachrichten.de nicht mehr aktualisiert, seit zwei Jahren versucht er als Callcenter-Berater zu reüssieren -> das relativ erfolglos.

avision
02
Gunnar Sohn – Medienberater, Wirtschaftspublizist – >>Die Flut der Wortblähungen, Floskeln und Pleonasmen der Coaching-Gurus helfen ...<<

Im Verkaufen sind die Amerikaner (Welt-)Meister. Der alte europäische Verkaufsstil war von Dingen wie Angebot und Nachfrage geregelt. Die Amerikaner jedoch begannen früh damit, zuerst einmal die Nachfrage zu schaffen, um sie dann zu befriedigen. Die wahre Kunst besteht nach dieser Strategie darin, jemandem etwas zu verkaufen, das er nicht braucht, jedoch willig mit Geld bezahlt, das er nicht hat, jedoch willig bei dem leiht, der ihm dann die Wahre dafür verkauft, die er nicht braucht. Nach diesem Konzept haben die USA die halbe Welt aufgerüstet, und sie fahren munter damit fort. Nach diesem menschenfeindlichen Modell funktioniert längst auch die Wirtschaft.
Multinationales Ziel: SCHULDKNECHTSCHAFT
Schuldknechte sind offiziell keine Sklaven

Carlos Clementin
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The Seven Habits of ...

wurde ich schon als Kind mit diesen Weisheiten geplagt - "the seven hobbits and snow white" ...
alles nur Märchen,
und zuviel "Sieben" ist doch nur feiner Sand ...
Und das "Social-" Prefix im Coaching und Consulting ist wie das "Nano-" bei den ganzen Putzmittel und Autopolituren...
Aber wo sonst bekommen die Manager ihre Nachfüllpackung an heißer Meeting-Luft und neue Innovationen fürs Bullshitbingo, wenn nicht von den Socialquacksalers

Johann Neumann1
03
Genial

ich bin selber ein (kleiner) Selbständiger in Salzburg, und was einem dort von diversen Förderstellen vorgebetet wird, ist auch nicht zu glauben. Da werden die diversen Günstlinge des GF der Förderstelle als Berater vermittelt usw... Die Förderbetreuung besteht aus Leuten, auf die das oben Geschriebene zutrifft: Wenn die die Kompetenz hätten, Unternehmer zu beraten, dann sollten Sie selbst Unternehmer werden und nicht nur darüber reden. Das ist, wie wenn man über Sex nur spricht: Hat schon auch damit zu tun, kommt der Wahrheit aber nicht ganz nahe.

Der Stadtwolf
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Alles was mit Beratung zu tun hat ist Mist.

Es sind meist Pseudo-Jobs die geschaffen werden, weil wir nichts mehr herstellen. Produktion wurde outgesourct. Dienstleistungs-Gesellschaft nennt sich das.

Wenn Beratung einen Sinn macht, dann für die Firmen. So kann man unter den Anstrich des Seriösen auch den größten Ladenhüter los werden. Egal ob es sich um die Produkt- oder die Finanzindustrie handelt.

Und solche Mental-Coaches, Motivations-Trainer und dergleichen ist sowieso der größte Unsinn den es jemals gab.

Nutze den Tag
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In vielen Management Seminaren wird das Vertrauen in eigene Fähigkeiten getötet.

Die fachlich begründete Zuversicht unabsehbares just in time zu meistern wird von Strategieentwicklern völlig missachtet, weil diese meist fachlich inkompetent sind. Diese Fähigkeit anderer wird von ihnen als Angriff auf ihre Autorität verstanden.

Ruebezahl2
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He: Ich hab die Lösung für Alles

DRACHENBLUT!

Kostet nur 1,000.000 € pro Gramm, fast geschenkt!

Taschenkalender
02
"Warum will ein Meister der Wahrscheinlichkeitsrechnung

den Lottospielern gegen geringes Entgelt verraten, wie die Gewinnchancen mittels raffinierter Systemwetten optimiert werden können? Warum optimiert er nicht seine eigenen Chancen und setzt sich mit den gewonnenen Millionen zur Ruhe?"

Ich würde die Liste um die "Vermögensberater" ergänzen..wer das wirklich kann und so "Vermögen" aufbaut, der braucht alten Omas keine MEL Zertifikate andrehen um Provisionen zu kassieren..

knallfrosch
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ganz brav. sternderl gäbs, wenn es statt "laberköppe" "dampfplauderer" hieße.

no_milk_today
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dummschwätzer, saafesieder und dergleichen hätte einen römischen einser bekommen :)

her wig
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Seit man die Religion abgeschafft hat,

ist eine Marktlücke entstanden. Gemeinsame Ziele, gemeinsam singen und Händchen halten.

Bei aller Kritikwürdigkeit, ich denke das ist ganz normal menschlich, von der Nachfrage her, und das Angebot geht halt mit der Zeit.

Der einzige Fehler den man mit sowas machen kann ist, es ernst zu nehmen.

burnout...das beim auto
00
ach geh

man hat eh die theoretische pysik erfunden.
die bibel ist nun das science magazin. der papst hawkins. und der tempel der lhc. wenn man dann aber nach 20 jahren "arbeit" und unmengen an verschlungenen geldern der anbetenden (un)gläubigen bevölkerung drauf kommt dass der glaube an die eigene theorie kein fundament hat. dann wird weiter nach dogmatischen umformulierungen gesucht. händehaltend wird die stringtheorie angebetet. was schon immer da war muss doch stimmen und bleiben. oh, superstring. komm und erlöse uns. nimm uns hinein ins ewige schwarze loch. erscheine. und zeige dich. (selbst wenn die theorie schon längst durch den versuch widerlegt ist). AMEN..äh.. STRING

ein mensch
02
Die branche gut aufs korn genommen

Chapeau!

Trotzdem ist was dran - gerade in österreich, dem internationalen hort der obrigkeitshörigkeit - man und frau deformiert sich bis zur unkenntlichkeit, um div. chefs zu gefallen.

Mehr persönlichkeitsbildung tut hier allemal not - solange das zu hause und in den schulen nicht begonnen wird, haben alle möglichen NLP- und sonstwas-gurus hochsaison.

Ah Ha
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Sorry ich halte den Artikel für einen Bullshit-Bingo Versuch. Die Aussagen erscheinen mir mindestens genauso polemisch wie die Art der unterstellten Beraterdienstleistungen. Tatsache ist, dass beauftragende Manager sehr genau abwägen, welches Geld für welche Leistung gezahlt wird. Solche Fehlleistungen wie hier angeprangert, kann sich ein Berater maximal einmal leisten, wenn er nicht schon im Projektlauf schon rausfliegt.

Stuff
01
"Doch außer Anglizismen ist nicht viel geboten."

Ja wenns denn wenigstens welche wären! Allerhöchstens Denglizismen, falsch in jeder vorstellbaren Sprache - ausser der journalistischen, doch das versteht glücklicherweise ausser dem Verfasser niemand sonst.

no_milk_today
01

mit anderen, vereinfachteren worten also ...

mit einem schwall wortaneinanderreihungen und nichtssagenden sinnigkeiten das gegenüber in heisse luft einwickeln, bis es alles glaubt und zu tun versucht, als ob es kein morgen mehr gäbe ... und beide [oder zumindest die coachende seite] vehement die realität sich weigern zu sehen/akzeptieren
[erinnert mich an einige bestimmte veranstaltungen, deren namen mir nicht mehr einfallen]

Hermine Berg
 
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er soll nicht so ueber die berateer schimpfen

die passen ihr niveau (und ihre honorarnoten) halt an ihre klientel an.

zuschön
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Kommt etwa die "Wos woar mei Leistung"- oder "Wer langsam geht, geht nicht schnell"-Branche in die Krise?

Natchez
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Ein toller Beitrag! Sehr viele sehr gute Beobachtungen - und die auch noch witzig beschrieben! Genau so eine Situation hat mich in meinem alten Job zur Kündigung getrieben. Ich wollte einfach nicht mehr im Rudel "Tschakka!" rufen :)

zuschön
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Hab auch schon vor Jahren den Systemruderern den Rücken gekehrt.

Kann mich seither höchstens selbst verarschen und mobben. Aber was tun heute gegen die unbändigen Horden von Golfern? Bin schon gespannt, wann endlich Fitschigogerln zum Hype wird und endlich Knöpfe mit Köpfe gemacht werden. Lineal hätte ich ja. Oder darf man das nur mit den Fingern spielen?

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